Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  4. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  5. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  6. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  7. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  8. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  9. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  10. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  13. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  14. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  15. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"

Die Kirche: keine Bürokratie, sondern Spenderin der Gnade Gottes

8. Mai 2014 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Die drei Qualitäten des Christen – Fügsamkeit, Dialog und Vertrauen auf die Gnade. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Gott ist es, der die Evangelisierung verwirklicht. Wer in der Kirche dazu berufen ist, die Sakramente zu spenden, muss der Gnade Gottes Raum lassen und darf keine Hindernisse bürokratischer Natur stellen. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt am Donnerstag der dritten Woche im Osterkreis in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“.

Der Papst ging bei seinen Betrachtungen von der ersten Lesung aus der Apostelgeschichte aus (Apg 8,26-40). Der Apostel Philippus sei hierbei das Vorbild, anhand dessen drei Qualitäten des Christen sichtbar würden: Fügsamkeit gegenüber dem Geist, Dialog und Vertrauen auf die Gnade.

Die erste Qualität der Fügsamkeit trete in dem Moment hervor, als der Geist Philippus erkennen lasse, dass er seine Tätigkeiten unterbrechen müsse, um den Wagen zu erreichen, auf dem der Minister der Königin von Äthiopien zwischen Jerusalem und Gaza reiste:

„Er, Philippus, gehorcht, er ist gegenüber dem Ruf des Herrn fügsam. Gewiss hat er viele Dinge zurückgelassen, die er zu tun hatte, denn die Apostel waren in jener Zeit sehr mit der Evangelisierung beschäftigt. Er lässt alles zurück und geht. Und das lässt uns sehen, dass ohne diese Fügsamkeit gegenüber der Stimme Gottes keiner in der Lage ist, zu evangelisieren, dass ohne diese Fügsamkeit keiner Jesus Christus verkündigen kann: er wird im Allgemeinen sich selbst verkündigen. Gott ist es, der ruft, es ist Gott, der Philippus aufbrechen lässt. Und Philippus geht. Er ist fügsam.“


Für Philippus werde die Begegnung mit dem äthiopischen Minister zu einer Gelegenheit, das Evangelium zu verkündigen. Diese Verkündigung aber sei keine vom Himmel gefallene oder aufgezwungene Lehre. Es handle sich im einen Dialog, bei dem der Apostel Sorge trage, die geistliche Sensibilität seines Gegenübers zu respektieren, der einen Abschnitt aus dem Buch des Propheten Jesaja lese, ohne etwas davon verstehen zu können.

„Man kann nicht evangelisieren ohne Dialog“, so der Papst: „Das kann man nicht. Denn du musst von dort ausgehen, wo die Person steht, die evangelisiert werden soll. Und wie wichtig ist das! ‚Aber Pater, da verliert man so viel Zeit, weil doch jeder seine Geschichte hat, weil der damit kommt, mit seinen Vorstellungen...’. Und man verliert Zeit... Gott hat mehr Zeit bei der Schöpfung der Welt verloren, und er hat es gut gemacht! Der Dialog. Zeit mit einem anderen Menschen verlieren, weil jener Mensch der ist, von dem Gott will, dass du ihn evangelisierst. Dass du ihm die Botschaft von Jesus überbringst, ist wichtiger. Aber wie er ist, nicht wie er sein soll: wie er jetzt ist“.

Die Worte des Philippus erweckten im äthiopischen Minister das Verlangen, getauft zu werden: „Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Kämmerer: Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg? Er ließ den Wagen halten, und beide, Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab, und er taufte ihn“ (Apg 8,36.38).

Philippus taufe den Äthiopier, „er bringt ihn in die Hände Gottes, in die Hände seiner Gnade“. Seinerseits sei der Minister nun in der Lage, den Glauben hervorzubringen, „und vielleicht wird uns dies helfen, besser zu verstehen, dass es Gott ist, der die Evangelisierung verwirklicht“.

„Denken wir an diese drei Momente der Evangelisierung“, so Franziskus abschließend: „die Fügsamkeit, um zu evangelisieren; das tun, was Gott aufträgt, im Dialog mit den Menschen – doch im Dialog geht man von dort aus, wo sie stehen –, und drittens: sich der Gnade anvertrauen: die Gnade ist wichtiger als alle Bürokratie. Denken wir daran. Und viele Male sind wir in der Kirche ein Unternehmen zur Produktion von Hindernissen, damit die Leute nicht zur Gnade gelangen können. Der Herr möge uns dies verstehen lassen“.

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  8. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  9. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  12. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  13. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  14. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  15. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz