Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  12. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund

Küng: Novelle zu Fortpflanzungsmedizingesetz "großer Irrtum"

16. Dezember 2014 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Familienbischof Küng: Gesetzesnovelle führt "immer weiter auf schiefe Ebene"– IMABE-Institut: "80 Prozent der Frauen gehen nach oft jahrelangen Versuchen ohne Kind nach Hause!"


Wien (kath.net/KAP) Als "großen Irrtum und weiteren ethischen Dammbruch" hat St. Pöltens Diözesanbischof Klaus Küng den Entwurf für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz, der am 10. Dezember ohne nennenswerte Änderungen den Ministerrat passiert hatte, erneut kritisiert. "Mit Eizellspende und der Präimplantationsdiagnostik werden Frauen und Kinder zur Ware einer Fortpflanzungsindustrie, die mit dem neuen Gesetz noch hemmungslosere Versprechungen machen kann", so Küng in einem schriftlichen Grußworten an die Teilnehmer eines Diskussionsabend des "International Theological Institute" (ITI) am Sonntagabend in Wien.

Bereits die Zulassung der In-Vitro-Fertilisation (IVF), bei der Eizellen aus dem Körper der Frau entnommen und im Reagenzglas mit dem Samen des Mannes befruchtet werden, sei ein "Schritt in die falsche Richtung" gewesen. Mit der aktuellen Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz begebe man sich "immer weiter auf eine schiefe Ebene".


Fragen zum Kindeswohl, zum Umgang mit dem weiblichen Körper, zur Persönlichkeitsentwicklung und der Identität von Kindern, zu genetischer Selektion und nicht zuletzt zum Umgang mit ungeborenem Leben würden "weder berücksichtigt noch beantwortet". Im Gegenteil: "Die Fragen wurden einfach als konservativ, als antimodern und fundamentalistisch abgetan und lächelnd vom Tisch gewischt", kritisierte Küng weiter.

Kritisch äußerte sich der Bischof, der in der Bischofskonferenz für Bioethik- und Familienfragen zuständig ist, auch zur kurzen Begutachtungszeit der Novelle von zehn Werktagen, die eine öffentliche Diskussion kaum ermöglicht habe, "und das trotz der bioethisch und gesellschaftlich höchst problematischen Inhalte". Umso wichtiger sei es, dass der öffentliche, kritische und breite Diskurs auch nachdem die Novelle den Ministerrat passiert hat, weitergingen.

Für Susanne Kummer, Ethik- und Biomedizinexpertin und Geschäftsführerin des kirchlichen Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE), habe die Novelle zum Gesetz mehr Nach- als Vorteile für Frauen; denn Statistiken würden belegen, dass die Fortpflanzungsmedizin von einer "großen Illusion" lebt: "80 Prozent der Frauen gehen nach oft jahrelangen Versuchen ohne Kind nach Hause!"

Gudrun Kugler von der Wiener PR-Agentur "Kairos-Consulting" kritisierte die Ausrichtung der Gesetzesnovelle, die ganz der Marktlogik von Angebot, Nachfrage, Preisen und Qualitätssicherung folge. Es liege an der Politik, Österreich - ähnlich wie in Fragen der Atompolitik - aus dieser Sackgasse heraus zu manövrieren. (Infos: www.iti.ac.at)

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 mirjamvonabelin 17. Dezember 2014 
 

Was mir spontan in den Sinn kommt,

das ist doch Kinderhandel
und der ist bekannterweise verboten.

Täusche ich mich??


0
 
 gebsy 16. Dezember 2014 

Sind die Menschen

vor diesem Gesetz zu schützen?
Nach dem Motto "Es ist erlaubt, aber niemand braucht es" könnte doch empirische Vorarbeit geleistet werden:
Weil der Mensch das "Bessere" nicht kennt, will er seine Sehnsucht mit dem "schnellen Glück" stillen und versäumt dabei die Chance, eine Erfahrung mit dem "bleibenden Glück" zu machen (http://gebsy.myblog.de/gebsy/page/1852983/Nachfrage-Angebot)


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  2. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  3. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  4. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  5. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  6. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  7. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  8. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  11. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  12. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz