Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Zeitliche und ewige Zukunft
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  13. Neuer Papst erweist sich als Publikumsmagnet
  14. Massive Mehrheit in Österreich sieht Leben mit Muslimen kritisch
  15. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat

Büste des katholischen NS-Märtyrers Fritz Gerlich aufgestellt

1. Oktober 2015 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Voderholzer: „Einen besseren Patron für den wahrheitssuchenden Journalismus gibt es kaum“ - Gerlich hatte die Gefahr des Nationalsozialismus früh durchschaut und sich mit aller Kraft immer wieder dagegen ausgesprochen.


Regensburg (kath.net/pbr) Zahlreiche Mitglieder der Pfarrei Herz Marien im Regensburger Stadtwesten waren gekommen, als die Bronzebüste des Propheten, NS-Märtyrers und Publizisten Fritz Michael Gerlich in Anwesenheit von Bischof Rudolf Voderholzer sowie Oberbürgermeister Joachim Wolbergs der Öffentlichkeit vorgestellt wurde (Foto). Auch zahlreiche Mitglieder des Stadtrats waren bei der Zeremonie anwesend. Bischof Voderholzer segnete die Kopie, die Künstler Andreas Prucker hergestellt hatte. Gestiftet hatten die Büste an der Ecke Gerlichstraße und Schillerstraße die Stadt Regensburg, Bischof Voderholzer sowie die Firma Rödl und Herdegen. Die Plastik blickt in die Gerlichstraße, die bereits 1945 nach dem 1934 ermordeten Publizisten und Konvertiten benannt worden war. Gerlich hatte die Gefahr des Nationalsozialismus früh durchschaut und sich mit aller Kraft immer wieder dagegen ausgesprochen. Im Rahmen des „Röhmputsches“ war er in einem frühen Gebäude des Konzentrationslagers Dachau in „Schutzhaft“ erschossen worden.


Das Christentum als wahre Religion

Oberbürgermeister Wolbergs sagte: „Kein anderer deutscher Journalist bezog so eindeutig und prophetisch warnend Position gegen Hitler und den Nationalsozialismus wie Fritz Michael Gerlich. Die Basis seiner Argumentation war das Naturrecht und in Abwehr totalitärer Ersatzreligionen – wie des Nationalsozialismus – das Christentum als wahre Religion.“ Wolbergs hob die Gefahren des Rechtsextremismus hervor, heute sei ein solches Denkmal „nötiger denn je“. Er erinnerte daran, dass Gerlich vom „Beginn des Leidensweges Deutschlands“ gesprochen hatte, als Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde.

Noch vor Beginn der Diktatur publizistischer Kampf

Bischof Voderholzer seinerseits erinnerte daran, dass Gerlich Hitler und den Nationalsozialismus noch vor Beginn der Diktatur publizistisch bekämpft hatte. Er sei ein kantiger und schwieriger Mann gewesen, aber ein konsequenter Wahrheitssucher. Seine Konversion zum katholischen Glauben war ganz wesentlich mit der Resl von Konnersreuth und insofern auch mit der Oberpfalz verbunden. Sie hatte Gerlich nahegelegt, sich wieder der Zeitungsarbeit zu widmen und insofern in die Politik zurückzukehren: „Helfen wird es nicht, aber versuchen musst du es.“ Gerlich wirkte in den 1920er Jahren als Chefredakteur der „Münchner Neuesten Nachrichten“, des Vorgängerorgans der „Süddeutschen Zeitung“.

Vor allem sei Fritz Gerlich ein wichtiges Beispiel des im Alltag gelebten Christseins der Weltchristen, führte der Regensburger Bischof weiter aus. Der Begriff des „Laien“ sei ihm zu abschätzig. Die ideale Verwirklichung des Weltchristen sei die Bewährung zum Beispiel in Wirtschaft, Wissenschaft und Publizistik. „Einen besseren Patron für den wahrheitssuchenden Journalismus als Gerlich gibt es kaum“, erklärte Voderholzer. „Prophet, Publizist, Märtyrer“ lautet die Inschrift auf dem Sockel. Eine weitere Inschrift auf dem Sockel erinnert an den 99. Deutschen Katholikentag, der 2014 in Regensburg stattgefunden hatte. Fritz Gerlich war damals ein maßgebliches Thema während des Katholikentreffens.

Nach Gebet und Lesung segnete Bischof Voderholzer die Büste. Die andere Kopie der Büste steht in der Nähe des neuen Dokumentationszentrum zum Thema Nationalsozialismus in München, in der Nähe von Gerlichs ehemaliger Wohnung.

Gedenken an Fritz Gerlich (Veranstaltung 2013) - Bischof Voderholzer, H. Prantl/Süddeutsche Zeitung und Münchner OB Ude


Sankt Michaelsbund - Kurzdoku über Fritz Gerlich (1883-1934), katholischer Widerstandskämpfer


Foto mit Bischof Voderholzer © Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Max Emanuel 2. Oktober 2015 

Richtiges Zeichen vom Bischof

Es ist ein wichtiges und sehr richtiges Zeichen von Bischof Voderholzer, daß er die Segnung der Büste für Gerlich selbst vorgenommen hat. Vielen Dank Herr Bischof!


1
 
 orthodox58 1. Oktober 2015 
 

Vorbild

Gerlich war sicher nicht der einzige, der die Gefahr erkannte, die von Hitler ausging. Aber niemand hat wie er gegen Hitler gekämpft, mit Polemik, Spott und Satire gegen die Person und gegen die Ideologie. Niemand hat wie er die späteren Konzentrationslager und Völkermorde vorausgesagt, zumindest nicht so öffentlich und so deutlich.

Er hat in Kauf genommen, dass er dafür eine sehr hohen Preis bezahlen musste, eines der ganz wenigen leuchtenden Vorbilder in einer düsteren Zeit.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Märtyrer

  1. 50 Priester und Laien des NS-Widerstands in Paris seliggesprochen
  2. US-Erzbischof Cordileone: An die „Märtyrer des Kommunismus“ sollte mehr erinnert werden
  3. Vatikan-Kommission beschäftigt sich mit neuen Märtyrern
  4. "Für Glauben gestorben": In Spanien getöteter Mesner beigesetzt
  5. Mit Glaubenszeugen durch das Jahr
  6. Kinofilm zum Schicksal der 21 christlich-koptischen Märtyrer in Libyen: Drehbeginn steht bevor
  7. Märtyrer von heute – Kraftquelle für bedrängte Christen
  8. Vor fünf Jahren wurden die koptischen Märtyrer in Libyen ermordet
  9. 2019 weltweit 29 katholische Missionare getötet
  10. Papst erkennt weitere spanische Bürgerkriegsopfer als Märtyrer an






Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  8. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  9. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  14. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  15. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz