Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  2. Ein unvermeidliches Schisma?
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  6. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  7. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  8. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  9. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  15. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns

Kontroverse um Aktion 'Weihnachten im Schuhkarton'

30. September 2016 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Katholische Diözese Rottenburg hat ihren Einrichtungen Mitwirkung verboten, da "Weihnachten im Schuhkarton" Kindern das Evangelium von Jesus Christus als "größtes Geschenk" offeriere – ÖBK-Vorsitzender Kardinal Schönborn lobt dagegen die Aktion


Stuttgart/Berlin (idea) – Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ des christlichen Hilfswerks „Geschenke der Hoffnung“ (Berlin) stößt auf Widerstand: Die katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart hat ihren Einrichtungen eine Mitwirkung verboten. Dagegen überlässt es die Evangelische Landeskirche in Württemberg ihren Gemeinden, „ob und wie sie sich an der Aktion beteiligen“, sagte der Sprecher der Landeskirche, Oliver Hoesch (Stuttgart), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Bei dei „Weihnachten im Schuhkarton“ können Bürger Päckchen mit Geschenken für notleidende Kinder in Osteuropa und Asien füllen und ab Oktober bis Mitte November zu einer von Tausenden Abgabestellen bringen. Im vergangenen Jahr wurden über 400.000 Päckchen durch christliche Gemeinden aller Konfessionen an Bedürftige verteilt.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart warnt vor der Aktion, da sie den Kindern das Evangelium von Jesus Christus als „größtes Geschenk“ offeriere. Der Trägerverein „Geschenke der Hoffnung“ sei daher in erster Linie als ein Missionswerk zu verstehen. „Die Art und der Inhalt dieser Missionsaktion sind sowohl von einem Glaubens- und Kirchenverständnis wie von einem Missionsverständnis geprägt, das die katholische Kirche nicht teilt“, heißt es im Amtsblatt der Diözese.


Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn, der auch der österreichischen Bischofskonferenz vorsteht, lobte hingegen „Weihnachten im Schuhkarton“. Dadurch werde Gottes Liebe weitergegeben und den Kindern Hoffnung und Perspektive geschenkt. Das könne man mit der Aktion konfessionsübergreifend erreichen.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener (Kassel): Die Geschenke verbreiten „Hoffnung und machen Mut“. Laut dem Vorsitzenden der „ChristusBewegung Lebendige Gemeinde“, Dekan Ralf Albrecht (Nagold/Nordschwarzwald), löst die Aktion bei den beschenkten Kindern großen Jubel aus. Er ermutigte, die „große Liebe Gottes“ in die „kleinen Päckchen“ zu packen.

„Geschenke der Hoffnung“: Aktion stärkt Miteinander der Konfessionen

Der Geschäftsführer von „Geschenke der Hoffnung“, Bernd Gülker, kann den neuerlichen Boykottaufruf aus einer katholischen Diözese, wie es ihn auch aus den Bistümern Dresden-Meißen und Trier gegeben habe, nicht nachvollziehen. Wie er idea sagte, gehen die Kritiker auf Gesprächsangebote nicht ein.

Gülker: „Die Kinder, die wir im Blick haben, leiden nicht nur materielle Armut, sondern oft auch an einem Mangel an Zuwendung. Wenn es darum geht, diesen Kindern Liebe greifbar zu machen, sollten wir an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander kämpfen.“ Es sei schade, wenn theologische Differenzen gerade in kirchlichen Reihen zur Abgrenzung oder gar Boykottaufrufen führten.

Da die Verteilaktion und ihr Begleitprogramm von den Partnerkirchen vor Ort verantwortet würden, bleibe unklar, inwiefern gegen ein katholisches Kirchen- und Missionsverständnis verstoßen werde: „Grundsätzlich gehört es zur Kernaufgabe jeder Kirchengemeinde – ganz gleich welcher Konfession – zum christlichen Glauben einzuladen.“

Viele Partnergemeinden würdigten, dass die Aktion dabei helfe. Seit 1993 wurden über 100 Millionen Weihnachtspäckchen in rund 150 Ländern verteilt.



Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mission

  1. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  2. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  3. „Die Vision des hl. Ansgar war größer als nationale oder regionale Horizonte“
  4. P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa
  5. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  6. Befreite Ordensfrau aus Mali: Mission muss weitergehen
  7. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  8. Papst: Jeder ist zur Mission aufgerufen
  9. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  10. Vatikan betont Bedeutung der Mission in Zeiten der Pandemie






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  3. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  6. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  7. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  8. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Ein unvermeidliches Schisma?
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz