Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Der grosse Betrug
  4. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  5. Corona-Ausbruch in Frankfurter Baptistengemeinde
  6. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  7. Papst Franziskus in Geldnot!
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

Kurienkardinal Müller bezeichnet Schwarzgeld-Story als «Nonsens»

18. Dezember 2015 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präfekt der Glaubenskongregation: «Jeder, der nur ein wenig Verstand im Kopf hat, erkennt die böse Absicht.» Dabei deutete Müller an, dass der Urheber nach seiner Einschätzung «eher nicht» im Vatikan, sondern in Deutschland zu suchen sei.


München (kath.net/KNA) Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller ist erneut Berichten über eine angebliche schwarze Kasse in der von ihm geleiteten vatikanischen Glaubenskongregation entgegengetreten. In einem Interview mit dem Magazin «Focus» wies er die am 9. Dezember von der «Bild»-Zeitung verbreitete Story als «Nonsens» und «Verbreitung von dümmlichen Gerüchten» zurück.

Er stelle keine Vermutungen darüber an, wer dahinter stecke, so der Kardinal weiter: «Aber jeder, der nur ein wenig Verstand im Kopf hat, erkennt die böse Absicht.» Dabei deutete Müller an, dass der Urheber nach seiner Einschätzung «eher nicht» im Vatikan, sondern in Deutschland zu suchen sei.

«Bild» hatte ohne nähere Quellen- und Zeitangaben über eine angebliche Razzia in der Kurienbehörde berichtet, bei der im Büro von Müllers damaligem Verwaltungsleiter 20.000 Euro Bargeld hinter einer Würstchendose gefunden und beschlagnahmt worden seien. Daraufhin seien auch Ermittlungen gegen den Kardinal selbst eingeleitet worden.

Diesen Punkt hatte Müller bereits am Erscheinungstag gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) dementiert. Dem «Focus» sagte er nun, auch gegen seinen Mitarbeiter werde nicht ermittelt. Von dem angeblichen Bargeldfund habe er erst aus der Boulevardzeitung erfahren: «Ich habe besseres zu tun, als mich mit handlichen oder schwarzen Kassen abzugeben.»

Eine Prüfung im Rahmen der neuen Finanzkontrollen im Vatikan und der Umstellung auf ein Budget-System sei «demagogisch zu einem Skandal-Geschrei aufgebauscht worden», sagte der Kurienkardinal wörtlich: «Es war nichts los außer dem, was losgetreten wurde.» Der in der «Bild»-Geschichte beschuldigte Mitarbeiter habe «sehr engagiert gearbeitet». Er sei auf seinen früheren Posten zurückgekehrt, «nachdem er sich mit dem neuen anglophon geprägten System nicht anfreunden kann».

Der normale Haushalt der Glaubenskongregation werde von der Vatikanischen Güterverwaltung APSA gemanagt, erläuterte Müller. Der Verwaltungsleiter der Kongregation fungiere dabei als Mittelsmann. Er selbst sei froh, «wenn mir für diese Fragen möglichst wenig Zeit genommen wird», so der Kardinal.

Auch «die ganze Saga vom Luxusleben der Kardinäle» sei auf gut bayerisch «ein großer Schmarrn», sagte der frühere Regensburger Bischof. Abgesehen von seiner Privatbibliothek «wie sie jeder deutsche Universitätsprofessor hat» habe er keinen anderen Lebensstil als seine Eltern. Damit sei er auch zufrieden. Müllers Vater war Fließbandarbeiter bei Opel, seine Mutter Hausfrau.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto (c) Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Reform 22. Dezember 2015 
 

Warten wir es ab...

Bei Bertone war auch erstmal alles Quatsch...


0

0
 
 Wuna 18. Dezember 2015 
 

Pardon

Pardon, es muss natürlich heißen, die Bild Geschichte war Unsinn.


2

0
 
 Wuna 18. Dezember 2015 
 

Nonsens

Dass die Story so wie sie im Focus gebracht wurde, Unsinn war, konnte man sich wirklich denken. Aber welche Anhaltspunkte gibt es, dass die Sache von Deutschland aus gesteuert war?
Es gab eine Durchsuchung und es gab Unregelmäßigkeiten von Mitarbeitern. Das hat doch Pater Lombardi bestätigt.


1

0
 
 Max Emanuel 18. Dezember 2015 

Danke Kardinal Müller!

Danke für die Aufklärung und die klaren Worte. Wer Kardinal Müller kennt, wußte schon vorher, daß er ein bescheiden lebender Kirchenvertreter ist, derauch im persönlichen Umgang sehr freundlich und einfach ist.
Es ist schon mehr als nur bedauerlich, daß in den deutschen Medien gerade die glaubenstreuen Hirten ständig angegangen werden.
"Zeitgeistsurfer" kommen hingegen meist sogar sehr gut weg. Ein Schlem, wer böses dabei denkt!


12

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Müller

  1. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  2. Kardinal Müller: Bischöfe dürfen öffentliche Messen nicht verbieten
  3. Müller: „Der Souverän der Kirche ist nicht das Volk, sondern Gott“
  4. Kardinal Müller würdigt NS-Widerstandskämpfer Bonhoeffer
  5. Hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria
  6. Querida Amazonia – Papst dankt Kardinal Müller
  7. „Hoffe, dass man jetzt in Deutschland eine religiöse Kehre vollzieht“
  8. Viele Bischöfe sind im Laufe der Kirchengeschichte häretisch geworden
  9. "Wie bei Aufhebung der Weimarer Verfassung durch Ermächtigungsgesetz"
  10. „Ohne Menschenfurcht unseren katholischen Glauben öffentlich bekennen“








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  3. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  4. Papst Franziskus in Geldnot!
  5. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  6. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  7. Der grosse Betrug
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  10. Corona-Krise ist für George Soros die Krise seines Lebens

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz