SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- So nicht, Mr. Präsident!
- Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
- Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
- "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
- Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
- BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
- "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
- US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
- Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
- Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
- Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
- Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
- Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
- Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
- Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
| 
Kirche in Norwegen droht Millionenschaden3. März 2015 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Bischof von Oslo wegen Betrugs mit Mitgliederzahlen angeklagt. Von Benjamin Lassiwe (KNA)
Oslo (kath.net/KNA) Es könnte ein richtig großer Betrugsskandal werden: In Norwegen sind der Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig, sein Bistum und mehrere Mitarbeiter angeklagt worden. Der Vorwurf: Einwanderer aus mehrheitlich katholischen Ländern seien ohne ihr Wissen als Katholiken registriert worden, um auf diese Weise höhere Zuschüsse des Staates zu erhalten. In Norwegen gibt es keine Kirchensteuer - stattdessen erhalten Kirchen- und Weltanschauungsgemeinschaften Unterstützung vom Staat, deren Höhe sich an der Zahl der Mitglieder der jeweiligen Gemeinschaft bemisst. Erstmals hatten norwegische Medien im Herbst 2014 über den Verdacht berichtet: Es war die Pressesprecherin des Humanistischen Verbands Norwegen, die aus Polen stammende Agnieszka Bryn, die zufällig herausfand, dass sie von der katholischen Kirche als Mitglied angegeben worden war. Seitdem kamen immer mehr Fälle ans Tageslicht. Zuletzt sagte die Leiterin einer Buddhisten-Gemeinde in Oslo der Boulevardzeitung «VG», mehrere ihrer Gemeindeglieder, die teils schon seit vielen Jahren praktizierende Buddhisten seien, würden von der katholischen Kirche als Mitglieder geführt. 
Medienberichten zufolge sollen Mitarbeiter des Bistums Oslo schlicht die Telefonbücher als Quelle genutzt haben: Wer einen katholisch klingenden Nachnamen hatte, wurde Katholik. Wie die norwegische christliche Tageszeitung «Vart Land» schätzt, könnten auf diese Weise insgesamt bis zu 67.000 Menschen ohne ihr Wissen als Katholiken registriert worden sein. Sollten diese Angaben zutreffen, hat die katholische Kirche Zuschüsse in Höhe von rund 50 Millionen Norwegischen Kronen (5,83 Millionen Euro) zu viel erhalten. Derzeit belaufen sich die staatlichen Zuschüsse für die norwegischen Katholiken auf rund 130 Millionen Kronen (15,1 Millionen Euro) pro Jahr. Die Mitgliederzahlen der katholischen Kirche in Norwegen sollen sich von etwa 41.500 im Jahr 2006 auf mehr als 140.000 im Jahr 2014 erhöht haben. Bischof Bernt Eidsvig betonte in einer Stellungnahme, nie die Absicht gehabt zu haben, Menschen gegen ihren Willen als Katholiken zu registrieren. «Diese Sache ist eine große Belastung für die Administration des Bistums und für mich selbst - aber nicht zuletzt für euch Gläubigen, die ihr jetzt mit Dingen konfrontiert werdet, für die ihr keine Verantwortung tragt», sagte Eidsvig. «Das tut mir sehr leid.» Mittlerweile versucht das Bistum Oslo, alle 79.000 Mitglieder, die zwischen 2010 und 2014 in das Mitgliederverzeichnis aufgenommen worden sein, zu kontaktieren. Zwischen 7.000 und 8.000 Personen sind nach Angaben der Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz, Schwester Anna Mirijam Kassner, inzwischen bereits aus dem Register gestrichen worden. «Bischof Bernt Eidsvig hat Unstimmigkeiten und Versäumnisse bei der Registrierung der Katholiken eingeräumt», so Kassner. Einen wissentlichen Betrug bestreite er jedoch. (C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Tenakitten 3. März 2015 | | | | Wieso Millionenschaden? Es ist doch kein Schaden, wenn ergaunertes Geld zurückgegeben werden muss - noch dazu, wo davon noch nicht einmal die Rede ist. |  2
| | | | | Calimero 3. März 2015 | | | | @elmar69 Kirchensteuer, Spendenfinanzierung oder Zuschussverfahren machen im Prinzip keinen Unterschied. Das Problem in IMMER das gleiche. Die Kirche läuft in allen Fällen gleichermaßen Gefahr den Verkündigungsauftrag den Befindlichkeiten der jeweiligen Geldgeber unterzuordnen.
Thema Mitgliederlisten.
Die Mitgliederlisten in Kirchensteuerdeutschland sind das Papier kaum wert auf dem sie gedruckt sind. Wer getauft ist und nicht amtlich austritt steht drauf und kommt nicht runter. Auch dann wenn ein erheblicher Teil dieses Personenkreise mit der Kirche und/oder christlichem Glauben wenig bis nichts zu tun hat. Ganz ähnlich den geschönten Zahlen aus Norwegen. |  2
| | | | | landpfarrer 3. März 2015 | | | | @Kardiologe Ihre Äusserung verstehe ich nicht. Auch wenn keine Betrugsabsicht bestand, so hat doch das unprofessionelle Vorgehen eindeutig den Staat geschädigt. Es wurden Subventionen abgeholt, die der Kirche nicht zustanden. Es ist ja etwa das Gleiche, wie wenn eine Pfarrei ein Jugendlager mit 25 Personen durchführt, bei der Gemeinde, die solche Aktivitäten etwa bezuschusst, jedoch 30 Teilnehmer angibt. |  4
| | | | | Kardiologe 3. März 2015 | | | | Ärger Wieso das auch wieder Ärger gibt, verstehe, wer da wolle. |  2
| | | | | elmar69 3. März 2015 | | | | Zuschüsse v.s. Kirchensteuer Da ist mir das System der Kirchensteuer schon viel lieber, da kann keiner ohne sein Wissen auf der Liste stehen.
Ohne wirkliches Mitgliederregister ist das mit der Mitgliederzahl nicht so einfach zu beantworten, was zu unkorrektem Arbeiten verführt. |  0
| | | | | Dismas 3. März 2015 | |  | Oh, das GELD immer wieder das GELD aber das wichtigste sind doch Lehre und Glauben....... |  9
| | | | | Stephaninus 3. März 2015 | | | | Und die Details zu kennen oder gar zu urteilen was mir nicht zusteht. Aber leider ist es nicht ganz selten, dass kirchliche Stellen in derartiger Beziehung nicht immer professionell handeln. Das ist stets sehr bedauerlich, denn dadurch werden Vorurteile gegenüber der Kirche in der Öffentlichkeit bestätigt und alle Katholiken leiden darunter. |  11
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuNorwegen- Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
- Bischof Varden: „Ich denke, wir dürfen sagen, dass bei uns die Säkularisierung jetzt zu Ende ist“
- EGMR lehnt Schadenersatzforderung nach Kindesentzug in Norwegen ab
- Norwegen: Arme Kirche in reichem Land
- Trondheim bekommt nach elf Jahren wieder eigenen Bischof
- Zwischen den sieben Bergen in Bergen
- US-Mutter kämpft gegen norwegische Kinderschutzbehörde
- Norwegen: Mutter kämpft seit mehr als 6 Jahren um ihr Kind
- Flucht aus Norwegen: Staatsaffäre um ein kleines Mädchen
- Norwegische evangelische Kirche entschuldigt sich für Lebensschutz
| 






Top-15meist-gelesen- Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
- Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
- Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
- So nicht, Mr. Präsident!
- BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
- "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
- Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
- "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
- Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
- US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
- Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
- Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
- Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
- Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
- Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
|