Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Türkei: Erster Gottesdienst nach Restaurierung im Kloster Sumela

19. August 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wegen strenger Auflagen konnten nur einige Dutzend Gläubige der Marienandacht am 15. August beiwohnen - Metropolit Dinidis leitete in Vertretung von Patriarch Bartholomaios den Gottesdienst


Istanbul (kath.net/KAP) Nach fünfjähriger Restaurierung ist in dem historischen griechisch-orthodoxen Kloster Sumela (Archivfoto) in der Nordost-Türkei erstmals wieder ein Gottesdienst gefeiert worden. Wegen der Corona-Pandemie fand die Andacht zum Marienfeiertag am 15. August türkischen Medienberichten zufolge unter strengen Auflagen und nur mit wenigen Dutzend Teilnehmern statt. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel nahm nicht an der Feier teil. Stattdessen leitete der Metropolit von Gelibolu, Stefanos Dinidis, die Liturgie.

Mit dabei waren bei der traditionsreichen und symbolträchtigen Marienandacht auch ausländische Gäste, darunter der Metropolit von Sambia, Joannis Tsaphtaridis, und der EU-Botschafter in Ankara, Christian Berger. Metropolit Dinidis dankte den türkischen Behörden, dass sie die Feier ermöglicht hatten und wünschte "unseren türkischen Brüdern" ein baldiges Ende der Corona-Krise.


Das altchristliche Felsenkloster wurde im Jahr 386 gegründet und war viele Jahrhunderte hindurch religiöser Mittelpunkt für orthodoxe Schwarzmeergriechen, Georgier, Kuban-Ukrainer und Kaukasusrussen. 1924 verwaiste es aber im Zuge der Vertreibung der Christen aus der asiatischen Türkei und verfiel. 1972 wurde es von der Regierung in Ankara zum Nationaldenkmal erklärt. Erst vor 20 Jahren wurden die Ruinen für Touristen zugänglich gemacht. Zwischen 2010 und 2014 wurde es dem Ökumenischen Patriarchen gestattet, jeweils am 15. August einen Gottesdienst zu feiern. Dazu fanden sich auch Bischöfe aus Griechenland und Russland mit zahlreichen Pilgern ein.

In den vergangenen Jahren wurde das Kloster renoviert und gegen Steinschlag und Erdrutsch abgesichert. Wie aktuellen Bildern vom der Marienandacht zu entnehmen ist, sind die Arbeiten aber noch nicht gänzlich abgeschlossen. Der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy hatte das Kulturdenkmal jedenfalls am 28. Juli wieder für Besucher geöffnet.

Die Bedeutung des Klosters wird auch dadurch deutlich, dass seit der offiziellen Wiedereröffnung bereits rund 45.000 Menschen die restaurierte Anlage besucht haben, wie die türkische Tageszeitung "Hürriyet" berichtete. Das Kloster befindet sich auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, man hoffe aber, dass es nun, nach der Beendigung der Restaurationsarbeiten, einen permanenten Platz darauf findet.

Patriarch Bartholomaios beging das Marienfest auf seiner Heimatinsel Imbros (türkisch: Gökceada). In seiner Predigt erinnerte er an die Vertreibung der meisten ihrer griechisch-orthodoxen Bewohner im Jahr 1964 und hob seinen Einsatz für die Wiederansiedlung von Christen auf dem Eiland hervor.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Orthodoxe Christen feiern am kommenden Sonntag Ostern
  3. Papst Leo XIV. wirbt für engere Zusammenarbeit mit Ostkirchen
  4. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  5. Ökumenisches Patriarchat weist Vorwürfe Russlands zurück
  6. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  7. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten

Türkei

  1. Katholisch sein in Istanbul - Philip und Diana erzählen
  2. Erste fliegende Papst-Pressekonferenz: Lob für Vermittler Erdogan
  3. Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca wollte in Iznik mit Papst Leo reden
  4. Papst Leo XIV. in Ankara gelandet
  5. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren eröffnet
  6. "Lasst uns weiterhin auf Gott und Seine heilige Vorsehung vertrauen"
  7. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren vor Eröffnung







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. „Wenn Gott uns erschaffen hat, so bedeutet dies, dass Er einen Plan für unser Leben hat“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz