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Die offenen Türen der Kirche, Haus Jesu

17. März 2015 in Aktuelles, 48 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: Der Konflikt zwischen den selbsternannten ‚Gerechten’ und den abgelehnten Sündern, die umkehren wollen. Die Türen der Kirche dürfen nicht verschlossen bleiben. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Oft schon hatte Papst Franziskus in der Vergangenheit einen inneren Konflikt betont: den Konflikt zwischen Jesus, der die Türen allen öffnet, vor allem den Fernstehenden und Sündern, damit sie umkehren, und den Christen, die oft diese Türen vor jenen, die an die Tür der Kirche klopfen, verschlossen halten oder sie ihnen vor der Nase schließen. Dabei handelt es sich für den Papst um einen Konflikt zwischen der völligen Barmherzigkeit Christi und der geringen Barmherzigkeit dessen, der vielleicht auch an ihn glaube.

In seiner Predigt bei der heiligen Messe am Dienstag der vierten Woche der Fastenzeit in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ stellte Franziskus das „Wasser“ in den Mittelpunkt, wie es in den Lesungen vom Tag hervortritt (Ez 47,1-9.12; Joh 5,1-16) – das „rettende Wasser“, wie es der Prophet Ezechiel beschreibt: „Der Mann, der mich begleitete, führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar“ (V.1) – „Ich sah, wie Wasser vom Tempel hervorströmte; und alle, zu denen das Wasser kam, wurden gerettet“ (vgl. Messbuch, Antiphon zum sonntäglichen Taufgedächtnis).


Es handle sich dabei um das Wasser des Teiches von Betesda, wie es im Evangelium beschrieben werde, wo auch ein Mann liege, der schon achtunddreißig Jahre krank gewesen sei (vgl. Joh 5,5), ein traurig gewordener „und auch ein wenig fauler“ Gelähmter, der nie die Gelegenheit gehabt habe, in das Wasser des Teiches getaucht zu werden, wenn dieses aufwallte, um so geheilt zu werden. Jesus dagegen lasse ihn gesunden und ermutige ihn, aufzustehen und vorwärtszugehen. Dies jedoch rufe die Kritik der Gesetzeslehrer hervor, da es zu der Heilung an einem Sabbat gekommen sei. Eine „Geschichte“, so Franziskus, die sich oftmals auch heute wiederhole:

„Ein Mann – eine Frau –, der oder die sich in der Seele krank, traurig fühlt, der oder die viele Fehler im Leben gemacht hat, spürt in einem gewissen Augenblick, dass ‚das Wasser aufwallt’. Es ist der Heilige Geist, der etwas in Bewegung setzt, oder er/sie hört ein Wort... ‚Ach, da möchte ich hingehen!’... Und er/sie fasst Mut und geht los. Und wie oft stehen sie dann in den christlichen Gemeinden vor verschlossenen Türen: ‚Nein, du kannst nicht, nein, du kannst nicht. Du hast da einen Fehler gemacht und deshalb geht das nicht. Wenn du kommen willst, dann komm am Sonntag in die Messe, aber bleib dort, mehr darfst du nicht tun’. Und das, was der Heilige Geist im Herzen der Menschen wirkt, zerstören die Christen mit einer Psychologie wie der von Gesetzeslehrern“.

„So was tut mir leid“, erklärte der Papst, denn die Kirche müsse ihre Türen immer offen haben:

„Die Kirche ist das Haus Jesu, und Jesus nimmt auf. Doch er nimmt nicht nur auf, er geht hin, um die Leute zu suchen, wie er hingegangen ist, diesen Gelähmten da zu suchen. Und wenn die Menschen verwundet sind, was macht Jesus? Tadelt er sie, weil sie verwundet sind? Nein, er kommt und trägt sie auf seinen Schultern. Und das heißt ‚Barmherzigkeit’. Und wenn Gott sein Volk tadelt – ‚Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! (Mt 12,7)’ – dann spricht er davon“.

„Wer bist du“, so Franziskus, „dass du die Tür deines Herzens vor einem Mann, vor einer Frau verschließt, die besser werden wollen, die wieder in das Volk Gottes zurückkehren wollen, weil der Heilige Geist ihr Herz aufgewühlt hat?“. Die Fastenzeit möge dabei helfen, nicht den Fehler dessen zu begehen, der die Liebe Jesu zum Gelähmten verachte, nur weil sie „gegen das Gesetz“ gewesen sei:

„Heute wollen wir in der Messe beim Herrn um eine Umkehr für uns bitten, für einen jeden von uns und für die ganze Kirche, um eine Umkehr zu Jesus, um eine Umkehr zur Barmherzigkeit Jesu. Und so wird das Gesetz vollends erfüllt werden, da das Gesetz sagt, Gott zu lieben und den Nächsten wie sich selbst“.


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Lesermeinungen

 Frauke G. 23. März 2015 
 

Paddel Kritik und Ablehnung nicht vewechseln.

Erstmal liebe Paddel, Kritik kann sehr wichtig sein und ist daher nicht immer nur schlecht und bedeutet Ablehnung.

Kritik , die sachlich, zutreffend und gerechtfertigt ist, sollte man als Chance und nicht als Angriff betrachten.

Natürlich kann Ablehnung verdeckt als Kritik daherkommen, dies ist aber bei Kritik von Suarez nicht der Fall.
Sie schreiben:
"Wenn ein Papst nah an den Menschen ist, dann ist es Papst Franziskus." Das stimmt so nicht, Johnnes Paul II war auch sehr nah an den Menschen, außer im deutschsprachigem Raum verehrten und liebten die Menschen Johannes Paul II überall heiß und innig. JP II war nicht umsonst der Jahrhundert- Papst und er war eben nicht ein weltfremder und entrückter Papst, nur weil er die strenge Ehemoral der Kirche wie kein anderer verteidigt hat.

"Nur wenige Menschen sind klug genug, hilfreichen Tadel nichtssagendem Lob vorzuziehen." sagte schon François de La Rochefoucauld.


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 Paddel 23. März 2015 

@Suarez

Sie werfen dem Papst Betriebsblindheit vor, das ist ein starkes Stück. Vielleicht empfinden Sie das so, weil Sie die Aussagen des Papstes immer nur im Hinblick auf die deutsche Kirche betrachten. Wenn ein Papst nah an den Menschen ist, dann ist es Papst Franziskus. Wenngleich das jetzt absolut keine Wertung ist, ich vermisse Papst Benedikt, und auch Papst Joh. Paul II. Jeder Papst hat sein eigenes Apostolat und seine eigene Art.
Gnade setzt die Natur voraus. Wir können lange Glaubenswahrheiten verkünden, wenn der Boden dafür nicht bereitet ist. Also erst mal bei den Bauern in die Lehre gehen...


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 rappix 21. März 2015 

Gibt es vor dem Ja Wort vor dem Altar eine "Rechtsbelehrung"?

@Suarez

Die "Rechtsbelehrung" muss zwingend in mündlicher und schriftlicher Form vor dem Ja Wort erfolgen. Sonst können sich die Heiratswilligen darauf berufen, dass Sie nie eine Ehe nach katholischen Gesetzen führen wollten.

Vor Gott, vor dem Altar und den Menschen zu Heiraten sei eine ortsübliche Tradition wie es schon Mutter und Vater taten, ebenso die Grosseltern.


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 Suarez 21. März 2015 

@rappix - Ich kann Ihren Gedanken nicht ganz folgen

Ein Ehenichtigkeitsverfahren ist keine Scheidung, wird auch von der Kirche explizit nicht als solche gesehen.

Bei dem Ehenichtigkeitsverfahren geht es darum, ob der Bund gültig, im Sinne der katholischen Lehre, geschlossen wurde oder nicht.

Wo der Bund nicht gültig geschlossen wurde, so z.B. wenn einer der Partner diesen gar nicht wirklich im Sinne des katholischen Glaubens schließen wollte, dann ist er nicht gültig zustande gekommen. Dann hat der Ehe-Bund für die katholische Kirche nie existiert.

Eine Scheidung setzte aber einen gültigen Ehebund voraus, von dem man geschieden werden könnte. Genau der fehlt dann aber.

Also soweit sollte die Lehre der Kirche klar sein.

Was Sie nun mit Ihrem Verweis auf Wikipedia aussagen wollen, insbesondere in Bezug auf meinen unteren Kommentar, kann ich beim besten Willen nicht herausfinden.


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 Suarez 21. März 2015 

Liebe Paddel, ich habe mich doch nicht abfällig(!) über den Papst geäußert!

Im Wirtschaftsleben kennt man den Begriff der "Betriebsblindheit", gemeint ist damit, dass jemand so in seiner Arbeit und direktem Umfeld aufgeht, dass ihm gar nicht auffällt, wie sich schleichend außerhalb des eigenen Bereiches, Dinge, Sichtweisen und Verhalten geändert haben.

In Analogie an diese "Betriebsblindheit" müssen Sie meine Einschätzung verstehen, dass der Papst zuweilen die Realität nicht wahrnimmt.

Wenn man bedenkt, dass heute über 83 Prozent der Katholiken in Deutschland keinerlei Bezug mehr zu Gott haben, sondern IHN in eine abstrakte Größe auflösen, so liegen doch die Probleme unserer Kirche anders, als in angeblich verschlossenen Türen, die ich - andere wohl auch - nicht wirklich ausmachen kann. Insofern sehe ich die Worte des Papstes schon als mittlerweile von der Realität weit entfernt an. Das ist aber keine Kritik an der Person des Papstes. Ich nehme mal an, Papst Franziskus unterschätzt das Ausmaß des Glaubensverlustes und sieht daher die Gründe nicht.


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 rappix 20. März 2015 

Ehenichtigkeitsverfahren nach dem kanonischen Recht

@suarez

Ich hatte Pech, wurde des besseren belehrt gemäss Wikipedia:

"Das Ehenichtigkeitsverfahren nach dem kanonischen Recht (auch als Eheannullierung bekannt) ist ein Verfahren, in dem von der zuständigen Stelle der katholischen Kirche die kirchenrechtliche Nichtigkeit der Ehe ausgesprochen, d. h. rechtswirksam festgestellt wird, dass eine Ehe nach katholischem Verständnis aufgrund des Fehlens eines ihrer konstitutiven Wesensmerkmale von Anfang an nicht gültig zustande gekommen ist. Die Annullierung bedeutet also keineswegs die Auflösung einer bestehenden Ehe, vielmehr handelt es sich um die bloße Feststellung der Ungültigkeit der Eheschließung nach katholischem Eherecht (im Sinne einer Tatsachenfeststellung), was bedeutet, dass nach katholischem Verständnis niemals eine Ehe bestanden hat."

http://de.wikipedia.org/wiki/Ehenichtigkeit_%28Kirchenrecht%29


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 doda 20. März 2015 

Die Kirche kennt die Formulierung 'Trennung von Tisch und Bett'.
Zum Beispiel bei Gewalt.
Der sakramentale Ehebund bleibt davon unberührt.
Auch die Zivilscheidung ist bei Vorliegen entsprechender Gründe gerechtfertigt.
Zum Beispiel wenn ein Partner an einer Sucht leidet und den Lebensunterhalt der Familie entzieht bzw. Schulden macht.
Das Thema ist komplex und bedarf einer sachlichen und differenzierten Behandlung.


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 doda 20. März 2015 

Ein Beispiel,

das ich von Pfarrer Winfried Henze auf EWTN hörte.
Er berichtete während seiner Katechismussendung 'Glauben ist schön' folgende Begebenheit:
Ein älterer Mann, der lange nicht mehr am kirchlichen Leben teilgenommen hatte, beschloss anlässlich der bevorstehenden Erstkommunionfeier einer seiner Enkel, an der Sonntagsmesse teilzunehmen.
An der Kirchentür begegnete er einem Bekannten, der ihn in vorwurfsvollem Ton fragte:"...was willst DU denn hier?"
Der Mann, so ergänzte Pfarrer Henze, drehte sich um und ging weg.


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 Paddel 20. März 2015 

@Frauke G. @ Suarez

Frauke: Lesen Sie die Bibelstelle bitte vollständig und nicht nur zur Hälfte. Sie geht mit dem Wort "und" weiter. Also dürfen sich Ehepaare kurz- oder langfristig trennen!!

@Suarez Was ist denn los? Ja, natürlich geht eine Scheidung nicht, da habe ich die Wortwahl falsch getroffen, aber eine Trennung geht sehr wohl und das wissen Sie. Sie müssten auch mich in der Zwischenzeit gut genug kennen, um zu wissen, dass ich die Unauflöslichkeit der Ehe verteidige, darum kämpfe (bei Paaren in Trennung, dass sie wieder zurückfinden) und sie niemals in Frage stelle. Eine gültig geschlossene Ehe ist unauflöslich und der Bund bleibt bestehen, auch wenn sich die Paare erlaubterweise trennen. Was soll ich mich in diesem Punkt mit Ihnen streiten? Da sind wir einer Meinung, aber das wissen Sie!
Ich wundere mich, dass Sie sich so abfällig über den Papst geäußert haben, das passt gar nicht zu Ihnen. Nicht viele Poster sind so besonnen wie Sie. Was ist los?


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 Frauke G. 19. März 2015 
 

Paddel im Ernst?

Wollen Sie tatsächlich das Scheidungsverbot Jesu leugnen?
Jesus fegte die spitzfindigen Erklärungen der Schriftgelehrten beiseite: „Jeder, der seine Frau entlässt ... bewirkt, dass sie Ehebruch begeht“. Was auch immer die Fehler und Schwächen der Frau sein mögen, wer sie entlässt, d.h. sich von ihr scheiden lässt, bringt sie in die Gefahr, sich danach mit einem anderen Mann zu verbinden. Eine solche Verbindung nennt der Herr hier Ehebruch. Daraus geht hervor, dass die geschiedene Ehe vor Gott noch besteht. Die vor Gott und Menschen geschlossene Ehe wird nicht durch die nur vor den Menschen vollzogene Scheidung gebrochen,sondern durch die danach vollzogene geschlechtliche Verbindung mit einem anderen Partner – auch in einer neuen Ehe: Das gleiche gilt natürlich auch für den Mann bzw. den Teil, der den anderen „entlässt“,indem er sich von ihm scheiden lässt.Wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht nach Gottes Gedanken Ehebruch, weil er in eine vor Ihm bestehende Ehe eindringt.


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 Suarez 19. März 2015 

@Paddel - Zur Klärung

Da der Bund der Ehe in der katholischen Glaubenslehre unauflösbar ist, gibt es in der katholischen Kirche keine Scheidung.

Eine Scheidung kennt nur das AT im Scheidebrief. Die katholische Kirche erkennt die Scheidung nicht, der Bund bleibt geschlossen.

Die Worte Jesu sind, wenn man so will, natürlich ein Scheidungsverbot, der Bund ist ja eben nicht auflösbar. Sonst gäbe es ja nicht Jesu scharfe Abgrenzung von der mosaischen Praxis im AT.

Das Ganze artet ein wenig in Spitzfindigkeiten zu Lasten der Glaubensklarheit aus, so als habe Jesus es so gar nicht gemeint, wie er es gesagt hat. Und die ganzen Verrenkungen nur, weil unsere heutige atheistische Welt eben nicht nach Jesu Geboten leben möchte.

Wenn man in der Kirche den Weg der Glaubenssäkularisierung weiter geht, wird vom katholischen und damit einzig wahren christlichen Glauben bald nicht mehr viel übrig sein.


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 Paddel 19. März 2015 

@Frauke G.

Es gibt kein Scheidungsverbot! Ehebruch ist eine schwere Sünde, und ist von einer Scheidung klar zu differenzieren.


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 Frauke G. 19. März 2015 
 

@theostudent typisch.

"Diese Lehre existiert nicht seit 2000 Jahren, sondern wurde seit 2000 Jahren entwickelt. Sie wird sich auch weiter entwickeln, weil die Kirche lebt, sich ebenfalls entwickelt und nicht in sich verharrt und dabei verdorrt-"

Wie "lebendig" dieses ständig sich "Weiterentwickeln"die Kirche macht, kann man eindrucksvoll bei den sterbenden und leeren Kirchen in Deutschland sehen, die ach so weitentwickelt sind.Eine Weiterentwicklung zur Selbstabschaffung und Zerstörung der Lehre braucht die Kirche nicht. Eine Entwicklung zurück hinter das, was seit 2000 Jahren Glaubenslehre ist, ist schismatisch und häretisch.

Sie verdrehen wie üblich Fakten, das Scheidungsverbot Christi existiert seit 2000 Jahren. Es wird klar, was sie als Ex-Theologiestudent gelernt haben. Die Heilige Schrift soweit verdrehen bis es einem in dem Kram passt. Christus war gemäß moderne Theologie auch nicht von Anfang an Gott, sondern hat sich vom einfachen Mann aus Nazareth zum Mitglied der Dreifaltigkeit gemausert.


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 Paddel 19. März 2015 

@jadwiga , ganz genau!

So sehe ich das auch. Es wird viel zu viel nur auf den Fixpunkt WvG geschaut und alle Aussagen des Papstes daraufhin abgeklopft und entsprechend interpretiert. Ich denke aber, dass der Papst genau von dieser Fixierung weg möchte. Er möchte diese Gedankenenge durchbrechen und den Horizont des Verstandes und des Herzens weiten. Wenn wir immer nur um diesen Punkt herumkreisen und alles in diesem Sinne lesen und verstehen wollen kommt natürlich keiner klar mit den Aussagen des Papstes, dann herrscht auf allen Seiten Verwirrung. Mal sagt er so, mal sagt er wieder anders. Ja, wenn man nur den Fixpunkt im Auge hat kommt man nicht weiter. Wie @ theostudent schreibt, lassen wir doch diesen Punkt einfach mal außen vor und lesen dann die Texte noch mal. Sofern uns das möglich ist. Vielleicht wird unser Denkradius dann allmählich weiter. Vielleicht sollte man sich mal umdrehen und schauen, wo kommen denn die Probleme her? Sr. Teresa Z. unterscheidet auch zurecht zwischen "Fehler" und "Sünde".


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 Suarez 19. März 2015 

@theostudent - Sie versündigen sich

Offenbar kennen Sie das Apostolische Schreiben "Familiaris consortio" des heiligen(!) Papst Johannes Paul II. nicht. Lesen Sie bitte nach, was dort unter der Nummer 84 zur Zulassung von WvG geschrieben ist.

Das Apostolische Schreiben "Familiaris consortio" vertieft(!) die Lehre der Kirche, die sich nicht widersprechen kann.

Ihr Entwicklungsbegriff steht dem Verständnis der katholischen Kirche von Wahrheit diametral entgegen. Die Kirche lehrt nicht, dass uns Gott mit seinem Wort in die Irre führt und das die Offenbarung ein Trug wäre, der sich in der Zeit offen legt und "korrigiert" werden muss, auch noch im Sinne eines sich perpetuierenden Relativismus.

Das offenbarte Wort Gottes ist und bleibt bindend.

Wie können Sie noch an die Verbindlichkeit der Offenbarung glauben, wenn Sie die Ehe jetzt als auflösbar bezeichnen? Sie ersetzen göttliche Offenbarung mit Privatoffenbarung. Bitte machen Sie sich bei Interpretationen zu Aussagen der Glaubenskongregation nicht lächerlich!


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 Paddel 18. März 2015 

Was auch immer mit den "offenen Türen" gemeint ist

eine Zulassung zur Kommunion für WvG ist damit sicher nicht gemeint.


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 theostudent 18. März 2015 

Diese Lehre existiert nicht seit 2000 Jahren, sondern wurde seit 2000 Jahren entwickelt. Sie wird sich auch weiter entwickeln, weil die Kirche lebt, sich ebenfalls entwickelt und nicht in sich verharrt und dabei verdorrt.
Ich habe mich zu der Schwäche einer selektiven Wahrnehmung hinreißen lassen, weil ich hier nur selektive Wahrnehmungen feststelle. Nahezu jeder hier hat die Wahrheit für sich gepachtet und ist auf dem anderen Auge blind. Aber die Wahrheit können wir gar nicht pachten, sie gehört uns gar nicht. Gott ist die Wahrheit und durch die Fleischwerdung seines Sohnes hat er sie vor 2000 Jahren in die Welt gebracht. Die Wahrheit wurde uns gegeben durch den heiligen Geist und jeder versucht mit diesem Geschenk umzugehen. Ich versuche mit diesem Geschenk - betone: versuche - die Barmherzigkeit in die Diskussionen einzubringen. Dies allerdings nicht bewusst selektiv. Nun hat sich die Glaubenskongregation zu dem Thema WvG geäußert und damit sind die Türen für WvGs offen. Dank dafür


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 Frauke G. 18. März 2015 
 

theostudent selektive Wahrnehmung.

Wenn liberale Bischöfe quasi zum Schisma aufrufen und Irrlehren verbreiten, dann sieht theostudent dies als fällige Weiterentwicklung der Lehre und als ein Akt der Barmherzigkeit, wenn aber ein glaubenstreue Katholik, Bischof die Lehre bewahrt und verteidigt bedeutet es für theostudent, Spaltung und schismatische Gedanken.

Nach theostudent ist die 2000 jahre alte katholische und apostolische Glaubenslehre Burkes "Privatmeinung", während sein Privat- Katholizismus losgelöst vom Evangelium und der Lehre die Offenbarung des Heiligen Geistes ist.

theostudent nicht nur Ihre Barmherzigkeit ist SELEKTIV sondern auch ihre Wahrnehmung.


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 jadwiga 18. März 2015 

Wie der richtige Papst für diese Zeit sein soll, weiß nur Gott!

Wir wissen es nicht, was Gott mit dem Franziskus vor hat!
Wenn jemand leise oder nicht deutlich genug spricht, dann hört man dem aufmerksamer zu.
Wenn man nicht den Sinn der Worte verstehen kann, dann grübelt man nach, was das zu bedeuten mag und wenn man nicht weiß, was richtig und was falsch ist, dann macht man sich auf die Suche.

Vielleicht sind Worte dieses Papstes für die Menschen bestimmt, die nie einem Papst zugehört haben, die sich keine Gedanken über das, was er gesagt hat gemacht haben, die nie nach Wahrheit gesucht haben?


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 Frauke G. 18. März 2015 
 

@Paddel

Paddel Sie machen sich es zu einfach, Franziskus Äußerungen werden auch von Italiener, spanisch sprechenden Katholiken, die seine Predigten in der Originalsprache hören als missverständlich und verwirrend bezeichnet.
Man kann nicht alles auf Übersetzung und auf die Medien abwälzen. Man kann auch Vertrauen nicht verordnen. Im Gegensatz zu uns allen hier hat Burke direkt mit Franziskus zu tun und er wird seine Gründe haben warum er sich mit Franziskus schwer tut. Hören Sie bitte auf jeden Katholiken, der sich mit dem Papst schwer tut Vorwürfe zu machen.
Franziskus muss auch mal auf die glaubenstreue Katholiken, die ihn und seine Entscheidungen nicht verstehen können, zugehen um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie nicht einfach links liegen lassen. Marx misstraut dem Papst doch auch, wenn er "wir können nicht warten", "wir sind keine Filiale Roms, "die Bischofssynode kann uns nicht sagen" sagt und dennoch genießt er das Vertrauen des Papstes und muss keine Konsequenzen fürchten.


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 theostudent 18. März 2015 

@suarez: ich bin kein Lügner und sie sind zu intelligent mir das vorzuwerfen

Ihr Bezugnehmen auf meine Antwort an Marienkind hat Sie bewogen mich der Lüge zu bezichtigen. Habe ich das mit @Marienkind getan, als sie schrieb, das Marx und Bode Spalter wären? Wo war denn da Ihre Entrüstung? Sie kennen die innerkirchlichen Regelungen und die Befugnisse der regionalen Bistümer zu genau, um hier eine Absicht der Kirchenspaltung aus deutscher Sicht ableiten zu wollen?
Burke sprach von einem Konflikt, den er mir dem Pontifex Maximus suchen will, wenn es durch die Beratungen der Synode zu einer Änderung der Auslegung der Lehre kommt. Der Terminus Konflikt beinhaltet weitaus mehr als ein Streit, Streitgespräch. Bei einem Konflikt sind wir ganz weit weg von der Form des " disputatio legitima". Aber - und das sehe ich ein - haben wir es auch hier nicht mit einer Absicht der Spaltung zu tun.


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 bücherwurm 18. März 2015 

Anmerkung der Redaktion zur Übersetzungsfrage:

in Artikeln, die von unserem Vatikankorrespondeten Dr. Armin Schwibach stammen, können Sie sich darauf verlassen, dass die Papstworte korrekt übersetzt worden sind :)


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 Suarez 18. März 2015 

@theostudent - Sie wissen das Lügen eine schwere Sünde ist?

Sie sollten Ihre dreiste Behauptung, Kard. Burke hege schismatische(!) Gedanken, erst einmal konkret belegen, bevor sie solche Behauptungen in die Welt setzen, die sich schnell als Lüge entpuppen.

Kardinal Burke hat seinen Widerstand für den Fall angekündigt, dass bei der Familien-Synode im Herbst von einigen Bischöfen der Versuch unternommen wird, die gültige Lehre der Kirche über die Ehe und Familie, so wie sie von Papst Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben "Familiaris consortio" näher vertieft wurde, beiseite zu schieben und durch eine Irrlehre zu ersetzen. Ein solcher Widerstand gegen den Versuch einer Irrlehre ist kein schismatischer Akt, sondern eine Gewissenspflicht, denn an das von Gott uns eingeschriebene Gewissen müssen wir uns orientieren.

Kardinal Burke hat an keiner Stelle irgend angedeutet, er wolle eine schismatische Gruppierung bilden oder eine Abspaltung von der heiligen Kirche betreiben. Er darf gegen Verdunkelungen der Lehre Widerstand leisten!


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 theostudent 18. März 2015 

Wer ist denn alles nicht erwünscht?

@Marienkind: Sie haben Burke vergessen. Auch er hat schismatische Gedanken geäußert, sollte die Familiensynode zu einvernehmlichen Erkenntnissen gelangen, die seine persönliche Glaubensauffassung nicht treffen. Ich denke, wir brauchen Einheit und nicht eine burkische katholische, eine deutsch-katholische oder eine sonstwas-katholische Kirche.
Zur Predigt des Papstes will ich sagen, dass ich sie als klar, deutlich und richtungsweisend empfunden habe. Ich glaube auch nicht, dass der Papst spontan ohne nachzudenken spricht. Es hat schon alles Sinn.
Überlegen wir doch mal, wer gemeint sein könnte, wer in der katholischen Kirche zwar die Hl. Messe besuchen kann, aber sonst vom Dienst in der Kirche ausgeschlossen ist (z.B.als Arbeitnehmer). Lassen wir bei dieser Frage auch bitte mal die Wiederverheirateten ganz außen vor.


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 marienkind 18. März 2015 
 

Kontrolliert geplant statt spontan wäre besser

Der Papst hat Eine große Außenwirkung. Er ist DER PAPST, nicht einer von vielen gleichwertigen Bischöfen.

Zu ihm schauen die Gläubigen um durch ihn die Worte des Heiligen Geistes zur Führung zu hören, die Fernstehenden nehmen in als aussagekräftige Instanz, er steht für die kath. Kirche und die Gegner lauern wie Hyänen auf brauchbare Aussagen des Papstes um diese zum Schaden der Kirche zu verwenden.

Es wäre unfair ihn mit BXVI, dem Mozart unter den Theologen, zu vergleichen, aber man kann vom ihm verlangen, dass er seine Aussagen auf ihre Außenwirkung prüft oder prüfen lässt.

Insbesondere Rügen, ob es nicht besser ist diese innerkirchlich in Forderungen mit Rundschreiben zu versenden, als mit solchen Aussagen ein schlechtes Bild der Kirche zu zeichnen. Rügen gegenüber Spaltern wie Marx und Bode wären tatsächlich öffentlich angebracht (als Abmahnung), da deren Aussagen, die Kirche und die Gläubigen in Aufruhr versetzt.


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 Paddel 18. März 2015 

Wer hat das übersetzt?

Der Papst hat sicher nicht in deutscher Sprache gesprochen und wir sind immer auch auf die Übersetzer angewiesen. Auch Kleinigkeiten können dabei ein falsches Verständnis hervorrufen. @Suarez der Papst ist Realist! Vielleicht wäre die Predigt im Zusammenhang und in einer guten Übersetzung etwas verständlicher. Ich gebe es zu, mich irritiert das auch.


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 raph 18. März 2015 
 

vermutlich über einen nicht-deustschsprachigen Teil der Erde gesprochen

Auch ich kenne kein Beispiel, wo Umkehrwillige verschlossene Türen vorfänden. Ich kenne aber Beispiele, wo Christus aus der offenen Tür raus geschickt wird bis der Eindruck entsteht, nicht mehr umkehren zu müssen.


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 Wiederkunft 18. März 2015 
 

Unklar

Für mich ist unklar, was der Papst hier meint. Ich sehe keine verschlossenen Türen, sondern offene und wenige wollen hinein, dabei meine ich nicht nur das Kirchengebäude! Hoffentlich spricht der Papst nicht den Kommunionsempfang von WvG an!!!


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 Suarez 18. März 2015 

Das Problem der Kirche ist doch heute ein ganz anderes

Die Sünder stehen nicht vor der verschlossenen Tür und begehren demütig Einlass, sondern sie verlassen in Scharen durch sperrangelweit geöffnete Tore des Glaubensverlustes die Kirche, wenn nicht formal, so doch innerlich. Wie Kardinal Cordes hervorhebt - siehe kath.net Artikel -, glauben nur noch 16,2 Prozent der westdeutschen Katholiken an den allmächtigen Gott als ein personales Gegenüber. Für 84 Prozent der Katholiken sei Gott also eine Vorsehung ohne Gesicht oder ein anonymes Schicksal oder irgendeine Urkraft.

Wenn es schon so in der Kirche aussieht, wie sieht es dann erst in den Herzen der Menschen außerhalb der Kirche aus? Der Papst ist ein frommer Mann, nur scheint er in der Tat die Realität nicht wahrnehmen zu wollen. Es klopft kaum ein reuiger Sünder an die Tür, sondern die, die innen Stampfen, sind diejenigen Lobby-Gruppen, die keine Umkehr sondern Akzeptanz fordern. Es geht darum, den Glauben wieder authentisch zu verkündigen, nicht darum ihn "schmackhafter" zu machen.


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 jadwiga 18. März 2015 

@Liebe Selene, Sie haben Recht, wenn Sie sagen:

"In der Morgenmesse in Santa Martha predigt der Papst spontan, da gibt es niemanden, der für ihn die Predigt schreibt."

Das wurde hier schon "zig-Mal" erwähnt.
Erfolglos! Mansche Menschen sind eben zu "großkariert" um das zu verstehen.


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 jadwiga 18. März 2015 

"´Geh auf die Landstrassen', befahl der Herr, 'und bringe her, wen du finden kannst! Jeder ist eingeladen. Mein Haus soll voll werden. Aber von denen, die ich zuerst eingeladen habe, wird keiner auch nur einen einzigen Bissen bekommen."


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 jadwiga 18. März 2015 

Das ist eine schriftliche Einladung !

@Mysterium Ineffabile, die Tür der Kirche stand schon immer offen?

Wenn ich meine Wohnung lüfte, dann mache ich auch manchmal meine Tür auf;-) Jesus geht weiter auch in Seinen Erzählungen. Er lädt die Sünder ein! Es ist eine schriftliche Einladung von Ihm!


