Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  2. Ein unvermeidliches Schisma?
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  6. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  7. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  8. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  9. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  15. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns

Weltfrauentag -'Wir verlangen volle Anerkennung'

8. März 2016 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Werden wir es schaffen, die Gleichberechtigung von Mann und Frau bei uns im Lichte der Migrationsbewegungen aufrecht zu erhalten?" Gastkommentar von Gudrun Kugler


Wien (kath.net) Liebe Schwestern!

Am Weltfrauentag denken wir an die Frauen in der ganzen Welt. Viele von uns wurden und werden ausgebeutet, misshandelt, als Objekte oder wie Sklavinnen behandelt. In einigen Ländern der Welt gelang ein Befreiungsprozess, der nicht immer frei von Sackgassen war. Dieser Prozess, in dem die Frau zumindest teilweise in ihrer besonderen Würde anerkannt, geachtet und aufgewertet wurde, erlebt nun neue Herausforderungen.

Werden wir es schaffen, die Gleichberechtigung von Mann und Frau bei uns im Lichte der Migrationsbewegungen aufrecht zu erhalten? Werden wir in den vielen Teilen der Welt Abhilfe schaffen können, in denen Frauen noch immer die volle Einbeziehung in das gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Leben verwehrt ist?

Werden wir die bei uns längst überfälligen Maßnahmen durchsetzen können? Ich denke an den gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, Karriere der Geeignetsten statt der Stammtischfreunde, gerechte Pensionsregelungen und Wahlfreiheit in der Lebensgestaltung mit Kindern.


Wie werden wir als Frauen Chancengleichheit und echte Wertschätzung erringen? Nicht durch die Abschaffung der Geschlechter, wie es die Gendertheorie suggeriert. Sondern durch die Anerkennung der besonderen Würde der Frau in ihrer speziellen Wahrnehmungsfähigkeit, ihrer Humanisierungskraft und ihrem tiefgreifenden Engagement für den Menschen. Dies gelingt nicht durch von oben verordnete Sprachvorschriften, sondern durch echten Bewusstseinswandel.

Und wann werden wir, liebe Schwestern, endlich unsere eigenen Entscheidungen treffen dürfen? Ständig will uns jemand einreden, wie wir leben sollen. In den 50er-Jahren sollten von uns wohl erzogene und frisch gebadete Kinder nach einem mehrgängigen Abendessen ihrem Vater einen Gutenachtkuss geben und anstandslos schlafen gehen. Heute erwartet man von uns neben individuell geförderten Kindern und perfektem Haushalt auch noch Vollzeit einer Erwerbsarbeit nachzugehen, Karriere zu machen und dabei großartig auszusehen.

Lassen wir uns nicht länger fremdbestimmen! Wir verlangen volle Anerkennung unserer Entscheidungen anstatt politischer Bevormundung:
Wir wollen uns nicht von der Größe der Gemeindebauwohnungen die Zahl der Kinder vorschreiben lassen. Wir wollen uns nicht die Kinderpause nehmen lassen, weil eine Koalitionspartei anständige Förderungen, Steuer- und Pensionsregelungen verhindert. Wir wollen in dem Stundenausmaß erwerbstätig sein können, das uns in der jeweiligen Lebenssituation richtig erscheint. Denn wir wollen die Welt mit unseren Kindern entdecken, anstatt sie vor Sonnenaufgang gehetzt in die Ganztagesbetreuung zu bringen. Wir wollen leben, nicht im Hamsterrad unsere Identität verlieren.

Ja, wir wollen unser Wissen und unsere Fähigkeiten in allen Berufen einbringen. Aber wir wollen nicht hart und rücksichtslos sein müssen. Wir wollen auch keine besseren Männer sein – sondern als Frauen mitwirken. Nur so wird es echten Fortschritt geben.

Eure Gudrun Kugler

Foto von Frau Kugler


Video - ERF: Dr. Gudrun Kugler im Interview: Christ und Politik - geht das?


Foto Dr. Kugler © Gudrun Kugler


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Frauen

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  3. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  4. Vatikan-Kommission: Frauen können nicht zur Diakonenweihe zugelassen werden
  5. Lebe deine Sehnsucht als Frau - Leseprobe 3
  6. Lebe deine Sehnsucht als Frau - Leseprobe 2
  7. Lebe deine Sehnsucht als Frau
  8. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren
  9. Bilder von Frauen in Moschee aufgehängt, um sie zu denunzieren
  10. Gloria von Thurn und Taxis: Die Anti-Baby-Pille ist kein wahrer Feminismus






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  3. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  6. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  7. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  8. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Ein unvermeidliches Schisma?
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz