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Franziskus besucht in Turin als erster Papst eine Waldenserkirche

26. März 2015 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Vatikan veröffentlicht Besuchsprogramm für Piemont-Besuch am 21./22. Juni - Besuch u.a. bei Grabtuch und Salesianern - Papst wird auch mit seinen piemontesischen Verwandten zu Mittagessen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Als erster Papst wird Franziskus bei seiner Reise nach Turin auch eine Kirche der Waldenser besuchen. Turins Erzbischof Cesare Nosiglia stellte am Mittwoch im Vatikan das Programm des zweitägigen Besuchs am 21. und 22. Juni vor. Demnach trifft Franziskus am zweiten Tag in dem Gotteshaus in der Turiner Innenstadt mit waldensischen Würdenträgern zusammen und betet mit ihnen gemeinsam das Vaterunser. Die protestantische Glaubensgemeinschaft mit Sitz in der Hauptstadt von Piemont geht zurück auf eine Gründung des Lyoner Kaufmanns Petrus Valdes 1140-1206). Im Mittelalter wurden die Waldenser von der katholischen Kirche als Häretiker verfolgt.

Anlass des Papstbesuchs in Piemont, der Heimatregion seiner Eltern, ist die Ausstellung des Turiner Grabtuchs zu Ehren des Ordensgründers Don Bosco, dessen Jubiläum heuer gefeiert wird. Don Bosco (Hl. Johannes Bosco, 1815-1888) wurde vor 200 Jahren, am 16. August 1815, im piemontesischen Castelnouvo bei Turin geboren.


Am Sonntag, den 21. Juni, landet die Papstmaschine aus Rom morgens auf dem Flughafen von Turin. Um 8.30 Uhr spricht Franziskus auf der Piazza Reale im Zentrum zu Arbeitern, Landwirten und Unternehmern. Danach begibt er sich in die Kathedrale und wird vor dem ausgestellten Grabtuch beten. Nach katholischer Überzeugung zeigt das Tuch Gesicht und Leib des gekreuzigten Jesus. Das Tuch wird vom 19. April bis 24. Juni ausgestellt.

Um 10.45 Uhr feiert Franziskus dann eine Messe auf der Piazza Vittorio. Um 13 Uhr nimmt er in der Residenz des Erzbischofs das Mittagessen ein, gemeinsam mit jugendlichen Strafgefangenen, Obdachlosen, Migranten und einer Roma-Familie.

Anschließend begibt sich der Papst in die Consolata-Wallfahrtskirche zu einem kurzen privaten Gebet. Um 15 Uhr besucht er in der Mariahilf-Basilika das Grab des Heiligen Don Bosco und spricht zu Mitgliedern des von ihm gegründeten Salesianerordens.

Nächster Programmpunkt ist ein Treffen mit Kranken und Behinderten in der Cottolengo-Kirche. Sie ist Benedetto Cottolengo (1786-1842) gewidmet, einem weiteren Turiner "Sozialheiligen". Den Abschluss des ersten Besuchstages bildet eine Begegnung mit Zehntausenden Jugendlichen aus ganz Italien auf der Piazza Vittorio.

Am Montag besucht Franziskus morgens als erstes die Waldenser-Kirche, wo er sich laut Programm eineinviertel Stunden aufhalten will. Danach nimmt er in der Erzbischöflichen Residenz zusammen mit mehreren Dutzend italienischen Verwandten das Mittagessen ein. Die Eltern des argentinischen Papstes stammten aus Piemont.

Zum Ende seines Turin-Besuchs trifft Franziskus um 16.30 Uhr kurz mit den Mitgliedern des Komitees zusammen, das die Grabtuch-Ausstellung organisiert hat. Anschließend fährt er zum Flughafen und fliegt zurück nach Rom.

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 queenie 26. März 2015 
 

Papst Franziskus

immer wieder wegweisend: Theologisch-kognitiv, affektiv-emotional und konativ. Nicht nur theoretisch-wie die meisten Theologen.


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 SpatzInDerHand 26. März 2015 

Gut so!

Ich freue mich sehr, dass der Papst alle gutwilligen, entschiedenen Christen zu einer ersten Einheit sammeln will. Wer zum Gekreuzigten und Aufstandenen schaut, sieht sich in einer ersten Gemeinschaft mit allen, die dieselbe Blickrichtung haben, ungeachtet so mancher (auch größerer) theologischer Unterschiede.


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