Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  6. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  7. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  8. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  9. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns
  13. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  14. Das sakrale Abenteuer als Zukunft der Kirche
  15. Frankreich verzeichnet Anstieg an antichristlichen Vorfällen

Früherer römischer Oberrabbiner Elio Toaff gestorben

20. April 2015 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In seine Zeit als Oberrabbiner fiel auch der historische Synagogenbesuch Papst Johannes Pauls II. im Jahr 1986. Mit dem Papst verband ihn eine persönliche Freundschaft.


Rom (kath.net/KAP) Elio Toaff, von 1951 bis 2001 Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde Roms, ist am Sonntagabend im Alter von 99 Jahren in Rom gestorben. Der im toskanischen Livorno geborene Toaff gilt als eine der prägenden Gestalten der italienischen Nachkriegsgeschichte. Ein halbes Jahrhundert lang leitete er die größte jüdische Gemeinde Italiens. Zuvor war er Rabbiner in Venedig und Ancona. Im Krieg kämpfte Toaff, der Jura und Religionslehre studierte, aufseiten der italienischen Partisanen gegen die deutschen Besatzer. In seine Zeit als Oberrabbiner fiel auch der historische Synagogenbesuch Papst Johannes Pauls II. am 13. April 1986 (Archivfoto), mit dem ihn eine persönliche Freundschaft verband. Am 30. April hätte Toaff seinen 100. Geburtstag begangen.


Mit Benedikt XVI. traf Toaff bei dessen Synagogenbesuch im Jänner 2010 zusammen. In einem Glückwunschschreiben zu seinem 95. Geburtstag wenige Monate später hatte der Papst die Verdienste des langjährigen römischen Oberrabbiners für den katholisch-jüdischen Dialog gewürdigt. Toaff habe sich stets für "brüderliche Beziehungen" zwischen Katholiken und Juden eingesetzt. Zugleich hatte Benedikt XVI. ihm für dessen "aufrichtige Freundschaft" mit seinem Vorgänger, Papst Johannes Paul II. gedankt.

Die Visite von Johannes Paul II. 1986 im jüdischen Gebetshaus Roms gilt als wichtige Wegmarke der jüdisch-katholischen Annäherung. Die Umarmung Toaffs und des polnischen Papstes wurde zum Symbol dieser neuen Ära. Papst Benedikt XVI. dankte Toaff zu dessen 90. Geburtstag für "die guten Beziehungen", die er zum Heiligen Stuhl gepflegt habe und drückte seine "aufrichtige Wertschätzung" aus.

Kurzvideo: Ein Blick in die Roms ´Große Synagoge´ - Archivaufnahmen des historischen Besuchs von Papst Johannes Paul II. (Rome Reports)


Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Judentum

  1. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  2. Chanukka & Weihnachten: Christen und Juden betonen Gemeinsamkeiten
  3. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  4. 'Am Vorabend der Reichspogromnacht...'
  5. Kritische Anfrage des israelischen Oberrabbinats an Papst Franziskus
  6. Israelischer Botschafter in Polen äußert sich sehr wertschätzend über Papst Johannes Paul II.
  7. Schönborn: Christen dürfen nie das den Juden angetane Leid vergessen
  8. 'Wir sagen euch Deutschen: Seid gesegnet! Kommt zum Leben'
  9. „Heute habe ich erlebt, was es bedeutet, Jude zu sein im Jahr 2019“
  10. Papst besorgt über ‘barbarische’ Zunahme von Angriffen auf Juden






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Leipzig: Christliches Café schließt nach 26 Angriffen von Linkextremisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz