Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  4. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  5. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  6. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  7. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  8. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  9. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  10. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  13. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  14. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  15. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"

Vorbereiten, unterscheiden, geringer werden

24. Juni 2014 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Die drei Berufungen des Johannes. Ein Christ muss wissen, wie die Wahrheit von dem zu unterscheiden ist, was nur wahr scheint, es aber nicht ist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Kommen des Herrn vorbereiten, unterscheiden, wer der Herr ist, selber geringer werden, damit der Herr wachse: Papst Franziskus betonte am Hochfest der Geburt des heiligen Johannes des Täufers in seiner Predigt im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ diese drei Haltungen, die die Berufung des Heiligen – aktuelles Vorbild für einen Christen – charakterisieren.

Johannes bereite den Weg für Jesus, ohne etwas für sich zu nehmen. Er sei ein wichtiger Mann gewesen: "die Leute suchten ihn, sie folgten ihm, weil die Worte des Johannes stark waren". Seine Worte seien zu Herzen gegangen. Dabei habe er vielleicht die Versuchung gehabt, sich für wichtig zu halten, doch er sei dieser Versuchung nicht erlegen. Als sich die Gesetzeslehrer genähert hätten, um ihn zu fragen, ob er der Messias sei, habe Johannes geantwortet: „Ich bin Stimme. Nur Stimme“, doch: „Ich bin gekommen, um dem Herrn den Weg zu bereiten“. Dies sei die erste Berufungen des Johannes: „das Volk vorbereiten, das Herz des Volkes für die Begegnung mit dem Herrn vorbereiten“. „Wer aber“, fragte sich der Papst, „ist der Herr?“:


„Und das ist die zweite Berufung des Johannes: unter vielen guten Menschen zu unterscheiden, wer der Herr ist. Und der Geist hat ihm dies offenbart, und er hat den Mut gehabt zu sagen: ‚Dieser ist es. Das ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt’. Die Jünger blickten auf diesen Mann, der vorbeiging, und sie ließen ihn gehen. Den Tag darauf ist dasselbe geschehen: ‚Dieser ist es! Er ist würdiger als ich’. Die Jünger sind ihm nachgefolgt. In der Vorbereitung. Johannes sagte: ‚Nach mir kommt einer...’ In der Unterscheidung, dies es versteht, zu unterscheiden und auf den Herrn zu zeigen, der sagt: ‚Vor mir... kommt dieser!’“.

Die dritte Berufung des Johannes bestehe dann darin, geringer zu werden. Von diesem Moment an „beginnt sein Leben, niedrig zu werden, geringer zu werden, damit der Herr wachse, bis hin zur Selbstvernichtung: Er muss wachsen, ich dagegen geringer werden, hinter mir, vor mir, fern von mir“:

„Und das ist die schwierigste Etappe für Johannes gewesen, da der Herr einen Stil hatte, den er sich nicht vorgestellt hatte, bis zu dem Punkt, dass er im Gefängnis – denn er war im Gefängnis zu jener Zeit – nicht nur das Dunkel der Zelle erlitten hat, sondern auch die Finsternis in seinem Herzen: ‚Tja, wird er es sein? Habe ich einen Fehler gemacht? Warum hat der Messias eine Stil, der so leicht von der Hand geht?.... Das versteht man nicht...’. Und da er ein Mann Gottes war, bittet er seine Jünger, zu ihm zu gehen und ihn zu fragen: ‚Bist du es wirklich, oder müssen wir auf einen anderen warten?’“.

Die Erniedrigung des Johannes sei zweifach: zum einen die Erniedrigung seines Todes als Preis für eine Laune; zum anderen die Erniedrigung der Seelenfinsternis. Johannes, der es verstanden habe, Jesus zu erwarten, der es verstanden habe, zu unterscheiden, „sieht jetzt Jesus in der Ferne“. Jene Verheißung sei in die Ferne gerückt, und er ende dabei, allein zu sein: „in der Finsternis der Erniedrigung“. Johannes bleibe allein, da er sich so sehr zurückgenommen habe, damit der Herr wachse. Er sehe den Herrn, der fern sei, und sich selbst als den Erniedrigten, doch sein Herz sei in Frieden:

„Drei Berufungen in einem Mann: vorbereiten, unterscheiden, den Herrn wachsen lassen und selbst geringer werden. Es ist auch schön, die Berufung des Christen so zu denken. Ein Christ verkündet nicht sich selbst, er verkündet einen anderen, er bereitet den Weg für einen anderen: für den Herrn. Ein Christ muss es verstehen, zu unterscheiden, er muss wissen, wie die Wahrheit von dem zu unterscheiden ist, was nur wahr scheint, es aber nicht ist: ein Mensch der Unterscheidung. Und ein Christ muss ein Mensch sein, der sich zu erniedrigen weiß, damit der Herr wachse, im Herzen und in der Seele der anderen“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  8. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  9. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  12. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  13. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  14. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  15. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz