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Kein Evangelium für Muslime?

8. Oktober 2015 in Deutschland, 24 Lesermeinungen
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Gilt der Missionsbefehl Jesu eigentlich auch für die Muslime, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen? idea-Redakteur Matthias Pankau hat die Leitungen der 20 EKD-Mitgliedskirchen und Mitarbeiter an der Basis gefragt, die Antworten überraschen


Wetzlar (kath.net/idea) Gilt der Missionsbefehl Jesu eigentlich auch für die Muslime, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen? 80 Prozent der bis zu 1 Million Asylbewerber in diesem Jahr sind islamischen Glaubens. idea-Redakteur Matthias Pankau hat die Leitungen der 20 EKD-Mitgliedskirchen und Mitarbeiter an der Basis gefragt – und war überrascht über die völlig unterschiedlichen Ansichten.

„Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker! Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“, heißt es am Ende des Matthäus-Evangeliums. Gegenwärtig scheint es so, als komme ein Teil „aller Völker“ auf der Flucht vor Krieg und Armut nach Europa, insbesondere nach Deutschland. Gilt der Missionsbefehl des Herrn der Kirche auch den nach Deutschland strömenden überwiegend muslimischen Flüchtlingen? Deutschlands evangelische Kirchenleiter tun sich schwer mit einer klaren Antwort auf diese Frage. Von den 20 EKD-Mitgliedskirchen reagierte auf die idea-Anfrage gut die Hälfte. Grundtenor: Was jetzt gebraucht werde, seien in erster Linie praktische Hilfe und interreligiöser Dialog.

Kirche: Die Notlage der Flüchtlinge nicht ausnutzen

So erklärte etwa der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge: „Unser Verständnis von Mission bedeutet, mit Menschen, die anderen Glaubens sind, in einen Dialog zu treten und den eigenen Grund des Glaubens nicht zu verschweigen.“ Der bayerische Landesbischof, der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm (München), mahnte, Christen dürften die Notlage von Flüchtlingen nicht dazu ausnutzen, um sie zu einem Religionswechsel zu überreden. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau warnte gar vor „aggressiven oder bedrängenden Bekehrungsversuchen“; diese zählten in der Geschichte des Christentums zu den dunkelsten Kapiteln.


Die Kirche des Wortes tut sich schwer mit demselben

Es dürfte heute allgemeines Einvernehmen darüber bestehen, dass Jesus mit seinen Worten wohl keine Mission mit Holzhammer oder Scheiterhaufen im Sinn hatte. Warum dann trotzdem solch vorsichtige und einschränkende Formulierungen von Deutschlands evangelischen Kirchenoberhäuptern? Das Evangelium werde in Wort und Tat verkündigt, betonen sie. Aber ausgerechnet die Kirche des Wortes tut sich schwer mit demselben in diesen Tagen, obwohl doch laut Luther der Glaube über‘s Hören kommt. Am liebsten würde sie es bei der helfenden Tat bewenden lassen. Der sächsische Landesbischof Carsten Rentzing spricht davon, dass es Verkündigung zur Zeit und zur Unzeit gebe. Gegenwärtig sehe er in den Zeichen der Barmherzigkeit und Menschenfreundlichkeit vieler Deutscher gegenüber Flüchtlingen die Weitergabe des Evangeliums zur rechten Zeit: „Und auch die Verkündigung durch das Wort wird ihre Zeit haben.“ Also: Erst soziale Hilfe, dann Mission.

Diakonisse: Natürlich ist Mission die wichtigste Aufgabe

Schwester Rosemarie Götz hingegen sieht die Zeit zur Mission längst gekommen. Sie ist Diakonisse und Predigerin der Landeskirchlichen Gemeinschaft „Haus Gotteshilfe“ in Berlin-Neukölln. „Natürlich ist Missionierung die wichtigste Aufgabe“, sagt sie. „Wozu sonst schickt uns Gott die Flüchtlinge hierher?“ Seit Jahren kümmert sie sich um Zuwanderer – vor allem aus dem Iran und Afghanistan. Viele hat sie auf deren Wunsch hin getauft. Am letzten Sonntag (4. Oktober) sind es wieder 10. Vorher wurden sie unterwiesen.

Junge Männer sagen: „Der Islam ist Stress“

Was die ehemaligen Muslime am Christentum fasziniert hat? „Vor allem junge Männer haben mir gesagt: Der Islam ist Stress. Bei Jesus kommt man zur Ruhe und findet Frieden.“ Die Äußerungen der evangelischen Kirchenleitungen überraschen die rüstige Diakonisse nicht. Die Volkskirche setze auf den Dialog der Religionen. Das unmissverständliche Reden von Jesus als dem Weg, der Wahrheit und dem Leben störe da. „Auf diese Weise findet aber niemand zum Glauben an Jesus Christus“, ist Schwester Rosemarie überzeugt.

Wie sollen sie glauben, wenn sie nichts von Jesus hörten?

Auch andernorts sprechen Christen unmissverständlich über ihren Glauben. Etwa in der schlesischen Oberlausitz. Dort kümmert sich Pfarrer Christian Huth aus dem kleinen Ort See bei Görlitz um die Flüchtlinge, die im nahe gelegenen Niesky untergebracht sind. Er besucht sie – zunächst vor allem, um ihnen zuzuhören, wie er sagt. „Viele haben so viel Schreckliches erlebt, dass sie einfach mit jemandem darüber reden müssen.“ Auf Amtstracht, also Talar oder Kollarhemd, verzichtet der 40-Jährige bei seinen Besuchen. Aus seinem Glauben hingegen macht er keinen Hehl, hält es mit dem Apostel Paulus. Der schreibt im 10. Kapitel seines Römerbriefs: „Denn ‚wer den Namen des HERRN wird anrufen, soll selig werden.’ Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?“

Ist die „Missionssynode“ 1999 in der EKD vergessen?

Die EKD war schon einmal weiter. Auf ihrer wegweisenden Missionssynode 1999 in Leipzig hatte sie formuliert: „Wir haben den Auftrag, Menschen die Augen zu öffnen für die Wahrheit und die Schönheit der christlichen Botschaft. Wir wollen sie dafür gewinnen, dass sie sich in Freiheit an Jesus Christus binden und sich zur Kirche als der Gemeinschaft der Glaubenden halten.“ Zu diesem Satz gab es keine Fußnote, in der stand, Flüchtlinge oder Muslime seien davon ausgenommen. Warum dann jetzt diese Leisetreterei? So plädierte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau in der idea-Umfrage dafür, der Mission unter Menschen den Vorrang zu geben, die zwar dem Namen nach Christen sind, es in ihrem Herzen aber kaum noch spüren. Unbedingt! Aber warum nicht das eine tun und das andere (die Mission unter Andersgläubigen) nicht lassen?

Vom Glauben reden: Das wäre echter Respekt!

Begründet wird das zumeist mit dem gebotenen Respekt vor dem Glauben des Gegenübers. Respekt ist jedoch etwas grundlegend anderes als falsch verstandene Zurückhaltung, wie der Wuppertaler Theologe Henning Wrogemann in seinem Buch „Den Glanz widerspiegeln“ deutlich macht. Eine vorauseilende Selbstzensur begegne dem Gegenüber gerade nicht sonderlich respektvoll. Vielmehr könne es geradezu von Respektlosigkeit zeugen, dem anderen das Zeugnis von Christus vorzuenthalten – aus Bedenken, es könnte ihn nicht interessieren, verletzen oder verärgern. Es gäbe auch Formen der „Fürsorge“, die eher Ausdruck einer verdeckten Bevormundung seien, weil man meine, genau zu wissen, was für den anderen gut sei. Dabei sei man häufig erstaunt, welche Aspekte eines Gesprächs der andere aufnimmt und welche nicht.

„Jesus wird uns fragen, was wir getan haben“

Dem kann Schwester Rosemarie Götz aus Berlin-Neukölln nur zustimmen. Ihr sei klar, dass nicht
sie den Glauben bei den jungen Männern und Frauen aus dem Iran, Afghanistan und anderen Ländern wecke. Sie sei nur Zeuge, der Rest falle in den Zuständigkeitsbereich des Heiligen Geistes. „Mir ist aber auch deutlich, dass Jesus uns mit der gegenwärtigen Flüchtlingsflut eine große Aufgabe anvertraut“, sagt sie. „Und er wird uns einmal fragen, wie wir damit umgegangen sind.“




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Lesermeinungen

 Adson_von_Melk 10. Oktober 2015 

Zu Ihren Punkten 4 und 5 Herr Klupp, noch einmal meine Frage

Warum scheint alle Welt zu glauben, wer hier als Moslem ankommt, müsste auf alle Zeit Moslem bleiben (kenne etliche Gegenbeispiele) und das bis in die vierte Generation seiner Nachkommen?
Zumal wenn er dem IS oder den Taliban kanpp entronnen ist, noch zumaler, wenn die erste Hilfe bei seiner Ankunft von expliziten Christen kommt?

Im Artikel unter dem wir posten geht es um Mission. Und was hat die klassische Missionsstation? Eine KIRCHE, eine SCHULE und ein KRANKENHAUS: Gehet hin und tut desgleichen. Die Erstmission besteht in der helfenden Tat. Deutschkurse können zB durchaus auch von uns Laien gegeben werden.

Damit will ich nicht sagen, dass ich Massenkonversionen erwarte, realistisch ist wohl eher, dass die Zuwanderer sich auch in dieser Hinsicht "integrieren" und die religiöse Indifferenz zunimmt.
Das ist jetzt schon und dann noch mehr eine Herausforderung für die Christen. Das Rad zurückdrehen kann man aber nicht, also gilt es die Aufgaben der Gegenwart zu lösen.


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 Adson_von_Melk 10. Oktober 2015 

Herr Klupp, ich bin bekanntlich ein Freund der Sachlichkeit

Tatsache ist, dass die Zuwanderung ein Niveau erreicht hat, das nicht nachhaltig bewältigt werden kann. Dazu kommen gleichzeitig noch weitere Herausforderungen. Das haben seriöse Politiker durchaus erkannt, sehen Sie hier: http://orf.at/stories/2303298/2303187/

Man wird auch nicht jeden Zuwanderer aufnehemen oder behalten, sehen Sie da
http://orf.at/stories/2303462/2303472/

Zuletzt noch ein Blick auf das Außenbild Europas:
http://www.nytimes.com/2015/10/07/opinion/the-case-for-euro-optimism.html?_r=1

Alles das Herausforderungen für GANZ Europa, das überholte Konzept des Nationalstaats stößt da schnell an seine Grenzen. Ich möchte Ihnen und uns daher auch die irrelevante Frage ersparen, was ein "echter" Deutscher ist. Statt dessen frage ich nach der Quelle der 4-8 Nachzügler pro Zuwanderer.

Ich denke das waren jetzt Ihre Punte 1, 2 und 3.


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 Herbert Klupp 9. Oktober 2015 
 

Die Fakten sind anders

Lieber Herr Adson_von_Melk, ganz kurz:
1) wir haben heute 20% Migrationshintergrund = 64 Mio "echte Deutsche"
2) Merkels Politik MUSS gestoppt werden, aber WER wird das durchsetzen ?
3) 4-8 "Nachtzügler" pro Person sind realistisch, natürlich verteilt über viele Jahre
4) 80% der Zuwanderer sind Muslime
5) weil der Islam antichristlich konstruiert ist, ganz von innen heraus, und weil die Geschichte meine These beweist


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 Dismas 9. Oktober 2015 

Ich möchte die DBK fragen

wie die Pläne für eine dem Auftrag des HERRN entsprechende Mission unter denen, die in unser Land kommen stehen----
Übrigens glauben wir doch nicht, dass ALLE zu flüchten, viele werden bewusst geschickt...wieviele Terroristen werden schon hier sein?


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 Johannes B. 8. Oktober 2015 
 

Missionsbefehl

Der Streit über den Missionsauftrag bringt uns nicht weiter. Für mich sind die Kriegsflüchtlinge Gefahr und Chance.
Gefahr, wenn Flüchtlinge muslimischen Glaubens bei uns Fuß fassen und dann versuchen, ihren muslimischen Glauben uns überzustülpen und eines Tages bestimmen wie Deutschland zu funktionieren hat.
Chance, wenn es uns gelingen würde, durch unser Leben als Christ das Interesse an unserem Glauben zu wecken. Leider zeigt sich, dass unser Glaube im eigenen Volks stark rückläufig ist, und das nicht erst seit Ankunft der Flüchtlinge. Ein kranker dahinsiechender Mensch wird nicht dadurch gesund indem man ihn isoliert und vor weiteren Krankheitserregern schützt. Das Problem für unseren Glauben sind also weniger die Flüchtlinge sondern die Missionierung des eigenen Volkes.


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 Adson_von_Melk 8. Oktober 2015 

Lieber Herr Klupp, danke für Ihre sachliche Replik auf mich

Ich kann Ihrer Rechnung aber nicht folgen:

.) Es gibt in Deutschland nicht 64, sondern 76 Millionen Menschen deutscher Muttersprache. Relativ ausführlich hier https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache#Deutsch_als_Muttersprache

.) Frau Merkel wird nicht 20 Jahre im Amt bleiben, und auch sonst wird niemand eine Politik von 1 Mio Einwanderern pro Jahr fortsetzen. Wenn sonst aus keinem Grund, dann aus Angst um die Wiederwahl.

.) Ich bezweifle einen Familiennachzug in dem von Ihnen benannten Ausmaß.

.) Die Zuwanderer (viele sind Flüchtlinge, andere nicht) sind zwar mehrheitlich, aber bei weitem nicht ausschließlich Muslime.

.) Warum denken so viele, dass nach dem Wegfall des sozialen Drucks eben Moslem sein zu MÜSSEN, die Behaltekraft des Islam so viel größer ist als die des Christentums? Werden denn nur Christen Gott oder ihrer Religion irre?
Besonders bei Moslems die vor dem IS geflohen sind stelle ich diese Frage.


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 Herbert Klupp 8. Oktober 2015 
 

Geschwafel

Lieber Protestant1, vielen Dank für Ihren weiteren Beitrag. Da kann man es sich auf der Zunge zergehen lassen, dieses nichtssagende unwissenschaftliche ( aber "erhaben" klingende ) leere Geschwafel. Dazu nehme ich gerne Ihren Satz her. ZITAT: "Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass der christliche Glaube eben nicht die Botschaft Jesu fortsetzt, sondern eine Interpretation des Heilsereignisses (in Christus) der Apostel ist." ZITATENDE. Ich könnte Ihnen diesen falschen und leeren Satz Stück für Stück auseinandernehmen. So ein Unsinn! Ich verkneife mir aber Details ( für den Moment, aus "Ökonomiegründen" ) Nur soviel vielleicht: Ihr "Heilsereignis in Christus" ist nichts anderes als die Auferstehung Jesu ! Und alle Kraft des christlichen Glaubens ist immer schon und ausschließlich aus Jesu Leben und Wort gekommen. Selbst wenn Petrus oder Paulus Wunder vollbringen, nehmen sie sich selbst zurück und betonen, daß es Jesus Christus ist, in dessen Namen ALLEIN sie nur wirken (können).


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 Herbert Klupp 8. Oktober 2015 
 

Erwiderung zu Wissenschaftlichkeit

Lieber Adson_von_Melk, was heißt schon "historisch-kritische Mathode" ? Da kann man sich schon etwas sinnvolles darunter vorstellen. Das konnte ich früher auch unter dem Wort "Sozialismus", bis mir klar wurde, wie der REAL EXISTIERENDE Sozialismus tatsächlich aussieht: unterdrückerisch, kleingeistig, niederträchtig usw. Insofern nutzt mir eine "reine" historisch-kritisch gedachte Methode nichts, wenn doch die REAL EXISTIERENDE Bibelkritik dieses Namens fast nur aus Mutmaßungen und Spekulationen GEGEN Bibelinhalte besteht. Spekulationen sind keine Wissenschaft. Und die (kindische) Freude darüber, der großen Heiligen Schrift immer wieder neu ans Bein pinkeln zu können, auch nicht. PS: Habe diese Sache hautnah studiert, in FFM, FB 7 (kath Theologie) von 2001 bis 2005. Ich weiß wovon ich rede !


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 Herbert Klupp 8. Oktober 2015 
 

Erwiderung zu 50% Muslime

Lieber Adson_von_Melk, ist das denn so schwer zu begreifen ? 2015 haben wir einen Zuzug von ca einer Million Muslime. Wenn Frau Merkel im Amt bleibt, wird dieser Zustrom anhalten. Macht 20 Millionen "neue" Muslime in 20 Jahren. Diese werden 4 bis 8 Verwandte usw nachziehen. Macht unglaubliche ca 100 Millionen neue Muslime. Nun wird nicht alles so heiß gegessen, wie gekocht. Einige davon müssen abgeschoben werden usw. Aber den in 20 Jahren noch vorhandenen Bestand muttersprachlicher Deutscher, heute ca 64 Millionen, dann vielleicht noch 55 Millionen, werden allein die "neu" hinzugekommenen Muslime locker toppen. Dazu noch die "bisherigen" Millionen ...


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 Nathanael Runge 8. Oktober 2015 

Gewalt im Islam und Christlicher Glaube

Viele Flüchtlinge fliehen vor den katastrophalen Umständen ihrer muslimisch geprägten Länder. Sie haben am eigenen Leib erfahren, dass die Kultur des Islam eine Kultur der Gewalt ist und fliehen bewusst in ein christliches Land. Ich bin mir sicher, dass sie für die Frohe Botschaft unseres Heilandes Jesus Christus sind, und dass viele Tausende sich bekehren werden. Wenn wir ihnen, diesen mutigen Konvertiten, die Sicherheit garantieren, wird ein Ruck durch unsere Gesellschaft gehen, wenn das Christentum bei uns wieder zu neuem Leben erwacht.


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 myschkin 8. Oktober 2015 
 

Ich wüsste gerne,

ob hier in Deutschland auch in der Katholischen Kirche das Thema Mission diskutiert wird angesichts der vielen Muslime, die zur Zeit ins Land kommen? Was sagen eigentlich unsere Bischöfe dazu? Gibt es zum Thema christliche Mission unter in Deutschland lebenden Muslimen bereits eine Handreichung?


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 Kleine Blume 8. Oktober 2015 
 

Zur 50%-Marke

Bezüglich der Demographie in Deutschland sehe ich zwei Tendenzen:

1. Gerade bei den jüngeren Alterschichten schrumpft die einheimische Bevölkerung (ohne Migrationshintergrund) signifikant:

"[...] der Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung wird zum weitaus überwiegenden Teil durch die niedrige Geburtenrate verursacht, durch die sich die Zahl der nachwachsenden Jüngeren ständig verringert [...]

(Herwig Birg: Die alternde Republik und das Versagen der Politik. Eine demographische Prognose. Berlin 2015, S.1.)

Also: Tendenz fallend.

2. Im Gegenzug dazu gibt es bei der muslimischen Bevölkerung mehr Kinder. Ferner rechnet man für 2015 mit 1,5 Millionen Migranten, darunter überwiegend Muslime. Pro anerkannten Asylbewerber kommen vier bis acht Familienmitglieder per Nachzug dazu.
(http://www.kath.net/news/52310)

Also: Tendenz steigend.

Soweit die Momentaufnahme, von der wir üblicherweise auf die Zukunft hochrechnen.


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 antonius25 8. Oktober 2015 
 

Wachsam sein, Adson von Melk:

Wenn sich Merkel durchsetzt, und zu den 1,5-2 Millionen Einwanderern noch der Familiennachzug kommt - es werden ja bis zu 8 Millionen für realistisch gehalten, dann haben wir schon in einem Jahr gute 30% Muslime in der Altersgruppe 20-35. Das beschleunigt dann auch die Abwanderung von Deutschen und anderen Europäern. Ich selbst bin schon weg aus Deutschland und komme nur zurück, wenn die Invasion gestoppt wird.


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 Smaragdos 8. Oktober 2015 
 

Voll einverstanden mit Schwester Rosemarie Götz!


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 Aphrahat 8. Oktober 2015 
 

Röm 10,17

Der Artikel zeugt von einiger theologischer Unkenntnis. Die Auffassung, dass der Glaube "vom Hören", also aus zwischenmenschlicher Kommunikation kommt, ist keineswegs spezifisch lutherisch, sondern neutestamentlich: Rom 10,17: "Der Glaube kommt vom Hören". Das gilt für den christlichen Glauben insgesamt. Denn der Glaube ist uns nicht angeboren (= Erbsünde), und die Liebe Gottes ist an der Welt nicht abzulesen. Sie muss uns "gesagt" werden.
Da aber der Koran in jeder Sure ebenfalls die Barmherzigkeit Gottes verkündet, empfängt der Muslim bereits aus dem Koran (= vom Hören) den Glauben an Gottes Liebe. Man kann den Muslim also aus christlicher Sicht keineswegs als "ungläubig" bezeichnen. Wir können ihn nur in seinem Glauben an Gottes Barmherzigkeit bestärken und ihm zeigen, dass Gottes Barmherzigkeit mit Gott identisch sein muss, also bereits Christus ist. In diesem Sinn können wir auf der Basis des christlichen Glaubens Christus auch im Koran entdecken.


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 Protestant1 8. Oktober 2015 
 

Missionsbefehl

Nur weil der Missions- und Taufbefehl nicht historisch auf Jesus zurückzuführen ist, heißt, das ja nicht, dass es falsch oder illegitim ist, den Völkern den christlichen Glauben zu verkünden. Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass der christliche Glaube eben nicht die Botschaft Jesu fortsetzt, sondern eine Interpretation des Heilsereignisses (in Christus) der Apostel ist.


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 Adson_von_Melk 8. Oktober 2015 

Keine Panik ausstreuen, Herr Klupp, bitte

Wo sollen denn diese Zahlen herkommen? In 20 Jahren weit über 50% halte ich für freie Fantasie.

Auch ihr erster Beitrag kracht im Gebälk, fürchte ich, denn Spiegel-Artikel über den Glauben hatten noch nie viel mit der akademischen Welt zu tun, aber viel mit der Tradition zu jedem hohen Feiertag die Gläubigen zu provozieren. Volle Zustimmung daher zu @Bücherwurms Einwurf :-)

Die historisch-kritische Methode ist dagegen eine anerkannte Methode der Bibelwissenschaft und als solche etwa seit den Zeiten von Papst Pius XII. anerkannt.
Daher war auch Papst Benedikt ganz unbefangen - abusus non tollit usum - unbeschadet der Marktschreier, die im 'Spiegel' schreiben. Dieses Magazin ist einfach keine theologische Instanz.


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 antonius25 8. Oktober 2015 
 

Mein großer Respekt für alle Missionare

Es ist sehr schwierig, und auch nicht ungefährlich, die Muslime zu missionieren. Die EKD als Ganzes brennt nicht mehr und kann deshalb auch keine Flamme weitergeben. Mein großer Respekt an Menschen wie Frau Götz, die die Mission versuchen. Dennoch sollte auch sie nicht den Fehler machen (wie bereits Kardinal Marx), die Moslems als von Jesus geschickt zu betrachten. Sie kommen aufgrund einer verbrecherischen Politik unsere "Eliten", denen die Zukunft unseres Landes egal ist. Frau Merkel, die die Menschen anlockt, ist nicht Jesus.


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 Herbert Klupp 8. Oktober 2015 
 

Erfolgreiche Mission oder Untergang

Natürlich ist die Missionierung aller Völker von Jesus Christus und Gott-Vater gewollt, und der Hl. Geist brennt darauf, vor allem durch uns und unseren Gehorsam missionarisch wirken zu können. Leider übersehen wir in der Duiskussion dieser Frage die Alternativlosikeit der Mission. Wenn in zwanzig Jahren der Anteil der Muslime in Deutschland weit über 50% liegen wird, und es bis dahin zu keinem Umdenken in der islamischen Umma kommt, dann wird die Scharia über unsere Gesetze triumphieren, und Deutschland wird abrutschen in einen drittklassigen Staat, eine Diktatur islamischer Prägung. Die besten Köpfe werden dann ausgewandert sein nach USA. So wie Gott Menschen die er liebt im Leben ein oder zweimal in eine echte existenzielle Prüfung hineinführt ( bzw es zuläßt ) so wird Deutschland und Europa zur Zeit in eine echte existenzielle Prüfung hineingeführt. Gott wartet auf unsere Reaktion.


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 Herbert Klupp 8. Oktober 2015 
 

Sucht nach Verdrehung des Wortes

Lieber Protestant1, vielen Dank für Ihren Beitrag. Ein perfektes Beispiel für die Verkommenheit und Unnwissenschaftlichkeit der akademischen Bibelkritik. Angestachelt von einem antichristlich-parteilichen Denken hat jede Generation dieser Akademiker die jeweils vorhergehende noch versucht zu übertrumpfen im Verdrehen und Niedermachen, im Auseinandernehmen und neu "andersherum"
zusammenzusetzen der Heiligen Schrift. Da Ergebnis ist bekannt. Glaubensabfall auf breiter Front. Und völlig falsche unsinnige Aussagen wie "Jesus hat keine Mission gewollt". Für mich persönlich wiegt schlimmer noch als die Glaubensfeindlichkeit dieser Geisteshaltung ihre Unwissenschaftlichkeit. Völlig unbekümmert um sachliche
Richtigkeit frohlocken die "historisch-kritischen Zersetzer" über jede neue Volte, welche den Bibeltext noch mehr entstellen kann. Das ist kindisch-atheistisch anstatt gläubig-wissenschaftlich.


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 Kleine Blume 8. Oktober 2015 
 

Missionsbefehl

Der Priester, der unser Religionslehrer war, hat uns damals den Missionsbefehl auswendiglernen lassen:

"(18) [...] Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. (19) Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, (20) und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

(Mt 28,18-20; Einheitsübersetzung.)


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 bücherwurm 8. Oktober 2015 

Lieber Protestant1,

wenn Sie auf wissenschaftliche Aussagen im Umfeld von Bibel/Bibelwissenschaft/Kirche/Glauben verweisen wollen, sollten Sie Besseres zitieren als den Spiegel ;)


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 Adson_von_Melk 8. Oktober 2015 

Seid immer bereit Auskunft zu geben über die Hoffnung, die euch erfüllt; (1 Petr 3, 15)

und lebt so, dass ihr auch wirklich gefragt werdet. Die Kirche ist natürlich auch "Kirche des Wortes", zugleich muss sie aber "Kirche der Tat" sein. Das Wort erklärt was wir tun, die Tat bekräftigt die verkündete Botschaft.

Persönlich halte ich das so: Ich habe, weiß gar nicht mehr woher, ein Evangelium in türkischer Sprache. Ich werde damit bestimmt nicht an Straßenecken stehen oder jemand ungefragt vor der Nase herumfuchteln, aber falls ein türkische Kollege mich einmal nach dem Grund meines Glaubens und meiner Hoffnung fragt, kann ich in seiner eigenen Sprache antworten.

Andere Sprachen sind jederzeit verfügbar, siehe zB. hier

http://w2.vatican.va/content/vatican/ar.html

Kürzlich habe ich einen Freund, der aus Nordafrika stammt, auf die arabische Version der Enzyklika "Laudato Si" hingewiesen. Er meinte, das sei ein sehr klassisches Hocharabisch.


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 Gipsy 8. Oktober 2015 

Sehr viele

Muslime fliehen vor Krieg und Terror, den sie in ihrem Glauben und in ihrer Heimat erlebt haben. Sie kommen zu uns, weil sie glauben, hier ein gutes und menschenwürdiges Leben mit ihrer Familie führen zu können. Ihnen den Herrn Jesus Christus vorzuenthalten, der gesagt hat "Kommt zu mir, die ihr mühselig uns beladen seid, ich will euch erquicken (Linderung verschaffen)",ihnen dadurch die Möglichkeit einer inneren Heilung durch den Herrn zu verweigern,indem man ihnen das Evangelium verweigert...das ist eine schwere Sünde vor dem Herrn.


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