Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  7. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  8. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  9. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  12. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  13. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  14. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  15. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!

Missbrauchsfall: Erzbistum Berlin räumt Fehler ein

25. März 2014 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schleppende Aufklärung eines Missbrauchsfalles, da sich das Opfer zu weiteren Aussagen nicht in der Lage sah. Auch die Staatsanwaltschaft konnte nicht weiter ermitteln.


Berlin (kath.net) Was tun, wenn ein Missbrauchsopfer nicht weiter aussagt? Mit diesem Problem ist das Erzbistum Berlin konfrontiert. Kath.net fragte beim Pressesprecher des Erzbistums, Stefan Förner, nach.

Förner erläuterte gegenüber kath.net, dass sich im Jahr 2010 ein Missbrauchsopfer bei der Hotline der DBK gemeldet hatte. Es ging um den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs durch den damaligen Pfarrer der Pfarrgemeinde Herz Jesu, Berlin-Tegel. Das Opfer stand dem Erzbistum Berlin allerdings nicht zur Aufklärung zur Verfügung, da es sich damals nicht dazu in der Lage sah.

„In einem ersten Gespräch mit dem damaligen Beauftragten für Fälle sexuellen Missbrauchs, Dr. Stefan Dybowski, und dem Berliner Weihbischof Dr. Matthias Heinrich räumte der Beschuldigte die Tat ein“, erläuterte Förner wörtlich gegenüber kath.net. „Im Nachgang verweigerte er allerdings die Unterschrift unter die erstellte Mitschrift mit der Begründung, er hätte das Gespräch als seelsorgerisches Gespräch verständen und nicht als erstes Gespräch mit dem Beschuldigten im Sinne der Leitlinien.“ Kardinal Sterzinsky beurlaubte den Beschuldigten nach Bekanntwerden der Vorwürfe.


Daraufhin nahm, so Förner weiter, die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. „Allerdings stand das Opfer auch der Staatsanwaltschaft nicht zur Verfügung, so dass von staatlicher Seite nichts weiter geschah. Die begonnene Voruntersuchung zog sich lange hin, wurde dann nach Rom gegeben. Im Frühjahr 2013 kam ein Brief aus Rom zurück, in dem Bußauflagen und ein aktuelles forensisches Gutachten gefordert werden, bevor der Beschuldigte wieder eingesetzt werden könnte. Gleichzeitig willigte der Beschuldigte ein, auf seine Pfarrei zu verzichten. Darüber wurde die Pfarrgemeinde informiert.“

„Der Wortlaut des Publicandums verletzte und empörte das Opfer, was nachvollziehbar ist“, erläuterte der Pressesprecher des Erzbistums. Das Opfer habe sich dann mit dem Erzbistum Berlin in Verbindung gesetzt, um dies zum Ausdruck zu bringen. „Nach einem Brief an Kardinal Woelki gab es ein Treffen mit Generalvikar Przytarski sowie eine Antwort von Kardinal Woelki. Aktuell wird ein Gesprächstermin zwischen dem Opfer und Kardinal Woelki vereinbart.“

Förner betonte ausdrücklich: „Es ist dem Erzbistum Berlin ein Anliegen, die erneute Verletzung des Opfers durch besagtes Publicandum ernst zu nehmen, dazu gehört auch Fehler im Verfahren einzugestehen und nach Möglichkeit zu korrigieren.“

Das Erzbistum habe nach dem Gespräch den Fall „erneut der Staatsanwaltschaft gemeldet, auch nach Rom ging ein Schreiben, das Erzbistum Berlin will eine erneute Voruntersuchung führen auf Grundlage der Aussagen des Opfers, die ja mittlerweile auch öffentlich dokumentiert sind. Der Beschuldigte ist derzeit krank geschrieben, ein künftiger Einsatz in der Seelsorge ist aktuell nicht geplant, eine definitive Entscheidung darüber steht noch aus.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Berlin

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Den 25.11.2024 notieren als den Todestag des Altarraums – nach langem, qualvollem Leiden. RIP“
  3. Berlin ist seit Sonntag um eine 'evangelische' Kirche reicher
  4. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  5. Berlin: Priester niedergeschlagen und während der Messe angegriffen
  6. „Souveränität im Umgang mit Kritik sieht aber wohl doch anders aus“
  7. Erzbischof Koch/Twitter: „Interessant auch, dass @MonsignoreCorpa @ErzbistumBerlin blockiert hat“
  8. Diese „Weihe ist Hingabe des Erzbistums Berlin und seiner Menschen an Jesus und Maria“
  9. Erzbistum Berlin plant Weihe „an das Heiligste Herz Jesu und Mariä“
  10. Erzbistum Berlin dementiert Fake-News über Erzbischof Koch






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  3. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  4. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  5. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  6. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  7. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  8. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  9. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  10. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  11. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  12. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  13. Überraschende Wendung im Mordfall Ann Widdecombe: Jetzt doch offizieller Terrorverdacht!
  14. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“
  15. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz