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Kardinal Marx: ‚Leben kann man nicht kaufen‘

1. Jänner 2015 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Erzbischof warnt in Silvesterpredigt vor Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin.


München (kath.net/ pem)
Mit Blick auf die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin warnt Reinhard Kardinal Marx davor, dass „das Wunder des Lebens und der Weitergabe des Lebens zur Produktion von Leben“ wird. Leben könne „man nicht kaufen, menschliches Leben ist nicht unser Eigentum, unser Produkt, das wir nach unseren Wünschen herstellen“, so der Erzbischof von München und Freising laut Redemanuskript in seiner Silvesterpredigt im Münchner Liebfrauendom am Mittwoch, 31. Dezember. Werde etwa die Entstehung menschlichen Lebens von der Begegnung von Mann und Frau getrennt und auf Leihmütter übertragen, sei „die uns vom Schöpfer gesetzte Grenze überschritten“, betont der Kardinal.

Die Familie, „in der Frau und Mann füreinander einstehen und offen sind für das Geschenk des neuen Lebens“, bleibe die „wichtigste Gemeinschaft für die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagt Marx. Das unwiderrufliche Ja-Wort zum Leben, das Gott in der Geburt Jesu gegeben habe, gelte für alle Bereiche des Lebens. „Das Leben ist ein kostbares Geschenk und wir sind aufgefordert, diese Gabe anzunehmen und zu unserer Aufgabe zu machen. Als Christen sind wir lebensfroh und lebensbejahend.“


Wie der Anfang so liege „auch das Ende unseres Lebens nicht in unserer Hand“, unterstreicht Kardinal Marx. Christen müssten „alles tun, damit Menschen schmerzfrei und nicht alleine sterben“. Die Kirche sei aufgerufen, ihre Anstrengungen im Bereich der Palliativversorgung und der Hospize zu verstärken und ihre Einrichtungen entsprechend auszustatten. Zur prinzipiellen Bejahung des Lebens zähle auch „das Ja zum behinderten Leben, zu dem Leben, das bedroht ist durch Krieg und Terror, Leben, das traumatisiert und verängstigt ist“. In diesem Zusammenhang erinnert der Erzbischof auch an die Herausforderung durch Flüchtlinge, für die es auch im neuen Jahr gemeinsame Anstrengungen der Pfarreien, der karitativen Verbände, des Staates und der gesellschaftlichen Gruppen brauche.

Das unwiderrufliche Ja zum Leben muss nach Ansicht von Kardinal Marx auch im gemeinsamen Projekt Europa zum Ausdruck kommen. Der Erzbischof verweist auf die Rede von Papst Franziskus in Straßburg, wonach Europa mehr zu bieten haben müsse als wirtschaftliche Erfolge. Vielmehr solle die europäische Gemeinschaft „ein Bezugspunkt sein für eine bessere, eine humanere Welt“. Marx warnt vor einem Rückfall „in Engstirnigkeit, Nationalismus und Eigeninteressen“. Entscheidend sei dagegen die „Solidarität mit den Armen, den Schwachen, den Flüchtlingen, den Arbeitslosen, besonders den arbeitslosen Jugendlichen in vielen Ländern Europas. Das geht auch uns in Deutschland etwas an.“ Für eine solche grenzübergreifende Solidarität stehe auch der christliche Glaube, der „zur Seele Europas“ gehöre, so Marx. Christen müssten sich „noch stärker für dieses Projekt Europa engagieren und einsetzen und es nicht denen überlassen, die Schritt für Schritt dieses gemeinsame Haus zur Ruine verkommen lassen“.

Foto: (C) Erzbistum München


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Lesermeinungen

  2. Jänner 2015 
 

Wir haben den falschen Vorsitzenden

Der frühere Vorsitzende der US-Bischofskonferenz: „Ich werde in meinem Bett sterben, mein Nachfolger wird im Gefängnis sterben und dessen Nachfolger wird als Märtyrer auf einem öffentlichen Platz sterben.“ Die Lebens-Sorge des Kardinals ist unvollständig. Nicht nur "Reproduktionsmedizin" "Sterbehilfe", sondern alle Formen des Tötens unter dem Deckmantel des "Guten" sind zu verurteilen: Pille danach, Abtreibung, Organentnahme unpaariger Organe aus noch Lebenden. Dieses Töten wird von der deutschen Kirche teilweise als "Nächstenliebe" verkauft. Der Kardinal will den deutschen Staat von seinen Aufgaben der Versorgung der angeworbenen Wirtschaftsasylanten entlasten, weshalb? Die Kirche sollte sich lieber um christliche Flüchtlinge sorgen, um die unglaubliche Menge der Abtreibungen, um die Katechese für Kinder und Erwachsene, um die Beichte, um Ehrfurcht und Anbetung, um die Familien, es gäbe so vieles. Wir brauchen Bischöfe und keine Funktionäre der Welt.


3
 
 Kardiologe 2. Jänner 2015 
 

Zentrales Thema

Kardinal Marx hat damit ein zentrales christliches Thema angesprochen. es ist von größter Bedeutung, dass auch dies einmal gesagt wird. Klare Aussagen sind gefordert und das hat der Kardinal erfüllt.


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