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Der Fall des bösen Babylon und des von Heiden zertretenen Jerusalem

27. November 2014 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus in Santa Marta: das Ende der Zeiten und die Ferne von Gott. Die hässlichste Verdorbenheit ist der Geist der Weltlichkeit, der eine im Innern verfaulte Kultur hervorbringt. Erhobenen Hauptes bereit für den Herrn. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große! Zur Wohnung von Dämonen ist sie geworden, zur Behausung aller unreinen Geister und zum Schlupfwinkel aller unreinen und abscheulichen Vögel“ – „Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen“.

Die Lesungen vom Tag aus der Offenbarung des Johannes (Offb 18,1-2.21-23; 19,1-3.9a) und aus dem Evangelium des heiligen Lukas (Lk 21,20-28) führten Papst Franziskus am Donnerstag der 34. Woche im Jahreskreis bei der heilige Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ zu zwei Städten: Babylon und Jerusalem. Der Papst hob hervor, dass beide Lesungen unsere Aufmerksamkeit auf das Ende dieser Welt lenken. Sie sprächen vom „Fall zweier Städte, die den Herrn nicht aufgenommen haben, die sich von ihm entfernt haben“.

Zum Fall dieser beider Städte komme es aus unterschiedlichen Gründen. Babylon sei das Symbol des Bösen, der Sünde. Es falle aufgrund der Verdorbenheit, „es fühlt sich, als sei es Herr der Welt und seiner selbst“. Und „wenn sich die Sünde anstaut, so verliert man die Fähigkeit zu reagieren und man beginnt zu verfaulen“. Dies geschehe auch den korrupten und verdorbenen Menschen, die keine Kraft zur Reaktion hätten:


„Denn die Verdorbenheit schenkt dir eine Art Glück, sie gibt dir Macht, und sie lässt dich auch mit dir selbst zufrieden fühlen: sie lässt keinen Raum für den Herrn, für die Umkehr. Die verdorbene Stadt... Und dieses Wort ‚Verdorbenheit, Korruption’ sagt heute sehr viel zu uns: nicht allein wirtschaftliche Korruption, sondern die Verdorbenheit durch verschiedene Sünden. Verdorbenheit durch jenen heidnischen Geist, durch jenen weltlichen Geist. Die hässlichste Verdorbenheit ist der Geist der Weltlichkeit!“

Diese „verdorbene Kultur lässt einen hier wie im Paradies fühlen, voll, reich“. Doch in ihrem Innern „ist diese verdorbene Kultur eine verfaulte Kultur“. Im Symbol dieses Babylons „findet sich jede Gesellschaft, jede Kultur, jeder Mensch wieder, die sich von Gott entfernt haben, die sich auch von der Nächstenliebe entfernt haben, was dabei endet, dass man verfault“.

Jerusalem dagegen falle aus einem anderen Grund. Jerusalem sei die Braut des Herrn, doch es werde der Besuche des Bräutigams nicht gewahr, es habe den Herrn weinen lassen:

„Babylon fällt aufgrund seiner Verdorbenheit, Jerusalem aus Zerstreuung, weil es den Herrn nicht aufnimmt, der kommt, um es zu retten. Es fühlte sich nicht des Heils bedürftig. Es hatte die Schriften der Propheten, des Mose, und das reichte ihm. Doch verschlossene Schriften! Es ließ keinen Platz für seine Rettung: es hatte die Tür vor dem Herrn verschlossen! Der Herr klopfte an die Tür, doch es war da keine Bereitschaft, ihn aufzunehmen, auf ihn zu hören, sich von ihm retten zu lassen. Und es fällt...“.

Diese beiden Beispiele könnten uns an unser Leben denken lassen. „Ähneln wir dem verdorbenen und selbstgenügsamen Babylon?“, fragte der Papst, „oder dem zerstreuten Jerusalem?“. Dennoch ende die Botschaft der Kirche in diesen Tagen nicht mit der Zerstörung: in beiden Texten sei eine Verheißung der Hoffnung gegeben. Jesus ermahne uns, das Haupt zu erheben und uns nicht von den Heiden in Furcht und Schrecken versetzen zu lassen. Die Heiden „haben ihre Zeit, und wir müssen dies geduldig ertragen, wie auch der Herr sein Leiden ertragen hat“.

„Wenn wir an das Ende denken“, so Franziskus abschließend, „mit all unseren Sünden, mit unserer ganzen Geschichte, so denken wir an das Festmahl, das uns umsonst gegeben werden wird, und wir erheben das Haupt. Keine Depression: Hoffnung! Doch die Wirklichkeit ist hässlich: es gibt so viele Völker, Städte, Menschen, viele Menschen, die leiden. Viele Kriege, so viel Hass, viel Neid, viel geistliche Weltlichkeit und so viel Korruption und Verdorbenheit. Ja, das ist wahr! All das wird fallen! Doch bitten wir den Herrn um die Gnade, für das Festmahl, das uns erwartet, bereit zu sein, mit stets erhobenem Haupt“.


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