Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  2. Päpstliche Endzeit
  3. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  4. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  5. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  6. „Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben“
  7. Die beiden wichtigsten Gebote
  8. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"
  9. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  10. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  11. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“
  12. ‚Wie geht man mit päpstlichen Fehlern um?’
  13. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  14. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  15. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen

Lutherischer Theologe bedauert Trend zur Feuerbestattung

17. Oktober 2016 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In deutschen Großstädten werden inzwischen mehr als die Hälfte aller Verstorbenen auf diese Weise beigesetzt - Dass sich heute auch Christen verbrennen lassen, liegt Brendel zufolge an theologischer Unkenntnis


Neuendettelsau (kath.net/idea) Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Feuerbestattung. Auf diese Weise werden in deutschen Großstädten inzwischen mehr als die Hälfte aller Verstorbenen beigesetzt. Diese Entwicklung bedauert der lutherische Theologe Tobias Brendel (Hilpoltstein/Mittelfranken) in einem Beitrag für das Magazin „CA - Confessio Augustana“ (Neuendettelsau). Er respektiere zwar die Entscheidung eines Menschen, sich einäschern zu lassen, und setze als Pfarrer die Asche bei, „doch an sich lehne ich die Feuerbestattung ab“. Laut Brendel kennt die Bibel nur die Körperbestattung im Erdreich oder im Felsengrab. Christen glaubten an einen Gott, der selbst in seiner Menschwerdung den Leib angenommen habe: „Verbrennen wir den Leib, zerstören wir ein Werk des Schöpfers mutwillig.“ Christen glaubten an die leibliche Auferweckung, nicht nur an ein Fortleben der Seele. Der Mensch des kommenden Reiches Gottes werde einen Leib haben: „Leib und Seele werden in ihm wieder vereint sein.“ Christus sei nicht als Geist auferstanden, sondern mit seinem Körper. Zu seinen Jüngern habe er nach seiner Auferstehung gesagt: „Seht meine Hände und meine Füße, ich bin es selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe“ (Lukas 24,39).


Brendel: Die Feuerbestattung verschleiert die herrliche Zukunft des Leibes

Auch wenn man überzeugt sei, dass Gott einen verbrannten Leib wiederherstellen könne, sollte man ihn nicht mit Absicht verbrennen angesichts des Wissens, dass er im ewigen Leben wiedererweckt werde. Der Leib habe eine herrliche Zukunft vor sich: „Dieser Gedanke wird durch eine Einäscherung, durch die dem Leib gezielt ein Ende gesetzt wird, verschleiert.“

Laut Brendel wird auch Christus im Himmel Gestalt haben: „Nur so, nur im Leib, werden wir ihn erkennen und mit ihm Gemeinschaft haben – „von Angesicht zu Angesicht“ (1. Korinther 13,12): „Das ist unsere große, christliche Hoffnung. Und die gibt es nur mit Leib.“ Dass sich heute auch Christen verbrennen lassen, liegt Brendel zufolge an theologischer Unkenntnis. In der evangelischen Kirche beobachte er die Tendenz, „dass die Feuerbestattung nicht mehr nur wie im letzten Jahrhundert toleriert, sondern mancherorts auch gefördert wird“.





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Willigis 18. Oktober 2016 
 

@ Elisabeth53

Warum glauben Sie, dass Franziskus etwas gegen die von Ihnen kritisierte Beerdigungspraxis einzuwenden hätte?

Viele Teile der Weltkirche haben zu keiner Zeit eine Priesterdichte erreicht, wie sie Deutschland heute (immer noch hat). Die Beerdigung durch eine Priester ist schön, sie ist auch gut; aber sie ist bloß ein Gewohnheit. In vielen anderen Länder ist sie unmöglich. Warum sollten nun diese Länder nochmehr Priester hierher schicken, die dann dort fehlen? Die Vorstellung, dass die deutsche Kirche mit ihrem Reichtum einfach die verfügbaren "Ressourcen" von Priestern vom Markt wegkaufen soll, ist doch etwas befremdlich...


1

0
 
 Kleine Maus 18. Oktober 2016 
 

Das Magazin CA (Confessio Augustana)

schätze ich sehr. Hatte es auch eine Zeitlang aboniert.


1

0
 
 Trierer 18. Oktober 2016 

Leibliche Auferstehung gilt allen

Gefühlsmäßig ist man als Katholik gewiss eher ein Freund der Erdbestattung, kann mir selber kaum etwas anderes vorstellen.
Nun habe ich vor kurzem meinen Vater begraben müssen und dabei festgestellt um wie vieles hierzulande eine Feuerbestattung finanziell günstiger ist. Für weniger als die Hälfte ist eine Feuerbestattung bereits möglich. Habe den Vater natürlich dennoch traditionell zu Grabe tragen lassen. Allerdings verstehe ich nun gut, dass weniger betuchte Katholiken ganz ernsthaft darüber nachdenken müssen, ob eine alternative Feuerbestattung auch in Frage kommen kann. Der Tod ist heutzutage wahrhaftig nicht "umsonst"! Wer will da mangelnden Glauben unterstellen? Im Übrigen, und da bin ich nun fest davon überzeugt, die Millionen zerrissenen und verbrannten Kriegsgefallenen oder die mit Schiffen untergegangenen Verstorbenen aller Zeiten werden gewiss ebenso die leibliche Auferstehung erleben, wie die in Gräber liegenden. Der Herrgott benötigt keine Moleküle!


3

0
 
 Christophorus. 18. Oktober 2016 

Gesät wird in Schwachheit auferweckt in Kraft

Daß Gott zur Auferweckung die verfaulten Überreste unseres Körpers braucht glaube ich nicht. Andererseits gibt es viele Heilige die nach der Exhumierung vollkommen unverwest aufgefunden wurden. Das Beispiel Christi zeigt uns, daß sein auferstandener Leib die Zeichen seines Leidens, seine Wundmale, trug und daran wurde er auch sicher erkannt. Solange man die Einäscherung nicht als Zeichen des Unglaubens setzen will sehe ich da kein Problem drin (aber meine Meinung ist nicht maßgeblich). Aber viel wichtiger ist es in diesem Leben mit allen Kräften zu versuchen Christus nachzufolgen so daß wir nicht zum zweiten Tod (Leben in Gottesferne) sondern zum Leben (in Gott) auferstehen.


3

0
 
 agnese 18. Oktober 2016 
 

Auf keinem Fall würde ich mich einäschern lassen.Den Körper sollte der Priester einsegnen und der Erde zurückgeben,wie es in der Bibel steht, selbst wenn die Verbrennung erlaubt ist.


3

0
 
 Elisabeth53 17. Oktober 2016 
 

und wir Katholiken bedauern Beerdigung ohne Priester

Feuer oder Erde ist dabei eher zweitrangig
Trotz Kirchensteuereinnahmen in unvorstellbaren Miliardenhöhe für die Arme und Alleinstehende vom Altenheim gibt es oft nur eine Pastoralassistentin am Grab.
Weiss Papst Franziskus überhaupt, wie sich unsere reiche Kirche mit verstorbenen Armen und Alleinstehenden umgeht?
Das Geld um neue Priester für den Beerdigungsdienst vom Ausland einzustellen ist schließlich da.
Die Spaltung zwischen reich und arm ist letztens noch mehr sichtbar geworden als früher.
Wenn jemand eine Beerdigung mit Priester haben möchte, dann muss es sich darum noch zu Lebzeiten kümmern und an die Bruderschaft wenden obwohl sie von der Kirchensteuer nichts bekommen.


4

0
 
 Talitha kumi 17. Oktober 2016 
 

@luisms

Und die Atome meines jugendlichen Körpers sind samt und sonders schon ganz woanders. Schon allein Trost und Hoffnung für diejenigen, die niemals einen Grund hatten, eitel zu sein, ist mir wichtiger.
Man darf die Feuerbestattung nicht als eine Art Undankbarkeit gegenüber dem Schöpfer sehen, aber man kann und sollte umgekehrt die herkömmliche Bestattung als zusätzliche und letzte irdische Dankbarkeitsbekundung interpretieren.


1

0
 
 Thomas-Karl 17. Oktober 2016 

Römische Instruktion von 1926

Eine Instruktion des Hl. Offiziums vom 19.6.1926 lehnt zwar die Leichenverbrennun (u.a. wegen des materialstischen Hintergrunds ihrer Befürworter) ab, gibt aber zu, dass sie nicht in sich schlecht ist. Die abschließende Zusammenfassung lautet:
"Obwohl also die Leichenverbrennung, da nicht absolut schlecht, unter außergewöhnlichen Umständen aus einem sicheren und schwerwiegenden Grund des öffentlichen Wohles erlaubt werden kann und tatsächlich erlaubt wird, so sieht doch jeder, dass ihr allgemein und – gleichsam regelmäßig – für gewöhnlich Beihilfe oder Unterstützung zu leisten gottlos und anstößig und deshalb nachdrücklich unerlaubt ist.“


2

0
 
 Stefan Fleischer 17. Oktober 2016 

Uns hat man im Religionsunterricht damals gesagt,

dass das früher existierende kirchliche Verbot der Feuerbestattung seinen Grund darin gehab gehabt, dass sie Atheisten diese als bewusste und öffentliche Leugnung des Auferstehung der Toten verstanden und praktiziert hätten. Deshalb sei es damals ein öffentliches Ärgernis gewesen, wenn ein Christ eine solche gewollt hätte.
Ich selber glaube, Erdbestattung ist sehr sinnvoll. Man sollte daraus aber keinen Glaubenskrieg anzetteln. (vgl. 1.Kor 15,35-58)


8

0
 
 Diadochus 17. Oktober 2016 
 

Neubesinnung

Ob die Argumente des Theologen Brendel gegen eine Feuerbestattung herhalten können, weiß ich nicht. Das geht mir zu sehr in die materielle Richtung und in eine Überbetonung des Leibes. Das ist für eine christliche Auferstehung eher unwesentlich. Wichtig ist mir, und das hat Herr Brendel gar nicht angesprochen, die grundsätzliche Bestattung in einem christlich geweihten Friedhof und eine christliche Begräbnisfeier im Gegensatz zum Friedwald und profanen Feiern. Ebenso sollten wir für die armen Seelen beten. Die Glaubenserosion treibt auch bei der Bestattungskultur ihre Blüten. Das kommende Fest Allerheiligen hilft, darüber neu nachzusinnen.


4

0
 
 louisms 17. Oktober 2016 

Unsinn

"Leib" bedeutet die Wieder - Erkennbarkeit und hat nichts mit dem materiellen Körper zu tun.
Die Kohlenstoffatome, aus denen die Lebewesen Großteils bestehen, sind im Laufe der Geschichte in den verschiedensten Körpern gewesen. Ob sie durch Verwesung oder Verbrennung getrennt werden ist nicht bedeutsam.


7

0
 
 Chapelet 17. Oktober 2016 
 

brutal

Ich finde eine Einäscherung brutal. Anstatt den Toten in Frieden zu lassen, wird er durch die Welt gefahren, kommt in eine Art Fabrik, wo er weiter"behandelt" wird. Und was die meisten nicht wissen: Da bei der Verbrennung die großen Knochen nicht zu Asche werden, wird im Anschluss an die Verbrennung die ganze Asche mit verbleibenden Knochen durch eine "Knochenmühle" gemahlen, wo die restlichen Knochen zu Staub zerkleinert werden. Was soll das?


11

0
 
 Uwe Lay 17. Oktober 2016 
 

Nicht überdramatisieren!

Man vergleiche die Kosten einer Erdbestattung mit denen einer Urnenbeisetzung und es wird verständlich,
warum die Einäscherung bevorzugt wird. Zudem, auch wenn es nicht schön klingt: Wird der Körper nicht verbrannt, dann wird er von den Maden aufgefressen!Ist das nicht auch eine Zerstörung des Körpers?Zudem kann das Feuer auch als Reinigungsfeuer geedeutet werden.
Uwe C. Lay Pro Theol Blogspot


3

0
 
 7.Oktober1571 17. Oktober 2016 
 

Zum erstenmal . . .

. . . hat man den Versuch gemacht das christliche Begräbnis durch das Feuer zu verdrängen unter den Gräueln der französischen Revolution. Jetzt machen es die Kirchen selbst: Mit aller Gewalt will man einen Riss machen in den altehrwürdigen heiligen,allgemeinen Christenbrauch der Erdbestattung. In den Gräbern der Katakomben ist die Wiege der Kirche Jesu Christi gestanden. In den Krematorien unserer Zeit soll sie erstickt, in Asche gelegt werden. Quelle: www.marianisches.de


8

0
 
 anjali 17. Oktober 2016 
 

begraben

Ja er hat Recht natuerlich,aber besser waere es dann um die Verstorbenen zu mummificieren wie die alten Aegypter es machten.Deshalb denke ich dass es vielleicht doch mehr um die Seele geht?Ich bin mit mir selber nicht einig darueber bis jetzt.


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tod

  1. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 4
  2. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 3
  3. Zurück aus dem Jenseits – Leseprobe 2
  4. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 1
  5. Sterbeforscher: "Gläubigen Menschen fällt es leichter zu sterben"
  6. Zurück aus dem Jenseits
  7. Bischof Muser gegen "anonymes Verstreuen der Asche Verstorbener"
  8. „Mein Tod wird nach Gottes Ratschluss am genau richtigen Tag kommen“
  9. Mein fröhliches Beileid! Von der Kunst, eine Beerdigung zu überleben
  10. Tor - nicht Tod








Top-15

meist-gelesen

  1. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  2. Päpstliche Endzeit
  3. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  4. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  5. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  6. Benedikt XVI. zeigt wahre Größe – Benedikt distanziert sich von der „Integrierten Gemeinde“ (IG)
  7. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  8. Farbanschlag auf katholische Kirche – „Abtreibungsgegnerinnen: Wir kriegen euch alle“
  9. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  10. Einen geistlichen Krieg gilt es zu streiten
  11. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  12. Die beiden wichtigsten Gebote
  13. „Papst Benedikt XVI. hat mir eine erste Brücke zur katholischen Kirche gebaut“
  14. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  15. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz