Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Bischofssynode: 'Offene Diskussion' und häretische Positionen

22. November 2014 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Offene Diskussion“ räumt auch Bischöfen und Kardinälen bei der Bischofssynode nicht das Recht ein, offenkundig häretische Positionen werbend einzubringen! Ein kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg/Vatikan (kath.net) Die Forderung, es müsse “ eine offene Diskussion“ geben und jeder Teilnehmer müsse „alles sagen“ und „seine persönliche Meinung in aller Freiheit einbringen“ dürfen, klingt bestechend gut. Sie wurde im Kontext der römischen Bischofssynode überall verbreitet. Aber gelten nicht auch für dieses „Ideal“ Grenzen, über die hinaus das Ideal aufhört ein Ideal zu sein und sich in eine Gefahr verwandelt? Ein Beispiel: Wer auf einer wissenschaftlichen Tagung zur Erforschung des Stalinismus oder Nationalsozialismus die Ideologien dieser Systeme des Teufels darlegt, kann nicht wegen „Wiederbetätigung“ belangt werden, sondern handelt im Sinn einer solchen Unternehmung. Aber Werbung für eine Wiedererrichtung einer dieser Diktaturen würde man nicht dulden, auch nicht unter Berufung auf die „Freiheit des offenen Wortes“, sondern umgekehrt, um die Freiheit nicht wieder zu verlieren!


Die Logik dieses Gedankens übertragen auf die Bischofssynode: „Offene Diskussion“ räumt auch Bischöfen und Kardinälen nicht das Recht ein, offenkundig häretische Positionen werbend einzubringen! Natürlich, der Eine oder Andere mag sich guten Glaubens irren, das ist menschlich und kann passieren.

Aber für alle müsste klar sein: Ihr katholisches Gewissen verpflichtet jeden Synodenteilnehmer, selbstkritisch zu prüfen, um nur ja nicht gegen die katholische Lehre anzurennen und dadurch viele Menschen zu verunsichern und zu verwirren. Denn die Gefahr eines solchermaßen unkontrollierten, „offenen Redens“ besteht darin, dass viele Menschen denken: „Wenn dies und jenes sogar Bischöfe und Kardinäle vertreten, muss dies wohl katholisch denkbar, mit dem Glauben der Kirche vereinbar sein!“ Freiheit so viel als möglich - ja, aber keine „offenen Türen“ für den „Vater der Lüge“ und für jene, die Häresien „katholisch korrekt“ zu machen versuchen. Daher: Ja, die offene Rede soll sein, aber nach Maßgabe des Glaubens der Kirche!

Jeder, der die Berichte über die Wortmeldungen auf der Synode verfolgt hat, kennt Beispiele für diese Gefahr! Wenn der zweite Teil der Synode im Jahr 2015 zu einem wirklich guten Ergebnis führen soll, wäre es den Synodenteilnehmern dringend zu empfehlen, keine Positionen zu vertreten, die mit der - ihnen hoffentlich bekannten - Lehre der Kirche nicht vereinbar sind.

Mehr noch, sie sollten daran denken, dass es eine Sünde wäre, den Gläubigen, die sich „nicht so gut auskennen“ oder ohnehin schon verunsichert sind, ein Ärgernis zu geben.

Für solchen Missbrauch der Freiheit würde sie vielleicht nicht der Papst, aber Gott zur Rechenschaft ziehen. Entsprechende Worte Jesu dürfen als bekannt vorausgesetzt werden.

kath.net-Buchtipp
Klartext III
Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR
Leicht bestellbar im kathShop, lieferbar auch durch jede Buchhandlung

Bischof Andreas Laun - Über die Bekehrung



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  2. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  3. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  4. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  5. Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität
  6. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  7. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  8. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  9. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  10. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  3. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  4. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  7. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  11. Mit dem Rosenkranz im Gym
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  14. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz