Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Umfrage: Islamischer Fundamentalismus bei Türkischstämmigen verbreitet

16. Juni 2016 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emnid-Umfrage: Unter türkischstämmigen Menschen in Deutschland halten 47 Prozent die Befolgung islamischer Gebote für wichtiger als die deutschen Gesetze.


Berlin (kath.net/KNA) Unter türkischstämmigen Menschen in Deutschland sind islamisch-fundamentalistische Einstellungen verbreitet. Das geht aus einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Emnid-Umfrage im Auftrag des Exzellenzclusters «Religion und Politik» der Universität Münster hervor. Dabei bekundeten 90 Prozent der Befragten ein hohes Wohlbefinden in Deutschland und fast ebenso viele eine sehr enge bis enge Verbindung sowohl zu Deutschland wie zur Türkei. Dennoch klagen mehr als die Hälfte über fehlende soziale Ankerkennung.

Der Münsteraner Religionssoziologen Detlef Pollack sprach von einem beträchtlichen Anteil an islamisch-fundamentalistischen Einstellungen, die schwer mit den Prinzipien moderner Gesellschaften zu vereinen seien. Demnach stimmte die Hälfte der Befragten dem Satz zu «Es gibt nur eine wahre Religion». 47 Prozent hielten die Befolgung islamischer Gebote für wichtiger als die deutschen Gesetze.


Ein Drittel meinte, Muslime sollten zur Gesellschaftsordnung aus Mohammeds Zeiten zurückkehren. 36 Prozent zeigten sich überzeugt, nur der Islam könne die Probleme der Zeit lösen. Nach Pollacks Einschätzung lag bei 13 Prozent der Befragten ein verfestigtes fundamentalistisches Weltbild vor.

Die Befragten schrieben dem Islam vor allem positive Eigenschaften wie Toleranz und Friedfertigkeit zu. Über 80 Prozent erklärten zugleich, es mache sie wütend, wenn nach einem Terroranschlag als erstes Muslime verdächtigt würden. Drei Viertel plädierten für ein Verbot von Büchern und Filmen, die Gefühle tief religiöser Menschen verletzen. Zwei Drittel meinten, der Islam passe in die westliche Welt - 73 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland meinen das Gegenteil.

Die vehemente Verteidigung des Islam führte Pollack auch auf mangelnde gesellschaftliche Anerkennung zurück. Rund die Hälfte der Befragten fühlt sich laut Studie als «Bürger zweiter Klasse». 54 Prozent stimmten der Aussage zu, dass auch die eigene Anstrengung daran nichts ändern würde und knapp ein Viertel sah sich diskriminiert.

Unterschiede zeigten sich zwischen den Generationen. Der Anteil von Fundamentalisten war demnach in der erste Generation doppelt so hoch wie bei den Nachkommen. Sie folgt auch strenger den Glaubensvorschriften. Knapp 40 Prozent dieser Generation meinte, Frauen sollten ein Kopftuch tragen. In den Folgegenerationen waren es 27 Prozent. Dort war die religiöse Praxis zwar geringer, die religiöse Selbsteinschätzung aber höher. Die zweite und dritte Generation sei stärker integriert, zugleich aber offensiv-selbstbewusster bei der Bewahrung der eigenen Kultur, hieß es.

Emnid befragte nach eigenen Angaben gut 1.200 Zuwanderer aus der Türkei und ihre Nachkommen ab 16 Jahren zwischen November 2015 und Februar 2016. 40 Prozent der Befragten wurden in Deutschland geboren. Laut Statistischem Bundesamt lebten 2014 rund 2,9 Millionen Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 DamianBLogos 16. Juni 2016 
 

Bin ich Fundamentalist?

Gibt es nur eine wahre Religion? Klar - die katholische.
Ist die Befolgung christlicher Gebote wichtiger als die deutschen Gesetze? Man muss Gott mehr dienen als den Menschen.
Ich schreibe dem christlichen Glauben Friedfertigkeit und Toleranz zu.
Es macht mich wütend, wenn Angriffe auf Christen systematisch verschwiegen werden.
Ich bin für ein Verbot von Plakaten und Werbung, welche die Gefühle von Kindern verletzt.
Ich glaube an die Auferstehung der Toten, auch wenn 71 Prozent der Gesamtbevölkerung das nicht tun.
Ich bin der Überzeugung, dass es starke gesellschaftliche Kräfte gibt, die Christen gerne mundtot machen oder sie anderweitig zu Bürgern 2. Klasse machen wollen.
Auch wenn ich nicht (wie meine Vorfahren bis vor 60 Jahren) verlange, dass Frauen ein Kopftuch tragen - bin ich jetzt ein Fundamentalist, ein gefährlicher gar?


2
 
 Chris2 16. Juni 2016 
 

Interessantes Puzzle

"es mache sie wütend, wenn nach einem Terroranschlag als erstes Muslime verdächtigt würden." Na ja, die Wahrscheinlichkeit ist in diesem Punkt erfahrungsgemäß leider völlig eindeutig und nähert sich kräftig den 100%. Und die Antwort zeigt, dass viele wohl auch in Punkto "Deutscher Schuldkomplex" noch nicht angekommen sind. Oder ihnen zwei "kollektive Negativzugehörigkeiten" einfach zu viel werden, wofür man - zumal als geplagter deutscher Nachgeborener - schon fast wieder Verständnis hat...


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  2. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  3. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  4. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze
  5. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  6. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  7. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  8. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  9. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  10. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz