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Das Gerede der Pseudo-Propheten, der Pseudo-Hirten und Pseudo-Christen

25. Juni 2015 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: Die Vollmacht des Hirten ergibt sich aus seiner Kohärenz und die Menschen wissen dies. Das wahre Fels der Liebe, der Fels des Worts Gottes, und das auf Sand gebaute Haus des eigenen Geredes. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Volk folgt Jesus verwundert und voll Betroffenheit. Denn er lehrt wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. Papst Franziskus ging in seiner Predigt am Donnerstag der zwölften Woche im Jahreskreis bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ vom Tagesevangelium aus (Mt 7,21-29).

Der Papst merkte sogleich an, dass es die Leute wahrnähmen, wenn ein Priester, ein Bischof, ein Katechet, ein Christ jene Kohärenz besäße, die ihm Vollmacht verleihe. Jesus „mahnt seine Jünger, sich vor den falschen Propheten zu hüten“. Dann erkläre er, wie die wahren Propheten von den Pseudo-Propheten zu unterscheiden seien, „wo die wahren Verkünder des Evangeliums sind und wo jene sind, die ein Evangelium predigen, das kein Evangelium ist“.

Franziskus unterstrich, dass es drei Worte gebe, die dies verstehen ließen: „Sprechen, handeln und hören“. Vor allem sei auf die Mahnung des Herrn zu hören: „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten?“ (V. 22), doch nicht jeder von diesen werde ins Himmelreich eintreten:


„Diese da reden, sie tun etwas, doch ihnen fehlt eine andere Haltung, die gerade die Grundlage ist, die das Fundament des Sprechens, des Handelns ist. Denn Jesus fährt fort: ‚Wer diese meine Worte hört und danach handelt...“ (V. 24). Der Zweischritt ‚sprechen – hören’ reicht nicht... er täuscht uns, viele Male täuscht er uns. Und Jesus ändert das und sagt: der Zweischritt ist ein anderer: hören und tun und dann in die Praxis umsetzen - ‚Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute’“.

Dagegen sei jener, der die Worte höre, sie sich aber nicht aneigne, wie einer, der sie an sich vorbeigehen lasse, „das heißt: er hört sie nicht ernsthaft und er handelt nicht danach. So wird er einer sein, der sein Haus auf Sand baut“. Und, so der Papst, das Ergebnis sei bekannt:

„Wenn Jesus die Leute davor warnt, sich vor den ‚Pseudo-Propheten’ zu hüten, sagt er zu ihnen: ‚An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen’. Und daher an ihrer Haltung: viele Worte, sie reden und reden, sie wirken Wunder, sie tun große Dinge, doch sie haben kein offenes Herz, um das Wort Gottes zu hören, sie haben Angst vor der Stille des Wortes Gottes, und das sind die ‚Pseudo-Christen’, die ‚Pseudo-Hirten’. Richtig, sie tun gute Dinge, das ist richtig, aber ihnen fehlt der Fels“.

Genauer gesagt fehle ihnen der Fels der Liebe Gottes, der Fels des Wortes Gottes. Und ohne diesen Felsen „können sie keine Prophezeiungen machen, können sie nicht aufbauen: sie tun so, als ob..., denn am Ende bricht alles zusammen“. Das „sind die ‚Pseudo-Hirten’, die weltlichen Hirten, oder auch die Christen, die zu viel reden, die Angst vor der Stille haben, die vielleicht zu viel tun. Aber sie sind nicht fähig, aus dem Hören heraus zu handeln, sie handeln aus ihrem Reden heraus, sie handeln aus sich selbst heraus, nicht aus Gott“:

„Denken wir an diese drei Worte, sie sind ein Zeichen: handeln, hören, sprechen. Einer, der nur redet und handelt, ist kein wahrer Prophet, er ist kein wahrer Christ, und am Ende wird alles zusammenbrechen: er steht nicht auf dem Felsen der Liebe Gottes, er ist nicht fest wie der Fels. Einer dagegen, der zu hören weiß und mit der Kraft des Wortes eines anderen, nicht des seinen, handelt, der bleibt fest. Obwohl er ein demütiger Mensch ist, der nicht wichtig zu sein scheint – wie viele von diesen Großen gibt es doch in der Kirche! Wie viele große Bischöfe, wie viele große Priester, wie viele große Gläubige, die zu hören wissen und aus dem Gehörten heraus handeln!“.

Ein Beispiel hierfür aus unserer Zeit sei Mutter Teresa von Kalkutta. Sie „redete nicht, und in der Stille hat sie zu hören gewusst und so viel getan! Weder sie noch ihr Werk sind zusammengebrochen“.

Die Großen, so Franziskus abschließend, wissen zu hören und handeln aus dem Gehörten heraus, da ihr Vertrauen und ihre Kraft auf dem Felsen der Liebe Jesu Christi steht. Die Schwäche Jesu, der sich vom Starken, der er war, zum Schwachen gemacht hat, um uns stark zu machen, begleite uns bei dieser Eucharistiefeier und lehre uns, zu hören und nach dem Gehörten zu handeln, nicht nach unseren Worten“.

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