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Deutsche Bischofskonferenz ordnet Zuständigkeiten neu

22. September 2016 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Wiesemann neuer Chef der Glaubenskommission, Oster bei der Jugendkommission - Neue Leitungspersonen auch für Caritas, Migration, Wissenschaft, Islam und Judentum - Bemerkenswert: Der Kölner Kardinal Woelki hat auf jeden Kommissionsvorsitz verzichtet


Bonn (kath.net/KAP) Für einige Überraschungen sorgt die 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) am Dienstag bei ihrer Herbstvollversammlung mit der Wahl der neuen Zuständigkeiten. Turnusgemäß mussten ihre 14 Kommissionen zu zentralen Themen der Kirche in Deutschland neu besetzt werden. Die Repräsentationsaufgaben, die mitunter mit Ministerien verglichen werden, gelten für einen Zeitraum von fünf Jahren.

Mit Spannung war vor allem die Wahl zum Chef der Glaubenskommission erwartet worden, die sich auch mit dogmatischen Fragen befasst. Als Nachfolger des emeritierten Mainzer Kardinals Karl Lehmann wurde der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann (56) gewählt, nachdem zuvor von vielen der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, der Dogmatiker und Mitglied der römischen Glaubenskongregation ist, als Favorit gehandelt worden war und nunmehr Wiesemanns Stellvertreter ist. Gewicht hat das Amt insofern, zumal Papst Franziskus den Bischofskonferenzen künftig mehr Kompetenzen zubilligen will.


Als pragmatische Entscheidung gilt die Bestellung des Passauer Bischofs Stefan Oster (51) als Vorsitzenden der Jugendkommission. Oster ist Mitglied des auf Jugendarbeit spezialisierten Ordens der Salesianer Don Boscos, gelernter Journalist, Blogger und Aktivnutzer der sozialen Medien mit über 12.000 Facebook-Followern.

Inhaltliche und auch räumliche Nähe dürften indes die Wahl des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger (54) für die wichtige Caritas-Kommission bestimmt haben. Der Deutsche Caritasverband, der größte deutsche Wohlfahrtsverband und mit über 590.000 Angestellten einer der größten privaten Arbeitgeber in Deutschland, hat seinen Sitz in Freiburg.

Inhaltlich naheliegend war es auch, dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße (50) neben seinem Amt als Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen auch den Vorsitz der Migrationskommission zu übertragen, die bisher vom Hildesheimer Bischof Norbert Trelle (74) geführt wurde.

Die Kommission für Wissenschaft und Kultur leitet künftig der Münsteraner Weihbischof Christoph Hegge (54).

Der gerade zum Bischof geweihte Limburger Oberhirte Georg Bätzing (55) ist als Vorsitzender der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog für die Kontakte zum Islam zuständig.

Für die Beziehungen zum Judentum zeichnet der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr (59) verantwortlich.

Auf Kontinuität setzen die Bischöfe in weiteren Ämtern: "Außenminister" bleibt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick (66). Er hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Länder des Mittleren Ostens bereist und Netzwerke zwischen verfolgten Christen, westlichen Kirchen sowie Politikern und Wissenschaftlern geknüpft.

Für Medienfragen ist weiter der Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst zuständig.

Familienbischof bleibt der Berliner Erzbischof Heiner Koch, Sozialbischof der Essener Oberhirte Franz-Josef Overbeck und zuständig für Pastorale Fragen der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode.

Für die Ökumene ist - mit Blick auf das Gedenkjahr zu 500 Jahren Reformation - weiter der Magdeburger Bischof Gerhard Feige (64) zuständig. Feige, den Papst Franziskus in den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen berufen hatte, leitet zudem die Arbeitsgruppe Kirche des Ostens, den Aktionsausschuss des Osteuropa-Hilfswerkes Renovabis und das Päpstliche Ostkirchen-Hilfswerk "Catholica Unio" in Deutschland.

Bemerkenswert ist, dass der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (60) auf jeden Kommissionsvorsitz verzichtet. Er bleibt - unter Leitung des Münsteraner Bischofs Felix Genn - stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 newtube 24. September 2016 
 

@ maska/wedlerg: es ist nicht "alles in Butter", Mutti!

Ach, die Liebe und die Kinder ....
Einem Mitforisten vorzuschreiben, was er zu schreiben und nicht zu schreiben hat, gehört nicht zu unserer Zeit.
Das Matthäus Evangelium ist voll von "lieblosen und konfliktstiftenden" Reden unseres Herrn Jesus Christus über die Pharisäer. Wollen Sie auch Jesus Christus den Mund verbieten, konfliktscheue Mutti? Hat Jesus nicht gesagt: "Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert" (Mt 10, 34)? "Polemos pater panton" meinte schon Heraklit.
Mitforist Wedlerg hat das zum Ausdruck gebracht, was ihm am Herzen liegt.
Das ist nicht nur sein gutes Recht, sondern auch eine gute Sache.
Er folgt damit doch der Ermunterung des Papstes zur "parrhesia", zum "das zu sagen, was man denkt".
Der Unterschied zwischen den vom Mitforisten erwähnten Personen ist ja himmelschreiend, und Wedlergs Kritik völlig berechtigt. Grundlegend sind ja die Erwartungen eines katholischen Christen an einen Kardinal der heiligen römischen Kirche.


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 rosenkranzbeter 22. September 2016 
 

Schade

dass Bischof Voderholzer nicht den Vorsitz der Glaubenskommission übernommen hat. Ich halte ihn für einen Nicht-Mainstream-Bischof, der betet, Marsch für das Leben unterstützt, mutig und unbequem ist.
Gegen Bischof Wiesesemann möchte ich nicht sagen. Ich kenne ihn kaum. Von ihm hört man weniger oder ich zumindest.
Gut dass Bischof Oster jetzt Jugendbischof ist, eine kluge Entscheidung!


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 Fink 22. September 2016 
 

Wir brauchen einen aktiven Medien-Bischof !

Von dem Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst höre ich da nicht viel (ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen!). Radio- und Fernseh-Sender sind für die religiöse Bildung und die Glaubensverkündigung (Katechese) heute sehr sehr wichtig. Doch da kommt nichts von offizieller kirchlicher Seite. Wenn die Kirche doch wenigstens die privaten Sender Radio Horeb, K-TV-Fernsehen, EWTN-Fernsehen, Bibel-V unterstützen würde! Die Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk fördert die Verweltlichung, ich sehe da nur negative Folgen.


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 Ebu 22. September 2016 
 

Bischof Voderholzer

Beim Marsch für das Leben wurde ganz deutlich, Bischof Voderholzer ist ein echter Anwalt für das Leben. Seine Rede war temperamentvoll, mit Humor gewürzt und echt. Man spürte förmlich: Hier will (endlich!) ein Bischof den Lebensmarsch unterstützen und voranbringen. Er will aufklären und ein Tabu-Thema besetzen. Vielleicht wartet er ja nur darauf, dass in der nächsten Bischofsvollversammlung auch die Stelle als "Anwalt für das Leben" zu besetzen ist. In Gemeinschaft mit dem Familienbischof (dem Erzbischof von Berlin dem an dieser Stelle ebenfalls für sein Erscheinen am 17.9. zu danken ist), würde damit dem Schutz zu Beginn und am Ende des Lebens endlich angemessen Rechnung getragen. Insofern mag es also ein gutes Zeichen sein, dass der Regensburger Bischof sich nicht in anderen "Ämtern" binden musste.


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 Magnus Maxentius 22. September 2016 

@Spatz in der Hand

"Die deutsche Bischofskonferenz steht nicht im Ruf, Leute fördern zu wollen, die treu zur kirchlichen Lehre stehen".

Es ist wohl kaum zutreffend, solcherlei einfach von Bischöfen, die von den Nuntien und der römischen Bischofskongregation nach klaren Kriterien vorausgewählt werden, als nicht lehramtstreu zu bezeichnen.


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 SpatzInDerHand 22. September 2016 

@Magnus Maxentius: Das wundert uns aber nicht, oder?

Die deutsche Bischofskonferenz steht nicht im Ruf, Leute fördern zu wollen, die treu zur kirchlichen Lehre stehen und die obendrein die Frechhheit haben, die laut und fröhlich zu sagen!


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 Magnus Maxentius 22. September 2016 

Bemerkenswert ist:

Kein Vorsitz für Ruolf Voderholzer. Der einzige länger bestallte Dogmatikprofessor wird weder Vorsitzender der Glaubens- noch der Wissenschaftskommission.


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 maska 22. September 2016 
 

Den vorletzten Satz,

geehrter Wedlerg, hätten Sie nicht schreiben müssen. Er ist lieblos, konfliktstiftend und unnötig. freuen Sie sich doch an dem was gut ist! Das reicht. Tut dem eigenen Gemüt und dem der anderen und andersdenkenden Gefallen. Wenn ich immerfort nur lobte, dass eines meiner Kinder den Müll rausschafft, aber nicht zur Kenntnis nähme, das ein anderes aufräumt, eines mir den Kopf krault, eines etwas mehr für die Schule tut, wäre ich dann gerecht? Wenn ich aber das Gute in einem jeden von ihnen zu entdecken versuche, geht es auch mir gleich viel besser....


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 wedlerg 22. September 2016 
 

Bemerkenswerte Predigt des Erzbischofs von Paderborn

Die mit Abstand beste Predigt der Herbstvollversammlung hat der Erzbischof von Paderborn gehalten. Diese wäre es wert, verbreitet zu werden. Marx und Woelki haben da nicht im Ansatz mithalten können.

Ein so glaubensstarkes Zeugnis ist, was die Kirche heute braucht!


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