08 Mai 2014, 11:27
Hagia Sophia soll offenbar wieder als Moschee genutzt werden
 
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Die Türkei provoziert das Christentum: Türkische Regierung prüft nach dem Bericht einer regierungsnahen Zeitung Wege zur Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee.

Istanbul (kath.net/KNA) Die türkische Regierung prüft nach dem Bericht einer regierungsnahen Zeitung Wege zur Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee. Demnach sollen christliche Mosaiken und Fresken in dem als Kirche errichteten byzantinischen Bau nur mehr in den Morgenstunden für Touristen zu sehen sein, berichtete die Zeitung «Yeni Safak» am Donnerstag. Vor dem islamischen Mittagsgebet sollten Fresken und Mosaiken dann mit Hilfe einer speziellen Lichttechnik abgedunkelt werden. Nach Gründung der türkischen Republik 1923 wurde die Hagia Sophia zum Museum erklärt, in dem religiöse Riten verboten sind.

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In den vergangenen Monaten hatte sich unter anderem Vizepremier Bülent Arinc für die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee ausgesprochen. Anhänger der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen führten zudem eine «Kampagne», so die Zeitung. Gülen ist ein langjähriger Unterstützer von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der sich mit dem Premier überworfen hat. Kürzlich hatte ein Gülen-treuer Parlamentsabgeordneter in Ankara einen Gesetzesentwurf zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee eingereicht. «Yeni Safak» zufolge soll die Erdogan-Regierung damit in eine schwierige Lage gebracht werden. Gegner der türkischen Regierung wollen das Vorhaben verhindern.

Der Bau aus dem sechsten Jahrhundert fungierte rund tausend Jahre als Reichskirche der Byzantiner und nach der Eroberung Konstantinopels durch die muslimischen Osmanen im 15. Jahrhundert als wichtigste Istanbuler Moschee des Osmanenreiches. Heute gehört die Hagia Sophia zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Istanbuls.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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