Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  8. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. "Derselbe Polarstern"
  15. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger

Der Mittelpunkt

9. Jänner 2017 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Jesus kennen – Jesus anbeten – Jesus nachfolgen. Christus – der einzige Heiland, Herr des Universums, das erste und das letzte Wort des Vaters. Die Einfachheit des christlichen Lebens. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Nach der Weihnachtszeit hat Papst Franziskus am Montag der 1. Woche im Jahreskreis die Feier der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ wieder aufgenommen. Der „Jahreskreis“ habe wieder begonnen, so der Papst in seiner Predigt, doch der Mittelpunkt des christlichen Lebens sei immer Christus, Herr des Universums, das erste und das letzte Wort des Vaters, „der Heiland der Welt. Es gibt keinen anderen. Er ist der einzige“:

„Und das ist der Mittelpunkt unseres Lebens: Jesus Christus. Jesus Christus, der sich offenbart, der sich sehen lässt, und wir sind eingeladen, ihn zu kennen, ihn anzuerkennen, im Leben, in den vielen Umständen des Lebens, Jesus anerkennen, Jesus kennen: ‚Aber ich, Pater, ich kenne das Leben jenes Heiligen, jener Heiligen, oder auch die Erscheinungen von dem und dem...“. Das ist gut, die Heiligen sind die Heiligen, sie sind groß! Nicht alle Erscheinungen sind wahr, ja? Die Heiligen sind wichtig, aber der Mittelpunkt ist Jesus Christus; ohne Jesus Christus gibt es keine Heiligen! Und von da her die Frage: ist der Mittelpunkt meines Lebens Jesus Christus? Wie ist meine Beziehung mit Jesus Christus?“.


Es gebe drei Aufgaben, um sicherzustellen, dass Jesus der Mittelpunkt unseres Lebens sei. Die erste Aufgabe bestehe darin, Jesus zu kennen, um ihn anzuerkennen. Zu seiner Zeit hätten ihn viele nicht anerkannt: die Gesetzeslehrer, die Hohenpriester, die Schriftgelehrten, die Sadduzäer, einige Pharisäer. Sie hätten ihn im Gegenteil verfolgt, „sie haben ihn getötet“. So sei es notwendig, sich die Frage zu stellen: „Bin ich daran interessiert, Jesus zu kennen? Oder interessiert mich vielleicht mehr eine Telenovela im Fernsehen oder das Geschwätz oder der Ehrgeiz, oder interessiert es mich mehr, das Leben der anderen zu kennen?“.

Um Jesus zu kennen, gebe es das Gebet, den Heiligen Geist, aber auch das Evangelium, das man immer bei sich haben sollte, um jeden Tag einen Abschnitt daraus zu lesen: „Das ist die einzige Weise, Jesus zu kennen“. Dann sei es der Heilige Geist, der nachher seine Arbeit tue. Dies sei der Same: „Der Heilige Geist lässt ihn aufkeimen und wachsen“.

Die zweite Aufgabe sei dann, Jesus anzubeten, nicht nur um Dinge zu bitten und zu danken, sondern ihn anzubeten. Der Papst dachte an zwei Arten der Anbetung Jesu: „Die Anbetung in Stille. Dann: aus unserem Herzen das andere wegnehmen, das wir anbeten, das uns mehr interessiert. Nein: allein Gott“. Die anderen Dinge nützten nur, wenn man fähig sei, Gott anzubeten:

„Es gibt da ein kleines Gebet, das wir beten, das Gloria: ‚Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist’. Doch viele Male sagen wir das vor uns her wie Papageien. Dieses Gebet aber ist Anbetung! ‚Ehre’: ich bete den Vater an, den Sohn, den Heiligen Geist. Anbeten, mit kleinen Gebeten, in Stille vor der Größe Gottes, Jesus anbeten und sagen: ‚Du bist der Einzige, du bist der Anfang und das Ende und bei dir will ich mein ganzes Leben bleiben, auf alle Ewigkeit. Du bist der Einzige’. Und die Dinge wegjagen, die mich daran hindern, Jesus anzubeten“.

Die dritte Aufgabe bestehe in der Nachfolge Jesu, wie dies das heutige Evangelium von der Berufung der ersten Jünger zeige (Mk 1,14-20). Nachfolge heiße, Jesus zum Mittelpunkt unseres Lebens zu machen:

„Das christliche Leben ist einfach, es ist sehr einfach, doch wir bedürfen der Gnade des Heiligen Geistes, damit er in uns dieses Verlangen erwecke, Jesus zu kennen, Jesus anzubeten und Jesus nachzufolgen. Und daher haben wir zu Beginn im Tagesgebet den Herrn gebeten, dass wir es verstehen, was wir tun sollen, dass wir die Kraft haben, es zu tun. In der Einfachheit aller Tage – denn um Christ zu sein, braucht es nicht alle Tage etwas Merkwürdiges, Schwieriges, Überflüssiges, nein: einfach! – in der Einfachheit aller Tage schenke uns der Herr die Gnade, Jesus zu kennen, Jesus anzubeten und Jesus nachzufolgen“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  9. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  10. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz