Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. „Das Ende von Maria 2.0“
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Für Kinder ist das Leben nach dem Tod sehr wichtig

6. März 2014 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Palliativmediziner: Offen mit Minderjährigen über das Thema sprechen


Frankfurt am Main/Homburg/Saar (kath.net/idea) Die Frage, was nach dem Tod kommt, ist schon für Kinder sehr wichtig. Darauf weist der Palliativmediziner Sven Gottschling (Homburg/Saar) in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hin. Er versorgt jährlich etwa 50 sterbenskranke Kinder am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Uniklinikums des Saarlandes.

Der Arzt plädiert dafür, offen mit Kindern über den Tod und das Leben danach zu sprechen, ohne ihnen Bilder vorzugeben. Sie seien viel kreativer als Erwachsene und erträumten sich Orte, an denen sie nach dem irdischen Ableben sein werden. Sehr häufig sei dies das klassische Bild vom Himmel. Ihn gestalteten sie sich nach ihrem Geschmack mit Dingen, die sie von der Erde mitnehmen, oder mit Menschen, die sie dort wiedertreffen.


Für viele Kinder sei der Tod nicht so bedrohlich wie für Erwachsene. Gottschling: „Mit ihrer unbefangenen Art trösten Kinder sogar oft Erwachsene.“ Ein Bewusstsein für den Tod stelle sich erst mit sieben bis neun Jahren ein; kleinere Kinder hielten sich für unsterblich. Den Tod wirklich zu verstehen, gelinge erst zwischen zehn und 14 Jahren.

Wunsch nach Sterbehilfe ist sehr selten

Einen Wunsch nach Sterbehilfe äußern nach Gottschlings Erfahrung Kinder nur sehr selten. Von den etwa 500 Kindern, die er in den vergangenen zehn Jahren begleitet habe, seien es vielleicht zehn gewesen. Meist habe es sich um Jugendliche gehandelt. Sie hätten nicht ausdrücklich gesagt, dass sie sterben wollten, sondern so etwas wie „Ich will nicht mehr“.

Der Wunsch, dem Leben ein Ende zu setzen, sei vor allem ein Hilfeschrei, weil der Patient starke Schmerzen habe, schlecht Luft bekomme oder sich nicht mehr bewegen könne. Dabei könnten Ärzte meist helfen. Manchmal sei der Wunsch nach Sterbehilfe auch Folge einer Depression.

Bisweilen ertrügen auch Eltern das Leid ihrer Kinder nicht mehr. Dann biete er an, dass Pfleger und Ärzte die Situation gemeinsam mit ihnen aushalten und erträglich machen. Gottschling: „Ich sage ihnen aber ganz klar, dass es als Arzt nicht meine Aufgabe ist zu töten.“

Der Tod ist etwas Natürliches

Sterbehilfe, die beispielsweise in Belgien und den Niederlanden auch unter bestimmten Bedingungen bei Kindern zugelassen ist, lehnt er ab. Gottschling: „Ich bin Palliativmediziner; ich habe die Aufgabe, die verbleibende Lebenszeit des Patienten mit der bestmöglichen Lebensqualität zu füllen. … Ich möchte vermitteln, dass der Tod etwas Natürliches ist, und dass man lernen muss, ihn zu akzeptieren.“ Er wolle dem Patienten ferner das Gefühl geben, dass er bis zum Ende für sie da sei und helfen könne: „Den Satz ‚Wir können nichts mehr für Sie tun‘ gibt es in der Palliativmedizin nicht.“ Deutschland sei aber wie Belgien auf diesem Gebiet ein Entwicklungsland. Gottschling: „Die Palliativmedizin nicht auszubauen, aber dafür über aktive Sterbehilfe nachzudenken, ist geradezu zynisch.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 ilomego 7. März 2014 

@Kimusi - warum denn nicht?

Ihrem "Hier geht es aber um Kinder und da geht Ihr Vorschlag gar nicht." kann ich nicht zustimmen. Es hängt wohl sehr vom Kind ab, ob es einen Zugang dazu finden kann. Denken Sie an die Kinder von Fatima, die ganz bewusst viele Sühneopfer gebracht haben und sie sehen, dass ihre Aussage so pauschal nicht haltbar ist.


0
 
 Kimusi 6. März 2014 

@Ester

Ihr Vorschlag ist für Eerwachsene angebracht. Hier geht es aber um KInder und da geht Ihr Vorschlag gar nicht.


0
 
 speedy 6. März 2014 
 

es gibt das buch den Himmel gibt's echt, er kommt in den usa als film in die Kinos dieses Frühjahr


1
 
 Ester 6. März 2014 
 

Nun die Sache mit dem Sterben

wäre längst nicht so schlimm, wenn man nicht seit Jahrzehnten klassische Antworten lächerlich machen würde und selbst Kirchenleute dem "wir kommen alle, alle in den Himmel und der ist die ultimative Partymeile aus der Abteilung "Genuss ohne Reue"....." Mantra anhängen würden.
Hilfreich wäre in dem ganzen Zusammenhang das apost. Schreiben JPII über den heilbringenden Sinn des Leidens http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_letters/documents/hf_jp-ii_apl_11021984_salvifici-doloris_ge.html
und hier Kard. Ratzinger über den leidenden Papst http://de.radiovaticana.va/Articolo.asp?c=482709


3
 
 Antas 6. März 2014 
 

..schön zu sehen, dass es auch anders geht. Herr Gottschling sieht es als seine Aufgabe an, den Patienten die verbleibende Lebenszeit mit der bestmöglichen Lebensqualität zu füllen, anstatt ihnen den Giftbecher zu reichen! Gottes Segen für all Ihre Gespräche!

p.s. ihr wisst ja wer folgendes gesagt hat "werdet wie die Kinder". Also worauf warten wir ;)


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tod

  1. Der Umgang mit dem Tod
  2. Feuer oder Erde? -Urne oder Sarg?
  3. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 4
  4. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 3
  5. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 2
  6. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 1
  7. Der Tod - Meditationen über einen Lebensweg
  8. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 4
  9. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 3
  10. Zurück aus dem Jenseits – Leseprobe 2







Top-15

meist-gelesen

  1. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  2. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  3. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  4. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  5. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  6. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  7. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  8. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  9. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  10. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  11. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  12. Über das Dämonische
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  15. 'Ich habe mich geirrt'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz