Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Für Kinder ist das Leben nach dem Tod sehr wichtig

6. März 2014 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Palliativmediziner: Offen mit Minderjährigen über das Thema sprechen


Frankfurt am Main/Homburg/Saar (kath.net/idea) Die Frage, was nach dem Tod kommt, ist schon für Kinder sehr wichtig. Darauf weist der Palliativmediziner Sven Gottschling (Homburg/Saar) in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hin. Er versorgt jährlich etwa 50 sterbenskranke Kinder am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Uniklinikums des Saarlandes.

Der Arzt plädiert dafür, offen mit Kindern über den Tod und das Leben danach zu sprechen, ohne ihnen Bilder vorzugeben. Sie seien viel kreativer als Erwachsene und erträumten sich Orte, an denen sie nach dem irdischen Ableben sein werden. Sehr häufig sei dies das klassische Bild vom Himmel. Ihn gestalteten sie sich nach ihrem Geschmack mit Dingen, die sie von der Erde mitnehmen, oder mit Menschen, die sie dort wiedertreffen.


Für viele Kinder sei der Tod nicht so bedrohlich wie für Erwachsene. Gottschling: „Mit ihrer unbefangenen Art trösten Kinder sogar oft Erwachsene.“ Ein Bewusstsein für den Tod stelle sich erst mit sieben bis neun Jahren ein; kleinere Kinder hielten sich für unsterblich. Den Tod wirklich zu verstehen, gelinge erst zwischen zehn und 14 Jahren.

Wunsch nach Sterbehilfe ist sehr selten

Einen Wunsch nach Sterbehilfe äußern nach Gottschlings Erfahrung Kinder nur sehr selten. Von den etwa 500 Kindern, die er in den vergangenen zehn Jahren begleitet habe, seien es vielleicht zehn gewesen. Meist habe es sich um Jugendliche gehandelt. Sie hätten nicht ausdrücklich gesagt, dass sie sterben wollten, sondern so etwas wie „Ich will nicht mehr“.

Der Wunsch, dem Leben ein Ende zu setzen, sei vor allem ein Hilfeschrei, weil der Patient starke Schmerzen habe, schlecht Luft bekomme oder sich nicht mehr bewegen könne. Dabei könnten Ärzte meist helfen. Manchmal sei der Wunsch nach Sterbehilfe auch Folge einer Depression.

Bisweilen ertrügen auch Eltern das Leid ihrer Kinder nicht mehr. Dann biete er an, dass Pfleger und Ärzte die Situation gemeinsam mit ihnen aushalten und erträglich machen. Gottschling: „Ich sage ihnen aber ganz klar, dass es als Arzt nicht meine Aufgabe ist zu töten.“

Der Tod ist etwas Natürliches

Sterbehilfe, die beispielsweise in Belgien und den Niederlanden auch unter bestimmten Bedingungen bei Kindern zugelassen ist, lehnt er ab. Gottschling: „Ich bin Palliativmediziner; ich habe die Aufgabe, die verbleibende Lebenszeit des Patienten mit der bestmöglichen Lebensqualität zu füllen. … Ich möchte vermitteln, dass der Tod etwas Natürliches ist, und dass man lernen muss, ihn zu akzeptieren.“ Er wolle dem Patienten ferner das Gefühl geben, dass er bis zum Ende für sie da sei und helfen könne: „Den Satz ‚Wir können nichts mehr für Sie tun‘ gibt es in der Palliativmedizin nicht.“ Deutschland sei aber wie Belgien auf diesem Gebiet ein Entwicklungsland. Gottschling: „Die Palliativmedizin nicht auszubauen, aber dafür über aktive Sterbehilfe nachzudenken, ist geradezu zynisch.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tod

  1. Der Umgang mit dem Tod
  2. Feuer oder Erde? -Urne oder Sarg?
  3. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 4
  4. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 3
  5. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 2
  6. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 1
  7. Der Tod - Meditationen über einen Lebensweg
  8. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 4
  9. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 3
  10. Zurück aus dem Jenseits – Leseprobe 2







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz