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Bischof Laun über 'Amoris Laetita' und die 'Dubia' der vier Kardinäle

3. Jänner 2017 in Interview, 69 Lesermeinungen
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Salzburger Weihbischof im „One Peter Five“-Interview: „Ich habe die Sorgen der Kardinäle gelesen und stimme ihnen zu! Außerdem kenne ich die Kardinäle Meisner und Caffarra und weiß, wie kompetent sie sind! Mit ihnen bin ich in bester Gesellschaft!“


Vatikan (kath.net/Onepeterfive) Bischof Andreas Laun (Archivfoto) ist Weihbischof in Salzburg/Österreich. Außerdem ist er Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule „Benedikt XVI.“ in Heiligenkreuz/Österreich. Er ist Mitglied der Oblaten des Hl. Franz von Sales. kath.net veröffentlicht das „One Peter Five“-Interview in voller Länge in der autorisierten deutschen Übersetzung.

Maike Hickson: Sie sind einer der Unterzeichner des „Treuebekenntnisses zur unveränderlichen Lehre der Kirche über die Ehe und zu ihrer ununterbrochenen Disziplin“, die nun bereits mehr als 30.000 Unterstützer gefunden hat. Können Sie uns den Grund nennen, weshalb Sie sich entschlossen haben, dieses Dokument zu unterzeichnen? Welche Aspekte des Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia sind in Ihren Augen problematisch und offen für widersprüchliche Interpretationen?

Laun: Ich habe die Sorgen der Kardinäle gelesen und stimme ihnen zu! Und außerdem kenne ich vor allem die Kardinäle Meisner und Caffarra und weiß, wie kompetent sie sind! Mit ihnen bin ich in bester Gesellschaft!

Hickson: Sehen Sie irgendeinen Weg für wiederverheirate Geschiedene, die Sakramente zu empfangen, ohne dass sie ihre Lebensweise ändern und dann als Bruder und Schwester zusammenleben?

Laun: „Leider“ nein! Ich wäre froh, ihnen einen leichteren Weg nennen zu können. Aber es geht um die Wahrheit und nicht meine Gefühle. Mit Barmherzigkeit hat diese sachliche Frage nichts zu tun. Hätte Johannes der Täufer dem Herodes die Frau seines Bruders „barmherzig erlauben“ können?

Der geistliche Begleiter, auf den der Papst großen Wert legt, ist in der Rolle eines Arztes, der eine Diagnose erstellt und dabei dem Patienten keinen Dienst erweist, wenn er die Krankheit schönredet, wie er sie gerne hätte, obwohl er um ihre Gefährlichkeit weiß.

Hickson: Nun haben vier Kardinäle – Walter Brandmüller, Joachim Meisner, Carlo Caffarra und Raymond Leo Burke – fünf Dubia bezüglich Amoria Laetitia an Papst Franziskus gestellt und, da sie keine Antwort erhalten haben, sie auch veröffentlicht. Die vier Kardinäle sind dafür kritisiert worden und man hat ihnen ein Mangel an Loyalität gegenüber dem Papst vorgeworfen. Wie beurteilen Sie das Verhalten der vier Kardinäle?

Laun: Das Verhalten der Kardinäle ist ein Dienst an der Lehre der Kirche! In der Geschichte gibt es viele Beispiele für Kritik auch an einem Papst. Sie hat der „Moral jeder Kritik” zu folgen: höflich, sachlich, gerecht, getragen von Liebe und viel Verständnis für den Kritisierten, weil jede Kritik auch mehr oder weniger weh tut.

Hickson: Würden Sie, wenn es Ihnen angeboten würde, diese Dubia auch unterschreiben?

Laun: Ja, nach nochmaliger Lektüre und vielleicht nach Rücksprache mit wenigstens einem der Kardinäle: ich würde sie unterschreiben!

Hickson: Kennen Sie andere Bischöfe oder Kardinäle, die Sympathien mit den vier Kardinälen haben, sich aber nicht wagen, dies öffentlich kundzutun?

Laun: Nein, aber es wäre eine gewisse Schande, wenn jemand aus Angst nicht redete! Schweigen kann, sagt Gregor der Große, eine Sünde sein, und Otto von Habsburg hat gesagt, die Feigheit sei ein Hauptlaster unserer Zeit!

Hickson: Ist es in Ihren Augen einem Kardinal oder Bischof erlaubt, öffentlich Kritik am Heiligen Vater zu äußern, und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Welche Güter werden bei einem solchen Schritt – der natürlich sehr genau bedacht werden muss – erwogen?

Laun: Jeder Mensch hat das Recht zu einer solchen Kritik: Wenn der Papst z. B. über Themen redet, die nicht zu seiner Zuständigkeit gehören. Genauer: Er kann sich natürlich in allen möglichen Bereichen zu Wort melden, aber es sollte klar bleiben, wo er als Papst spricht oder eben nur als Mensch, wie jeder andere auch: z.B. über die Klimaentwicklung oder über eine Frage des Glaubens oder der Moral!

Beispielsweise hat Pius XII. einmal zwar sehr kompetent über Bienen gesprochen, aber dafür konnte er natürlich keine Zustimmung des Glaubens verlangen. Kritik kann natürlich auch das persönliche Leben eines Papstes betreffen, wie dies bei der hl. Katarina von Siena der Fall war. Der damalige Papst war demütig genug, diese Kritik anzunehmen!

Hickson: Denken Sie angesichts einer großen moralischen Krise innerhalb und außerhalb der Kirche, wo eine große Anzahl von Menschen nicht mehr der christlichen Moral folgen, dass es richtig ist, die moralischen Maßstäbe zu senken? Oder sollten die Menschen vielmehr zur Bekehrung aufgerufen werden, indem man ihnen auch die negativen Folgen eines moralisch ungeordneten Lebens aufzeigt?

Laun: Der Papst kann genauso wenig einen moralischen Maßstab weder senken noch anheben – so wie er ein physikalisches Gesetz nicht ändern kann.

Moralische Gesetze sind Gottesgesetze oder sie gehören als nur menschliche Gesetze nicht zur Moral als solcher. Für eine gute, kath. Morallehre ist es wichtig, den Gottesbezug verständlich zu machen und zu zeigen, dass die katholische Moral bildhaft gesprochen die „artgerechte Haltung des Menschen ist”, im Unterschied zu den Tieren in Freiheit und auf Grund von Einsicht!

Hickson: Wie soll die Katholische Kirche diese Diskussion führen, und wo ist überhaupt das Wohl der Kinder noch präsent – in der Ehefrage wie auch in der Lebensschutzfrage? Hat das Wort Jesu „Lasset die Kleinen zu mir kommen” heute überhaupt noch eine Bedeutung?

Laun: Die beste Katechese und Lehre besteht im Verweis auf Vorbilder und Geschichten, die helfen, die Gottes-Schrift im eigenen Herzen (Paulus!) richtig zu lesen.

Jesus hat keine Vorlesungen gehalten und keine komplizierten Bücher geschrieben, sondern vor allem im Dialog das eigene Denken und die Einsicht buchstäblich provoziert.

Zum Thema Einsicht nenne ich das heikle Beispiel Verhütung: Wer verstanden hat, wie Verhütung auch die Liebe beschädigt und die Erfahrung mit dem Rat der Kirche gemacht hat, weiß, warum Paul VI. Humanae vitae geschrieben hat und wie gut das Leben nach dieser Lehre für die Liebe ist, auch wenn es zugleich schwer fällt. Aber das gibt es auch in anderen Situationen, bei denen man Gottes Gebot folgt!

Dieses Interview erschien zuerst in englischer Sprache im Magazin Onepeterfive, dem kath.net für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung in deutscher Sprache dankt.

Die Übersetzung der Antworten wurde von Bischof Laun durchgesehen und autorisiert.

Archivfoto Bischof Andreas Laun


Archivfoto (c) Erddiözese Salzburg


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Lesermeinungen

 agnese 14. Jänner 2017 
 

Jeder gläubig denkende Mensch müßte Bernhard Josef Recht geben,wenn ich nicht so urteilen würde, müsste ich den Glauben verlieren, deshalb bleibe ich dabei, an was ich in meinem ganzen Leben für wahr und richtig gelernt und geglaubt habe.


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 Bernhard Joseph 7. Jänner 2017 
 

@bertone

Genau dieses Wissen um das Nichtwissen berechtigt uns Menschen gerade nicht, gegen die Offenbarung also das Wort Gottes zu handeln.

Der Papst ist nicht gottgleich, sondern er ist ein Mensch, wie wir alle. Daher bleibt die Kirche an das offenbarte Wort gebunden und darf es nicht willkürlich interpretieren, schon gar nicht in sein Gegenteil verkehren - siehe Mt 19,6.

Der Papst ist also nie Herr über den Glauben sondern Diener des Glaubens im tiefsten Sinne. Er darf daher niemals einen Glaubensaspekt gegen den anderen setzen. Der Gehorsam gegenüber dem Papst kann den Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes nicht aufheben, sonst wäre das Reich Gottes in sich entzweit.

Leider hat man heute den Eindruck als sei die Kirche gespalten wie noch nie.

AL hat nicht zur Vertiefung des Glaubens beigetragen, sondern zu Zweifeln und Verunsicherung, was die Glaubenssubstanz anbetrifft.

Wird die Glaubenssubstanz jedoch dem Mutwillen preisgegeben, dann hat Verkündigung keine Autorität mehr.


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 carl eugen 5. Jänner 2017 

Ich danke Ihnen lieber @Pilgervater.

Ihre Worte tun mir gut.


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 Irustdim 5. Jänner 2017 
 

Also wenn es im AL alles klar

und im Einklang mit der Lehre ist, dann dürfen nur jene zivil wiederverheiratete Personen zum Sakrament der Beichte zugelassen werden, die entweder ihren kirchlichen Ehen annulliert sind oder als Geschwister leben. Schlicht und einfach.


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 Pilgervater 5. Jänner 2017 

carl eugen / bertone / sefa u.a.

Die Heftigkeit der Auseinandersetzung auf beiden Seiten mag manchen abstoßen, doch es geht andererseits um sehr viel: um die Authentizität der Kirche. Leider bringt Franziskus hier manches ins Rutschen; gebe Gott, dass es keine Lawine wird! - Ich sehe mich in den angesprochenen Disputen klar an der Seite von carl eugen. Und ich gehe davon aus, dass man an seiner Seite auch Bischof Laun antrifft, den ich persönlich ein wenig kenne. Bleiben Sie zuversichtlich, carl eugen: die Wahrheit wird uns frei machen.


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 bertone 5. Jänner 2017 
 

carl eugen @Lieber @bertone!

Vielleicht wäre es ganz gut , sich einmal folgendes gut durch den Kopf gehen zu lassen:
"Dabei stehen wir vor einem Dilemma, das Augustinus in „De trinitate“ so formuliert: „Wenn du es
begreifst, ist es nicht Gott!“
Augustinus fasst hier gekonnt zusammen, was Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther so formuliert1: Wir verkünden „nicht die Weisheit dieser Welt […]. Nein, wir verkünden Gottes
geheimnisvolle, verborgen gehaltene Weisheit. […] Wir verkünden, wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und was in keines Menschen Herz gedrungen ist“.
Eigentlich sind diese Sätze entmutigend, denn wer kann schon von sich sagen, „Gottes geheimnisvolle, verborgen gehaltene Weisheit“ verkünden zu können?"
(aus: Hollweck:„Gottes Wort in Menschenwort heute“, 2011)


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 A.Birlinger 4. Jänner 2017 
 

BRAVO


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 carl eugen 4. Jänner 2017 

Lieber @bertone!

Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen uns Beiden. Aber ich kann Sie beruhigen, auch für Sie sollte es kein Problem sein, in diese Sphären zu gelangen. Besorgen Sie sich eine Bibel und lesen Sie eine Weile darin, dann wird auch Ihr Wissen um die Welt Gottes grösser. Und eine Audienz bei Gott können Sie jederzeit bekommen. Gehen Sie in sich, beten Sie vor dem Allerheiligsten, oder den Rosenkranz. Diese Begegnung mit Gott wird Ihnen sicher gut tun.
Ich werde Sie in mein nächstes Gebet einschliessen, um ein wenig zu Ihrem Seelenheil beizutragen.


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 Elliver 4. Jänner 2017 
 

Ideal

Warum sollte das Ideal nicht auch Realität sein?
292. Die christliche Ehe, ein Abglanz der Vereinigung Christi und seiner Kirche, wird voll verwirklicht in der Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, die sich in ausschließlicher Liebe und freier Treue einander schenken, einander gehören bis zum Tod, sich öffnen für die Weitergabe des Lebens und geheiligt sind durch das Sakrament. Dieses Sakrament schenkt ihnen die Gnade, um eine Hauskirche zu bilden und ein Ferment neuen Lebens für die Gesellschaft zu sein.“ ( = Ideal)

„Andere Formen der Vereinigung widersprechen diesem Ideal“ (s.o.) „von Grund auf, doch manche verwirklichen es zumindest teilweise und analog. Die Synodenväter haben betont, dass die Kirche nicht unterlässt, die konstitutiven Elemente in jenen Situationen zu würdigen, die noch nicht odernicht mehr in Übereinstimmung mit ihrer Lehre von der Ehe sind.“


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 bertone 4. Jänner 2017 
 

carl eugen

Ich muss gestehen, dass ich sehr beeindruckt bin von Ihrem Wissen über die Welt Gottes.
Mir wurde bisher leider noch keine Audienz dort gewährt, um mich dort umzusehen.


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 carl eugen 4. Jänner 2017 

@bertone

Nur keine Angst, kein Papst muss nach meinem Sinne sein, sondern nach Gottes Sinne. Und genau das ist es, wovor Leute wie Sie und @Sefa Angst haben. Sie wollen, dass die Kirche jegliches menschliches Treiben absegnet. "Tut was ihr wollt, ihr kommt so oder so in den Himmel". Das würde euch so gefallen.
Der Weg in den Himmel ist so schmal wie eine Messerschneide, den breiten Weg, den Sie und Ihresgleichen wehement einfordern, der führt in die andere Richtung.
An Ihrer Stelle würde ich mal darüber nachdenken, was ich den Menschen antue mit meinen Forderungen. Ich glaube nicht, dass die Konsequenzen in Ihrem Sinne wären.


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 bertone 4. Jänner 2017 
 

sefa

Bitte um Entschuldigung, dass ich Ihren Namen falsch geschrieben habe!


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 Igypop83 4. Jänner 2017 
 

@Elliver

Das Problem ist, dass hier die unauflösliche Ehe als Ideal bezeichnet wird. Es ist kein Ideal, sondern Realität und ein Gebot.


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 Elliver 4. Jänner 2017 
 

Unauflöslichkeit

Aus AL:
77 (…) Und dieses eheliche Gut schließt die Einheit, die Offenheit für das Leben, die Treue und die Unauflöslichkeit und in der christlichen Ehe auch die gegenseitige Hilfe auf dem Weg zur vollkommenen Freundschaft mit dem Herrn ein. (…) (S. 89)
214 Manchmal begreifen die Brautleute nicht das spirituelle und theologische Gewicht des Konsenses, der ein Licht auf die Bedeutung aller späteren Gesten wirft. Es muss betont werden, dass diese Worte nicht auf die Gegenwart beschränkt werden können; sie beinhalten eine Totalität, welche die Zukunft einschließt, „bis der Tod sie scheidet“. (S. 187f)

LG und Gottes Segen
Elliver


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 bertone 4. Jänner 2017 
 

carl eugen @sefra

@"Ja, ich freue mich schon auf den nächsten Papst. Denn egal wer es wird, er kann nur besser sein als Franziskus."
Aber hoffentlich nicht in Ihrem Sinne!


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 carl eugen 4. Jänner 2017 

@Sefa!

Und noch eine Kleinigkeit, damit Sie wieder was zum Kommentieren haben.

Ja, ich freue mich schon auf den nächsten Papst. Denn egal wer es wird, er kann nur besser sein als Franziskus.


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 Hadrianus Antonius 4. Jänner 2017 
 

Danke, Eure Exzellenz Bf. Laun

Kurz und knapp,
klar und deutlich,
gut und höflich formuliert.
Und dazu der große Mut, bei Wichtigem nicht zu schweigen.
Msgr. Laun, danke für Ihr großes Vorbild.
Sta. Maria della Vittoria


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 Sefa 4. Jänner 2017 
 

@carl eugen

1.
"Ich schrieb, die Antwort liefert die Statistik der DBK."

Ich hatte Sie vor 23 Stunden nach Belegen dafür gefragt, warum Ihrer Meinung nach "... ein Papst glaubt, etwas besser zu wissen als der Allmächtige Gott". Statistiken der DBK geben darauf keine Antwort. Im Übrigen richtete sich Ihre Antwort ("Was das anbelangt, ist die Statistik der DBK eindeutig.") auch an @Katholicus. Soweit zum Thema Lesekompetenz.

2.
Den Satz "Es lebe unser Papst Franziskus" abzulehnen ist wohl etwas mehr als mangelnder Enthusiasmus.

3.
Sie haben auf kath.net mehrmals Formulierungen wie "göttliches Gebot auszuhebeln" bzw. "gegen Gottes Gebote stellt" verwendet. Ich frage nochmal: Welches Gebot wird angeblich in Frage gestellt?

Ausweichen, Unflätigkeiten ("Rumhurerei") oder Überheblichkeiten ("Setzen, Sechs") beeindrucken mich nicht; sie demonstieren nur ihre Unsicherheit.


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 Katholik 4. Jänner 2017 

Zusammenfassung der Diskussion nach AL auf Englisch

Der unten verlinkte Artikel ("weiter") lohnt sich. Manche Dinge (z.B. Unterschlagung von Veritatis Splendor) sind echte Schwächen...

Der Autor des Artikels war bei den Synoden teilweise als Kommentator und Pressesprecher dabei.

www.ncregister.com/daily-news/debating-amoris-laetitia-a-look-ahead


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 Kostadinov 4. Jänner 2017 

Ablenkungsmanöver?

man muss es nicht mal gelesen haben. Allein die völlig unterschiedliche Auslegung in verschiedenen Bistümern (Chicago, San Diego als ein Extrem, Philadelphia, Polen auf der anderen Seite) macht eine Klärung durch den Papst nötig. Bischof von Feldkirch sagt, Lehre wurde geändert, Bischof Marx sagt, wurde nicht geändert, die beiden Artikel standen fast direkt untereinander hier. Also Klärung ist nötig


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 Elija-Paul 4. Jänner 2017 
 

Ich gehöre zu diesen Personen, die Al ganz gelesen haben!(2)

Man wird von mir deshalb keine Polemik oder abschätzende Worte gegen den Papst hören! Das verbietet die Liebe und der Respekt. In der Sache allerdings sehe ich den Papst hier auf einem falschen Pfad. Da gehört es zur Liebe zu der Kirche darauf aufmerksam zu machen, da bisher keine wirklich einleuchtende Begründung vorleigt die derzeitge Praxis zu ändern. Dass dies im Ungehorsam schon geschah ist ja eher tragisch, denn aus Ungehorsam wächst nichts Gutes! Gehorsam sind wir aber zuerst Gott und solange der Papst in Übereinstimmung mit den Geboten Gottes und der Lehre der Kriche und aus ihr resultierende Praxis handelt, gebührt ihm selbstverständlich Gehorsam! Und hier sitzt das Problem - ich persönlich vermag nicht den Weg Gottes zu sehen in den geplanten Veränderungen, nicht die Stimme meines Hirten zu erkennen, sondern leider sehe ich einen Irrtum. So geht es wohl auch denen, die nicht einfach mit dem Papst an diesen Punkten mitgehen können. Deshalb bete ich täglich um Klärung!


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 Elija-Paul 4. Jänner 2017 
 

Ich gehöre zu diesen Personen, die Al ganz gelesen haben!(1)

@Schlegl,@Eliver
Neben großartigen Stellen, besonders das Kapitel 4, gibt es eben auch das berüchtigte Kapitel 8 mit der noch berüchtigteren Fußnote 351. Und die ist der Stein des Anstoßes, nicht der ganze Text. Durch die Fußnote wird eine Türe geöffnet den WvG unter bestimmten Umständen die Sakramente zu spenden! Durch den Antwortbrief des Papstes an die Bischöfe von Buenos Aires werden die Absichten des Papstes klar, wenn auch leider noch nicht offiziell! Es geht also um den Punkt, ob hier nicht eine Abweichen von der bisherigen Linie und Praxis der Kirche geschieht. Und dies ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit, die klar auf dem Tisch liegen muß! Ich glaube nicht, daß es der Kirche dienlich ist eine solche Praxis einzuführen und ich halte es auch für falsch, für einen schwerwiegenden Irrtum! Ein Verweis auf die Praxis in den Ostkirchen ist nicht hilfreich, da dies mehr als eine mißbräuchliche Praxis angesehen wurde und warum sollte die übernommen werden?


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 carl eugen 4. Jänner 2017 

Ich habe es durchgelesen, lieber @Msgr. Schlegl.

Aber auch Sie müssen doch sehen, was AL in der Kirche angerichtet hat. Jeder geht auf jeden los. Bischof Elbs sagt ganz klar, die Lehre sei geändert worden zugunsten WvG. Das ist doch eine Katastrophe.
Das können Sie doch nicht einfach geflissentlich übersehen.


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 carl eugen 4. Jänner 2017 

@Sefa

Gern geschehen?

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich schrieb, die Antwort liefert die Statistik der DBK. Das ist ein Beleg, falls Sie das nicht wissen, sogar hochoffiziell. Also geben Sie sich mal die Mühe und schauen in die Statistik rein.
Im Übrigen wünsche ich dem Papst nicht den Tod, sondern ich teile diesen aufgesetzten Enthusiasmus nicht. Das ist ein Unterschied. Textliche Unterscheidung lernt man in der Schule.

Setzen, Sechs!


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 SCHLEGL 4. Jänner 2017 
 

@ Elliver

GROSSARTIG! Es ist wunderbar, das Sie sich die Mühe gemacht haben aus AL so ausführlich zu zitieren. Ich habe mir im Sommerurlaub das Dokument durchzulesen.
Es würde mich SEHR interessieren, wie viele Personen, die in diesem Forum den Papst heftig kritisieren,AL überhaupt durchgelesen haben??? Msgr. Franz Schlegl


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 carl eugen 4. Jänner 2017 

Lieber @Kostadinov!

Ich nehme es Ihnen nicht übel!
3 Jahre lang habe ich mir die grösste Mühe gegeben, in Franziskus immer das Gute zu sehen. Ich habe mir gesagt, ok, er ist anders als seine Vorgänger, er ist eben ein unkonventioneller Mann, aber die Hauptsache ist, er steht für Christus und seine Wahrheit ein. Dafür habe ich viel in Kauf genommen. Nach AL kann ich aber so nicht weitermachen. Wer sich so gegen Gottes Gebote stellt, und nicht einmal dazu steht (Lehmann, Zollitsch, Kasper und wie sie alle heissen, waren zumindest ehrlich und haben offen ausgesprochen, was sie durchsetzen wollen, Franziskus versucht es durch die Hintertür), der hat bei mir keine Pluspunkte mehr.
Ich habe jetzt gelesen, dass Franziskus sein Konterfei von den Münzen des Vatikans nehmen lässt, weil er nicht als Herrscher dargestellt werden will. Über die Kirche regiert er aber wie ein Absolutist. Wieder ein Widerspruch. Wenn er so regieren will, dann soll er auch dazu stehen!


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 Kostadinov 4. Jänner 2017 

@carl eugen

Ich hoffe, Sie nehmen mir nicht mehr übel, dass ich mich schon vor der letzten Synode eher reserviert geäußert hatte...


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 Michmas 4. Jänner 2017 
 

AL und Papst Franziskus werden v. den Priester bis zu den Kardinälen die den Wv.G schon immer die Komunion angeboten haben missbraucht. Sie erwecken den Anschein zum Papst und AL zu stehen aber an ihren Taten und Aussagen sollt ihr sie erkennen.


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 Chris2 4. Jänner 2017 
 

Sorry, Artikel verwechselt

Gehört natürlich zur Meldung über die drei angeblich vom Papst "weggelobten" Mitarbeiter der Glaubenskongregation. Zu Weihbischof Laun "wie immer" volle Zustimmung. Schade, dass ich diesen tapferen Hirten der Herde Christi noch nicht persönlich kennenlernen durfte...


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 Spondeo 3. Jänner 2017 
 

Wunderbarer Bischof Laun!

Es wurde alles gesagt, was zu Ihrer Ehre gesagt werden konnte - genau diese Ihre klaren Worte brauchen wir - auch in Zukunft. Gott segne Sie!


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 Elliver 3. Jänner 2017 
 

Zu guter Letzt

307 Um jegliche fehlgeleitete Interpretation zu vermeiden, erinnere ich daran, dass die Kirche in keiner Weise darauf verzichten darf, das vollkommene Ideal der Ehe, den Plan Gottes in seiner ganzen Größe vorzulegen. (…) Lauheit, jegliche Form von Relativismus oder übertriebener Respekt im Augenblick des Vorlegens wären ein Mangel an Treue gegenüber dem Evangelium und auch ein Mangel an Liebe der Kirch3e zu den jungen Menschen selbst. Außergewöhnliche Situationen zu verstehen bedeutet niemals, das Licht des vollkommenen Ideals zu verdunkeln, und auch nicht weniger anzuempfehlen als das, was Jesus dem Menschen anbietet. Wichtiger als eine Seelsorge für die Gescheiterten ist heute das pastorale Bemühen, die Ehen zu festigen und so den Brüchen zuvorzukommen. (S. 259)
HERDER Verlag, Freiburg im Breisgau 2016

Ich kann nicht erkennen, dass göttliches Gesetz ausgehebelt wird.

LG & Gottes Segen
Elliver


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 Elliver 3. Jänner 2017 
 

Auszüge aus AL rund um die Fußnote 5

Evangelium für Ehe und Familie vor Augen stellt. (…) (S. 249)

300 (…) Es handelt sich um einen Weg der Begleitung und der Unterscheidung der diese „Gläubigen darauf ausrichtet, sich ihrer Situation vor Gott bewusst zu werden. Das Gespräch mit dem Priester im Forum internum trägt zur Bildung einer rechten Beurteilung dessen bei, was die Möglichkeit einer volleren Teilnahme am Leben der Kirche behindert, und kann helfen, Wege zu finden, diese zu begünstigen und wachsen zu lassen.“ (…) Diese Haltungen sind Grundlegend, um die schwerwiegende Gefahr falscher Auskunft zu vermeiden wie die Vorstellung, dass jeder Priester schnell „Ausnahmen“ gewähren kann oder dass es Personen gibt, die gegen Gefälligkeiten sakramentale Privilegien erhalten können. (S. 251f)


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 Elliver 3. Jänner 2017 
 

Auszüge aus AL rund um die Fußnote 4

297 (…)Selbstverständlich kann jemand, wenn er eine objektive Sünde zur Schau stellt, als sei sie Teil des christlichen Ideals, oder wenn er etwas durchsetzen will, was sich von der Lehre der Kirche unterscheidet, nicht den Anspruch erheben, Katechese zu halten oder zu predigen, und in diesem Sinn gibt es etwas, das ihn von der Gemeinschaft trennt. (S. 248)

298 (…) Etwas anderes ist jedoch eine neue Verbindung, die kurz manch einer Scheidung eingegangen wird, mit allen Folgen an Leiden, Verwirrung, welche die Kinder und ganze Familien in Mitleidenschaft ziehen, oder die Situation von jemandem, der wiederholt seinen familiären Verpflichtungen gegenüber versagt hat. Es muss klar sein, dass dies nicht das Ideal ist, welches das Evangelium für Ehe und Familie vor Augen stellt. (…) (S. 249)


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 Elliver 3. Jänner 2017 
 

Auszüge aus AL rund um die Fußnote 3

246 Auch wenn die Kirche Verständnis hat für die Konfliktsituationen, welche die Ehen durchmachen müssen, darf sie doch nicht aufhören, stimme der Schwächsten zu sein: der Kinder, die leiden, oft im Stillen. (…) Diese schlechten Erfahrungen tragen nicht dazu bei, dass diese Kinder reifen, um zu wirklichen, definitiven Verbindlichkeiten fähig zu werden. Darum dürfen die christlichen Gemeinden die geschiedenen Eltern in neuer Verbindung nicht alleine lassen. Im Gegenteil sie müssen sie einschließen und in ihrer Erziehungsaufgabe begleiten. (…) Die Scheidung ist ein Übel, und es ist beunruhigend, dass die Anzahl der Scheidungen zunimmt. Darum besteht zweifellos unsere wichtigste pastorale Aufgabe in Bezug auf die Familien darin, die Liebe zu stärken und zur Heilung der Wunden beizutragen, so dass wir dem Vordringen dieses Dramas unserer Zeit vorbeugen können. (S. 210f)


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 Elliver 3. Jänner 2017 
 

Auszüge aus AL rund um die Fußnote 2

243 Was die Geschiedenen in neuer Verbindung betrifft5, ist es wichtig sie spüren zu lassen, dass sie Teil der Kirche sind, dass sie keineswegs exkommuniziert sind und nicht so behandelt werden, weil sie immer Teil der kirchlichen Communio sind. (…) „Stattdessen sollte ihre Teilnahme am Leben der Gemeinschaft gefördert werden. Diese Fürsorge bedeutet für das Leben der christlichen Gemeinschaft keine Schwächung ihres Glaubens und ihres Zeugnisses im Hinblick auf die Unauflöslichkeit der Ehe. Im Gegenteil, sie bringt gerade in dieser Fürsorge ihre Nächstenliebe zum Ausdruck.“ (S. 208)


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 Elliver 3. Jänner 2017 
 

Auszüge aus AL rund um die Fußnote 1

Erstmal möchte ich allen Mitforisten und kath.net ein frohes und segensreiches Jahr 2017 wünschen. Die nachfolgenden Zitate sind aus AL.
241 (…) Man muss zugeben, dass es Fälle gibt, in denen die Trennung unvermeidlich ist. Manchmal kann sie sogar moralisch notwendig werden, wenn es darum geht, den schwächeren Ehepartner oder die kleinen Kinder vor schlimmen Verletzungen zu bewahren, die von Überheblichkeit und Gewalt, von Demütigung und Ausbeutung, von Nichtachtung und Gleichgültigkeit verursacht werden“. Sie muss jedoch „als äußerstes Mittel angesehen werden, nachdem jeder andere vernünftige Versuch sich als vergeblich erwiesen hat.“ (S. 207)


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 Chris2 3. Jänner 2017 
 

Klingt nach Fake

Dazu sind die Details fast zu genau. Aber vielleicht will ich auch nicht die Schlüsse aus den vielen kleinen und großen Irritationen der letzten Jahre ziehen, zuletzt um die "Dubia". A propos "Fake": Interessant finde ich, dass hier Einzelne - deren Namen mir nicht bekannt vorkommen - die (angebliche) selbstherrliche Entscheidung des Papstes frenetisch bejubeln, ohne die Hintergründe zu kennen. Wissen sie vielleicht mehr als wir? Dann wäre es nett, wenn sie uns gerne an ihrem Wissen teilhaben lassen würden. Oder "trollen" sie hier nur gerne etwas herum?


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 kreuz 3. Jänner 2017 

"Zehntausenden von Austritten

stehen wenige tausend Eintritte gegenüber." schreiben Sie, @ Katholicus.

im Folgenden die Antwort eines von mir sehr geschätzten Mannes:

"Gehen wir einen Schritt weiter. Aus der Krise von heute wird auch dieses Mal eine Kirche morgen hervorgehen, die viel verloren hat. Sie wird klein werden, weithin ganz von vorne anfangen müssen. Sie wird viele der Bauten nicht mehr füllen können, die in der Hochkonjunktur geschaffen wurden...Es wird eine verinnerlichte Kirche sein, die nicht auf ihr politisches Mandat pocht und mit der Linken so wenig flirtet wie mit der Rechten. Sie wird es mühsam haben."


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 carl eugen 3. Jänner 2017 

@Katholicus

Sie weichen meiner Frage aus! Sie machen die Qualität eines Bischofs also an der Quantität der Kirchensteuerzahler fest (was für ein Unsinn). Dann können Sie ja meine einfache Frage beantworten. Sind die Austrittszahlen unter Kardinal Woelki zurück gegangen, oder sind wieder vermehrt Mitglieder eingetreten? Die Frage beantwortet die Statistik. Also bitte, antworten Sie.
Im Übrigen: Wenn es so einfach wäre, aus der Franziskus-Kirche auszutreten, wäre ich der Erste, der geht. Aber die Kirche ist mehr als ein einzelner Papst. Und nur deshalb bleibe ich.
Und noch eine Kleinigkeit (ich spreche jetzt mal deutsch): Nur weil die Mehrheit der deutschen Katholiken die Rumhurerei von der Kirche sanktioniert haben will, hat der Papst noch lange nicht das Recht, ein göttliches Gebot auszuhebeln!


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 Grantler 3. Jänner 2017 

@ gebsy Feindesliebe

nein, er unterschied nur zwischen "hostis" und "inimicus". Und lieben soll ich den inimicus und nicht den hostis als den Feind des Gemeinwesen (oder hier der Kirche)


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 Katholicus 3. Jänner 2017 
 

Sefa

Danke für den Link mit den Daten. Ist mir natürlich bekannt. In dieser Auflistung fehlen allerdings einige Jahre. Also nicht vollständig. Zehntausenden von Austritte stehen wenige tausend Eintritte gegenüber. Zu den Amtszeiten beider Erzbischöfe. Ein Trauerspiel. Schade um jeden einzelnen.


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 Hoppe 3. Jänner 2017 
 

Klarheit!

@Katholicus: Zunächst sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass erstens die Austrittszahlen unter Meisner in Köln im Schnitt nicht höher waren als jetzt unter Woelki. Zweitens ist das Argument eines Rentners genauso gewichtig, wie das eines Nichtrentners. Wie alt sind Sie eigentlich? Drittens ist es kein Aufmucken gegen Amoris laetitia, sondern geradezu theologisch zwingend, begründete Zweifel an einem nachsynodalen Schreiben zu äußern, viertens bedeutet Schweigen nicht automatisch Zustimmung und fünftens werden durch die Diskussion um Amoris laetitia bestimmt keine Austrittszahlen erhöht oder die Gläubigen irritiert. Im Gegenteil wird der Gläubige erst durch das Schweigen des Papstes irritiert. Deshalb wird sich Franziskus über kurz oder lang äußern müssen. Dem Papst als Stellvertreter Christi ist man zum Gehorsam verpflichtet aber er steht nicht über dem Lehramt!


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 cooperator veritatis 3. Jänner 2017 
 

Kryptisch

Vielleicht ist in diesem Forum noch jemand so unbedarft wie ich es (gewesen) bin. "One Peter Five" - und erst recht "1P5" - war für mich zunächst das reinste Kryptogramm. Ohne Internet-Suchmaschine wäre ich aufgeschmissen gewesen. Nun weiß ich aber, Gott sei Dank, dass damit bloß auf die Bibelstelle 1 Petr 5 Bezug genommen wird. Und zwar anscheinend hauptsächlich auf deren Vers 8: "Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann."
Wer a) "One Peter Five" noch nicht kennt, b) sich dafür interessiert und c) über ausreichend Englischkenntnisse verfügt, der/die kann sich hier umfassend informieren: http://www.onepeterfive.com/


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 Sefa 3. Jänner 2017 
 

@carl eugen & @Katholicus

Joachim Meiner war von 1989 bis 2014 Erzbischof von Köln. Einschlägige Statistiken finden Sie hier:
http://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/erzbistum_im_ueberblick/daten_und_fakten/

Viel Spaß damit!


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 Michmas 3. Jänner 2017 
 

Katholicus

..und sie konnten seine Reden kaum ertragen....und gingen .!allso
des weiteren:war es ein Schreibfehler als sie RKK schrieben oder sollte es doch DKK heissen??
(wir sind ja selbstständig so klingt es noch in meinem Ohr)


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 Johann Martin 3. Jänner 2017 
 

Jesus - ein schlechter Hirte?

@Katholicus
War Jesus ein schlechter Hirte, weil ihm seine Schafe davongelaufen sind? (Jo 6,66)

Oft laufen die Schafe davon, weil sie sagen: "Diese Rede ist hart. Wer mag sie hören?"


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 Katholicus 3. Jänner 2017 
 

Michmas

Dem guten Hirten geht kaum ein Schaf verloren. Und wenn doch kommen andere Schafe dazu. Das nennt sich Qualität. Ratloses Jammern hinterher löst keine Probleme. Offensichtlich räumt der Papst auch personell im Vatikan um. Und wird sicher keine Einzelheiten kommunizieren. Ich bin guten Mutes. Den Niedergang der RKK speziell in Deutschland anzusehen macht keine Freude. Und für den Niedergang sind unsere " Oberhirten " mit verantwortlich. Wer sonst ?
Also erwarten wir in Gehorsam und Zuversicht die weiteren Entwicklungen. Allen einen gesegneten Abend und besonders unseren Papst Franziskus.


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 gebsy 3. Jänner 2017 

Als Jesus von der FEINDESLIEBE sprach,

hatte er die christlichen Geschwister vor Augen?


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 Sefa 3. Jänner 2017 
 

@Veritasvincit

Der Verrat war noch nicht begangen, sonst hätte das Abendmahl ja nicht stattfinden können. Aber Christus wusste davon und hat es den Aposteln offenbart. Es gibt zwar die Verdammung, wie @Marcus, der mit dem C zitiert, aber eben auch die Aufforderung "Was du tun musst, das tue bald."
Bemerkenswert ist auch, dass Christus (in Matthäus 26) Brot und Wein erst DANACH austeilt, nachdem also geklärt war, wer ihn ausliefern würde. "Er wäre besser nie geboren worden...", aber beim ersten Abendmahl war er ebenso eingeladen wie die Apostel.


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 Katholicus 3. Jänner 2017 
 

carl eugen

Es geht in dieser Diskussion um den ehemaligen Bischof von Köln. Nicht um den aktuellen. Jeder Hirte wird nach der Anzahl der Lämmer beurteilt für die er Verantwortung trägt. Wenn die Lämmer scharenweise wegrennen ist das kein Indikator für Qualität. Wenn ein Gottesdienst gut mit Gläubigen gefüllt ist wird das doch auch als Erfolg bewertet. Es ist eine überflüssige Diskussion wenn eine Handvoll " Berufener " gegen AL aufmuckt. Alle anderen Tausende sind offensichtlich mit AL einverstanden. Klare Sache auch dass der Papst keine Veranlassung sieht zu reagieren. Jeder Katholik engagiert sich freiwillig und kann jederzeit aussteigen. Damit das nicht so weiter geht mit zehntausenden Austritten in Deutschland jedes Jahr sollte man die Gläubigen nicht mit solchen Diskussion irritieren.


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 Bernhard Joseph 3. Jänner 2017 
 

@julifix / @Katholicus

@julifix
Wenn es denn aus Sicht des Papstes so wäre, hätte er wohl längst die Dubia der vier Kardinäle beantwortet. Dass er bislang nicht geantwortet hat, ja sogar die Auslegung von Al durch den Präfekten der Glaubenskongregation, Kard. Müller, einfach übergeht, ist doch recht deutlich.

Es geht bei den Fragen der vier Kardinäle auch nicht darum, Druck auszuüben, sondern Klarheit im Glauben herzustellen. Der katholische(!) Glaube ist keine Angelegenheit, die man in Hinterzimmern bespricht, sondern der allen Katholiken öffentlich zugänglich sein muss, was Klarheit der Lehre voraussetzt.

@Katholicus
Sie scheinen wirklich gar keine Ahnung von dem zu haben, was Kirche ausmacht und wie das Papstamt zu verstehen ist. Der Papst ist kein absolutistischer Herrscher sondern Diener der Wahrheit.

Die vier Kardinäle haben den Papst auch nicht kritisiert, sondern stellen ihm konkrete Fragen hinsichtlich der Lehre der Kirche. Jeder Bischof ist verpflichtet, den Glauben unverfälscht zu verkünden!


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 Michmas 3. Jänner 2017 
 

julifix /katholicus

Dazu brauche ich aber keine AL.

Es ist die Qualität die die Kritiker auszeichnet (und der eine Kardinal heisst MEISNER) nicht die Quantität der Mitläufer


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 Igypop83 3. Jänner 2017 
 

@julifix

Warum gibt es dann Bischöfe, die es anders verstehen?


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 julifix 3. Jänner 2017 

Was mich sehr stört...

...ist, dass diese Diskussion KEINESFALLS hätte an die Öffentlichkeit kommen dürfen!!
Ich finde es absolut unfair und unbrüderlich, dass man, weil der Papst nicht in "angemessener" Zeit den vier Kardinälen geantwortet hat, die Sache als Druckmittel öffentlich zu machen.
Mal abgesehen davon, dass es an AL NICHTS falsch zu verstehen gibt. WvG dürfen nur zu den Sakramenten, wenn sie die kirchlichen Regeln einhalten (erfolgreiche Anullierung und kirchliche Wiederheirat oder keusches, geschwisterliches Zusammenleben) - Basta.
Daran rüttelt AL in keinster Weise!
Wer Augen und Hirn hat, der lese und verstehe!


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 Katholicus 3. Jänner 2017 
 

Kardinäle und Weihbischöfe gibt es wie Sand am Meer. Sind diese Kritiker nicht teilweise schon Rentner ? Wie dieser Messner ?
Alle welche nicht kritisieren sind wohl mit AL einverstanden. Warum hört man von denen nichts. Offensichtlich ein Sturm im Wasserglas von ganz wenigen ausgelöst. Es lebe unser Papst Franziskus.


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 Bonifaz2010 3. Jänner 2017 
 

Klar und prägnant

... keiner kann die Dinge so auf den Punkt bringen wie Bischof Laun.


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 novara 3. Jänner 2017 
 

Ein ganz herzliches "Vergelts Gott"....

...verehrter Herr Bischof Laun!

Sie haben einmal mehr bewiesen, dass Sie ein echter HIRTE sind!

Gott möge es Ihnen reichlichst vergelten!


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 Veritasvincit 3. Jänner 2017 

@Marollein

Tatsächlich wurde Judas, wenn man dem Lukasevangelium folgt, nicht von der Kommunion ausgeschlossen; er hatte aber den Verrat auch noch nicht begangen, wurde aber von Jesus davor gewarnt. Die WvG leben schon in der Sünde.


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 Ginsterbusch 3. Jänner 2017 

@kleine Blume

Das sehen manche in Rom aber anders...schmunzel.
Hier wird klar, dass manche Weihbischöfe doch einige Kardinäle theologisch und in ihrer Treue erheblich in den Schatten stellen.
Deo gratias!


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 Marcus, der mit dem C 3. Jänner 2017 
 

@Marrollein

Ist das Barmherzigkeit, anderen zu raten sich das Gericht anzuessen?

Falls sie bei der letzten Matthäuspassion die wichtige Passage im Bamherzigkeitstaumel überhört haben:
"Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre." Matth. 26,24

Er wäre besser nie geboren worden, aus dem Mund des Herrn und Erlösers!


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 Kleine Blume 3. Jänner 2017 
 

Wer an AL zweifelt, ist NICHT zwingend ein Papst-Feind!

"Der Papst kann genauso wenig einen moralischen Maßstab weder senken noch anheben – so wie er ein physikalisches Gesetz nicht ändern kann."

(Siehe oben.)


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 carl eugen 3. Jänner 2017 

Die Worte von S. E. Bischof Laun sind eine Wohltat.

Leider werden aber auch diese Worte ungehört verhallen, denn Rom wird absolutistisch regiert. Und genausowenig wie der Sonnenkönig auf seinen Adel und seine Untertanen gehört hat, genausowenig hört der Papst auf warnende Stimmen von berufener Stelle.
Auf eine Antwort von Franziskus können wir ewig warten, die wird nicht kommen. Denn Franziskus fühlt sich über jede Kritik erhaben, und wir wissen ja auch wie der Papst mit Kritikern verfährt. Ludwig XIV. war dagegen ein kleiner Fisch.


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 Smaragdos 3. Jänner 2017 
 

Danke, Bischof Laun! Sie gehören zu den Bischöfen, die nicht den Ohren schmeicheln wollen (wie leider unser Papst in der Frage der WvG), sondern die Wahrheit ohne Umschweife verkünden! Hut ab!


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 martin fohl 3. Jänner 2017 
 

Danke Bischof Laun

für das eindeutige Statement zur Dubia der vier Kardinäle. Auch die Ausführungen in Hinblick auf die correctio fraterna, welche auch für den Papst gilt, sind hilfreich und ermunternd.
Angst ist wirklich ein schlechter Ratgeber. Ich hoffe und warte auf eine konstruktive Beantwortung der Dubia von Seiten Franziskus'. Ein offener und sachorientierter Austausch wäre wünschenswert. Kollegialität und Dialog zählen doch eigentlich zu den Markenzeichen des Pontifikates von Franziskus...


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 bernhard_k 3. Jänner 2017 
 

Vergelt's Gott lieber Bischof Laun!!!

... wie immer! Klar, logisch, schön und wahrhaftig!


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 Fides Mariae 3. Jänner 2017 
 

Sehr, sehr gut ausgedrückt

hat sich Weihbischof Laun. Da merkt man, dass er einer anderen Kategorie von Theologen angehört als viele, deren Ziel es anscheinend ist, sich möglichst verwaschen (was sie für barmherzig halten) auszudrücken.

Auch die Fragen waren gut gestellt. Z.B: "wo ist überhaupt das Wohl der Kinder noch präsent – in der Ehefrage wie auch in der Lebensschutzfrage?" Das frage ich mich schon lange!!! Schade, dass der Weihbischof darauf nicht genau einging.


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 Uwe Lay 3. Jänner 2017 
 

War Johannes der Täufer nicht unbarmherzig?

Der Bischof stellte damit die richtige Frage, um den Unterschied darzulegen.Heute urteilt die Mehrheit der Theologen, und wohl auch der Papst, daß es ein Akt der Unbarmherzigkeit gewesen sei, die so fruchtbare Ehe Herodes als illegitim zu verurteilen.AL würde sagen, daß diese Ehe zwar im Prinzip nicht in Ordnung sei, aber als Einzelfall doch zu bejahen ist. Der Täufer habe eben seelsorgerlich versagt.
Uwe C. Lay Pro Theol Blogspot


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 Elija-Paul 3. Jänner 2017 
 

Lange, aber nicht umsonst gewartet!

Lieber Bischof Laun, wir haben lange auf Ihre Stellungnahme gewartet! Sie konnt gar nicht anders sein als so! Danke! Unsere heilige Kirche ist zu wichtig und auch dieses Thema, als daß alles sozusagen im Niemandsland verschwinden kann! Es wird hohe Zeit für ein Klärung! Es kann nicht über eine Fußnote eine veränderte Praxis eingeführt werden. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, die kirchliche Praxis zu verändern. Das war schon alles gut durchdiskutiert und von Kardinal Ratzinger klar begründet! Sensibler für Menschen in diesen irreguären Situation zu werden ist von der pastoralen Sicht her gut, aber nicht zu den Sakramneten zuzulassen, wenn die Bedingungen dafür nicht da sind! Das muß, um der Wahrheit willen, auch von unserem Papst unmißverständlich klargestellt werden! Das würde der Kirche helfen und auch den Weg für eine wahre Barmherzigkeit weiter öffnen, die bei Unklarheit leider leicht ideologisiert werden kann!


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 Elisabeth Maria 3. Jänner 2017 
 

Danke für die klaren Worte

Lieber Bischof Andreas, vielen Dank für Ihre klaren Worte! Das Ringen um die Wahrheit, verbunden mit einem liebenden Herzen zu unserem HERRN und Seiner Kirche, führt uns dem HERRN näher, und somit auch untereinander. Denn: „Nur die Wahrheit wird uns frei machen“!


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