Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  2. Nicht mehr ernst zu nehmen
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln

Gläubige leben gesünder und haben besseren Sex

29. Juli 2003 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Glaube macht häufiger gesund als krank, lautet das Ergebnis von internationalen Studien. 'Psychologie heute' prüfte den Zusammenhang zwischen Religion und Gesundheit.


Weinheim (www.kath.net / idea)
Die Psychologie muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass Religion der seelischen Gesundheit schade. Internationale Studien weisen eher auf das Gegenteil hin: Der Glaube macht häufiger gesund als krank. Auf diesen Zusammenhang weist der Chefredakteur des Magazins „Psychologie heute“, Heiko Ernst (Weinheim bei Heidelberg), in einem Sonderheft des Magazins zum Thema „Glück, Glaube, Gott – Was gibt dem Leben Sinn?“ hin.

Ernst zitiert den US-amerikanischen Psychologen David Larson, der wissenschaftliche Studien systematisch auf Zusammenhänge zwischen Glauben und psychologischer Gesundheit ausgewertet hat. Ergebnis: Religiosität wirke sich in 84 Prozent der Fälle positiv aus, in 13 Prozent neutral, und nur bei drei Prozent erweise sich Gläubigkeit als gesundheitsabträglich. „Die Gläubigen konsumieren weitaus weniger Drogen und Alkohol als die Nichtgläubigen, begehen weniger Selbstmorde, haben eine niedrigere Scheidungsquote, und – vielleicht überraschend – sie haben besseren Sex“, schreibt Ernst.

Kirchgang schützt vor Folgen des Rauchens

Bei einer Untersuchung im US-Bundesstaat Georgia habe Larson herausgefunden, dass Raucher, die regelmäßige Kirchgänger waren, viermal weniger unter hohem Blutdruck leiden als rauchende Nichtkirchgänger – und dass der Blutdruck der „frommen Qualmer“ sogar auf dem Niveau von nichtreligiösen Nichtrauchern liegt. Gefährlich für die Gesundheit werde Religion, wenn Menschen ständig in der Furcht leben müssten, von einem strengen Gott bestraft zu werden.

Wenn dieses emotionale Klima eine Glaubensgemeinschaft präge, komme es verstärkt zu Depressionen. Von der gesundheitsfördernden Kraft des Glaubens profitierten am ehesten Menschen, die ihr Schicksal vertrauensvoll in die Hand Gottes legen und ihre Probleme loslassen könnten. Typisch für diese Haltung seien Gebete des Typs „Dein Wille geschehe“.

„Vertröstung auf das Diesseits“

Der katholische Theologe Bernhard Sill (Eichstätt) ruft im selben Heft die Leser dazu auf, Lebensentscheidungen immer im Bewusstsein zu treffen, dass man eines Tages sterben werde. „Die regelmäßige Übung, die Dinge des Lebens nicht ohne den Blick auf den Tod zu sehen, sorgt definitiv dafür, dass manches ein anderes Gesicht und auch ein anderes Gewicht bekommt.“ Während die Menschen früher den Tod als Übergang in den Himmel verstanden hätten, habe sich der Glaube an ein Jenseits heute für viele erledigt.

Der Sinn ihres Lebens beschränke sich darauf, „herauszuholen, was herauszuholen ist“. Sill erblickt darin eine Form der „Vertröstung auf das Diesseits“. Der Theologe empfiehlt, stets „Blickkontakt“ mit dem Tod zu haben, und zitiert dazu aus einem englischen Buch über die „Kunst zu sterben“: „Lerne zu sterben, und du wirst lernen zu leben, denn niemand wird lernen zu leben, der nicht gelernt hat zu sterben.“



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medizin

  1. Großbritannien: Vierjähriger überlebt Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen
  2. Kamerun: Pflanzliche Heilmittel gegen Corona zeigen Erfolg
  3. Coronavirus: Kardinal Burke gegen Impfpflicht
  4. China: Mann nach fünf Jahren aus dem Wachkoma zu sich gekommen
  5. Anmerkungen zu den Aussagen von Papst Franziskus über Transsexuelle
  6. Pränataler Test ‚entmenschlicht’ Ungeborene mit Down-Syndrom
  7. Umstrittene Werbekampagne für 'Traumbusen'
  8. Nicht zu sorglos mit der 'Pille danach' umgehen
  9. Ärzteverbände: Schweigepflicht steht zu Recht unter Schutz
  10. Vatikan fordert Lockerung des Patentschutzes für Medikamente






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Papst Leo XIV. beruft obersten Kolumbusritter in den Vatikan
  4. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  5. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  6. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime
  7. Bischof Erik Varden: Zum Gedenken an König Harald V. (1937–2026)
  8. Papst würdigt Norwegens König Harald für "hingebungsvollen Dienst"
  9. Kirche im isländischen Selfoss wird im September eingeweiht
  10. „Hinter mir her!“ – Der Weg führt ins Leben
  11. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  12. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  13. Norwegische kath. Bischöfe bitten Papst Leo XIV. um ein Jubiläumsjahr für Norwegen (2030–2031)
  14. … und das Leben der kommenden Welt
  15. Trump, Vance und Rubio erhalten vom Papst signierte Baseballs

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz