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Grundlagenvertrag zwischen Vatikan und Palästina tritt in Kraft

3. Jänner 2016 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Der Heilige Stuhl erkennt erstmals in einem offiziellen Dokument den Staat Palästina an.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Zum Jahresbeginn ist der Grundlagenvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Palästina in Kraft getreten. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, bestätigten beide Seiten schriftlich, dass das im Juni unterzeichnete Abkommen mit den jeweiligen Rechtsbestimmungen vereinbar sei. Der 32 Artikel umfassende Vertrag kam nach sechsjährigen Verhandlungen zustande und regelt das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und den staatlichen Behörden in den Palästinensergebieten. Zugleich soll er nach vatikanischen Angaben eine friedliche Verhandlungslösung im palästinenisch-israelischen Konflikt fördern.


Der Heilige Stuhl erkennt damit erstmals in einem offiziellen Dokument den Staat Palästina an. Israel kritisierte das Abkommen als übereilt und einseitig und kündigte an, es nicht zu akzeptieren.

Der palästinensische Außenminister Riad Al-Malki und sein vatikanischer Amtskollege Paul Richard Gallagher unterzeichneten den Grundlagenvertrag am 26. Juni im Vatikan.

Gallagher betonte damals, er hoffe, dass das Abkommen einen Anstoß bilde, «den lange andauernden israelisch-palästinensischen Konflikt, der weiterhin auf beiden Seiten Leiden verursacht, definitiv zu beenden». Der Vertrag könne zudem ein Modell für andere arabischen Staaten mit islamischer Mehrheit sein, so Gallagher.

Das israelische Außenministerium reagierte darauf mit Kritik. Der Grundlagenvertrag gefährde die Chancen eines Friedensabkommens und rücke direkte bilaterale Verhandlungen noch weiter in die Ferne. Israel werde die einseitigen Entscheidungen nicht akzeptieren, da diese «die vitalen Interessen des Staats Israel und den einzigartigen historischen Status des jüdischen Volkes und Jerusalems» nicht berücksichtigten.

Das Abkommen geht auf eine Grundsatzerklärung zwischen dem Vatikan und der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO aus dem Jahr 2000 zurück. Zwischen Israel und dem Vatikan ist bislang trotz mehr als 20-jähriger Verhandlungen kein Grundlagenvertrag zustande gekommen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


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Lesermeinungen

 denkmalnach 4. Jänner 2016 
 

Das ist ein Verrat an Israel!

Passt aber in den Zeitgeist. Solange ganz Palästina nicht Israel als Staat anerkannt DARF es keine Anerkennung Palästinas geben. Meine Enttäuschung über den Vatikan seit dem Amtsantritt von Franziskus ist wieder um einen weiteren Aspekt größer geworden.


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 Herbert Klupp 4. Jänner 2016 
 

Ein großer Fehler

Nilotak. Ich kann mich nur anschließen !


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 Max Emanuel 4. Jänner 2016 

Ermunternde Zeichen

Zurecht hat der Vatikan den palästinensichen Staat anerkannt. Jedem ist bewußt, daß ein dauerhafter Friede nur über eine Zweistaatenlösung erreicht werden kann. Daß die derzeitige rechts-nationalistische israelische Regierung sich allen ernsthafen Dialogversuchen leider wiedersetzt und zudem schon mehrfach in Syrien militärische inteveniert hat, ist ein anderes Thema. So werden nur letztlich nur die Extremisten in Israel und in der Hamas gestärkt.
Der Vatikan aber geht einen richtigen Weg des Dialogs. Schön habe ich gefunden, daß Palästinenser-Präsident Abbas die Christmette in Betlehem besucht hat. Dies sind ermunternde Zeichten.


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 Nilotak 4. Jänner 2016 
 

ein großer Fehler

Ich glaube, dass der Vertrag ein großer Fehler ist, das Ziel der PLO ist die Vernichtung von Israel, und das wird sich NIE ändern! Jetzt mischt auch noch die katholische Kirche mit!


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 antonius25 3. Jänner 2016 
 

Was passiert dann nächstes Weihnachten?

Wird der lateinische Patriarch von Jerusalem in Betlehem dann wieder (wie dieses Weihnachten) von israelischen Sicherheitskräften gegen die palästinensischen Steinwürfe geschützt, oder muss er in Jerusalem bleiben, weil er in Betlehem unerwünscht ist und der Vatikan gegen die israelische Präsenz in Betlehem ist?


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 rappix 3. Jänner 2016 

In welchem Land liegt "Bethlehem"?


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