Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  4. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. Écône, zum Zweiten
  7. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  8. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  11. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  12. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  13. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  14. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  15. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft

Missbrauchsfall: Erzbistum Berlin räumt Fehler ein

25. März 2014 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schleppende Aufklärung eines Missbrauchsfalles, da sich das Opfer zu weiteren Aussagen nicht in der Lage sah. Auch die Staatsanwaltschaft konnte nicht weiter ermitteln.


Berlin (kath.net) Was tun, wenn ein Missbrauchsopfer nicht weiter aussagt? Mit diesem Problem ist das Erzbistum Berlin konfrontiert. Kath.net fragte beim Pressesprecher des Erzbistums, Stefan Förner, nach.

Förner erläuterte gegenüber kath.net, dass sich im Jahr 2010 ein Missbrauchsopfer bei der Hotline der DBK gemeldet hatte. Es ging um den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs durch den damaligen Pfarrer der Pfarrgemeinde Herz Jesu, Berlin-Tegel. Das Opfer stand dem Erzbistum Berlin allerdings nicht zur Aufklärung zur Verfügung, da es sich damals nicht dazu in der Lage sah.

„In einem ersten Gespräch mit dem damaligen Beauftragten für Fälle sexuellen Missbrauchs, Dr. Stefan Dybowski, und dem Berliner Weihbischof Dr. Matthias Heinrich räumte der Beschuldigte die Tat ein“, erläuterte Förner wörtlich gegenüber kath.net. „Im Nachgang verweigerte er allerdings die Unterschrift unter die erstellte Mitschrift mit der Begründung, er hätte das Gespräch als seelsorgerisches Gespräch verständen und nicht als erstes Gespräch mit dem Beschuldigten im Sinne der Leitlinien.“ Kardinal Sterzinsky beurlaubte den Beschuldigten nach Bekanntwerden der Vorwürfe.


Daraufhin nahm, so Förner weiter, die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. „Allerdings stand das Opfer auch der Staatsanwaltschaft nicht zur Verfügung, so dass von staatlicher Seite nichts weiter geschah. Die begonnene Voruntersuchung zog sich lange hin, wurde dann nach Rom gegeben. Im Frühjahr 2013 kam ein Brief aus Rom zurück, in dem Bußauflagen und ein aktuelles forensisches Gutachten gefordert werden, bevor der Beschuldigte wieder eingesetzt werden könnte. Gleichzeitig willigte der Beschuldigte ein, auf seine Pfarrei zu verzichten. Darüber wurde die Pfarrgemeinde informiert.“

„Der Wortlaut des Publicandums verletzte und empörte das Opfer, was nachvollziehbar ist“, erläuterte der Pressesprecher des Erzbistums. Das Opfer habe sich dann mit dem Erzbistum Berlin in Verbindung gesetzt, um dies zum Ausdruck zu bringen. „Nach einem Brief an Kardinal Woelki gab es ein Treffen mit Generalvikar Przytarski sowie eine Antwort von Kardinal Woelki. Aktuell wird ein Gesprächstermin zwischen dem Opfer und Kardinal Woelki vereinbart.“

Förner betonte ausdrücklich: „Es ist dem Erzbistum Berlin ein Anliegen, die erneute Verletzung des Opfers durch besagtes Publicandum ernst zu nehmen, dazu gehört auch Fehler im Verfahren einzugestehen und nach Möglichkeit zu korrigieren.“

Das Erzbistum habe nach dem Gespräch den Fall „erneut der Staatsanwaltschaft gemeldet, auch nach Rom ging ein Schreiben, das Erzbistum Berlin will eine erneute Voruntersuchung führen auf Grundlage der Aussagen des Opfers, die ja mittlerweile auch öffentlich dokumentiert sind. Der Beschuldigte ist derzeit krank geschrieben, ein künftiger Einsatz in der Seelsorge ist aktuell nicht geplant, eine definitive Entscheidung darüber steht noch aus.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Berlin

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Den 25.11.2024 notieren als den Todestag des Altarraums – nach langem, qualvollem Leiden. RIP“
  3. Berlin ist seit Sonntag um eine 'evangelische' Kirche reicher
  4. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  5. Berlin: Priester niedergeschlagen und während der Messe angegriffen
  6. „Souveränität im Umgang mit Kritik sieht aber wohl doch anders aus“
  7. Erzbischof Koch/Twitter: „Interessant auch, dass @MonsignoreCorpa @ErzbistumBerlin blockiert hat“
  8. Diese „Weihe ist Hingabe des Erzbistums Berlin und seiner Menschen an Jesus und Maria“
  9. Erzbistum Berlin plant Weihe „an das Heiligste Herz Jesu und Mariä“
  10. Erzbistum Berlin dementiert Fake-News über Erzbischof Koch






Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Écône, zum Zweiten
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  6. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  7. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  8. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  9. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  10. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  11. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  12. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  13. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“
  14. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  15. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz