Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  6. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  11. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  12. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  13. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  14. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  15. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“

EKD: Man spricht 'geschlechtergerecht'

14. Juli 2014 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Faltblatt für die rechte Wortwahl – Bestsellerautor Peter Hahne: „Die ‚Kirche des Wortes‘ hat wahrlich andere Probleme als diesen Gender-Unfug.“


Hannover/Starnberg (kath.net/idea) Überall in der evangelischen Kirche und der Diakonie soll sich die geschlechtergerechte Sprache durchsetzen. Tipps, wie das Weibliche und das Männliche gleichberechtigt zu benennen ist, gibt ein Faltblatt, das die EKD in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung (Berlin) erstellt hat. Das Kirchenamt in Hannover verschickte es jetzt an die Leitungen aller kirchlichen Werke, Dienste und Einrichtungen sowie an die Zuschussempfangenden. Das Ziel: Die Leiterinnen und Leiter kirchlicher Einrichtungen sollen ihre „Mitarbeitenden“ in Dienstbesprechungen den korrekten Sprachgebrauch beibringen. So ließen sich häufig Hauptwörter durch substantivierte Partizipien ersetzen. Statt „die Spender“ schreibe man besser „die Spendenden“. Die EKD empfiehlt ferner, die Kirche nicht als „Arbeitgeber“, sondern als „Arbeitgeberin“ zu bezeichnen. Die Vielfalt der Geschlechter könne man auch durch Schrägstriche darstellen. Statt „der Antragsteller“ solle man schreiben „der/die Antragsteller/in“. Ferner werden Paarformen empfohlen wie zum Beispiel „die Partnerinnen und Partner“. Manchmal müsse man Sätze etwas umstellen, um beiden Geschlechtern gerecht zu werden. So sei statt „Bewerber müssen...“ zu formulieren: „Wer sich bewirbt, muss...“ Es gelte auch, geschlechtsneutrale Mehrzahlformen zu benutzen: statt „jeder Ehrenamtliche“ heiße es „alle Ehrenamtlichen“. Die EKD ermuntert: „Das erfordert Kreativität und Übung. Aber es lohnt sich!“


Die „Kirche des Wortes“ hat wahrlich andere Probleme

Scharfe Kritik an dem EKD-Faltblatt hat der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin) geübt. Er habe außer Alice Schwarzer noch keine Frau kennengelernt, die dieses Thema existenziell interessiert habe. Das frühere EKD-Ratsmitglied stellte wörtlich fest: „Die ‚Kirche des Wortes‘ hat wahrlich andere Probleme als diesen Gender-Unfug.“

Schneider: Was ist mit dem „Christinnentum“?

Scharfe Kritik an diesem Sprachgebrauch kam auch vom oft als „Sprachpapst“ titulierten Journalist Wolf Schneider (Starnberg bei München). Er sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage, die sogenannte geschlechtergerechte Sprache beruhe auf drei Hauptirrtümern. Erstens: Das natürliche Geschlecht habe mit dem grammatischen Geschlecht irgendetwas zu tun. Schneider: „Hat es nicht: ‚das Weib!’“ Der zweite Irrtum sei die Annahme, dass die geschlechtergerechte Sprache im deutschen Sprachraum „mehr Menschen als Alice Schwarzer und eine kleine Minderheit engagierter Feministinnen“ erfreue. Schneider: „Tut sie nicht. Die Mehrheit findet sie überflüssig, eine große Minderheit lächerlich und penetrant.“ Der dritte Irrtum sei, dass sich die geschlechtergerechte Sprache konsequent durchhalten lasse. Schneider: „Lässt sie nicht. Denn dann brauchten wir ein Einwohnerinnen- und Einwohnermeldeamt – und bitte das Christinnen- und Christentum.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sprache

  1. Friedrich Merz thematisiert Verbot der Gendersprache
  2. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  3. Stadtverwaltung Münster lehnt Genderstern explizit ab
  4. Bibelzitate auf Arabisch in Wittenberg? Finde ich gut!
  5. Die 'Zeitgeistlichen' machen die Kirche lächerlich
  6. EKD zum 'Sprachpanscher 2017' ernannt
  7. Sieger und Verlierer
  8. Verein Deutsche Sprache: Auf 'Kirchendenglisch' verzichten
  9. Wörter, 'vor denen es einer Sau graust'
  10. Evangelischer Christ kritisiert: Die Inflation der «Päpste»






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  13. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Leipzig: Christliches Café schließt nach 26 Angriffen von Linkextremisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz