10 Juni 2016, 12:30
Diskussion um Marienerscheinung auf den Philippinen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Maria'
Die Glaubenskongregation hat erst vor wenigen Tagen festgestellt, dass die Erscheinungen in Lipa nicht göttlichen Ursprungs sind. Der Erzbischof von Lipa will das akzeptieren, glaubt aber weiterhin, dass Maria tatsächlich erschienen ist.

Lipa (kath.net/jg)
Ramon Arguelles, der Erzbischof von Lipa (Philippinen), glaubt trotz der anderslautenden Entscheidung der Glaubenskongregation an die Marienerscheinungen von 1948. Er habe in dieser Angelegenheit keinen direkten Kontakt mit Kardinal Gerhard Ludwig Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation gehabt und überlege sich direkt an Papst Franziskus zu wenden, sagt er gegenüber dem Portal Spirit Daily.

Werbung
Messstipendien


Arguelles hatte erst im September 2015 die Erscheinungen als „glaubwürdig“ bezeichnet und die Verehrung „Unserer Lieben Frau, Mittlerin aller Gnaden“ im Karmel von Lipa empfohlen. Die Glaubenskongregation hat diese Entscheidung erst vor wenigen Tagen aufgehoben. kath.net hat hier berichtet.

Eine von der Erzdiözese Lipa eingesetzte Untersuchungskommission hat 1951 entschieden, dass die Erscheinungen nicht echt sind. Die Glaubenskongregation hat diese Entscheidung bestätigt. Im Gespräch mit Spirit Daily verweist Erzbischof Arguelles auf einige Ungereimtheiten bei dieser Untersuchung.

Die Kommission sei auf Anweisung des damaligen päpstlichen Nuntius in Manila eingesetzt worden. Dieser lehnte die Echtheit der Erscheinungen von Anfang an ab. Die Kommission hätte die Novizin des Karmelitenordens nicht einmal interviewt. Später wurde behauptet, Tagebücher der Novizin und weiteres Material seien von Gegnern der Erscheinungen vernichtet worden, berichtet Spirit Daily.

Er sei jedenfalls bereit die Entscheidung der Glaubenskongregation zu akzeptieren, auch wenn er persönlich von der Echtheit der Erscheinungen überzeugt sei, sagt Erzbischof Arguelles. Er sei auch davon überzeugt, dass Papst Franziskus nichts von der Angelegenheit wisse. Die Entscheidung der Glaubenskongregation widerspreche ganz dem was Franziskus glaube, ist Arguelles überzeugt. Er überlege daher, sich direkt an den heiligen Vater zu wenden.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Wiener Pastoraltheologin Klaiber "Geh scheißen, Du weißer Kerl!" (53)

Erzbischof Viganò: 'Homo-Mafia' verhindert Missbrauchs-Aufarbeitung (47)

Malteser-Orden lässt 'Alte Messe' verbieten (41)

"Die Unvereinbarkeit der Sichtweisen macht mich auch ratlos " (38)

Verweltlicht und politisiert! (34)

Schönborn: Öffnung des Priesteramtes löst nicht alle Probleme (30)

Wiener Theologe Tück: Papst Franziskus spricht zu oft vom Teufel (28)

Papst fordert Loyalität von seinen Diplomaten (25)

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Nacktselfie-Bischof (25)

Gebet kann Dinge verändern! (24)

Als 10.000 Menschen für Sebastian Kurz beteten (21)

Deutsches Bistum Münster auf dem Weg ins Schisma? (18)

„Kirche in unserer Zeit erlebt eine der größten geistigen Epidemien“ (18)

Traditionsorientierter Schwesternorden de facto aufgelöst (16)

Hilflos vor den Erfolgen der Grünen (16)