Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Kardinal Marx: ‚Leben kann man nicht kaufen‘

1. Jänner 2015 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof warnt in Silvesterpredigt vor Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin.


München (kath.net/ pem)
Mit Blick auf die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin warnt Reinhard Kardinal Marx davor, dass „das Wunder des Lebens und der Weitergabe des Lebens zur Produktion von Leben“ wird. Leben könne „man nicht kaufen, menschliches Leben ist nicht unser Eigentum, unser Produkt, das wir nach unseren Wünschen herstellen“, so der Erzbischof von München und Freising laut Redemanuskript in seiner Silvesterpredigt im Münchner Liebfrauendom am Mittwoch, 31. Dezember. Werde etwa die Entstehung menschlichen Lebens von der Begegnung von Mann und Frau getrennt und auf Leihmütter übertragen, sei „die uns vom Schöpfer gesetzte Grenze überschritten“, betont der Kardinal.

Die Familie, „in der Frau und Mann füreinander einstehen und offen sind für das Geschenk des neuen Lebens“, bleibe die „wichtigste Gemeinschaft für die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagt Marx. Das unwiderrufliche Ja-Wort zum Leben, das Gott in der Geburt Jesu gegeben habe, gelte für alle Bereiche des Lebens. „Das Leben ist ein kostbares Geschenk und wir sind aufgefordert, diese Gabe anzunehmen und zu unserer Aufgabe zu machen. Als Christen sind wir lebensfroh und lebensbejahend.“


Wie der Anfang so liege „auch das Ende unseres Lebens nicht in unserer Hand“, unterstreicht Kardinal Marx. Christen müssten „alles tun, damit Menschen schmerzfrei und nicht alleine sterben“. Die Kirche sei aufgerufen, ihre Anstrengungen im Bereich der Palliativversorgung und der Hospize zu verstärken und ihre Einrichtungen entsprechend auszustatten. Zur prinzipiellen Bejahung des Lebens zähle auch „das Ja zum behinderten Leben, zu dem Leben, das bedroht ist durch Krieg und Terror, Leben, das traumatisiert und verängstigt ist“. In diesem Zusammenhang erinnert der Erzbischof auch an die Herausforderung durch Flüchtlinge, für die es auch im neuen Jahr gemeinsame Anstrengungen der Pfarreien, der karitativen Verbände, des Staates und der gesellschaftlichen Gruppen brauche.

Das unwiderrufliche Ja zum Leben muss nach Ansicht von Kardinal Marx auch im gemeinsamen Projekt Europa zum Ausdruck kommen. Der Erzbischof verweist auf die Rede von Papst Franziskus in Straßburg, wonach Europa mehr zu bieten haben müsse als wirtschaftliche Erfolge. Vielmehr solle die europäische Gemeinschaft „ein Bezugspunkt sein für eine bessere, eine humanere Welt“. Marx warnt vor einem Rückfall „in Engstirnigkeit, Nationalismus und Eigeninteressen“. Entscheidend sei dagegen die „Solidarität mit den Armen, den Schwachen, den Flüchtlingen, den Arbeitslosen, besonders den arbeitslosen Jugendlichen in vielen Ländern Europas. Das geht auch uns in Deutschland etwas an.“ Für eine solche grenzübergreifende Solidarität stehe auch der christliche Glaube, der „zur Seele Europas“ gehöre, so Marx. Christen müssten sich „noch stärker für dieses Projekt Europa engagieren und einsetzen und es nicht denen überlassen, die Schritt für Schritt dieses gemeinsame Haus zur Ruine verkommen lassen“.

Foto: (C) Erzbistum München


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz