Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Die Nazi-Projektion
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Kardinal Marx: ‚Leben kann man nicht kaufen‘

1. Jänner 2015 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof warnt in Silvesterpredigt vor Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin.


München (kath.net/ pem)
Mit Blick auf die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin warnt Reinhard Kardinal Marx davor, dass „das Wunder des Lebens und der Weitergabe des Lebens zur Produktion von Leben“ wird. Leben könne „man nicht kaufen, menschliches Leben ist nicht unser Eigentum, unser Produkt, das wir nach unseren Wünschen herstellen“, so der Erzbischof von München und Freising laut Redemanuskript in seiner Silvesterpredigt im Münchner Liebfrauendom am Mittwoch, 31. Dezember. Werde etwa die Entstehung menschlichen Lebens von der Begegnung von Mann und Frau getrennt und auf Leihmütter übertragen, sei „die uns vom Schöpfer gesetzte Grenze überschritten“, betont der Kardinal.

Die Familie, „in der Frau und Mann füreinander einstehen und offen sind für das Geschenk des neuen Lebens“, bleibe die „wichtigste Gemeinschaft für die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagt Marx. Das unwiderrufliche Ja-Wort zum Leben, das Gott in der Geburt Jesu gegeben habe, gelte für alle Bereiche des Lebens. „Das Leben ist ein kostbares Geschenk und wir sind aufgefordert, diese Gabe anzunehmen und zu unserer Aufgabe zu machen. Als Christen sind wir lebensfroh und lebensbejahend.“


Wie der Anfang so liege „auch das Ende unseres Lebens nicht in unserer Hand“, unterstreicht Kardinal Marx. Christen müssten „alles tun, damit Menschen schmerzfrei und nicht alleine sterben“. Die Kirche sei aufgerufen, ihre Anstrengungen im Bereich der Palliativversorgung und der Hospize zu verstärken und ihre Einrichtungen entsprechend auszustatten. Zur prinzipiellen Bejahung des Lebens zähle auch „das Ja zum behinderten Leben, zu dem Leben, das bedroht ist durch Krieg und Terror, Leben, das traumatisiert und verängstigt ist“. In diesem Zusammenhang erinnert der Erzbischof auch an die Herausforderung durch Flüchtlinge, für die es auch im neuen Jahr gemeinsame Anstrengungen der Pfarreien, der karitativen Verbände, des Staates und der gesellschaftlichen Gruppen brauche.

Das unwiderrufliche Ja zum Leben muss nach Ansicht von Kardinal Marx auch im gemeinsamen Projekt Europa zum Ausdruck kommen. Der Erzbischof verweist auf die Rede von Papst Franziskus in Straßburg, wonach Europa mehr zu bieten haben müsse als wirtschaftliche Erfolge. Vielmehr solle die europäische Gemeinschaft „ein Bezugspunkt sein für eine bessere, eine humanere Welt“. Marx warnt vor einem Rückfall „in Engstirnigkeit, Nationalismus und Eigeninteressen“. Entscheidend sei dagegen die „Solidarität mit den Armen, den Schwachen, den Flüchtlingen, den Arbeitslosen, besonders den arbeitslosen Jugendlichen in vielen Ländern Europas. Das geht auch uns in Deutschland etwas an.“ Für eine solche grenzübergreifende Solidarität stehe auch der christliche Glaube, der „zur Seele Europas“ gehöre, so Marx. Christen müssten sich „noch stärker für dieses Projekt Europa engagieren und einsetzen und es nicht denen überlassen, die Schritt für Schritt dieses gemeinsame Haus zur Ruine verkommen lassen“.

Foto: (C) Erzbistum München


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  8. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  9. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  14. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  15. Die Nazi-Projektion

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz