Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Die Zahl der gemeldeten Abtreibungen sinkt

13. März 2015 in Familie, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Statistisches Bundesamt: Die Bereitschaft zum Abbruch geht zurück


Wiesbaden/Stuttgart (kath.net/idea) Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) am 10. März mitteilte, wurden 2014 rund 99.700 Abtreibungen in Deutschland gemeldet. 2013 waren es 102.800. Damit ging die Zahl pro Woche von 1.977 auf 1.917 zurück. 73 Prozent der betroffenen Frauen waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 16 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre, acht Prozent 40 Jahre und älter. Minderjährige hatten einen Anteil von knapp vier Prozent. Rund 39 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt.

55 Abtreibungen auf 10.000 Frauen im gebährfähigen Alter


Wie Hans-Jürgen Heilmann vom Statistischen Bundesamt der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage sagte, ist auch die Bereitschaft der Frauen gesunken, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Kamen 2004 noch 66 Abbrüche auf 10.000 Frauen im gebährfähigen Alter zwischen 15 und 49 Jahren, waren es 2013 57 und im vorigen Jahr 55.

Lebensrechtler: Abtreibungen sind Menschenrechtsverletzungen

Hartmut Steeb (Stuttgart), Vorsitzender des Treffens Christlicher Lebensrechtsgruppen und Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, bezweifelt, dass die Zahlen mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Zwar sei es zu begrüßen, wenn es tatsächlich weniger Abtreibungen gebe, weil jedes menschliche Leben ein Gewinn sei. Er vermisse aber eine Plausibilitätsprüfung der Statistik. So werde nicht geprüft, ob die Zahl der von Krankenkassen abgerechneten Abtreibungen mit der von den Sozialkassen bezahlten übereinstimme. Auch fehle eine vollständige Erfassung, weil Ärzten und Abtreibungskliniken keine Bestrafung drohe, wenn sie ihre Daten nicht oder nicht vollständig melden. „Gerade jene aber, die das Geschäft der Abtreibung besorgen, sind daran interessiert, eine Verminderung der Zahlen zu veröffentlichen, damit die Gesellschaft meint, man sei auf gutem Weg“, so Steeb. Dabei seien die rund 100.000 Tötungen im Mutterleib die schlimmste Menschenrechtsverletzung und die häufigste Todesursache in Deutschland. Steeb: „Wenn es so viel Tote im Straßenverkehr gäbe, würde man eiligst Gipfelkonferenzen einberufen. Aber im Falle der vorgeburtlichen Tötungen im Ausmaß einer Großstadtbevölkerung pro Jahr will offenbar niemand die Friedhofsruhe beenden.“

Rezeptpflicht für die „Pille danach“ abgeschafft

Zugleich verwies Steeb darauf, dass viele Kinder nicht geboren werden, weil Frauen die „Pille danach“ nehmen. Dies könne auch frühabtreibend wirken. Nach seinen Erkenntnissen wird dieses Hormonpräparat fast 400.000 Mal im Jahr in Deutschland verordnet. Steeb rechnet damit, dass nach Aufhebung der Rezeptpflicht der Gebrauch weiter steigen wird. Nach einem entsprechenden Beschluss des Bundesrates soll die „Pille danach“ ab dem 15. März rezeptfrei in allen Apotheken erhältlich sein.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  2. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  3. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  4. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  5. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  6. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  7. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  8. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  9. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  10. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz