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'Katholiken müssen nicht wie Kaninchen sein'

20. Jänner 2015 in Weltkirche, 57 Lesermeinungen
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Wortlaut der Aussage von Papst Franziskus zu verantworteter Elternschaft


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Katholiken sollen sich nach den Worten von Papst Franziskus nicht "wie Kaninchen" vermehren, aber offen für Kinder sein. Während des Flugs von Manila nach Rom äußerte sich der Papst am Montag vor Journalisten mit Blick auf die hohe Geburtenrate und die Armut auf den Philippinen zum katholischen Konzept der "verantworteten Elternschaft". "Kathpress" dokumentiert die betreffende Passage der vom Vatikan verbreiteten Mitschrift in eigener Übersetzung:

Ich glaube, dass die von Ihnen angesprochene Zahl von drei Kindern je Familie jene ist, die Experten für den Erhalt der Bevölkerung als wichtig ansehen. Drei pro Paar, nicht wahr? Wenn diese Zahl sinkt, kommt es zum anderen Extrem, das in Italien passiert. Wie ich gehört habe - ich weiß nicht, ob es stimmt -, gibt es dort 2024 nicht mehr das Geld, um die Pensionen auszuzahlen. Daher ist das Schlüsselwort, um darauf zu antworten, das die Kirche und auch ich immer benutzen: verantwortete Elternschaft.


Wie macht man das? Im Dialog. Jede Person sollte mit ihrem Seelsorger besprechen, wie man verantwortete Elternschaft gewährleistet. (...)

Einige glauben - entschuldigt bitte das Wort -, um gute Katholiken zu sein, müssen wir sein wie Kaninchen, nicht wahr? Nein. Verantwortete Elternschaft. Das ist klar. Und dafür gibt es in der Kirche Gruppen von Ehepaaren, es gibt die Experten dafür, es gibt Seelsorger, und man aufsucht. Ich kenne viele, viele erlaubte Wege, die in einem solchen Fall geholfen haben. (...)

Noch eine andere Sache, die damit unmittelbar nichts zu tun hat, die aber in einer Beziehung dazu steht: Für sehr arme Menschen ist ein Kind ein Schatz. Es ist wahr, man muss auch hier klug sein. Aber für sie ist ein Kind ein Schatz. Gott weiß, wie er ihnen helfen kann.

Einige sind vielleicht darin nicht klug, das stimmt. Verantwortete Elternschaft. Aber man muss auch die Aufopferungsbereitschaft jener Väter und Mütter sehen, die in jedem Kind einen Schatz sehen.

Papstbemerkung im italienischen Original: ´Einige glauben ... um gute Katholiken zu sein, müssen wir sein wie Kaninchen...´


Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Paddel 26. Jänner 2015 

@Kant

Richtig, der Knackpunkt ist die Fruchtbarkeit und gerade deswegen gibt es einen Unterschied zwichen Verhütung und NER. Bei NER wird nämlich die Fruchtbarkeit geachtet! Bei der Verhütung verachtet! Abgesehen davon wird bei der Verhütung (außer bei Kondomen)die Gesundheit der Mutter beeinträchtigt und sie ist im Zweifelsfall für ein Kind tödlich. Bei Kondomen ist der Geschlechtsakt nicht im göttlichen Sinne, als meines erachtens nicht sakramental (darüber hätte ich gerne eine Antwort) und erst recht nicht besonders schön und zu "unsicher".
Ich sehe das Problem wie Sie (mit der Rechtfertigung), aber das liegt eben daran, dass der Papst hier falsch verstanden wurde. Wir sind ja genau in dieser Situation, aber darin liegt auch die Chance mit den Leuten über dieses Thema ins Gespräch zu kommen!! Das hat der Papst bewirkt, dass wir nun herausgefordert werden den Standpunkt zu erklären. Seid fruchtbar! Ja, in verantworteter! und großherziger Elternschaft!


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 Adson_von_Melk 24. Jänner 2015 

Außerdem, @Kant: Lesen Sie den Karnickel-Sager nicht schon durch eine recht unfreundliche Brille?

Zunächst sagt der Papst, dass der Schmuck der katholischen Familie nicht in einer möglichst großen, sondern in einer verantworteten Kinderzahl liegt. Damit - abgesehen von knackigen Karnickeln - wiederholt er päpstliche Lehre, die inzwischen an die 100 Jahre alt ist. Er nimmt dann auch, im Wege eines Zitats von Fachleuten für eine gesunde Demografie, einen Richtwert von drei Kindern pro Ehepaar in den Mund.

Und jetzt geschieht das Wundersame:

Nach Ansicht vieler, nach Ansicht auch und gerade frommer Katholiken, soll sich hierdurch ein Ehepaar mit sechs Kindern angeblich irgendwie angegriffen fühlen, ein absichtlich kinderloses Paar aber angeblich nicht.

Ummm ... öhhhh ... Wieso denn das, bitte? Welcher der beiden Fälle ist (zumindest bei Westlern) der häufigere? Wem hat Franziskus also eher ins Gewissen geredet?

Noch wundersamer ist da nur noch die große Sehnsucht mancher Deutscher, die "drei" überhaupt gleich als Vorschrift zu lesen. Diederich Heßling lässt grüßen?


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 Adson_von_Melk 24. Jänner 2015 

Jesus muss(te) aber einfache Menschen nehmen - andere hat(te) er nicht zur Verfügung

Also sagte er "Tu es Petrus" zu einem einfachen Fischer. Wie wir wissen war das zu Beginn ein sehr roher, unbehauener Fels. Er sagte es dann, das glaube ich als Katholik, auch zu bald 270 Nachfolgern des Fischers.

Und da beginne ich mich jetzt zu wundern: Warum haben manche speziell mit Jorge Mario Bergoglio ein Problem? Wegen seiner direkten, volkstümlichen Sprache? Das kann ich nicht nachvollziehen, bzw. nicht stärker als ein Fremdeln gegenüber Joseph Ratzinger wegen seines behüteten Gelehrtenlebens. Ich selbst achte und ehre sie alle beide.

Ins Grübeln komme ich bei völlig anderen Namen: Giovanni di Medici, Giuliano della Rovere, Rodrigo Borgia. Und wahrscheinlich am meisten graut mir vor Bartolomeo Prignano.

Diese Herren sind mir weniger Felsen als Stolpersteine. Mit Benedikt und Franziskus (eigentlich mit allen Päpsten seit gut 300 Jahren) ist alles wunderbar.


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 Kant 24. Jänner 2015 

Adson_von_Melk: „Tu es Petrus!“ – Mythos oder Realtiät?

Sie schreiben: „himmelweiter Unterschied“? Ja und nein. Rufen wir uns noch einmal in Erinnerung, was Jesus zu Petrus und allen seinen Nachfolgern sagt:
„Tu es Petrus, et super hanc petram
Aedificabo Ecclesiam meam,
Et portae inferi non praevalebunt adversus eam:
Et tibi dabo claves
Regni coelorum.
Quodcumque ligaveris super terram,
Erit ligatum et in coelis;
Et quodcumque solveris super terram
Erit solutum et in coelis.“
Und nun der Unterschied. Während Jesus der Sohn Gottes und der Erlöser des Menschengeschlechts i s t , hat Jesus Jorge Bergoglio das Petrus-Amt nur anvertraut. Aber Jesus hat auch ihm verheißen, „Petrus“ zu sein, der Stein, auf dem er vom Himmel aus heute seine Kirche baut. Aber mit „Karnickeln“ und „eins auf die Nase“ fragen sich die Leute zu Recht (Sie z.B.): kann denn ein einfacher Mensch wirklich „Petrus“ sein, ist das nicht auch ein Mythos. Und das nennt man eben – da stimme ich Ihrer Diagnose zu – Entmythologisierung.


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 Kant 24. Jänner 2015 

@Paddel: „Seid fruchtbar und vermehrt euch!“

Sie schreiben: „Wir Katholiken bekommen nämlich die Kinder nicht wie die Kaninchen, ...“ Stimmt! Ja, was ist denn dann eigentlich das Problem am Kaninchen-Vergleich des Papstes? Das Problem ist nicht der Vergleich an sich, sondern der Vergleichspunkt, die Fruchtbarkeit. Selbstverständlich ist der Mensch kein Kaninchen, ist die menschliche Sexualität anders als die tierische bzw. sollte sie das sein. Aber was die Fruchtbarkeit angeht, eben nicht! „Seid fruchtbar und vermehrt euch!“ ist interessanterweise sogar das erste Gebot das Gott, den Menschen in der Bibel gibt. Ausnahmen (Verhütung / Familienplanung) bestätigen die Regel, begründen aber keinen wesentlichen Unterschied. Mit Berufung auf den Papst müssen Mann und Frau jetzt nicht mehr begründen, warum sie verhüten – sie sagen einfach: „Wir sind doch keine Karnickel!“ –, sondern sie müssen begründen, warum sie sich nach drei Kindern immer noch wie die Karnickel verhalten.


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 Adson_von_Melk 23. Jänner 2015 

Aber lieber @Kant, sicher ist ihnen klar, was für ein himmelweiter Unterschied das ist

Falls es jemandem hier nicht klar ist, lassen Sie mich voraus schicken, dass Christus für mich kein "Mythos" ist:

Credo in unum Dominum Iesum Christum,
Filium Dei unigenitum, et ex Patre natum ante omnia sæcula.
Deum de Deo, Lumen de Lumine, Deum verum de Deo vero, genitum non factum,
consubstantialem Patri; per quem omnia facta sunt. Qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de cælis (cœlis). Et incarnatus est

Der Papst dagegen ist ein argentinischer Ordensmann,Jahrgang 1936. Sein noch lebender Vorgänger ist ein bayrischer Universitätsprfessor und geht auf die 90 zu. Beide sind entfernte Nachfolger eines anfangs mehr begeisterungs- als durchhaltefähigen Fischers, haben aber genuso wie dieser das Amt übernommen, die Kirche Christi zu leiten.

Hilft nix: Der Papst ist auch nur ein Mensch.
Es ist spirituell ungesund, ihn zum Halbgott in Weiß zu stilisieren. Gerade durch Benedikts Rücktritt und jetzt bei Franziskus ist das unmöglich - und das ist gut so.


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 Kant 22. Jänner 2015 

@Adson_von_Melk: Entmythologisierung? Schade!

Sie schreiben: „Meine vorläufige Erklärung ist, dass der Papst als MENSCH mit dem Papst als MYTHOS bricht.“ Sie könnten Recht haben! Vielleicht erleben wir gerade die Entmythologisierung des „Du bist Petrus ...“ nach der durch unsere aufgeklärte Welt schon „erfolgreich“ vorgenommene Entmythologisierung des „Du bist Christus ...“ Das fände ich persönlich sehr schade!


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 Paddel 22. Jänner 2015 

Bei längerem Nachdenken finde ich die Kaninchenäußerung treffend.

Wir Katholiken bekommen nämlich die Kinder nicht wie die Kaninchen, weil wir es nicht besser wüssten. Die deutschen Journalisten wollten doch indirekt dem Papst den Vorwurf machen, dass die katholischen armen philippinschen Familien deshalb arm sind, weil sie viele Kinder haben und nicht verhüten dürfen. Aber die haben diese vielen Kinder, weil sie jedes Kind als Schatz betrachten (wie der Papst weiter formulierte), auch wenn es sie arm macht. Auch wenn es zuweilen menschlich unvernünftig erscheint, so lässt Gott seine Hilfe zuteil werden. Also um katholisch zu sein muss man nicht Kinder bekommen wie Kaninchen, sondern ein Katholik ist kinderreich, weil er die Kinder als Schatz ansieht, als Geschenk! Der Kinderreichtum ist kein Zwang, kein notwendiges Übel, weil man nicht verhüten darf hics! Wir sind unserer Fruchtbarkeit nicht hilflos ausgeliefert, wie die unkastrierten Tiere sondern wir sehen sie als Geschenk und nicht als Last! Aber das kapieren viele nicht.


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 cornelie 22. Jänner 2015 
 

@Doda .. Sie haben Recht...

Eine Herausforderung ist es schon. Denken wir uns den ursprünglichen Inhalt herbei, so wurde die Äußerung mit Blick auf die Verantwortlichkeit getan. Da schließt sich der Kreis. Auch wenn Journalisten oder die Medien die "Kaninchen" aus dem Zusammenhang reißen, dann haben sie schlicht keinen guten Job gemacht. Der Kontext zählt - und da wird das "Karnickel"-Wortspiel doch zu einem liebevollen Hinweis, sich der Konsequenzen einer überreichen Kinderschar jederzeit bewusst zu sein. Immerhin hat der Papst eine riesige Diskussion losgetreten, in der hoffentlich das Wesentliche hängenbleibt... aller Kaninchenzüchter-Protestvereine zum Trotz :)


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 Fides Mariae 22. Jänner 2015 
 

Seid mal ein bisschen barmherzig

und verzeiht dem Papst einfach, dass er ins Fettnäpfchen getreten ist.


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  22. Jänner 2015 
 

@Cornelie ernst genommen werden?

Wir werden ernst genommen in der Welt, weil wir eben ein Oberhaupt haben, das sich nicht kontrolliert, sondern frei aus dem Herzen spricht Schreiben Sie.

Also ich sehe und lese wie die Medien, Komiker und kirchenfernen Menschen sich sarkastisch über den Kaninchen- Vergleich des Papstes lustig machen und diese Äußerung des Papstes hernehmen um kinderreiche kath. Familien zu veralbern und zu verspotten. Von ernst genommen werden kann hier nicht die Rede sein.


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 Diasporakatholik 22. Jänner 2015 
 

@doda

Genau so etwas wie Sie hat auch meine Frau mit 2 Zeugen Jehovas erlebt,
als sie mit ihnen die Bibel vornahm und auslegte.

Waren u.a. völlig erstaunt über die verschiedenen Bibel-ausgaben und -übersetzungen.
Sie hat als u.a. ehemalige Religionslehrerin natürlich auch Ahnung.


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 doda 22. Jänner 2015 

OK, @cornelie, das ist eine Möglichkeit des Miteinanders.
Ich bezeuge bei derartigen Gelegenheiten immer meinen katholischen Glauben, aufmerksam bemüht, meine Wertschätzung für die andere Person zum Ausdruck zu bringen.
Einer der Zeugen Jehovas, ein Niederländer, sagte mir, er habe noch nie mit einem so von seinem Glauben überzeugten und informierten katholischen Menschen gesprochen.
Ihre Variante ließe diese Chance vorbeiziehen.
Steht nicht in der Bibel, daß wir berufen sind, jederzeit gerne und freimütig die gute Botschaft die wir erkannt haben, in Wort und Tat zu bezeugen?
So eine Karnickel-Äußerung eines 'geistigen Oberhauptes' wird da zu einer zusätzlichen Herausforderung, finde ich.


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 cornelie 21. Jänner 2015 
 

@Doda

Wieso müssen Sie den Zeugen Jehovas auf Fragen antworten? Danken Sie doch für den Besuch, sagen Sie, dass Sie Ihren Glauben haben... und ein geistiges Oberhaupt Ihrer Glaubensgemeinschaft, über das Sie nicht diskutieren werden - dann haben Sie Stellung bezogen, ohne die Besucher zu beleidigen.


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 doda 21. Jänner 2015 

Heute Nachmittag hatte ich Besuch von zwei Zeugen Jehovas

und was fragten sie mich als erstes, nachdem ich Ihnen gesagt hatte, daß ich katholisch bin? "Wie finden Sie das, was der Papst in den letzten Tagen gesagt hat?" Und meinten insbesondere das mit den Karnickeln.
Ich antwortete, der Papst sei katholisch und ja, ich hätte dies anders gesagt.
Was soll man anderes sagen? Ich weiß es nicht.


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 argus 21. Jänner 2015 
 

Die kleine Schar und so viel Undankbarkeit

diese Verhältnismässigkeit erstaunt.Die Beurteilung welche der Feststellung " und wer es wissen will, weiß genau, was er meint"-unterstellt ein" nicht Wollen"Woher nimmt man Solches "Sich über den Anderen stellen"?Über Klarheit von Aussagen:Popper zu lesen wäre keine Schande.Bei Papst Benedikt durfte man immer erkennen "Das Wort ist Fleisch geworden". Authentizität wo liegt sie?


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 alexius 21. Jänner 2015 

Weltweite Glaubwürdigkeit des Papstes ein riesiges Geschenk für Menschen und Kirche

Nur scheint es da eine ganz kleine Schar zu geben, die es nicht begreift, und deshalb kann ich nur noch den Kopf schütteln über so viel Undankbarkeit gegenüber dem Nachfolger des heiligen Petrus, wie sie hier nachzulesen ist. Nein, es braucht keine (neuen) Berater, sondern Franziskus gewinnt immer durch seine Authentizität, und wer es wissen will, weiß genau, was er meint, wenn er offen spricht. Gut, dass der Papst nicht demokratisch gewählt, sondern von Gott erwählt ist, das ist unser katholischer Glaube.


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 Adson_von_Melk 21. Jänner 2015 

Die feindselige Wortklauberei in Aussagen von Papst Franziskus hat ein Ausmaß erreicht

an das nicht einmal bei Papst Benedikt zu denken war, und der hatte eine Menge Feinde. Das Traurige daran ist, dass diese Entschlossenheit, ein Wort möglichst negativ auszudeuten immer wieder von solchen kommt, die sich für besonders gute Katholiken halten.

Meine vorläufige Erklärung ist, dass der Papst als MENSCH mit dem Papst als MYTHOS bricht.

Ich bin ja auch noch mit der Vorstellung aufgewachsten, der Papst wäre so etwas wie ein Weltorakel, dem alle Tage der Hl.Geist auf der Schulter sitzt und ihm wörtlich eingibt, was zu sagen ist. Theoretisch wurde immer beteuert, auch ein Papst sei natürlich(!) nur in seltenen Ausnahmefällen unfehlbar. Praktisch aber war Widerspruch im kleinsten Punkt schon ein Sakrileg.

Dieses Papstbild wird von Franziskus gründlich demontiert:
Er ist nicht der Mann, der die Lösungen aus der Tasche zieht, dafür haben die Leute bei ihm das Gefühl, dass er ihre Fragen versteht.

Franziskus ist Papst - aber anders. Die Zeit wird es weisen.


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 cornelie 21. Jänner 2015 
 

@Dismas

Wir werden ernst genommen in der Welt, weil wir eben ein Oberhaupt haben, das sich nicht kontrolliert, sondern frei aus dem Herzen spricht. Und ich betone: aus dem Herzen. Denn der Glaube ist eine Herzensangelegenheit, keine Presse-kompartible Geschichte. Was mir hier oft fehlt, das ist das Fundament, die Warmherzigkeit, die Fröhlichkeit, der Humor, das Herz für das Große Ganze.


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 Dismas 21. Jänner 2015 

Papst Franz sollte sich wirklich endlich beraten

lassen, was und wie man etwas im Gegenwart der Presse äußert. Ein Papst ist eben kein Dorfpfarrer. Das ist m.E. die falsche Leutseligkeit (Menschen mit Karnickel vergleichen,nächstes Mal spricht er von "Schnakseln"?? Das geht nicht, bezeichnender Weise regen sich über den Vergleich nur Karnickelzüchter auf, aber sind K. wichtiger als Menschen?). Dass unsere Presse daraus Honig saugt ist klar, der Umgang ist anders als mit Benedikt XVI.,man tut so, als wäre Papst Franz ein "Revolutonär". so stellt man die richtige Aussage zur "verantworteten Elternschaft" als "NEU", dabei ist dieses längst bekannt und von den Vorgängern immer auch betont worden.Ich denke bei "Ich"-Form spricht er nur sein Privatmeinung, eine Kirchliche Meinung sehe ich in der "wir" -Form.Allerdings sollte sich m.E. ein Papst mit seiner persönlichen Meinung wirklich sehr zurückhalten, er ist eben keine Privatperson,sondern "in den Ketten Petri".


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 Stanley 21. Jänner 2015 
 

@Bonifaz2010

Ich darf Sie auf die Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten vom 21.01. aufmerksam machen, dessen ausführlicher Journalisten-Kommentar sinngemäß genau das wiedergibt, was ich hier geschrieben habe!
Und Sie wollen doch wohl nicht behaupten, die Stuttgarter Nachrichten würden die Position der Piusbruderschaft vertreten?
Zudem haben sich meine Befürchtungen hinsichtlich gewisser Falschübersetzungen des Papst-Interviews in den Massenmedien vollauf bestätigt.


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 cornelie 21. Jänner 2015 
 

@stanley

Sie sind lustig: "Majestätsplural." Die letzten Monate sollte uns gezeigt haben, dass der Papst keinen Wert auf sogenannte "Majestätschaft" legt. Es geht doch um den Inhalt. Der Inhalt seiner Aussagen ist ganz deutlich. Man möge sich (vor der Vermehrung) Gedanken um die Verantwortung machen, die mit einer ausschweifenden Kinderzahl zusammenhängt. Es gäbe Katholiken, die der Auffassung seien, dass es die Pflicht gäbe, sich "wie die Kaninchen" zu vermehren - und diese Pflicht gäbe es mit Blick auf die Verantwortlichkeit eben nicht. Das ist ein klares Statement, da gibt es nichts zu deuten. Und ich finde eins: Böse oder abwertend war das Bild der "Kaninchen" ganz sicher nicht gemeint.


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 Theodor69 21. Jänner 2015 
 

Die Aussage des Papstes soll befreiend sein

Kann mich an ein Klartext von WB Laun erinnern, in dem er beschrieb dass eine Frau bei ihm gebeichtet hätte sie habe Sex (in der Ehe) gehabt ohne Kinderwunsch. Und es war für die Frau richtig befreiend von WB Laun zu hören, dass dies nicht etwas grundsätzlich Schlechtes sei. Aber leider entstehen manchmal so merkwürdige Moralvorschriften, die aus katholischer Sicht nicht haltbar sind. Der Papst hat ja auch nicht gesagt, dass sich die Katholiken nicht (wie Kaninchen) vermehren sollen, sondern widerspricht der Auffassung „um gute Katholiken zu sein, müssen wir sein wie Kaninchen“. Das ist ein großer Unterschied. Im obigen Artikel finde ich das auch etwas irreführend wiedergegeben. „Katholiken sollen sich nach den Worten von Papst Franziskus nicht "wie Kaninchen" vermehren“. Würde hier „sollen…nicht“ durch „müssen…nicht“ ersetzen.


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 Bonifaz2010 21. Jänner 2015 
 

@Stanley

Ihre Argumentation erinnert an die der Piusbruderschaft: Wir erkennen Franziskus als Papst an, aber wenn er etwas sagt, was uns nicht passt, handelt es sich bloß um seine unverbindliche Privatmeinung und braucht uns nicht weiter zu interessieren.

Für den Katholiken gilt jedoch auch insoweit: Wer euch hört, hört mich. (Lk 10,16)


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 bücherwurm 21. Jänner 2015 

@rowantree: Die Moderation macht Sie freundlich darauf aufmerksam,

dass Sie mit Ihrer Aussage über die Karnickelbemerkung des Papstes leider komplett falsch liegen. Bitte informieren Sie sich hier im Video anhand der Originalaufzeichnung der Papstaussage:

www.kathtube.com/player.php?id=36697


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 Stanley 21. Jänner 2015 
 

@cornelie

Der Papst benutzt 5 Mal das Personalpronomen "ich" anstelle des sogenannten Majestätsplurals, mit dem die Päpste sonst immer verdeutlicht haben, dass sie eben keine eigene Privatmeinung vertreten, sondern die klare und verbindliche Lehre der Kirche, welche die Lehre Jesu Christi selbst ist!
Im Zweifel vertritt Papst Fanziskus also sehr wohl seine eigene Meinung als Privatperson!
An keiner Stelle habe ich behauptet, der Hl. Vater sei sich seiner Aussagen nicht bewusst. Ganz im Gegenteil bin ich der Ansicht, dass er sich seiner Aussagen sehr wohl bewusst ist.
Auch bin ich auf den Inhalt seiner Aussage bisher nicht eingegangen - aus Respekt vor seinem Amt.


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 Holterdipolter 21. Jänner 2015 
 

@Reichert:

Verschiedene Methoden aus dem Gedächtnis aufgezählt:

Billings-Methode: global gesehen in der kath. Kirche wahrscheinlich viel weiter verbreitet als die NER.

Reine Temperaturmessmethode: wurde vor allem von Mutter Theresa gelehrt.

Dörring: Prof. Rötzer berief sich in seinen Vorträgen oft auf die Untersuchungen von Prof. Dr. Gerd K. Dörring.

Methode der WHO (Perlenschnur) vor allem für Entwicklungsländer gedacht.

Einen Methodenvergleich finden Sie in der Diss. von P. Frank und E. Raith „Natürliche Familienplanung, Physiologische Grundlagen, Methodenvergleich, Wirksamkeit, eine Einführung für Ärzte und Berater“ mit einem Geleitwort von G.K.Döring, Springer-Verlag 1985.


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 Diasporakatholik 21. Jänner 2015 
 

@reichert

Sie haben recht ebenso wie @maxjosef mit seiner Geschwätzigkeitskritik.

Wie wäre es mal mit einer detaillierten schriftlichen Verlautbarung des Hl. Vaters über die "vielen ihm bekannten erlaubten Verhütungswege" mit praktischen Hinweisen für die Gläubigen, wo und wie sie diese gehen können????

Bei uns im flächengrößten deutschen Bistum wird jedenfalls nur an einer einzigen Caritasstelle (weit entfernt in Ost-Holstein) angeblich NER vermittelt...


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 nurmut 21. Jänner 2015 
 

Verantwortete Elternschaft!

Darum geht es!
Das ist die Haupaussage des Papstes.
Gott hat uns den Verstand gegeben und das Ehepaar muss selbst (gemeinsam) entscheiden, zu welcher Zeit und auch wie viele Kinder es von der Güte Gottes erhofft.
Ja, das Ehepaar kann dies entscheiden, weil die biologischen Vorgänge bei der Entstehung des Lebens bereits bekannt sind.
Dies bedeutet vor allem verantwortungsvoll zu sein gegenüber dem Leben, dem Ehepartner und der Familie. Und dies bedeutet auch Opfer und Verzicht. Ich vermute doch, dass der Papst auch darauf hinaus will, wenn er von verantworteter Elternschaft spricht.


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 Holterdipolter 21. Jänner 2015 
 

Katholiken müssen nicht und Katholiken brauchen nicht!

Mich fasziniert Papst Franziskus immer mehr! Er schafft es, mit ein paar flapsigen Worten, gleichzeitig die „guten“ Katholiken (die zum Lachen in den Keller gehen) alt aussehen zu lassen und den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wie oft habe ich mir als Vater und Großvater einer großen Familie (7 Kinder, 5 Schwiegerkinder, 11 Enkelkinder, Tendenz stark steigend) abschätzig anhören müssen: „Das sich ja Katholiken. Die vermehren sich wie die Kaninchen weil sie nicht verhüten dürfen und dann leben sie von der Kinderbeihilfe!“ Die Antwort von Papst Franziskus war eindeutig: Katholiken MÜSSEN sich NICHT wie Kaninchen vermehren. Und: Katholiken BRAUCHEN NICHT verhüten, sie kennen ja den Gott gewollten Lebensweg mit einer der vielen Methoden der natürlichen Familienplanung.

Danke Papst Franziskus für die klaren Worte! Ich spüre förmlich, wie Dein Herz gelacht hat bei dieser Aussage. Und die künstliche Aufregung auf beiden Seiten gibt Dir recht!


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 Weinberg 20. Jänner 2015 
 

@ rowantree: "come i conigli" - wie die Karnickel !

Hier liegt keine böswillige Übersetzung vor, vielmehr ist Ihre englische Version eher etwas beschönigend. Papst Franziskus hat sein Interview auf Italienisch gegeben. Das Original-Zitat lautet: "Alcuni credono - scusatemi la parola - che per essere buoni cattolici dobbiamo essere come i conigli." Die Übersetzung von "Kathpress" ist völlig zutreffend.


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 Monika Rheinschmitt 20. Jänner 2015 
 

doch Kaninchen

@rowantree
Unter
http://it.radiovaticana.va/news/2015/01/19/papa,_aereo_trascrizione_integrale_del_testo/1119009
kann man das italienische Transskript des Papst-Interviews lesen.
Darin heißt es in der Antwort auf die zehnte Frage:
"Alcuni credono che – scusatemi la parola, eh? – per essere buoni cattolici dobbiamo essere come conigli, no?"
mit Google-Translator übersetzt:
"Einige glauben, dass - entschuldigen Sie das Wort, nicht wahr? - Sein ein guter Katholik muss wie Kaninchen sein, nicht wahr?"
Laut Wörterbuch heißt "coniglio" das Kaninchen, Plural: die Kaninchen.


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 kmh 20. Jänner 2015 
 

Kaiserschnitte

Also, wer nach dem vierten Kaiserschnitt seine Frau nicht in Ruhe lässt und sich enthält, gehört wirklich übers Knie gelegt, sinnbildlich gesprochen. Seine Frau und das Kind im Bauch dermassen in Gefahr zu bringen ist grob fahrlässig. Der Kopf ist zum Denken, katholisch sein heisst auch, nie gegen die Vernunft zu handeln, und die Medizin hat da ihre Grenzen. Ich denke auch nicht, dass das irgendetwas mit Modernismus zu tun hat, die Hlg Hildegard von Bingen hat zu diesem Thema einiges zu sagen!!


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 Reichert 20. Jänner 2015 
 

mkh

Danke für ihr klares Wort. Meine Frau und
ich haben keine Enkelkinder. Deshalb haben
wir uns einer christlichen jungen Familie
aus der Türkei angenommen. Obwohl der
Wunsch der Frau nur sechs Kinder waren,
ist sie seit Ende 2014 siebenfache Mutter. Für uns war es dennoch selbst-
verständlich dies als eine Fügung Gottes
anzusehen und unsere zeitliche und
finanzielle Unterstützung daran auszu-
richten. Wenn Eltern selbstverantwortet
und ihrem Gewissen entsprecchend ent-
scheiden, dann ist dies von jedermann
zu respektieren. Insofern fand ich die
Aussage des Papstes gegenüber der
bereits siebenfachen Mutter deplaziert.


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 kmh 20. Jänner 2015 
 

Full transcript-ganzes Interview hier:

http://www.catholicnewsagency.com/news/full-text-of-popes-in-flight-interview-from-manila-to-rome-84716/

Siehe vorletzter Abschnitt


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 bezader 20. Jänner 2015 
 

@rowantree

"Von Karnickeln war KEINESWEGS die Rede." Wirklich? Sind die Übersetzer so schlecht?
Whttp://americamagazine.org/content/dispatches/full-transcript-popes-press-conference-flight-manila
Some think that, excuse me if i use that word, that in order to be good Catholics we have to be like rabbits.

vaticaninsider.la stampa.it
Sì, Dio ti dà i mezzi, ma, scusatemi eh, c'è chi crede che per essere buoni cattolici dobbiamo essere come conigli, no?


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 Talitha kumi 20. Jänner 2015 
 

Ähm, gibt es schon konkrete Hinweise auf radikalisierte Elemente innerhalb der Karnickel-Züchter-Verbände?


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 cornelie 20. Jänner 2015 
 

@ alle

Mein letzter Eintrag in der Sache. Ich gebe Bonifaz2010 vollkommen Recht... dass jede Familie nur so viele Kinder in die Welt setzen sollte, wie dies wirtschaftlich von den Eltern verantwortet werden kann. Denn auf diese Weise gibt es weniger hungernde, sterbende Kinder auf der Welt. Das ist Verantwortung, das ist Glaube, das sind päpstliche Worte, die sich dem derzeitigen Zustand auf der Welt widmen - und nicht in Träumen verharren. So stelle ich mir das warmherzige, kluge und kompetente Oberhaupt einer Glaubensgemeinschaft vor, und ich bin stolz, dass dieser Papst komplett ernst genommen wird (in der Weltöffentlichkeit,)ein weiser Mann, an dem sich hoffentlich alle Menschen orientieren. Soetwas dient dem Weltfrieden immens.


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  20. Jänner 2015 
 

@annamarie

Aber wenn man nicht in der Lage ist seine Kinder zu ernähren, von medizinischer Versorgung und Bildung gar nicht zu sprechen, sollte man sie wirklich in oft so grosser Anzahl zur Welt bringen? Schreiben Sie.
Sie sehen das viel zu europäisch.
Wie gesagt, gerade weil keine medizinische Versorgung da ist und die Kindersterblichkeit hoch ist, bekommen viele Afrikaner viele Kinder.Die Armut verschwindet nicht damit, dass man nur zwei Kinder bekommt, wenn Armut Resultat von Ausbeutung und Korruption ist. Wenn Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, zur medizinischen Versorgung und Bildung haben, spielt es doch keine Rolle ob man nur zwei Kinder hat oder nicht. Verhungern tun arme Menschen auch mit keine oder wenigen Kindern. Die Gesellschaft in Afrika ist anders aufgebaut als hier in Europa. Viele Afrikaner können sich den Luxus eine Kleinfamilie zu gründen, nicht leisten, da sie Bauern sind und darauf angewiesen sind viele Kinder zu haben, die ihnen bei der schweren Landarbeit helfen.


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 resistance 20. Jänner 2015 
 

Worte so flott wie Kaninchen

Zunächst möchte ich mich entschuldigen. Als der Papst seine Kurie öffentlich ("spirituellen Alzheimer") blamierte schrieb ich "alle Achtung". Auch ein Papst kann in seinem Haus gegen Gummiwände laufen, aber er hätte solche Worte intern "an den Mann bringen müssen".
Der Papst spricht manchmal schnell und viel, Worte kommen da hervor so flott wie "Kaninchen".


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 Antonius Bacci 20. Jänner 2015 
 

Selbstdisziplin

Der Papst ist in seinem Reden und Handeln zunächst frei. Das heißt aber nicht, dass man als Katholik hier die Funktion eines "Jubelpersers" hat, der jede Aussage des Hl. Vaters unkritisch hinnimmt. Die Aufgabe des Papstes ist sehr schwierig. Von daher muss er bei jedem Wort genau überlegen, was er wie sagt. Spontane Äußerungen können da in unserer heutigen globalen Medienwelt zum Problem werden. Jenseits der inhaltlichen Implikationen scheint mir auch die Ausdrucksweise nicht unbedingt eines Papstes würdig zu sein. Natürlich kommen "lockere Sprüche" in unserer heutigen Zeit gut an. Aber die Frage sei erlaubt: Muss sich die Kirche hier anbiedern? Unüberlegte, etwas "flapsig" anmutende Aussagen können in gehäufter Form die Kirche ein wenig der Lächerlichkeit preisgeben, unabhängig davon, welcher Kirchenvertreter sie tätigt. Das sollte man auch im Auge behalten...


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  20. Jänner 2015 
 

annemarie 12

@frauke gruberSchon Johannes PaulI nannte die Armut in Afrika einen Skandal und natürlich haben sie mit ihrer Diagnose der Armut vollkommen recht. Ich habe Afrika mehrfach bereist und das Elend der Menschen und auch vor allem der Kinder "live"gesehen.
Aber wenn man nicht in der Lage ist seine Kinder zu ernähren, von medizinischer Versorgung und Bildung gar nicht zu sprechen, sollte man sie wirklich in oft so grosser Anzahl zur Welt bringen?


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 cornelie 20. Jänner 2015 
 

@ Stanley

... wann der Papst wieder die ihm angemessenen Wege zu Verlautbarungen nutzt? Aber das ist doch allein seine Entscheidung, was er für angemessen hält. Papstkritik, sich über den Heiligen Vater stellen finde ich ein wenig neben der Spur. Ich vermisse hier total die Ehrfurcht, die Demut auch, die seinen Statements gegenüber angemessen wären.


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 maxjosef 20. Jänner 2015 
 

Schlagzeile bei sueddeutsche.de heute:

Papst Franziskus: Mehret euch weniger!

Danke, Papst Franziskus, hast du wieder mal großartig gemacht...
Sehr lesenswert auch der Kommentar von Alexander Kissler bei Cicero (siehe Spalte links hier bei kath.net) Mir fällt es ebenso auf wie Herrn Kissler: In seiner Weihnachtsansprache tadelte Franziskus die Kurienbischöfe für ihre "Geschwätzigkeit", und er selber plappert munter in Interviews drauf los. Der arme Pater Lombardi wird wohl wieder Feuerwehr spielen müssen.


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 cornelie 20. Jänner 2015 
 

Nummer10

Moment? Der Papst muss sich besser beraten lassen? Von wem? Und warum? Wenn er seinen Meinung zu Weltthemen sagt, wird er sich darüber seine Gedanken gemacht haben, bevor er spricht. Denke ich mal. Denn dafür ist er der Papst. Ich bin gerade ganz fassungslos, wie hier an den Worten des Heiligen Vater herumkritisiert wird?


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 Nummer 10 20. Jänner 2015 

ARD 20 Uhr Nachrichten: Typisch verzerrte Meldung

Also: Unser lieber Papst Franziskus muss unbedingt besser beraten werden bezüglich seiner "spontanen Äußerungen"..... Die ARD und Co. stürzen sich ja geradezu auf solche lockeren Worte und zerteilen sie und versehen sie mit einer neuen Überschrift......
Die ARD behauptete heute gar, dass es nun eine NEUE (!!!!) Aussage gäbe zur Verhütung etc...... ARD lässt alles andere Weg und bringt die Aussage über die Karnickel - klar, weil die ARD böse ist. So fühlen sich alle katholischen kinderreichen Familien vom Papst beleidigtf und im Stich gelassen..... Der Papst weiß vermutlich nicht, was die Presse mit solchen Aussagen anstellt..... das ist sehr bedauerlich. Doch die Schuld liegt nicht beim Papst, sondern bei denen, die die Sätze verkürzen und verzerren....


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 rowantree 20. Jänner 2015 
 

Weit und breit keine Karnickel!

Alle,die hier ab und zu meine Kommentare lesen,wissen,daß ich mit Papst Franziskus gelegentlich Schwierigkeiten habe,und ich bin als romtreue Katholikin NICHT stolz darauf! Konvertiert unter Papst Benedikt und sozusagen "geschult" an seiner klaren, achtsam sich ausdrückenden Gelehrsamkeit,finde ich die Aussagen des jetzigen Papstes gelegentlich zu mißverständlich bzw.zu offen für Interpretationen.Diesmal muss ich ihn aber in Schutz nehmen!Wer hat hier WARUM derart böswillig und flapsig übersetzt?Von Karnickeln war KEINESWEGS die Rede.Erstens sollte man den Zusammenhang prüfen, zweitens ist im Englischen zu lesen,was nach Aussagen eines Freundes auch im Italienischen so dasteht(ich selber kann kein Italienisch): This does not mean that the Christian must make children IN SERIES. Wer es ganz genau wissen will,soll googeln:In flight press conference of the Holy Father from the Philippines to Rome. Frechheit,daß der Übersetzer da oben auch noch Gänsefüßchen setzt,als sei's ein echtes Zitat


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 antony 20. Jänner 2015 

Die lustigste Reaktion auf die Papstbemerkung ist diese hier:

FAZ online, Zitat:

Kaninchenzüchter kritisieren den Papst

Nach Papst Franziskus’ Äußerung, Katholiken müssten sich nicht wie „Karnickel“ vermehren, meldet sich Deutschlands höchster Kaninchenzüchter zu Wort: Die Aussage des Papstes sei pauschal und unnötig.

Kaninchenzüchter haben Papst Franziskus für seine „Karnickel“-Äußerung kritisiert. Man dürfe nicht allen Kaninchen pauschal ein erhöhtes Sexualverhalten unterstellen, sagte Erwin Leowsky, der Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter, am Dienstag. Die sexuellen Ausschweifungen träfen nur auf die freilebenden Tiere zu. Die Fortpflanzung bei Zuchtkaninchen verlaufe hingegen in geordneten Bahnen.

www.faz.net/aktuell/politik/kaninchenzuechter-kritisieren-den-papst-13381048.html


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 duesi 20. Jänner 2015 
 

Kaninchenzüchtern gefällt das nicht.

Nach „Karnickel“-Äußerung
Kaninchenzüchter kritisieren den Papst
Nach Papst Franziskus’ Äußerung, Katholiken müssten sich nicht wie „Karnickel“ vermehren, meldet sich Deutschlands höchster Kaninchenzüchter zu Wort: Die Aussage des Papstes sei pauschal und unnötig.
http://www.faz.net/aktuell/politik/kaninchenzuechter-kritisieren-den-papst-13381048.html


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 mkh 20. Jänner 2015 

Höhenflug?

Ich frage mich, wie hoch ein Flugzeug steigen muss, dass ein Papst sich zu solchen Aussagen hinreißen lässt.
Meine Frau und ich haben sieben Kinder und hätten gerne noch mehr gehabt. Ich empfinde die Worte des heiligen Vaters nicht gerade als schmeichelnd. Eher als diskriminierend...


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  20. Jänner 2015 
 

@annamarie Armut hat mit Kinderreichtum nicht zwangsläufig zu tun.

Gerade in landwirtschaftlich geprägten armen Ländern wie in Afrika, brauchen die Familien viele Kinder um zu überleben. Viele Kinder bedeuten Sicherheit und Versorgung im Alter und Arbeitskräfte. Jüngster Forschungen zeigen, dass Kinderreichtum nicht unbedingt Armut bedeutet. Viele Menschen sind arm, nicht etwa, weil sie viele Kinder haben sondern, weil Ausbeutung und Korruption in den Ländern grassieren. Ungerechte Wirtschaftsmodelle und Raubtierkapitalismus führen zur Verarmung und Verelendung vieler Völker.


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 Reichert 20. Jänner 2015 
 

Im letzten Teil der Papstaussagen heißt
es:Ich kenne viele, viele erlaubt Wege,
die in einem solchen Fall geholfen haben.
Mir ist eigentlich nur als legitime Mög-
lichkeit die natürliche Geburtenregelung
nach Prof.Rötzer bekannt. Wie lauten die
anderen?


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 Stanley 20. Jänner 2015 
 

Den Ort solcher päpstlicher Aussagen ...

halte ich für gefährlich und unangemessen.
Stets gibt der Papst seine Statements auf irgendwelchen Rückflügen vor Journalisten ab.
Nicht immer ist der Wortlaut dabei überlegt gewählt, sondern er erfolgt ganz offensichtlich aus dem Stehgreif heraus.
Fazit: Seine Aussagen werden von der Presse so übersetzt, wie es den jeweiligen Redakteuren in den Kram passt.
Das sorgt für Unklarheiten und Verwirrung unter den Katholiken.
Wann nutzt der Papst endlich wieder die seinem Amt angemessenen Verlautbarungswege, z.B. per Rundschreiben, Dekret, Enzyklika etc.?


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 Paddel 20. Jänner 2015 

Ehrlich gesagt,

ist das für das Paar eine offene Frage solange sie im biologisch fruchtbaren Alter sind. Die Verwendung von Verhütungsmitteln jedoch verhindert die Notwendigkeit als Paar immer wieder dieser Frage nachzugehen. Durch NER wird das Paar offen und sensibel für das Anklopfen Gottes und erkennt eher, ob ein weiteres Kind möglich ist. Das Paar bleibt notwendigerweise im Austausch in diesem Punkt und da kommt dann auch eher eine wirklich ehrliche (und nicht egoistische) Antwort heraus. Das Paar sucht dann auch im Alltag, im Gebet in der Liturgie, in Begegnungen usw. auf diese Antwort und GOTT zeigt sich erkenntlich.


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 Fides Mariae 20. Jänner 2015 
 

Auslassungen

Kann man auch noch erfahren, was in dem Zitat da ausgelassen wurde? Es stehen Pünktchen: (...)
An anderer Stelle las ich ein Beispiel, das Papst Franziskus genannt hat, über eine Frau, die 7 Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hatte, die ihr achtes Kind erwartete, und zu der er, Franziskus, gesagt habe, ob sie ihre 7 Kinder zu Waisen machen wollte. Diese Aussage fand ich sehr unglücklich - wirklich ein großes Missgeschick, so etwas zu sagen. Wenn man diese Aussage hier im Zusammenhang lesen könnte, wäre sie vielleicht etwas milder.


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 Christoph 20. Jänner 2015 
 

Überforderung!

Bonifaz2010 hat komplett recht. Aber nicht alle sind finanziell überfordert. Manche sind mit 2 oder 3 Kinder komplett ausgelastet. Und mit jedem weiteren Kind, wird die Katastrophe nur noch größer. Die armen Kinder!


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 Bonifaz2010 20. Jänner 2015 
 

Wenngleich ich mich schwer damit tue, mir Pius XII. vorzustellen, wie er das "Kaninchen"-Bild verwendet, hat der Papst in der Sache nicht unrecht. Er weist nach meinem Verständnis darauf hin, dass jede Familie nur soviele Kinder in die Welt setzen soll, wie dies wirtschaftlich von den Eltern verantwortet werden kann. Dagegen ist eigentlich nichts besonderes einzuwenden. Wer finanziell (noch) nicht in der Lage dazu ist, eine Familie zu unterhalten, sollte auch keine gründen.


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