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Schönborn: Christen in EU werden ´Fremde in eigenen Ländern´

10. Juni 2015 in Österreich, 1 Lesermeinung
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Wiener Kardinal bei Gradierungsfeier des "Internationalen Theologischen Instituts" in Trumau: Juden im Exil zum Vorbild nehmen - Ab Wintersemester startet Kooperationsprojekt des ITI mit der Heiligenkreuzer Päpstlichen Hochschule Benedikt XVI.


Wien (kath.net/KAP) Die Christen in Westeuropa werden sich zunehmend an eine Existenz als "Fremde in den eigenen Ländern" gewöhnen müssen, und sie sollten dies als Chance sehen: Das betonte Kardinal Christoph Schönborn bei der Promotions-, Sponsions- und Graduierungsfeier des Internationalen Theologischen Instituts (ITI) am Wochenende in Trumau (NÖ). Vorbild sollten die Juden im Exil und deren Gebet für die jeweilige Stadt und die in ihr lebenden Menschen sein, sagte der Wiener Erzbischof. Dieses Gebet bedeute "Zeugnisgeben für den heiligen Namen Gottes" in einer Situation der Minderheit. Es gelte, diesen Namen den Menschen bekannt zu machen, so Schönborn.

Der Wiener Erzbischof ist Großkanzler der vor 20 Jahren gegründeten Hochschule, die 2009 von Gaming nach Trumau übersiedelte und aus Spendenmitteln einen Campus errichtete. Insgesamt 28 Studentinnen und Studenten aus zehn Staaten erhielten Abschlussdekrete des ITI. Rektor Christiaan Alting von Geusau erinnerte an den Dienst-Charakter der Theologie. Es gehe um eine Hilfe "am Glauben der einfachen Gläubigen".

Kardinal Schönborn würdigte beim Gottesdienst in Trumau auch den am 29. April in Clermond-Ferrand im Alter von 88 Jahren verstorbenen Industriellen Francois Michelin. Der Franzose war der größte Einzel-Spender des ITI, das sich im wesentlichen aus privaten Zuwendungen finanziert.

Gemeinsames Projekt mit Heiligenkreuz

Wie bei der Feier berichtet wurde, startet ab kommenden Wintersemester ein Kooperationsprojekt des ITI mit der Päpstlichen Hochschule "Papst Benedikt XVI." in Heiligenkreuz. ITI und Heiligenkreuz bieten in Kooperation einen Studiengang an, der unter dem Namen "Studium Generale" vertiefte Allgemeinbildung in klassischen humanistischen, philosophischen und theologischen Traditionen vermitteln soll. Zielgruppe sind vor allem junge Menschen aus dem deutschsprachigen Raum nach der Reifeprüfung. Das Studium solle dem Bedürfnis vieler junger Menschen nach längerer Entscheidungsphase bei der Berufs- oder Studienwahl nach dem Schulabschluss entgegenkommen, erklärten die Hochschulen.

Das Studium bietet eine fächerübergreifende Gesamtschau von Philosophie und Theologie, Ethik und Wissenschaft, Recht und Geschichte, Spiritualität und Kunst auf der Grundlage der katholischen Tradition. Inhaltlich werden die jeweiligen Schwerpunkte in die Kooperation eingebracht: "Trumau zielt auf Themen von Ehe und Familie, Heiligenkreuz ist auf die Ausbildung von Ordensleuten und Priesterkandidaten spezialisiert. In Trumau wird auf Englisch, in Heiligenkreuz auf Deutsch unterrichtet", heißt es in der Mitteilung.

Der Fokus liege aber nicht auf der Studienleistung, für die 60 ECTS-Punkte vergeben werden, sondern auf der Persönlichkeitsentwicklung und geistlichen Entfaltung. So bietet der Studiengang unter dem Motto "Fit für Studium und Leben" auch ein vertiefendes spirituelles und kulturelles Programm, u.a. mit Fußwallfahrt nach Mariazell, Einkehrtagen, liturgischer Schulung sowie Museums-, Theater- und Konzertbesuchen.

Zwei Drittel der Lehrveranstaltungen werden in Trumau, ein Drittel in Heiligenkreuz absolviert. Die Studenten wohnen im modernen Hochschulcampus von Trumau und pendeln zwei- bis dreimal in der Woche in das 23 Kilometer entfernte Heiligenkreuz im Wienerwald. Der erste Kurs ab September 2015 ist für 20 junge Männer und Frauen eingerichtet.

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Catherine 19. Juni 2015 
 

Christen werden Fremde in eigenen Ländern

Dazu haben Kirchenvertreter auch beigetragen, in ihr haben selbst ernannte Islamexperten zur Verwirrung der Geister beigetragen. Die wirklichen Fachleute wurden nicht gehört. Gemeinsame Gebete, Korankuß, bei der Eucharistiefeier im Kölner Dom trug eine verhüllte Muslimin für die Soldaten eine Fürbitte vor, auf einer Mainzer Kirche wurde der Ruf des Muezzins installiert, das alles verstehen die Muslime als Einleitung zur Errichung der Umma. Glaubenpräfekt Kardinal Müller hat schon vor Jahren darauf hingewiesen, daß es nur einen Gott gibt, aber Allah eben nicht der Gott der Christen ist. Fachleute, die vor der Verwirrung der Geister mit Fakten warnten, wurden in der Kirche immer mehr ausgegrenzt. Die Saat wird aufgehen, und die Verantwortlichen werden ungeschoren davonkommen. Diesmal hätte man es wissen können.


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