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 Selene 17. März 2015 
 

@marienkind

In der Morgenmesse in Santa Martha predigt der Papst spontan, da gibt es niemanden, der für ihn die Predigt schreibt.

Und auch sonst weicht er ja oft von seinen Manuskripten ab.


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 wolfgang_ 17. März 2015 

wurde nicht zurückgewiesen

Diese Worte des Heiligen Vaters verwirren mich, das beschriebene Verhalten habe ich nicht erlebt. Im Alter von 55 Jahren habe ich nach vielen auch schweren Fehlern durch Gottes Güte zu Jesus Christus gefunden, 2013 wurde ich als Konvertit in die Katholische Kirche aufgenommen. Auf dem Weg dahin hat sich ein Redemtoristenpater Zeit für mich genommen, ich habe an Online-Exerzitien begleitet von einem Jesuitenpater teilgenommen und ein geistliches Wochenende der GCL besucht, wohlgemerkt als nicht Katholik, nirgends hat man mich zurückgewiesen. Auch der Pfarrer der mich aufgenommen und gefirmt hat zeigte keinerlei solches Verhalten, auch sonst niemand. All diesen Menschen bin ich dankbar. Ich musste natürlich schon selbst Kontakt suchen doch zurückgewiesen hat mich niemand ganz im Gegenteil. Dabei hat mich aber niemand zur Konversion gedrängt. Heute habe ich vielfältige Kontakte in unserer Wunderbaren Kirche doch die beschriebene Zurückweisung erlebe ich nicht.


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 marienkind 17. März 2015 
 

Ich finde die Ungenauigkeit Mancher Aussagen

Und die Breiten Interpretationsmöglichkeiten schlecht. Der uninformierte, weltlich denkende Fernstehende macht sich keine großartigen Gedanken, was hat der Papst eigentlich gemeint.

In diesem Fall wirkt es auf Fernstehende, als wäre die Kirche verschlossen und unbarmherzig gegenüber willigen und interessierten Personen.

Das macht dann die Leute sauer, gerade, wenn sie dann noch die Diskussion zu den interessierten und "gläubigen" GuW und Homosexuellen hören, die so unbarmherzig von der Kirche behandelt werden, weil sie vom Sakramentenempfang ausgeschlossen werden. Gerade die Konservativen wären die schlimmsten, weil sie darauf bestehen.

Es stellt damit Katholiken, die an der Reinheit der Lehre festhalten in ein Negatives Licht.

Wenn das nicht gewollt ist, sollte der Papst sich einen neuen Schreiber oder einen Marketingberater holen.

Ich schlage Frau Bonelli vor :-)


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 Selene 17. März 2015 
 

Metapher

Ich denke, das, was der Papst gesagt hat, ist in erster Linie eine Metapher,die wegen Vandalismus verschlossenen Kirchentüren scheinen mir in dieser Predigt nicht gemeint zu sein, höchstens sekundär.


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 Rut2007 17. März 2015 

Die Offenheit unseres Herzens...

... mein ich... ist gefragt. Wir als Glieder der Kirche, als Kirche in unserer Gesamtheit. Dass wir uns Suchenenden persönlich öffnen, auch im Gespräch, und nicht und abwenden und mit dem Finger auf jemand zeigen, nur weil wir dies oder das aus seinem bisherigen Leben wissen oder unterstellen. Der Tratsch in kleinen Gemeinden ist so ausschließend, so unbarmherzig, verurteilend. Jedem die echte Umkehr auch zugestehen, dass jemand sich ernsthaft auf den Weg zu Gott macht, dass wir ihn in dem, allem mit seiner Vergangenheit und seinem Suchen zulassen in unserem Herzen. Das meint der Hl. Vater vielleicht. Und das geht uns alle an...!


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 queenie 17. März 2015 
 

Jeder Mensch

unabhängig von Religion, Konfession oder
nichtgläubig ist gemeint. Das macht Franziskus mehr deutlich, als die Päpste vorher. Auch habe ich vorher (66 Jahre alt) noch nie so klare und verständliche Botschaften gehört.


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 marienkind 17. März 2015 
 

Ich bin ein umgekehrter Sünder.

Als ich mit einem Gesistlichen sprechen wollte könnte ich das. Man muss nur ein bisschen selber aktiv werden und nachfragen.

Es gibt genügend religiöse Angebote, aber früher hat mich das nie interessiert. Ich hatte kein Interesse am gemeinsamen Gebet, weil ich nicht geglaubt habe.

Erst nach meiner Umkehr habe ich diese wahrgenommen. Keiner hat mich weggeschickt, keiner hat mich abgelehnt, trotz meines wilden Lebenslaufs und in der Sünde verhaftet.

Gut das man mir die Wahrheit nicht vorenthalten hat. hat. Ich wurde sanft mit Rat begleitet, wenn ich Ihn brauchte, es gab keinen Druck aber klare mir damals unangeneh Aussagen

Na gut, man findet manchmal verschlossene Kirchen, wahrscheinlich aus Vandalismusgründen, aber Behörden haben auch nicht rund um die Uhr auf.

Aber dann schaut man, wann und wo die Angebote sind und geht dann dahin. Bei mir ging das ohne Probleme.

So agiert aber die ganze Kirche, jedenfalls ist die Führung der Menschen und Evangelisierung ihre Aufgabe.


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 Genesis 17. März 2015 

Auch ich wünsche mir, dass der Heilige Vater es konkreter sagen würde, denn man kann es aus jedem "Lager" sehen. Sehen wir es mal aus diesem Lager:
Jemand kehrt um, d.h. der Himmel bekehrt ihn. Nun drängt es ihm zur hl. Messe zu gehen, voll Reue und Schmerz, weil er zig Jahre von der Kirche nichts wissen wollte. Er stellt fest, dass es nicht mehr die selbe hl. Messe von früher war. Es ist alles anders. Kinder hupfen im Altarbereich herum, die Gläubigen werden dazu animiert ein auf und nieder zu machen (mit Gesang)usw. Da fragt sich dieser Jemand: wohin mit seinen Schmerzen und Sorgen, die er auf dem Altar legen möchte (so heißt es doch in einem Kirchenlied "...unsere Schmerzen unsere Sorgen legen wir auf dem Altar..."


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 theostudent 17. März 2015 

Sehr deutlich!

Nur die, die Umkehren wollen! Die anderen stehen ja erst gar nicht vor der Kirchentür, sondern leben, wie es ihnen gerade gefällt!


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 Stefan Fleischer 17. März 2015 

Im Übrigen bin ich der Meinung:

Was der Mensch von heute braucht, ist nicht zuerst eine Befreiungstheologie, sondern die Wiederentdeckung (Wiederverkündigung) der Erlösungstheologie.


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 Stefan Fleischer 17. März 2015 

"den abgelehnten Sündern, die umkehren wollen."

Bitte den Schlussteil dieses Satzes nicht überhören. Es geht um jene, die umkehren wollen, nicht um jene, die nicht umkehren wollen. Letzteren können wir Menschen die Türen noch so weit machen, es bleibt dabei: "die Stolzen (die nicht umkehren wollen) lässt Gott fallen". Für manche schwer zu begreifen, aber in der Schrift klar genug ausgedrückt.


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 rosmargareta 17. März 2015 
 

Offene Kirchen

Ich habe Glück, dass unsere Kirche offen ist, obwohl Schäden durch Vandalimus vorgekommen sind. Wir haben Freiwillige, die Aufsicht in der Kirche machen. Ansonsten ist es schwer, in unserem Raum, eine offene Kirche zu finden.


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 ottokar 17. März 2015 
 

Deutlicher geht es nicht!

Papst Franziskus spricht doch ganz klar:Jesus öffnet die Türen all den Fernstehenden und Sündern, damit sie umkehren....Wer bist Du, dass du die Tür deines Herzens vor einem Mann, vor einer Frau verschliesst, die besser werden wollen, die wieder in das Volk Gottes zurückkehren wollen, weil der Heilige Geist ihr Herz aufgewühlt hat...wir wollen heute beim Herrn um eine Umkehr bitten, für einen jeden von uns.. um eine Umkehr zur Barmherzigkeit Jesu. Was demnach Voraussetzung für Barmherzigkeit ist, das sind Bereitschaft zur Umkehr, zur Reue,das Gebet um Umkehr,der Wunsch besser zu werden und der Wunsch wieder in das Volk Gottes zurückkehren.Somit erbittet göttliche Barmherzigkeit Bekenntnis zur Schuld und den Wunsch zur Umkehr .Darin besteht der gravierende Unterschied zwischen göttlicher und menschlicher Barmherzigkeit: letztere akzeptiert und entschuldigt das fehlerhafte Verhalten , sie verlangt keine Umkehr, sie deckt alles mit Verständnis zu.


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 borromeo 17. März 2015 

Und was heißt das jetzt?

Diese Aussage des Papstes läßt mich ein wenig verunsichert zurück:

"Nein, du kannst nicht, nein, du kannst nicht. Du hast da einen Fehler gemacht und deshalb geht das nicht. Wenn du kommen willst, dann komm am Sonntag in die Messe, aber bleib dort, mehr darfst du nicht tun."

Das hört sich an wie ein ganz konkreter Bezug zum Thema "Kommunion für wv Geschiedene" mit einer klaren Aussage. Um diese Unschärfe aufzulösen, hätte der Papst nicht ganz konkret auf die Möglichkeit hinweisen können oder müssen, auf welche richtige und gute Weise die sogenannten wvG an der Messe und am Leben der Kirche teilnehmen können, ohne die hl. Kommunion zu empfangen? So erscheint mir dieser Hinweis als sehr gewollt und leider sehr eindeutig.

Oder irre ich mich bei der Interpretation so sehr?


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 placeat tibi 17. März 2015 
 

@mysterium ineffabile

Sehr richtig, die Türen waren immer offen und auch ich rätsle, wo das geschehen soll, da ich es noch nirgends erlebte.
Es wäre, imho, generell nicht verkehrt, wenn der Papst gelegentlich in seiner permanenten Gläubigenkritik konkret würde, statt diese vagen Metapherketten zu knüpfen.


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 Mysterium Ineffabile 17. März 2015 

Nun,

immer wieder stellt sich mir dir Frage, wenn ich von diesen verschlossenen Türen höre: wo sind denn die Kirchen, die Gemeinden, die ihre Türen "verschließen"? Ich kenne so etwas nicht. Sind die Türen der Kirche nicht von je her offen? Wo soll ein reuiger Sünder diskriminiert werden? Wo geschieht derartiges? Jedenfalls nicht in der Wirklichkeit, die ich kenne, und auch nicht in den Don-Camillo-Filmen, im Gegenteil.


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