Login




oder neu registrieren?

Ein Hinweis: Die mobile Version von kath.net startet in einigen Tagen. Bitte noch um etwas Geduld!

Aktuelles Chronik Deutschland Österreich Schweiz Kommentar Interview Weltkirche
Prolife Familie Jugend Spirituelles Kultur Buchtipp Reise English

Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Kommt Corona-Impfpflicht?
  2. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  3. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  4. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  5. Weihwasser aus der Spritzpistole
  6. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  7. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  8. Die Schuhe sind längst zu klein
  9. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  10. Forscher warnen: 1,2 Millionen Kinder weltweit werden indirekt durch Corona sterben

Luxemburg trennt Religionsgemeinschaften vom Staat

21. Jänner 2015 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Hollerich: «Es ist ein Abkommen, das uns viel kostet, das viele Punkte beinhaltet, die uns wehtun, das aber auch Chancen für die Zukunft enthält». Mit diesem Kompromiss könne die katholische Kirche leben, «auch wenn er wehtut».


Luxemburg (kath.net/KNA) Luxemburg hat das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften neu definiert. Der Kompromiss über das Abkommen zur Trennung von Glaubensgemeinschaften und dem Staat sei zunächst am Montagabend mündlich vereinbart worden, zitiert die Tageszeitung Luxemburger Wort (Dienstag) Premierminister Xavier Bettel. Er werde nun die parlamentarischen Ausschüsse informieren. Inhaltliche Details zu dem Abkommen nannte Bettel nicht.

Fest steht nach seinen Worten, dass die Artikel 22 und 106, die das Miteinander zwischen Religionen und Staat bislang regelten, aus der Verfassung gestrichen werden sollen. Damit gebe es auch keine Verpflichtung des Staates gegenüber den Glaubensgemeinschaften mehr, so Bettel. Neben der Finanzierung der Kultusdiener geht es in dem Dokument auch um den Werteunterricht an Schulen. Das Abkommen kann erst gültig werden, wenn es mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament angenommen wird.

Auch Luxemburgs Erzbischof Jean-Claude Hollerich nannte nach der Unterredung keine Details. «Es ist ein Abkommen, das uns viel kostet, das viele Punkte beinhaltet, die uns wehtun, das aber auch Chancen für die Zukunft enthält», so der Erzbischof. Er sprach von einem Kompromiss, mit dem die katholische Kirche leben könne, «auch wenn er wehtut».

Die Regierung habe sich mit ihrem Willen nach einer Trennung von Kirche und Staat durchsetzen können, «aber auf eine Art und Weise, die uns nicht kaputtmacht». Man müsse den veränderten gesellschaftlichen Begebenheiten Rechnung tragen. Zu dem Werteunterricht, der nun eingeführt werden soll, betonte Hollerich, er hätte natürlich die Beibehaltung des Religionsunterrichts oder auch einen «Religionenunterricht» bevorzugt.

Der Vertreter der Shura, Sabahudin Selimovic, begrüßte das Abkommen als das «Ende der Diskriminierung der muslimischen Gemeinschaft». Nach der katholischen Kirche, der israelitischen Kultusgemeinschaft, der anglikanischen Kirche, der orthodoxen Kirche, der protestantischen und der reformierten protestantischen Kirche soll nun auch die muslimische Glaubensgemeinschaft in den Genuss einer Konvention kommen.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 confrater-stefan 23. Jänner 2015 
 

Schade, dass so wenig bekannt gegeben wird - aber das dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass es nich nicht rechtsgültig ist. Es wäre gut zu erfahren, was genau ausgehadelt worden ist, bevor das alles umgesetzt wird.


0

0
 
 Tamburinus 21. Jänner 2015 

II. Vat. Konz., Gaudium et spes, Nr. 76

"Das Irdische u.das,was am konkreten Menschen diese Welt übersteigt,sind miteinander eng verbunden,und d.Kirche selbst bedient sich des Zeitlichen,soweit es ihre eigene Sendung erfordert.Doch setzt sie ihre Hoffnung nicht auf Privilegien,die ihr von d.staatl.Autorität angeboten werden.Sie wird sogar auf d.Ausübung von legitim erworbenen Rechten
verzichten,wenn feststeht,daß durch deren Inanspruchnahme d.Lauterkeit ihres Zeugnisses in Frage gestellt ist, od.wenn veränderte Lebensverhältnisse eine andere Regelung fordern.Immer und überall aber nimmt sie d.Recht in Anspruch,in wahrer Freiheit den Glauben zu verkünden,ihre Soziallehre kundzumachen,ihren Auftrag unter d.Menschen unbehindert zu erfüllen und auch politische Angelegenheiten einer sittlichen Beurteilung zu unterstellen, wenn die Grundrechte d.menschl.Person od.das Heil d.Seelen es verlangen.Sie wendet dabei alle,aber auch nur jene Mittel an,welche d.Evangelium und d.Wohl aller je nach d.verschied.Zeiten u.Verhältnissen entspr."


0

0
 
 Smaragdos 21. Jänner 2015 
 

Werteunterricht statt Religionsunterricht?

"Zu dem Werteunterricht, der nun eingeführt werden soll, betonte Hollerich, er hätte natürlich die Beibehaltung des Religionsunterrichts... bevorzugt."

So ein Schwachsinn, den Religionsunterricht durch einen Werteunterricht zu ersetzen: Woher sollen denn jetzt die Werte kommen? Vom säkularisierten Fürstentum? Selbst die Säkularisierung ist eine Möglichkeit, die nur das Christentum bietet dank dem ihm innewohnenden Wert der (Religions- und Meinungs-)Freiheit. Sucht doch mal den Wert der Freiheit im Islam...


10

0
 
 Smaragdos 21. Jänner 2015 
 

Keine Islamisierung Europas?

"Nach der katholischen Kirche, der israelitischen Kultusgemeinschaft, der anglikanischen Kirche, der orthodoxen Kirche, der protestantischen und der reformierten protestantischen Kirche soll nun auch die muslimische Glaubensgemeinschaft in den Genuss einer Konvention kommen."

Gehört nun der Islam offiziell zu Luxemburg? Wo bleibt Lugida? Die Islamisierung Europas lässt grüßen!


12

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Luxemburg

  1. Neo-Kardinal Hollerich relativiert die Zölibatsverpflichtung
  2. Früherer Luxemburger Generalvikar will kein Priester mehr sein
  3. Geldkürzungen für Priester?
  4. Gegner der Homosexuellen-Ehe in Luxemburg gehen vor Gericht
  5. Luxemburg: Christdemokraten wollen Religionsunterricht abschaffen
  6. Neuer Erzbischof für Luxemburg
  7. Jean-Claude Hollerich wird neuer Erzbischof von Luxemburg
  8. Vatikan: Ehrung für Großherzog von Luxemburg
  9. 'Ihre Entscheidung ist ein Beispiel für Mut und Loyalität zum Glauben'
  10. Großherzog Henri, der neue Held aus Luxemburg







Top-10

meist-gelesen

  1. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  2. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  3. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  4. Die Schuhe sind längst zu klein
  5. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  6. Österreichische Bischöfe restriktiver als von Regierung gefordert!
  7. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  8. Vom Lehramt längst beantwortet
  9. Weihwasser aus der Spritzpistole
  10. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz | US