18 Juni 2014, 15:30
Vatikan erkennt Wunder durch Bischof Fulton Sheen an
 
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Damit hat der Seligsprechungprozess des amerikanischen Medienbischofs eine weitere Stufe überwunden. Auf die Fürsprache des Bischofs wurde ein Neugeborenes geheilt, das 61 Minuten keinen Herzschlag hatte. Von Petra Lorleberg

Vatikan (kath.net/pl) Die Heilung des Neugeborenen James Fulton Engstrom durch die Fürsprache des amerikanischen Erzbischofs Fulton Sheen (1895-1979) wurde von der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse einstimmig als Wunder anerkannt. Bereits im März hatten Mediziner erklärt, dass sie die Heilung nicht natürlich erklärbar sei. Damit ist der Weg für die Seligsprechung des bekannten Medienbischofs einen Schritt weitergegangen. Dies gab die „Archbishop Sheen Foundation“ unter Berufung auf Daniel R. Jenky, Bischof von Peoria und Präsident der Foundation, am Dienstag (Ortszeit) auf ihrer Homepage bekannt. Der Heilungsbericht kann nun den jenen Bischöfen vorgelegt werden, die den Papst in Fragen der Seligsprechungen beraten. Nach ihren Beratungen wird dann der Heilungsbericht gegebenenfalls dem Papst vorgelegt werden.

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Der inzwischen dreieinhalbjährige James Fulton Engstrom war im September 2010 leblos geboren worden und hatte nach der Geburt 61 Minuten lang keinen Herzschlag, nur ein schwaches Herzflimmern. Der Krankenwagen wurde gerufen, der Vater gab dem Kind die Nottaufe, die Eltern baten den amerikanischen Erzbischof Fulton Sheen (1895-1979) um Fürsprache. Die Mutter berichtete später, dass sie während des Ringens um das Leben des schon blau gewordenen Kindes ständig innerlich „Fulton Sheen, Fulton Sheen, Fulton Sheen“ gerufen habe.

Auf Anweisung des behandelnden Facharztes für Neugeborene wurde die Behandlung schließlich eingestellt, man beobachtete das Kind nur noch, um den endgültigen Todeszeitpunkt festzulegen. Doch dann begann das Herz zu arbeiten.

Das Kind wurde daraufhin in ein Kinderkrankenhaus in Illinois verlegt. Dort ergab ein EEG sehr abnormale Gehirnaktivitäten, eine Kernspintomographie zeigte, dass das Gehirn durch den langen Sauerstoffmangel schwer beschädigt worden war. Man befürchtete Behinderungen des Babys, nicht nur Blindheit oder ein Leben im Rollstuhl, sondern auch schwerste geistige Behinderung.

Sieben Wochen musste der kleine James Fulton im Krankenhaus bleiben. In dieser Zeit fingen viele hunderte Menschen in Gebets- und Bibelgruppen und in Gebetsketten an, für das Kind zu beteten. Atheisten baten sogar ihre gläubigen Freunde um das Gebet. Ganze Klassen in katholischen Schulen richteten ihre Fürbitten an Gott. „Kleine Kinder adoptierten ihn als ihre Hauptintention in ihre Fürbitte. Mein Vater fing an, täglich die Heilige Messe zu besuchen.“

„Und Gott beantwortete die Gebete“, erzählt die Mutter weiter. „Jesus Christus heilte meinen Sohn.“ Nach ein paar Tagen arbeiteten „seine Nieren, seine Leber und sein Darm normal“. Nach einer Woche konnte das Baby von der Beatmungsmaschine abgehängt werden. Bald konnte das Kind das ursprünglich gelähmte Bein bewegen. Das zuvor künstlich ernährte Kind lernte aus der Flasche zu trinken. Die Ärzte konnten die Schmerzmittel absetzen. Dann begann das Baby, „auf mich, auf seine Besuchern, auf die Krankenschwestern und Ärzte“ zu reagieren. Nach sieben Wochen wurde James Fulton aus dem Krankenhaus entlassen. Eine weitere Kernspintomographie zeigte nun ein völlig normales Gehirn. James Fulton entwickelte sich zu einem gesunden und fröhlichen Kind, er ist aktuell dreieinhalb Jahre alt.

„Meine Familie und ich glauben, dass Gott James von den Toten zurückgebracht und seinen Körper geheilt hat. Wir glauben, dass er dies auf die Fürsprache von Erzbischof Sheen getan hat. Wir glauben, dass Gott dies aus demselben Grund getan hat, aus welchem er Lazarus sterben lies: ‚Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.‘“ (Joh 11,4)

Die Familie hat inzwischen sechs Kinder, James Fulton ist das dritte.

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kathpedia: Fulton Sheen

Kurzvideo: Fulton Sheen, erster Seliger aus dem Medienbereich?




Foto: James Fulton Engstrom/Bischof Fulton Sheen






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