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Stumme Schreie

21. Jänner 2016 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
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Eine kirchliche Situationsanalyse. Gastkommentar von Prof. em. Hubert Windisch


Regensburg (kath.net) Vielen Gläubigen, die ihre Tage in Ehrfurcht vor Gott und in Gerechtigkeit gegenüber den Mitmenschen zu leben versuchen (vgl. Lk 1,75), fehlen oft die Worte, um den augenblicklichen Zustand unserer Kirche zu beschreiben, der sich zunächst einmal im Verhältnis der Kirche zu den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Vorgängen in unserem Land widerspiegelt und von einem schmerzhaften Realitätsverlust in Bezug auf das, was die Menschen umtreibt, geprägt ist.

Die Ereignisse von Köln sind ja eine Offenbarung dafür, wie sehr die konkrete Wirklichkeit aus der Wahrnehmung führender Politiker und Kirchenleute verschwunden und einer deklarierten Wirklichkeit gewichen ist. Man verlangt dann nach den Vorfällen in Köln mehr Polizei für unser Land, obwohl die Wurzeln gerade in Bezug auf Migrationsprobleme und –kriminalität zumeist anderswo liegen.

Man betreibt also weithin Symptomkosmetik, jedoch kaum eine Ursachenauseinandersetzung bzw. –bekämpfung, für die die Kirche einen ganz eigenen Beitrag leisten könnte. Es mutet fast schon tragischkomisch an, wenn in der Silvesterpredigt im Kölner Dom vor einer Abschottung gegenüber Flüchtlingen gewarnt wird, während gleichzeitig die Böller und Leuchtraketen an die Fenster des Doms krachen und draußen auf der Domplatte viele Frauen gerne eine Mauer hätten, um sich dahinter vor sexuellen Übeltätern mit Migrationshintergrund verstecken zu können.


Viele Bürger und Gläubige fragen sich: Ist das eine politische und kirchliche Wirklichkeit, die uns trägt in unserem Land? Vieles von dieser Wirklichkeit macht viele sprachlos. Man will Klarheit und Wahrheit in Bezug auf die Dinge, wie sie sind, und bekommt sie weithin nicht.

Thomas von Aquin definierte einmal Wahrheit treffsicher als adaequatio intellectus ad rem, also als die Übereinstimmung von Verstand und Sachverhalt. An Sachverhalten mangelt es in diesen Tagen beileibe nicht. Mangelt es an Verstand, um in der augenblicklichen Krise die Wahrheit zu finden und die Dinge beim Namen zu nennen? Wenn ja, hätten wir es in Kirche und Politik mit Dummheit zu tun. Wenn nein, würde man der Verfälschung der Wahrheit, dem Vertuschen der Sachverhalte, der Lüge Vorschub leisten.

Warum setzt man sich z. B. in der Kirche nicht kritisch mit dem gewalt- und sexualpathologischen Potential im Islam, bei Mohammed ebenso wie im Koran, auseinander, anstatt religiöser Wasserträger für eine naive und unrealistische Flüchtlingspolitik ohne Maß und Ziel zu sein, die unser Land in gesellschaftliche Entwicklungen mit unabsehbaren Folgen hineinmanövriert?

Wo ist das kritische Potential der Kirchen in unserem Staat auf der Basis eines gläubig festen und theologisch fundierten christlichen Selbstbewusstseins gegenüber dem Islam?

Und warum trägt man kirchlicherseits nicht dazu bei, sozialethische Probleme nicht primär gesinnungsethisch lösen zu wollen? Flüchtlinge am Münchner Bahnhof zu begrüßen, wie Marx und Bedford-Strohm dies im vergangenen September taten, ist leicht als unbedarftes und falsches Signal zu erkennen, das für eine sachgerechte Lösung der anstehenden Probleme nicht ausreicht.

Doch die Irritation in Bezug auf den Zustand der Kirche greift bei vielen noch tiefer als sie durch das kirchliche Verhalten im aktuellen politischen Geschäft ausgelöst wird. Viele Gläubige sprechen inzwischen ihre Pfarrer darauf hin an, ob das noch ihre Kirche sei: wenn z. B. Bischöfe und Theologen Lebenswirklichkeiten (vor allem in sexualibus) als Offenbarungsquelle zu erkennen glauben, die mit der Lehre der Kirche unvereinbar sind; wenn z. B. am vergangenen 8. Dezember, dem großen Marienfeiertag, in Rom vormittags feierlich das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet und dabei auch die Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet wurde, am Abend dann aber auf dem Petersplatz eine Lichtshow „Fiat Lux“ stattfand, bei der über eine Stunde lang auf die Fassade und die Kuppel alle möglichen Tiergestalten projiziert wurden, darunter ein großer Affe mit der Benediktionsloggia im Maul; wenn z. B. im Video des Papstes zum Gebetsanliegen des Monats Januar am Schluss gleichberechtigt die Vertreter von Buddhismus, Judentum, Islam und Christentum nebeneinanderstehen und dabei jeweils ihr religiöses Symbol in die Kreismitte halten: eine Buddhastatue, einen siebenarmigen Leuchter, eine islamische Gebetsschnur und – kein Kreuz, sondern ein kleines Jesuskrippenkind.

Wieder sei Thomas von Aquin zitiert, der in seinem Kommentar zum Matthäusevangelium gesagt hat: Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit; Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Mutter der Auflösung.

Momentan sind wir in der Kirche der zweiten Gefahr viel näher als der ersten. Viele Priester machen inzwischen schon, was sie wollen, manche Bischöfe auch. Es gibt auch schon Priester, die den Papst oder den jeweiligen Diözesanbischof nicht mehr im Hochgebet erwähnen, weil sie die Einheit der Kirche nicht mehr gewährleistet sehen.

Ist das alles nicht zum Schreien? Viele schreien stumm. Es bleibt die Hoffnung, dass ihr Schreien im Schrei Jesu am Kreuz (vgl. Mk 15,37) geborgen ist.

Prof. Dr. Hubert Windisch (Foto) ist emeritierter Professor für Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg


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Lesermeinungen

 Thomas05 28. Jänner 2016 
 

@Simon Cyrenaeus

Danke, dass Sie dies im Form mitteilen.
Wenn ich es nicht schon vor Jahren aus anderen Gründen getan hätte, würde ich es jetzt selbstverständlich tun.

Schlimm genug, dass man in Deutschland mit seinen Kirchensteuern gewzungen ist, manchen Wahnsinn mitzufinanzieren.
Dann aber bitte nicht auch noch durch den Ankauf des damit bedruckten Papiers.


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 Simon Cyrenaeus 27. Jänner 2016 
 

Habe nicht bloß stumm geschrien

Ich habe das Abo der Kirchenzeitung meiner Diözese gekündigt, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, immer wieder zu lesen, wie viele Bischöfe und sonstige "Exponenten" der katholischen Kirche sich nach wie vor strikt gegen jegliche Begrenzung des Zuzugs von muslimischen "Flüchtlingen" aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika aussprechen. Ich musste diesen Schritt tun, um nicht womöglich auch noch den Kirchenaustritt ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Im Übrigen teile ich völlig die Verzweiflung, in der sich diesbezüglich offenbar auch manch andere Kommentar-Schreiber befinden.


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 Aquae 23. Jänner 2016 

Braucht es nicht Erneuerung von unten?

Vor kurzem nahm ich an einer Begegnung mit einem Bistumsvertreter in der Schweiz teil. Auf meine Frage, wie man den Kindern den katholischen Glauben in der real existierenden Kirche weitergeben könne, meinte er, dass es allein auf die Eltern ankomme. Er war zuversichtlich, dass mit richtiger Erziehung eine Periode 'sauren Regens' sehr wohl überstanden werden könne (seine Worte). Dies heisst aber auch, dass sich Basisgruppen bilden müssen, die den Glauben weitergeben, Gebetsgruppen bilden, von unten organisiert 'Lärm machen', wie uns das der Heilige Vater vor einiger Zeit ans Herz legte. In den USA scheinen die Katholiken weiter zu sein. Sie nutzen die modernen Technologien viel besser, um sich zu vernetzen und eine gemeinsame, starke Stimme zu bilden. Was könnte getan werden?


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 queenie 22. Jänner 2016 
 

Antwort

@ Gärtner
Ich nehme türk. Mitbürger als Beispiel
für im allgemeinen muslim. Menschen.
Nicht mehr und nicht weniger. Warum sollen Nordafrikaner unbedingt anders sei? Auch Nordafrika hat starke Einflüsse Europas.


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 Der Gärtner 22. Jänner 2016 

Sprachverwirrung

@queenie

Nicht genug damit, das die Begriffe "Kriegsflüchtlinge", "Flüchtlinge" und "Asylant" in der öffentlichen Diskussion nicht mehr getrennt werden. Sie schaffen es in ihrem Post eine geistige Verbindung zu unseren türkischen Mitbürgern herzustellen, die bekanntlich in ihrer Mehrzahl aufgrund stattlicher Abkommen bei uns sind. Eine solche geistige Verbindung habe ich bisher noch nirgendwo gelesen. Wie kommen Sie dazu, die nach den Berichten nordafrikanisch aussehenden jungen Männer in Köln und vielen anderen Orten mit Türken in Verbindung zu bringen? Wie kommen Sie dazu, aus dem Verhalten von türkischen Mitbürgern, die seit Jahrzehnten bei uns leben auf das Verhalten junger Männer aus dem Maghreb zu schließen? Aber glauben Sie nicht mir. Die nahe liegende und beste Informationsquelle wäre wohl die Beste. Fragen Sie einmal ganz offen einfach bei Ihrem nächsten türkischen Mitbürger, was der von der ganzen Sache hält.


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 Selene 22. Jänner 2016 
 

@Prophylaxe

Diese Ihre Frage, warum der Papst in Europa JEDEN (bevorzugt junge, muslimische Männer) willkommen heißt, stellen nicht nur Sie sich.

Vielleicht sind ihm die Verhältnisse in Europa und unsere Mentalität innerlich fremd.

Vielleicht denkt er zu sehr aus argentinischer Sicht.

Aber wie auch immer, er irrt sich in dieser Frage. Für die in ihrer Heimat und in den Flüchtlingsunterkünften verfolgten Christen ist das, was der Papst sagt, leider nicht gerade hilfreich und das tut mir sehr weh und verunsichert mich.


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 Fides Mariae 22. Jänner 2016 
 

"Deklarierte Wirklichkeit"

Man sollte ganz klar den "Schuldigen" für Falschinformationen oder Feigheit bei der Berichterstattung benennen:
Das Konzept der politischen Korrektheit.
Dies ist eine gut gemeinte Idee, die in den 90er-Jahren an US-Eliteunis enstanden ist, sich in der Praxis aber fatal auswirkt. Wann ist endlich Schluss mit den Sprechverboten?


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 Fides Mariae 22. Jänner 2016 
 

Wahr gesprochen

Prof. Windisch hat wahr gesprochen. Ich unterstreiche jedes Wort.
Traurig macht mich, dass in der Liste der Negativbeispiele erstmals auch zwei Vorkommnisse aus Rom auftauchen. An den Niedergang der deutschen Kirche hatte ich mich ja schon gewöhnt.


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 Thomas59 22. Jänner 2016 
 

Erklärungsversuch

Habe zu dem Verhalten der Amtsträger unserer Kirche nur eine Erklärung.
So wie sich Jesus am Ende seines weltlichen Wirkens, dieser welt ausgeliefert hat, so erleben wir aktuell, wie sich die Kirche, als der Leib Jesu, der Welt und damit dem Kreuz, ausliefert.


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 Prophylaxe 21. Jänner 2016 
 

Kann mir jemand

sagen, weshalb der Papst weiter in Europa jeden willkommen heißen will ? Da aber (fast) nur Muslime und davon vor allem Männer kommen, müsste ein Kirchenoberhaupt doch wissen, zu welchen Zuständen das in Kerneuropa in kürzester Zeit führen wird ! Reichen die Anzeichen noch nicht zur Erkranntis und Schlussfolgerungen ?
Hilfreich wäre ja schon die Parole, nur wer wer den kulturellen Gegebenheiten sich fügt, kann hier Aufnahme finden, weil alles andere dem Frieden zuwiderläuft. Der Papst sieht doch, wie mit irakischen Köstern umgegangen wird. Es stimmt auch nicht, dies habe nichts mit dem Islam zu tun.
Die Bibel besagt zudem, dass die Hilfe der Christen sich vorrangig an ihre Glaubensgenossen richten solle.


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 queenie 21. Jänner 2016 
 

Vorkommnisse in Köln

sind nicht zu beschönigen. Die Täter werden bestraft werden. Das Raketen in feindseliger Absicht in großer Zahl auf den Dom geschossen wurden, bezweifle ich. Die Flugrichtung ist fast nicht zu bestimmen. Im Rheinland ist der Bevölkerungsanteil an Türken oft 20 %.
Kein ehrlicher und offener Mensch hat jemals mit Türken größere Probleme als mit Deutschen gehabt. In der Firma sind die meisten überdurchschnittlich fleißig und zuverlässig. Den Islam
praktizieren vielleicht 5 % - genauso
wie Christen. Sie trinken genauso Alkohol wie auch Christen. Daß Einwanderer evtl. noch unangepaßt sind
und in Deutschland sexuelle Abenteuer suchen, beeinflussen wir auch selber
durch den Aufforderungscharakter unserer Gesellschaft. In der Gruppe unter den entsprechenden Vorreitern
unter Alkohol mögen sie enthemmter sein.
Auch Deutsche auf Dienstreisen kennt man entsprechende Exzesse. Mehr bei Franzosen. Besser keine Details. Von einzeln. Geschehnissen insgesamt zu schließen, ist unadäquat.


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 Thomas05 21. Jänner 2016 
 

Tausend Dank, Professor Windisch!


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 Diadochus 21. Jänner 2016 
 

Weizenacker

Der weltliche Leib der Kirche ist mir schon lange fremd geworden, wenn da nicht auch noch der mystische Leib Jesu Christi wäre. Das hält mich. Das schöne an der Kirche ist das, was wir nicht mit den Augen sehen können. An der Hand und unter dem Schutzmantel Mariens sind wir gut behütet. Trotzdem oder gerade deshalb tut es weh, die Entwicklung mit verfolgen zu müssen. Anstatt das Unkraut des Islam im Weizenacker zu jäten, wird es gehegt und gepflegt, bis es den Weizenacker des rechten Glaubens völlig überwuchert hat. Das sind mir vielleicht Gärtner (Bischöfe).


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 gebsy 21. Jänner 2016 

@hauch

auf den Punkt gebracht.
Der stumme Schrei weckt ein unendliches Mitleid mit den Betroffenen. Liebe wir sie durch Gebet & Opfer der Liebe Gottes entgegen ...


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 resistance 21. Jänner 2016 
 

Barmherzigkeit ohne Vernunft führt in die Hölle, so Kardinal Duka von Prag.
Ich wünschte, er wäre mein Bischof!


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 Selene 21. Jänner 2016 
 

Der Priesternachwuchs

gibt Anlass zur Hoffnung. Ich kenne einen solchen Priester und seither fühle ich mich in unserer Kirche wieder zu Hause.

Aber er darf den Mund nicht öffentlich aufmachen, weil er dem Bischof Gehorsam gelobt hat und außerdem noch zu neu im Amt ist, das er nicht gefährden will.

Aber da wächst eine neue Generation von Hirten heran, die uns Mut machen kann.

Ohne diesen Priester wäre ich schon längst verzweifelt.


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 Stefan Fleischer 21. Jänner 2016 

Es gibt meines Erachtens

kaum etwas anderes, als bei jeder Gelegenheit von den Verantwortlichen (aber auch von uns selber) zu fordern, immer und überall wieder Gott ins Zentrum zu stellen, auch und gerade in Fragen, die wir offensichtlich allein nicht (mehr) zu bewältigen vermögen, so sehr uns auch die Politiker und sogar Kirchenleute dies einzureden versuchen. "An Gottes Segen ist alles gelegen!" ob es die Welt und eine verweltlichte Kirche glauben will oder nicht.


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 FranciscoL 21. Jänner 2016 


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 georgzeitler 21. Jänner 2016 
 

"ist das nicht zu Schreien" Teil 2

Die Spaltung der Kirche zeigt sich besonders im Rücktritt von Papst Benedikt und in der Akzeptanz von Papst Franziskus.
Kardinal Kasper sprach von "Krieg" hinter den Kulissen, was sich bei der letzten Synode abgespielt hat. Und Papst Franziskus geht immer wieder mit seinem Klerus hart ins Gericht.
Wer es wissen will, der weiß wovon die Rede ist.
Ja Professor Windisch hat recht: Es ist wirklich zum Schreien!
Ich werde immer jemand sein, der laut schreit. Es gibt zu viele, die trotz ihrer Not "stumm" bleiben, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und das nicht nur hier!
Wie will die Katholische Kirche in die Zukunft gehn, wenn sie in der Tradition feststeckt und nicht bereit ist über den Tellerrand hinaus zu schauen?
Papst Franziskus betrachtet die klerikale Selbstbezogenheit als Todsünde und Kardinal Kasper soll während einer Konferenz ausgerufen haben "Wir sollten alle beten", "denn es droht eine Schlacht"
Nachzulesen in "Franziskus unter Wölfen" Herder Verlag.


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 Martin Lohmann 21. Jänner 2016 
 

Ausgezeichnet!

Vielen Dank für diese richtige und wichtige Analyse!


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 georgzeitler 21. Jänner 2016 
 

"Ist das alles nicht zum Schreien?" Teil 1

Wie recht er hat, Prof.Dr.Windisch:
"es fehlen die Worte den augenblicklichen Zustand der Kirche zu beschreiben"
"Man betreibt Systemkosmetik anstatt Ursachenauseinandersetzung"
"Man will Klarheit und Wahrheit und bekommt sie weithin nicht"
Prof.Windisch zitiert Thomas von Aquin, der in seinem Kommentar zum Matthäusevangelium gesagt hat: Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit; Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Mutter der Auflösung.
Doch die Irritation in Bezug auf den Zustand der Kirche greift bei vielen noch tiefer als sie durch das kirchliche Verhalten im aktuellen politischen Geschäft ausgelöst wird.
Wie recht er hat:
Der aktuelle Zustand der Kirche greift tief und zeigt nur die Spitze des Eisbergs im politischen Geschäft. Es beginnt nicht zuletzt bei der Mißbrauchsaffäre, der Finanzgeschichte und eidesstattliche Falschaussage von Tebartz van Elst oder der Vatileaks-Skandal.


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 Johann Martin 21. Jänner 2016 
 

Danke!

Eine sehr gute Analyse unserer kirchlichen Situation.


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 Dottrina 21. Jänner 2016 
 

Herzlichen Dank, Prof. Windisch,

für diesen guten, klaren Artikel, der mir auch aus der Seele spricht. Ansonsten kann ich mich den Vorpostern vorbehaltlos anschließen.


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  21. Jänner 2016 
 

Bayerischer Engel

Diesen Äußerungen kann ich nur aus vollstem Herzen zustimmen. Die Liste des
pseudo-christlichen Getues könnte man endlos fortsetzen. Ich möchte laut schreien, wenn in nahezu jeder Weihnachtspredigt die theologisch völlig falsche Darstellung des Weihnachtsevangeliums als "Fluchtgeschichte" verwendet und instrumentalisiert wird. Es wäre im wahrsten Sinn des Wortes "wunderbar", wenn unsere Bischöfe sich ein Beispiel an den tschechischen und ungarischen Amtsbrüdern nähmen.


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 Ulrich Motte 21. Jänner 2016 
 

Die katholische Kirche in der BRD

kennzeichnet aber doch auch viel Positives! Ich wohne in Dortmund mit einem riesigen katholischen Krankenhaussystem, vielen anderen sozialen Einrichtungen, allein 12 katholischen Schulen, Kirchengemeinden fast an jeder Ecke.
Und die Evangelischen müssen doch nicht den evangelischen Landeskirchen angehören: Es gibt etwa Tausende von evangelisch-konservativen Kirchengemeinden.


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 Waldi 21. Jänner 2016 
 

Was viele Katholiken...

bis in ihren tiefsten Seelengrund hinein erschüttert, ist die furchterregende Tatsache, dass die Repräsentanten der kath. Kirche, (von der evangelischen ganz zu schweigen), genau so wenig für Zuversicht und Hoffnung im christlichen Glauben für die Gläubigen zu leisten vermögen, wie die Politiker für die innere Sicherheit ihre Wählerinnen und Wähler! Sie verharmlosen gemeinsam die Katastrophe, die in ihrer Anfangsphase schon den Untergang des christlichen Abendlandes erkennen lässt und appellieren an die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, die sie ihren eigenen besorgten Bürgern gegenüber vermissen lässt! Es wird auf beiden Seiten nur noch blauäugig beschwichtigt, um die Bevölkerung durch dem wahren Zustand und Sachverhalt nicht in Panik zu versetzen und in die Hände Rechtsradikaler zu treiben. Das wird sich aber durch den Zwang der kommenden, aus dem Ruder geratenen Ereignisse auf Dauer nicht vermeiden lassen!


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 hauch 21. Jänner 2016 
 

stummer Schrei

Danke für den Beitrag. Ich kenne das Gefühl des "stummen Schreies" sehr gut. Es ist eine seelische Pein, der ich kaum Ausdruck verleihen kann. Wenn ich es versuche ernte ich überwiegend unverständige Blicke sodass ich zu weilen schon an meiner Wahrnehmung zweifle....Ich weiß nicht, ich befürchte die "stummen Schreie" werden zunehmen....aber andererseits: kommt es nicht doch auf die Liebe und Treue von uns "stummen Schreienden" und an das ständige pers. Nachfragen nach Gottes Willen an, um, wenn Menschen um uns herum brechen oder aufwachen ihnen von unserem Dreieinen Gott erzählen zu können und Zeugnis geben zu können? Wenn ich in die Schrift sehe wie lang haben hier stumme Schreiende sich an den Herrn gewandt? Und auch wenn es mir klamm um die Seele wird, aber gab und Jesus nicht auch die Offenbarung in welcher viel Leid und Dunkelheit steht die kommen muss??
Ich muss gestehen, ich habe sehr viel Fragezeichen....


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