Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  11. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  12. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  13. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  14. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  15. 'Nicht mehr zeitgemäß': Katholischer Kindergarten aus Österreicht streicht Muttertagsgedichte

Patientenschützer warnen: «Offenkundig ist Töten ansteckend»

12. Mai 2016 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz sieht eine dramatische Entwicklung: «Zehnmal mehr Menschen sterben in den Niederlanden durch Euthanasie als dort im Straßenverkehr» .


Osnabrück (kath.net/KNA) Vor der Amsterdamer Weltkonferenz «Euthanasia 2016» hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz vor einer weiteren Zunahme aktiver Sterbehilfe in den Beneluxstaaten gewarnt. In einem Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag) sagte Vorstand Eugen Brysch wörtlich: «Offenkundig ist Töten ansteckend.» In den Niederlanden, wo aktive Sterbehilfe erlaubt ist, sei die Zahl der Fälle seit 2006 um knapp 300 Prozent auf 5.277 Fälle im Jahr 2015 gestiegen. In Belgien habe sich die Zahl im selben Zeitraum von 429 auf 2.021 verfünffacht.

Brysch sieht darin eine dramatische Entwicklung: «Zehnmal mehr Menschen sterben in den Niederlanden durch Euthanasie als dort im Straßenverkehr.» In der Öffentlichkeit werde der Eindruck erweckt, als sei die aktive Sterbehilfe weltweit auf dem Vormarsch. Das Gegenteil sei der Fall. Nur in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg habe sich die aktive Sterbehilfe durchgesetzt: «Bei Menschen in Lebenskrisen überlässt der Staat dort das Feld den Euthanasie-Befürwortern», kritisierte Brysch. «Die anderen 190 Länder der Welt gehen einen anderen Weg.»


Ein «Sterbe-Tourismus» in die Nachbarländer ist laut Brysch nicht festzustellen. So müsse ein Deutscher eine sehr enge Beziehung zu einem niederländischen Arzt haben. Das sei in der Regel aber nicht der Fall.

Das Verbot von aktiver Sterbehilfe und geschäftsmäßiger Beihilfe zum Suizid in Deutschland dürfe aber nicht die alleinige Antwort auf die Nöte schwerstkranker Menschen sein. Brysch forderte mehr Alternativen für Kranke und Leidende: «Schwerstkranke, Sterbende, Pflegebedürftige und Menschen in Lebenskrisen brauchen umfassende und professionelle Angebote der Begleitung.» Gerade die Sterbenden in den Pflegeheimen hätten von dem neuen Hospiz- und Palliativ-Gesetz kaum etwas. «Für die 200.000 sterbenden Pflegeheimbewohner mit Palliative-Care-Bedarf brauchen wir mehr Pflegekräfte und Geld, um sie auf Hospiz-Niveau zu versorgen», sagte Brysch. Dafür müsse Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) 720 Millionen Euro pro Jahr bereitstellen.

Am Donnerstag beginnt in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam die Weltkonferenz «Euthanasia 2016» mit rund 800 Wissenschaftlern, Juristen, Politikern und Ärzten. Die Konferenz wird alle zwei Jahre von der Initiative «Niederländische Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende» organisiert.

Symbolbild Sterbehilfe


(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 anjali 13. Mai 2016 
 

@mirjamvonabelin

Aber ein Kranker ist doch kein Last! Es gibt Leute (wie ich zum Beispiel) die gerne jemand versorgen und pflegen.


2
 
 mirjamvonabelin 13. Mai 2016 
 

Werde ich mich eines Tages, falls,

ich mich nicht mehr selbst versorgen kann, widersetzen können? Um nicht meinem Nächsten zur Last zu fallen.


0
 
 anjali 12. Mai 2016 
 

Euthanasie

Ich bin hollaenderin, und finde diese Entwicklungen schreckhaft. Hier ist Euthanasie ziemlich normal. Nur ganz othodoxe Katholiken widersetzen sich. Aber die gibt es immer weniger.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  2. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens
  3. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  4. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  5. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  6. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  7. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  8. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  9. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  10. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Schisma auf leisen Sohlen
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  6. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  9. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  10. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  11. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  12. Kardinal Müller: Geld war bei Papstwahl nicht entscheidend
  13. Der blinde Fleck: Wieviel Epstein steckt in uns?
  14. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  15. Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. wird Mitte Mai erwartet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz