Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

EU-Bischöfe: Leihmutterschaft ist Angriff auf die Menschenwürde

27. Februar 2015 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kritik an Ausbeutung schutzbedürftiger Frauen und "Ökonomisierung des Kindes" - ComECE für europaweite gesetzliche Regelung


Brüssel (kath.net/KAP) Die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) spricht sich für rasche einheitliche gesetzliche Regeln zur Leihmutterschaft auf europäischer und internationaler Ebene aus, insbesondere um die weitere Ausbreitung kommerzieller Leihmutterschaften zu verhindern. Alle Formen von Leihmutterschaft stellten eine schwere Verletzung der Menschenwürde der Beteiligten dar, heißt es in einer aktuellen ComECE-Stellungnahme an das Europaparlament. Darin wird festgehalten, dass die Praxis der Leihmutterschaft, Leihmütter aus armen Bevölkerungsgruppen zu Gunsten wohlhabender Paare oder Einzelpersonen instrumentalisiere und Kinder als Objekte behandle. Konkret warnt die Bischofskommission vor einer Gesellschaft, "in der Kinder hergestellt und als Produkte verkauft werden".

Das 28-seitige Papier der ComECE-Arbeitsgruppe "Ethik in Forschung und Medizin", das in dieser Woche bei einer Konferenz der Europäischen Volkspartei (EVP) zum Thema "Leihmutterschaft und Menschenwürde" in Brüssel präsentiert wurde, verweist u.a. auf den Boom bei Leihmutterschaften in Ländern wie Indien, Thailand, der Ukraine, Russland und auch im US-Bundesstaat Kalifornien. In den EU-Mitgliedsstaaten gibt es unterschiedliche Gesetze zur Leihmutterschaft. EU-weite, gemeinsame Regelungen existieren nicht.


In dem von der zwölfköpfigen Expertengruppe - unter ihnen der österreichische Bioethiker Matthias Beck - erstellten ComECE-Papier wird auf das "rechtliche Durcheinander" beim Thema "Leihmutterschaft" in den EU-Staaten verwiesen. Zitiert wird auch eine aus dem Jahr 2013 stammende vergleichende Studie, wonach beispielsweise Großbritannien eine Zahlung von 4.000 bis 5.000 Euro an Leihmütter erlaubt. Unter den anderen Mitgliedstaaten verbaten zu diesem Zeitpunkt sieben Leihmutterschaft komplett und sechs gewährten sie unter bestimmten Auflagen. Weitere zwölf hatten keine gesetzlichen Bestimmungen zu diesem Thema.

Leihmutterschaft führe zu einer "Ökonomisierung des Kindes", wird in der ComECE-Stellungnahme weiters betont. Diese widerspreche "der Bekräftigung der Menschenwürde als Grundpfeiler der EU-Grundrechtecharta und verletzt 'das Verbot, den menschlichen Körper und Teile davon als solche zur Erzielung von Gewinnen zu nutzen' (Art. 3)". "Die entscheidende Rechtsfrage ist, ob wir eine Gesellschaft wollen, in der Kinder hergestellt und wie Produkte verkauft werden, und ob wir uns der Konsequenzen daraus (...) für menschliche und soziale Beziehungen klar sind", halten die Bioethik-Experten fest. Die EU dürfe "Fortpflanzungstourismus" und den "Markt für Leihmutterschaften" nicht als gegebene oder unumkehrbare Sache annehmen.

Einen ersten rechtlichen Ansatzpunkt sieht die ComECE-Arbeitsgruppe in einer EU-weit einheitlichen rechtlichen Umsetzung des Grundsatzes, wonach ein Kind rechtlich stets das Kind der gebärende Mutter ist. Die Suche nach gemeinsamen Regeln und Praktiken könne hier dabei ansetzen, die Anerkennung von Geburtsurkunden in Fällen, bei denen Leihmüttern ein Entgelt gezahlt wurde, zu verweigern, heißt es in der Stellungnahme. "Jede andere Haltung der Gerichts- oder Verwaltungsbehörden würde nur dazu beitragen, dass das Handelssystem der Leihmutterschaft weiter gedeiht."

Das Schicksal dieses Kindes hat viele bewegt: Australische Eltern lassen Baby ´Gammy´ wegen Downsyndrom bei Leihmutter zurück und nehmen nur die gesunde Zwillingsschwester (engl.)


Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Leihmutterschaft

  1. UNO: Vatikan fordert weltweites Aus für Leihmutterschaft
  2. Christdemokraten für das Leben (CDL): Frauen schützen – Leihmutterschaft und Eizellspende verbieten
  3. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  4. Leihmutterschaft ist „für Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung von Frauen und Kindern verantwortlich“
  5. UN-Sonderberichterstatterin: Leihmutterschaft ist Gewalt gegen Frauen und Kinder
  6. EU-Initiative begünstigt Leihmutterschaft "durch die Hintertür"
  7. Ethikerin: Leihmutterschaft nach Skandal in Ukraine verbieten
  8. Kindeswohl als zentrales Kriterium
  9. Lackner: Urteil zu Leihmutterschaft widerspricht Menschenrechten
  10. Indien: Ärzte fordern schärfere Kontrolle in Leihmutterschaftskliniken







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz