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Papst feiert in Mexiko grenzüberschreitende Messe am Sperrzaun

16. Dezember 2015 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Lateinamerikareise vom 12. bis 17. Februar wird Franziskus in sechs große Städte führen - Zu seinem Besuch in Ciudad de Mexico sagte er: "Aber wenn es nicht zu Ehren Marias wäre, käme ich nicht in die Stadt"


Vatikanstadt-Washington (kath.net/KAP) Papst Franziskus feiert am 17. Februar im mexikanischen Ciudad Juarez eine grenzüberschreitende Messe am Sperrzaun zu den USA. Franziskus wird bei seiner vierten Lateinamerikareise - nach Brasilien (Juli 2013), den Andenländern (Juli 2015) und Kuba (September 2015) - auch einige der am stärksten marginalisierten Gemeinschaften in Mexiko besuchen. Das geht aus dem Programm hervor, das der Vatikan am Sonntag veröffentlicht hatte.

Demnach wird der Papst auf seiner Reise von 12. bis 17. Februar sechs große Städte besuchen, darunter zwei im Bundesstaat Chiapas, der Hochburg der Maya-Indios, und Ciudad Juarez, der Zwillingsstadt von El Paso in Texas. Ciudad Juarez galt vor fünf Jahren als die "Morde-Hauptstadt der Welt", weil sich Drogenkartelle hier tödliche Duelle um Einflusskorridore an der Grenze lieferten.


Der Papst sagte im November, dass er in jene Städte fahren wolle, in die Johannes Paul II. und Benedikt XVI. nie gekommen seien. Weiter sagte er, er werde in der Hauptstadt Ciudad de Mexico wohl auch einen Stopp machen müssen, um in der Basilika der Muttergottes von Guadalupe zu beten. "Aber wenn es nicht zu Ehren Marias wäre, käme ich nicht in die Stadt", sagte er Reportern am Rückflug aus Afrika.

Der Papst wird jeweils von Ciudad de Mexico aus Tagesflüge in die Provinzen an der Peripherie durchführen und abends in die Hauptstadt zurückkehren. Der Besuchs in der Basilika von Guadalupe ist für den zweiten Tag seiner Reise geplant.

In den folgenden vier Tagen wird Franziskus auch ein Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt besuchen sowie Familien und indigene Gemeinschaften im südlichsten Bundesstaat Chiapas, Mexiko ärmsten Bundesstaat. Weltweite Aufmerksamkeit hatte die Region in den 1990er-Jahren mit der Zapatistischen Rebellion gewonnen.

In Morelia will der Papst junge Menschen und Ordensleute um sich scharen. In Ciudad Juarez kommt er auch ins berüchtigte Cereso-Staatsgefängnis, in dem mindestens 20 Menschen während der Unruhen rivalisierender Banden unter den Häftlingen im Jahr 2009 getötet wurden.

"Wir sind sicher, dass die Anwesenheit des Heiligen Vaters uns im Glauben, in der Hoffnung und Liebe stärken wird und dazu beitragen wird, dass die Kirche in ihrer Mission vorankommt, so das Kommunique der mexikanischen Bischöfe von 12. Dezember. "Der Besuch wird Gläubige und Nicht-Gläubige ermutigen und uns zum Aufbau eines gerechten Mexiko ermutigen, in Solidarität, Versöhnung und Frieden", so die Erklärung.

Feierlich erklingt im Peterdom ´La Guadalupana´ und Papst Franziskus verweilt andächtig vor dem Gnadenbild


Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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