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'Die Zeit': Kasper forderte Vatikan-Umdenken bei Sexualmoral

28. Februar 2014 in Weltkirche, 62 Lesermeinungen
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Kardinal: Bibel versteht Gebote nicht als Last, sondern als Wegweisung - Schönborn lobt Kasper für "hervorragendes" Referat


Hamburg-Rom-Wien (kath.net/KAP) Der deutsche Kardinal Walter Kasper (80) hat ein Umdenken der katholischen Kirche bei der Ehe- und Sexualmoral gefordert. Das bloße Pochen auf Regeln überzeuge keinen Menschen, sie auch einzuhalten, zitiert die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag) aus der bislang unveröffentlichten Rede Kaspers vor dem Papst und dem Kardinalskollegium. Die Bibel verstehe die Gebote nicht als Last und Einschränkung der Freiheit, sondern als Wegweisung zu einem erfüllten Leben.

Der frühere "Ökumeneminister" des Vatikans (2001-10) plädierte für einen Weg der Kirche zwischen Rigorismus und laxer Einstellung. "Barmherzigkeit ist keine billige Gnade, die von Umkehr dispensiert", zitiert die Zeitung den Dogmatik-Professor mit Blick auf die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten. "Aber die Sakramente sind auch keine Belohnung für Wohlverhalten und für eine Elite, welche die ausschließt, die der Sakramente am meisten bedürfen."


Mit Blick auf die Zulassung zur Kommunion forderte Kasper in seiner Rede Reformen: "Wenn ein geschiedener Wiederverheirateter bereut, dass er in erster Ehe versagt hat, wenn er sich nach Kräften mühte, die zweite zivile Ehe aus dem Glauben zu leben, können wir ihm dann das Sakrament der Buße und die Kommunion verweigern?"

Papst Franziskus persönlich hatte den deutschen Kurienkardinal mit dem Verfassen der Rede beauftragt, die er vor der Vollversammlung der 150 Kardinäle in Rom am 20. Februar hielt.

Laut der "Zeit" forderte Kasper, die Kirche müsse ihre Furcht vor Veränderung überwinden: "Angst hat nichts Christliches." Er plädierte dafür, dass die Kirche auf die heutige Realität der katholischen Laien eingeht und Sünden vergibt. "Wir glauben ja auch an die Vergebung der Sünden. An die Möglichkeit, neu anzufangen."

Kardinal Reinhard Marx hatte nach dem Konsistorium erklärt, der Vortrag von Kardinal Kasper habe die "Ouvertüre" zu einer Diskussion geliefert, die - ohne etwas vorwegzunehmen - so schnell nicht enden werde. Vor allem Kaspers Ausführungen zur Geschiedenenpastoral diskutierten die Kardinäle intensiv - und auch kontrovers. Papst Franziskus lobte anschließend die "profunde Theologie" des bald 81-Jährigen. Er hatte den Deutschen gebeten, sich auf die drängenden Fragen und weniger auf mögliche Antworten zu konzentrieren.

Kardinal Schönborn von Kasper beeindruckt

Genau dies lobte auch Kardinal Christoph Schönborn in der jüngsten Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag": Kasper habe in seinem "hervorragenden" und "blendend formulierten" Referat bewusst "keine fertigen Lösungen angeboten". Das entpreche auch den Planungen für die beiden Bischofssynoden zum Thema: Die erste im kommenden Oktober solle zunächst einmal "sondieren, wo die Familien der Schuh drückt". Erst bei der Synode 2015 sollen dann - so Schönborn - "konkrete seelsorgliche Orientierungen" gefunden werden.

Über eine Publikation der Ausführungen Kardinal Kaspers entscheidet nun der Papst. Der Vatikan veröffentlichte das Referat vorerst nicht im Wortlaut. Einzelne Passagen wurden bereits vor der "Zeit" vom italienischen Vatikanisten Andrea Tornelli zusammengefasst. Er publizierte sie im Internetportal "Vatican Insider".

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Suarez 4. März 2014 

@Kant - Mein Eingangssatz ist etwas unglücklich formuliert

Natürlich soll es heißen, wenn die katholische Kirche "Wiederverheiratete" zur Eucharistie zulässt, dann entwertet das sowohl die Hl.Kommunion als auch das Sakrament der Ehe, denn der Bruch der Ehe soll ja durch die Zulassung zur Hl. Kommunion geheilt werden, was auf Grund der Unauflösbarkeit der Ehe nicht möglich ist.

Manchmal ist man eben zu salopp im Formulieren, ich hoffe, Sie verzeihen, die etwas unglückliche Ausdrucksweise.


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 Suarez 4. März 2014 

@Kant - Eine Entwertung sowohl der Ehe als auch der Hl. Kommunion

Wenn ich "Wiederverheiratete" zur Eucharistie zulasse, dann entwertet das sowohl die Hl.Kommunion als auch das Sakrament der Ehe, denn der Bruch des Sakramentes soll ja durch die Zulassung zur Hl. Kommunion geheilt werden. Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Müller" hat dies jüngst nochmals sehr deutlich klargestellt, in dem er betont: "Doktrin und Pastoral dürften sich nicht widersprechen." (http://www.kath.net/news/45069)

Über den Weg der Pastoral würde das Ehesakrament in seinem Charakter der Unauflöslichkeit, aufgehoben. Wenn also die Glaubenskongregation schon eindeutig feststellt, dass durch eine Zulassung Wiederverheirateter zu Hl. Kommunion das Sakrament der Ehe relativiert und so die Lehre der Kirche widersprüchlich würde, dann bedarf es hier keiner weiteren Reflexionen mehr, was wie entwertet würde. Das ist vom Lehramt längst eindeutig gesagt und darum ist der Vorstoß von Kardinal Kasper um so unverständlicher und führt nur zu unnötiger Verwirrung.


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 Hadrianus Antonius 3. März 2014 
 

@Kant Mystagogische Katechesen

Hochgeehrter @Kant, Sie stellen hier eine sehr gute Frage.
Wie Sie selber schrieben ist die Hl. Kommunion kein Lutschbonbon, kein Kraftzuckerle das durch Zauberei Krummes gerade macht.
Es ist der Leib und das Blut Christi, realistisch als Sakrament, spiritualistisch nach Clemens v. Alexandrien und Origenes als Empfang v. Christus, dem Logos.
Nach Cyrill von Jerusalem ist es das "frierenmachende", tremendum, "schaurige","unheimliche"Opfer (FC Bd.7, S.49); die unzulässige Teilnahme, das Erzwingen der Teilhabe ist von diesem Gesichtspunkt gefährlich-das war den alten Theologen zutiefst bewußt.
Ihr Ausdruck "Arznei mit Nebenwirkungen" trifft die Sache in den Kern.
50 Jahr katechetische Verlotterung und Verweltlichung breiter ehemals katholischen Bevölkerungsschichten haben die Teilhabe an der Eucharistie in eine Art Amulettenglauben transformiert.


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 Hadrianus Antonius 3. März 2014 
 

Relativistische Erreichbarkeitsmoral

@Suarez hat hier schon daraufhingewiesen daß Kard. Kasper dieses Thema schon lang auf der Agenda hat.
Sein moralphilosophischer Ansatz geht zurück auf den Löwener Prof. Albert Dondeyne (1901-1985), der sich schon in den frühen 40er Jahren mit "Offenheit, soziales Engagement und einem neuen Umgang mit dem Glauben in einer säkularisierten Gesellschaft" beschäftigte.
Er übte einen großen Einfluß aus ("Glauben und Welt"(1961), teilweise excerptiert in Gaudium et Spes(1966); seine ethische Ideen dominierten die
belgische Kirche, seine Schüler setzten diese in der Praxis um; der Salesianer R. Burggraeve entwickelte dies weiter zu der sog. "Erreichbarkeitsethik" (v. EB Léonard in 2011 kräftig kritisch kontestiert).
Der große Clou(und der Grund warum hierüber total geschwiegen wird): dieser Relativismus und Personalismus "aus pastoralen Gründen" ist intens mit der Tolerierung der Pädophilie und der Homophilie in der Kirche dort verbunden-gab ihr eine "ethische " Basis.


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 Paddel 3. März 2014 

Knieende Theologie

Was, wenn wir die Kommunion wieder knieend in den Mund empfangen würden? So, wie es zwar nicht vorgeschrieben, aber von Papst em. Benedikt durchaus gewünscht wird. Wie viele würden dann noch zur Kommunion gehen? Ich selbst praktiziere das auch nicht, aber warum eigentlich nicht? Ich beobachte, dass in sehr vielen Pfarreien überhaupt nicht einmal mehr während der ganzen Messe gekniet wird. Die Kniebeuge fällt auch immer mehr weg und in unserer Gemeinde beteten wir dazu noch: "Herr, ich bin würdig dich zu empfangen."
Ich frage mich, ob das alles nicht auch dazu führt, die Kommunion nur noch als gemeinsames Mahl zu betrachten, nicht aber mehr als den Heiligen Leib Christi? Manche Ehepaare haben Skrupel zur Kommunion zu gehen, wenn sie sich gerade in einem "Ehekrach" befinden. Erst Versöhnung, dann wieder Kommunion. Ich denke, dass wiederverheiratet Geschiedene weiterhin nicht zur Kommunion gehen dürfen. Ungültige Erstehen müssen vorher annuliert werden. Dann kann Heilung beginnen.


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 Hadrianus Antonius 3. März 2014 
 

Hybris der Sünder

Vor einigen Wochen veröffentlichte Mag. theol. M. Gurtner hier auf kath.net einen sehr guten Artikel über die unterschiedlichen Formen der Teilnahme am Eucharistischen Sakrament (inzwischen auch als Buch bei kath.shop)
Von den 8 möglichen Formen stehen 7 einem in neuer Verbindung Lebendem offen, darunter die Teilnahme an der Hl.Messe, die geistige Kommunion,die Eucharistische Anbetung des Allerheiligsten Sakraments,...
Die Halsstarrigkeit womit die Zulassung zum Empfang der leiblichen Kommunion gefordert wird, - und wovon sich offensichtlich viele Prälate im Westen beeindrucken lassen-, widerspiegelt ganz und gar nicht der Der Demut eines vorbildlichen Christen, zeigt auch nicht von Bewußtsein der eigenen Schuld und Versagens, von Respekt für den Herrn-; Seine Gnade kann nicht abgezwungen werden, ist gratis und zutiefst mit Seinem Gericht verbunden: Er schuldet uns als Menschen nichts.
Eine Erpressung der Hl. Kirche ist zutiefst schädlich.


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 bobovac 3. März 2014 
 

Medizin in der Schublade

@Kant
Hierzulande ist die Situation so weit, dass die Sakramente der Beichte und der Eucharistie praktisch nichts mehr, noch einmal: NICHTS, bedeuten. Und aus dieser Situation heraus, ohne das kleinste Wörtchen über die kläglichen Situation zu sagen, wagen viele deutschsprachige Bischöfe die Vorschläge über die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion. Was für ein Verlust jeglichen Realitätsgespür. Die heilsame Arznei ist da, wird aber in der Schublade gehalten, und dann hört man die Klage, dass sich die Krankheit ausbreitet und wird nach den „Lösungen“ gesucht.


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 Kant 3. März 2014 

@Steve Acker: ist die „Barmherzigkeitsfraktion“ noch zu stoppen?

Sie schreiben: „Hebt man dies [keine Beichte und Eucharistie für wiederverh. Gesch.] auf ... dann wird die Unauflösichkeit der Ehe nur noch eine leere Hülse.“ Eben nicht! Kard. Kaspar sieht das anders und viele mit ihm (vielleicht sogar der Papst?)! Warum soll man denn Menschen überhaupt die Kommunion verweigern, wenn sie doch ein so großartige Hilfe ist? Warum denn Sünder, die doch gerade die Barmherzigkeit des Herrn so nötig haben? Warum wiederverh. Gesch., die zwar vielleicht einmal gesündigt haben mögen, aber jetzt aus ihrer Situation ja nicht mehr herauskommen? Wenn Sie diese Fragen nicht mit pointierten Statements beantworten können, ist - befürchte ich - die „Barmherzigkeitsfraktion“ mit dem vom Papst an ihrer Spitze gestellten „profunden Theologen“ nicht mehr zu stoppen.


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 Linus 2. März 2014 
 

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich in der Frage der wiederverheiratet Geschiedenen etwas tun würde. Aber es muss natürlich das geschehen, was Jesus will.


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 Born 2. März 2014 
 

Kant, m.E. ist auch die Kommunion nicht das Problem,

sondern die "angedachte Vergebung" im Beichtstuhl für den sündhaften Zustand der standesamtl. Wiederverheiratung, der auch nach der Beichte fortdauert. Würde dieses Problem gelöst, wäre der Kommunionempfang problemlos möglich. Wie dies aber theologisch gelöst werden soll, entzieht sich meiner Vorstellung.
Kaspers gefordertem "Umdenken" steht gegenüber die Meldung, dass Kaspers Vortrag KONTROVERS dirkutiert wurde.
Einige Kommentatoren sprechen in diesem Zusammenhang von der "Josephsehe". Das ist aber nichts Neues und fände Berücksichtigung, wenn man davon überzeugt wäre.


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 Steve Acker 2. März 2014 
 

Kant. - in der Nichtzulassung der WVG zu den

Sakramenten äußert sich klar die Konsequenz aus der zivilen Wiederheirat.
Viele, auch fromme Leute nehmen das trotzdem in Kauf und heiraten wieder.
Hebt man dies auf,unter welchen Vorraussetzungen auch immer, dann wird die Unauflösichkeit der Ehe nur noch eine leere Hülse.
Der Kardinal ärgert sich ,dass die Medien nur auf diesen einen Satz schauen. Mich wundert das gar nicht.
Die Medien sehen hier:Hurra,da tut sich eine Bresche auf, endlich besteht die Aussicht dass die Kirche defacto die Unauflösichkeit der Ehe aufgibt.
Die Konsequenzen wären ziemlich verheerend. Viele würden dann in die Ehe gehen mit dem Gedanken:"Wenn mir mein Ehepartner nicht mehr passt, suche ich mir einen neuen. Die Kirche akzeptiert das ja inzwischen." Und noch viel mehr Ehen würden zerbrechen.


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 Kant 1. März 2014 

Einheit und Unauflöslichkeit – alles richtig, aber keine Kommunion?

@Suarez: Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe – daran zweifelt in der Kirche kaum einer: Sie nicht, ich nicht, und übrigens auch Kard. Kaspar nicht (s. Artikel 45088). An dieser Lehre wird sich deshalb in der r.k. Kirche so schnell auch nichts ändern. Aber wo wir, Sie und ich, uns mit Kard. Kaspar und vielen anderen „Entscheidungsträgern“ nicht mehr einig sind: kein Kommunion-Empfang für in „ehebrecherischen“ Verhältnissen Lebende. Und da wird sich etwas ändern, wenn wir nicht aufpassen, denn viele in der Kirche verstehen das nicht mehr. Selbst der Papst scheint unsicher. Deshalb: wir können hier seitenweise Argumente für die Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe vorbringen – und Papst und Bischöfe werden trotzdem die Eucharistie für wiederverh. Gesch. (und sonstiges) öffnen. Warum also überhaupt Bedingungen für den Kommunion-Empfang, warum dürfen z.B. Katholiken, die einmal Jahr zur Messe kommen, zur Kommunion gehen, wiederverh. Gesch. aber nicht? Das versteht zu Recht keiner mehr!


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 Wiederkunft 1. März 2014 
 

Kardinal Schönborn

Ich erinnere mich noch genau an das Begräbnis unseres damaligen Bundespräsidenten T. Klestil. Klestil war viele Jahr verheiratet hatte schon erwachsene Kinder und fing ein Verhältnis mit seiner Mitarbeiterin M. Löffler an. Er wollte sich scheiden lassen, doch seine Ehefrau verweigerte es ihm. Klestil und seine neue Partnerin pilgerten nach Maria Zell um sich von der Gottesmutter eine Art Rechtfertigung zu erflehen. Kardinal Schönborn war schon damals bemüht, dieses neue Paar mit Barmherzigkeit zu begleiten, und sprach vom Scheitern der Beziehungen. Beim Begräbnis im Stefans Dom wurde die erste Reihe für seine Lebensgefährtin bereit gehalten und seine Frau und die Kinder in die zweite Reihe verwiesen. Sie saß da wie das dritte Rad am Wagen. Hätte hier nicht nach kath. Verständnis, die Ehefrau die ihren Mann immer die Treue gehalten hat die erste Reihe verdient? Ein Zeugnis für die ganze Welt! Erinnert an die Stelle der Bibel, wo Johannes der Täufer seinen Kopf verlor!


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 Suarez 1. März 2014 

@Kant - aufgelöste Unauflöslichkeit?

"Richtig, aber Kaspar bezweifelt eben nicht die Unauflöslichkeit der Ehe, sondern er bezweifelt, ob es richtig ist, Menschen in „zweiter“ Ehe die Sakramente (außer wahrscheinlich Ehesakr.?) zu verweigern."

Die Wiederverheiratung, auch unter Reue (welcher?), hebt doch faktisch die Unauflöslichkeit der Ehe auf und zwar durch die Tat des Menschen, was dem Ehe-Sakrament vom Grunde her widerspricht.

Sie haben natürlich mit Ihrem Hinweis recht, dass mit der Thematik eng zusammenhängend auch das Verständnis der Eucharistie betroffen ist und diese eine Wandlung erfährt und zwar in Richtung menschlicher Verfügbarkeit ohne Bindung an die Gebote Gottes. Es geht eben nicht um die Einhaltung der Gesetze, sondern darum, dass Jesus den Bund der Ehe, der über das Gesetz hinausgeht, wie er ausdrücklich betont, heiligt. Etwas von Gott geheiligtes kann der Mensch aber nicht nach seinem Willen lösen. Papst Benedikt hat den einzig möglichen Weg durch ein Annulierungsverfahren der Kirche gewiesen.


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 flimnap 1. März 2014 
 

@Peregrin T.: Sie liegen grundfalsch!

Obwohl Ihre Unterscheidung von "Angst" auf der einen und "Gottesfurcht" auf der anderen Seite den Nagel auf den Kopf trifft, liegen Sie grundfalsch mit folgender Aussage:

"Denn furchtbar ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen".

Bei allem schuldigen Respekt - das ist Unfug!

Es ist - das genaue Gegenteil - furchtbar, NICHT in die Hände des lebenden Gottes zu fallen!

Unser aller Befürchtung besteht doch eben darin, genau dies könnte unseren wiederverheirateten Brüdern und Schwestern widerfahren, wenn sie zum Altare Gottes treten in derselben Geisteshaltung, mit der man an einem Picknick teilnimmt, nicht wahr?


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 bellis 1. März 2014 

Vergil - die pastorale Antwort gibt es schon - Teil II

Wer Kirche oder Gesellschaft verändern will, wird als deren "Vertreter" lautstark von den ebenfalls Kirche oder gesunde Geslselschafft abschaffen wollenden Medien multipliziert. Z. B. das ZDK, die kfd, der Katholikentag und vieles mehr. Ebenso wenig wie weltliche Katholiken sich nach dem Empfang des Herrn sehnen, wollen z.B. Homosexuelle Kinder adoptieren oder Blut spenden, nur ihre medial verstärkten "Vertreter" wollen dies - als ein Schritt zur Abschaffung der wahren Kirche oder als ein Schritt zur Umänderung der Gesellschaft mit dem Ziel der größtmöglichen Isolation und Verzweiflung des Einzelnen. Beides, wie unschwer zu erkennen, Ziele des Teufels.


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 bellis 1. März 2014 

Vergil - ja, es gibt die pastorale Antwort schon - Teil I

«Wenn die [wiederverheirateten] Partner… zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, verpflichten sie sich, völlig enthaltsam zu leben, d.h. sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind. … In diesem Fall können sie zur Kommunion hinzutreten.»

Sicher kommt bald ein neues Wort "Wiederverheiratete-Geschiedene-phob".
Barmherzig ist es, den Sünder vom Sündigen abzuhalten und nicht ihn in der Sünde zu bestärken. Ein "Scheitern einer Ehe" ist keine Sünde, deshalb kann sie auch nicht bereut und nicht vergeben werden. Ein Scheitern ist eine Tatsache, die auf vielen Sünden ruht.
Bitte alle "aufrechten Katholiken" das Buch "die Theologie des Leibes für Anfänger" lesen, verschenken, empfehlen. Hier wird wunderbar aufgezeigt, weshalb ein als Ehepartner oder auch als zölibater Lebender niemals in den Abgrund des "modernen Sex-Verständnisses" gestoßen werden möchte.


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 Kant 1. März 2014 

Kard. Marx‘ Auslegung von „Profunde Theologie“ – da tun sich wirklich Abgründe auf!

@theostudent: Sie schreiben: „Wenn Franziskus sagt, es sei profunde Theologie, dann war der Inhalt dieses Vortrags auch etwas dergleichen!“
1. Aber auf was bezieht sich der Papst damit? Kard. Marx z.B. hat es sofort auf Zulassung der wiederverh. Geschiedenen zu Beichte und Eucharistie verengt. Typisch deutsche Bischöfe!
2. Und was meinte Kard. Kasper? Er hat schon klargestellt, daß es ihm vielmehr um den Beitrag der Familien zur Evangelisierung und konkret die Hauskirche ging. Das vernachlässigen die Bischöfe seit Jahrzehnten, s. Vatikan-Umfrage!
Und ... bei der Forderung nach Zulassung von „Ehebrechern“ zu Beichte und Eucharistie tun sich wirklich Abgründe auf! Insofern paßt in einem ganz anderen Sinn auch hier: „profunde Theologie“.


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 theostudent 1. März 2014 

Ja - Profunde Theologie !

Wenn Franziskus sagt, es sei "profunde Theologie", dann war der Inhalt dieses Vortrags auch etwas dergleichen!


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 Christa Dr.ILLERA 1. März 2014 
 

Mk 10,1-12

Das gestrige(28.2.14)Tagesevangelium:

"Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen.
Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben?
Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen. Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben.
Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen,und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.
Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.
Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entläßt und einen anderen heiratet."

Ist das nicht deutlich genug?!?


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 bobovac 1. März 2014 
 

Seien wir Ehrlich

Wenn wir ganz ehrlich sind und in die Lage der Kirche in Wien und der Umgebung kennen, also dort wo der Kardinal Schönborn der Erzbischof ist, ist uns klar, dass weder die Beichte, noch die Kommunion da etwas bedeuten. Die Beichte ist fast abgeschafft, und zur Kommunion geht fast jeder, und weder der Kardinal, noch die Priester kümmern sind darum. Jetzt ist an der reihe das Sakrament der Ehe faktisch abzuschaffen. Wenn wir erlich sind... Und das ist das wahre Problem, und nicht, dass sich der Kardinal oder die meiste Prister um das Leiden der Menschen kümmern. Wenn wir erlich sind.
-- Er hatte tiefes Mitleid mit den vielen Menschen, die zu ihm kamen, denn sie hatten große Sorgen und wussten nicht, wen sie um Hilfe bitten konnten. Sie waren wie Schafe ohne Hirten. Deshalb sagte er zu seinen Jüngern: „Die Ernte ist groß, aber es sind nicht genügend Arbeiter da. Betet zum Herrn und bittet ihn, mehr Arbeiter zu schicken, um die Ernte einzubringen.“--


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 Peregrin T. 28. Februar 2014 
 

"Angst vor Veränderung"

Wir brauchen keine Angst zu haben, denn der Glaube löscht alle Angst aus, die heute ganz weit verbreitet ist. Aber was wir brauchen, ist Gottesfurcht. Und die verbietet uns, das Wort Gottes und sein Gesetz auf die leichte Schulter zu nehmen und nach Belieben zu interpretieren. Davor werden wir eindringelich gewarnt. Denn furchtbar ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.


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 Paddel 28. Februar 2014 

Belohnung??

Wer bedarf der Sakramente mehr? Gerade das ist es ja, wie sehr bedürfen Eheleute, die ihr Sakrament ernst nehmen der anderen Sakramente (Buße und Eucharistie!) Ich empfinde es ganz und gar nicht als Belohnung sondern im Gegenteil, als Notwendigkeit um im Sakrament der Ehe und in Christus bleiben zu können. Wie sehr bedürfen wir alle!!! der Sakramente, genauso sehr. Als Belohnung? Nein, als Auftrag!!! Jedes Sakrament ist auch Auftrag!! Das ist nicht immer Zuckerschlecken, gerade auch nicht für intakte Ehen. Das Glück kommt nicht kostenlos!! Es muss täglich erkämpft werden! Das ist Arbeit! Einzelfalllösungen funktionieren nicht (wer darf und wer darf warum!!! denn nicht?) Ja, und dann kommuniziert der Mann mit seiner Neuen und seiner Ex gemeinsam? Geht, sie haben sich natürlich im Frieden getrennt.


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 Kathole 28. Februar 2014 
 

Kasper ist Hoftheologe einer deutsch-ökumenischen Staatskirche. "Profunde Theologie" - Wie bitte?

Den unbeschränkten Sakramentenempfang für Getaufte zu fordern, die sich in einer zivilen "Zweitehe" neben der kirchlich-sakramentalen "Erstehe" befinden, läßt sich doch nur unter Ausblendung jeglicher Logik postulieren, wenn man gleichzeitig das Festhalten an der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe beteuert. Die Forderung überhaupt als realisierbar in Erwägung zu ziehen, erfordert doch 2 Prämissen:

1. Die sakramentale "Erstehe" besteht nach dem "Scheitern" (=staatliche Scheidung?) nicht mehr wirklich fort, sie ist schlicht Geschichte. Der Staat beendet mit dem Aussprechen der Scheidung letztlich auch die sakramentale "Erstehe".

2. Die zivile "Zweitehe" hat für die Kirche eine Gültigkeit, die sogar an Gleichwertigkeit mit der kirchlichen Ehe heranreicht.

Das ist das Denken eines Hoftheologen einer Staatskirche. Unbegreiflich, daß gerade der Pontifex, der so allergisch gegen alles tatsächlich oder vermeintlich "Höfische" in der Kirche reagiert, gerade ihn so "promotet".


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 Victor 28. Februar 2014 
 

Gut gemeint ist noch längst nicht gut

Es ist die Frage schon, warum ausgerechnet eine anti-katholische Zeitschrift sich einer kirchlichen Thematik widmet.
Also wenn ich der Kirche schaden möchte, würde ich sagen, daß das mit der "Zeit" ganz gut geht.
Eine staatliche Ehe und eine kirchliche Ehe sind 2 unterschiedliche "Angelegenheiten". Eine geschiedene staatliche Ehe ändert an der kirchlich gültigen rein gar nichts. Und wer eine andere oder einen anderen staatlich heiratet bei Nicht-Annulierung des kirchlichen Ehebundes befindet sich objektiv im dauernden Ehebruch. Das wäre zwar zu beichten, aber kein Priester kann da eine Lossprechung erteilen. Und selbst wenn, wäre diese ungültig.
Ein Empfang der hl. Eucharistie wäre wieder eine neue Sünde usw.
Solch ein Leben in Sünde kann also kein erfülltes Leben sein.

Wenn das Ehesakrament verwässert wird, so wie schon das Beichtsakrament, dann braucht man doch keine Kirche mehr. Dann ist der Herr umsonst den Kreuzweg gegangen und all die Märtyrer aller Zeiten ebenso.


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 flimnap 28. Februar 2014 
 

Vor gaaanz langer Zeit, in einem gaaanz anderen Land

wurde diese Diskussion um wiederverheiratete Geschiedene schon einmal geführt.

Protagonisten waren ein frommer und hübscher junger König, der bereute, dass er in erster Ehe versagt hatte, sich aber nach Kräften mühte, "die zweite zivile Ehe aus dem Glauben zu leben" und ein unbarmherziger Erzbischof von Canterbury, der dem hübschen, frommen, jungen König daraufhin "das Sakrament der Buße und die Kommunion verweigerte -obwohl dieser grundfromme Mann sogar vom Papst den Titel eines "Defensor Fidei" verliehen bekommen hatte!

Am Ende bekam der sauertöpfische Erzbischof seine "gerechte" Strafe - und die Heilige Katholische und Apostolische Kirche erhob ihn darauf zur Ehre der Altäre!

Lang, lang ist's her.

Doch, wie gsagt, das war natürlich vor gaaaanz langer Zeit, in einem gaaaanz anderen Land ...

Beten wir zum Heiligen Thomas Becket!


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 Born 28. Februar 2014 
 

Wie kann man nur ein halbes Jahr vor der Synode eine solche Schwarzmalerei

betreiben! Wo bleibt das Vertrauen auf den vom Hl.Geist geleiteten Papst und seine Mitarbeiter? Wie kann man andere User zurecht ständig kritisieren wegen mangelnden Glaubens an die kirchliche Lehre, selbst aber das, was vielleicht kirchliche Lehre nach der Synode werden kann, jetzt schon ganz und gar konterkarieren, bevor der Wortlaut überhaupt vorliegt? Wie kann man diesen inneren Zwiespalt ertragen, ohne daran zu verzweifeln?
Hier helfen allein beten und vertrauen!


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 Kant 28. Februar 2014 

Die Strategie des Teufels: Zulassung von „Ehebrechern“ – der Todesstoß für die Eucharistie

@Suarez: Sie schreiben: „Wo die Unauflöslichkeit der Ehe in der kirchl. sanktionierten Wiederverheiratung mündet, verliert das Sakrament der Ehe seinen tieferen Sinn.“ Richtig, aber Kaspar bezweifelt eben nicht die Unauflöslichkeit der Ehe, sondern er bezweifelt, ob es richtig ist, Menschen in „zweiter“ Ehe die Sakramente (außer wahrscheinlich Ehesakr.?) zu verweigern. Es wird in der Auseinanderseztung vordergründig um das Ehe- gehen, im Sub-Text aber um das Eucharistie-Verständnis. Jetzt nichts für sensibele Ohren ... Ich glaube: hinter diesem Sophismus steckt der Teufel. Es ist ihm schon gelungen, den Wirkkraft der Eucharistie in vielen Orts-Kirchen auf einen Placebo-Effekt zu reduzieren. Nicht zuletzt deshalb interessieren sich mehr 90 % der Kath. auch nicht mehr dafür. Mit der Zulassung von „Ehebrechern“ zur Euch. versetzt er dem Euch.-Sakrament den Todesstoß, weil die Kirche damit offiziell bekundet, daß die Euch. nicht die Kraft hat, Ehegatten zu ehelicher Treue fähig zu machen.


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 Suarez 28. Februar 2014 

Lieber Herr Fleischer, Kardinal Kasper hat da nichts übersehen,

im Gegenteil, man muss leider annehmen, dass er und andere Kardinäle, die für eine Aufweichung des Ehesakramentes eintreten, sehr genau wissen, was sie tun. Man zieht das Sakrament ins irdisch verfügbare, so als gäbe es Gott nicht, sondern alles sei lediglich eine Frage des menschlichen Diskurses. Ein so verstandener Glaube ist keiner mehr, er hat seine Mitte verloren und aus der von Jesus gestifteten Kirche wird eine bloße Institution.

Wo die Unauflöslichkeit der Ehe in der kirchlich sanktionierten Wiederverheiratung mündet, verliert das Sakrament der Ehe seinen tieferen Sinn. Dann könnten und dürften wir beim Schließen des Ehebundes nicht mehr auf Gott vertrauen, sondern müssten das Scheitern gleich mit in das Ja-Wort einbeziehen. Ehe sl Skrament unter Vorbehalt, soll so in Zukunft die pastorale Stärkung der Familie aussehen?

Geht die Kirche diesen Weg, wird die katholische Lehre im Fundament ins Wanken geraten.


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 Kant 28. Februar 2014 

„Profunde Theologie“ oder perfider Sophismus? (2)

6. „... daß die Kirche den Sündern vergibt“ – wenn Sie das noch nicht getan haben, Herr Kardinal, dann sollten Sie schnell damit anfangen.
7. „... können wir ihm dann die Sakramente verweigern“ – ja, Herr Kardinal, lesen Sie mal in der Bibel, im Katechismus, bei JP II und B XVI, bei Ihrem wirklich „profunden“ Kollegen Kardinal Gerhard Ludwig Müller und im Kirchenrecht.
Nach dem, was jetzt an Zitaten herauskommt, ist die „profunde Theologie“ in Wahrheit perfider Sophismus.


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 Kant 28. Februar 2014 

„Profunde Theologie“ oder perfider Sophismus? (1)

1. „Pochen auf Regeln überzeugt nicht“ – stimmt, Herr Kardinal, aber das macht die Regeln nicht falsch.
2. „Gebote sind keine Last, keine Einschränkung der Freiheit, sondern Wegweisung zum Leben“ – eine falsche Alternative, Herr Kardinal, Gebote sind, auch wenn sie Wegweisungen zum Leben sind, logischerweise immer auch Einschränkung.
3. „Sakramente sind keine Belohnung für Wohlverhalten / Sakramente sind nicht nur für eine Elite“ – ich bitte Sie, Herr Kardinal, wer hätte eine solche Dummheit je ernsthaft behauptet?
4. „Die, die die Sakramente am meisten bedürfen ...“ sind z.B. wiederverheiratete Geschiedene – mehr als Verheiratete, mehr als Geschiedene, die ihrem Ehepartner trotz Trennung treu bleiben? Herr Kardinal, sie muten uns einiges zu!
5. „Furcht vor Veränderung überwinden“ – absolut richtig, Herr Kardinal, haben Sie keine Furcht, Ihre Meinung zu ändern.


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 placeat tibi 28. Februar 2014 
 

Nachtrag

"Was heißt pastoral?"
Ein sehr treffender Aufsatz eines Pfarrers im Kontext des hiesigen Themas hier online via Vatican Magazin:

www.vatican-magazin.de/index.php/magazin/heftarchiv/2014/14-magazin/aktuell/disputa/231-disputa-12014


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 Born 28. Februar 2014 
 

@ placeat tibi (II.)

Wer sich in dieser Frage der Sakramentenordnung nicht äußert, hat Angst vor Veränderung. Ist diese inhaltlich gerechtfertigt? Nur wenn Sie diese Frage begründet bejahen können, kommt eine Konklusion zustande.


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 Born 28. Februar 2014 
 

placeat tibi, Ihr DOCH erstaunt mich, denn wir reden inzwischen über 2 Sätze verschiedenen Inhalts:

1)"...wer gegen meinen Vorschlag ist, hat ja nur Angst vor Veränderung" –
2)„Das ‚Angst haben vor Veränderung’ wird doch ganz klar als argumentum ad hominem eingeführt,"
Dieser zweite Satz bestätigt nicht den ersten, da Sie das Wörtchen „nur“ nicht wiederholen. Außerdem sprechen Sie jetzt vom argumentum ad hominem, was ja stillschweigend das argumentum ad rem impliziert, also ein solches nicht ausschließt. Das tut aber Ihr erster Satz.
Nächster Punkt: Ihr folgender Satz soll den soeben besprochenen zweiten Satz begründen. „denn wer der Verteidiger der jetzigen Sakramentenordnung hätte je ein "nein, man darf aus Prinzip nichts ändern" von sich gegeben?“ Die von Ihnen vorausgesetzte Tatsache der Nichtäußerung der Verteidiger der jetzigen Sakramentenordnung möchten Sie zu der Schlussfolgerung ansetzen,die den obigen zweiten Satz ergeben soll. Dazu bedarf es ja zweier Prämissen.
Die erste müsste lauten: Die Verteidiger haben sich nicht geäußert. Die zweite Prämisse müsste lauten:
Forts!


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 Stefan Fleischer 28. Februar 2014 

Rd idz nicht immer einfach, unseren heiligen Vater zu verstehen.

Im Zusammenhang mit dieser Problematik gibt es eine sehr schöne Aussage von Papst Franziskus:
"Im Licht dieser Lehre Christi offenbart jedes Gebot seine volle Bedeutung als Erfordernis der Liebe, und alle Gebote vereinen sich im größten Gebot: liebe Gott aus ganzem Herzen und den Nächsten wie dich selbst”
Ich habe einen Kommentar dazu verfasst für diejenigen, die es interessiert:
http://www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/gesetz.html


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 placeat tibi 28. Februar 2014 
 

Doch, @Born!

Das "Angst haben vor Veränderung" wird doch ganz klar als argumentum ad hominem eingeführt, denn wer der Verteidiger der jetzigen Sakramentenordnung hätte je ein "nein, man darf aus Prinzip nichts ändern" von sich gegeben?
EB Müller z.B. hat nun mehrfach eine glasklare dogmatische wie auch pastorale Erläuterung formuliert, warum eine Änderung nicht möglich ist. (dies bzgl. des Sakramentenempfangs, keinesfalls aber bzgl. der Seelsorge für die betreffenden Gläubigen. Letztere müßte man allerdings auch nicht groß debattieren, das ist halt eine Herausforderung für jeden einzelnen Priester, insofern er denn einer ist, der sich an die Sakramentenlehre hält und sie auch versteht und vertritt, statt sich ohnehin eigenmächtig über sie hinwegzusetzen und sich dabei noch "barmherzig" vorkommt)


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 Stefan Fleischer 28. Februar 2014 

Der Denkfehler

"Wenn ein geschiedener Wiederverheirateter bereut, dass er in erster Ehe versagt hat, ..."

Darum geht es doch gar nicht beim Verbot des Kommunionempfangs. Nicht das Versagen in der ersten Ehe ist das Hindernis, sondern die Wiederverheiratung trotz einer bereits bestehenden, gültigen Ehe. Das sind zwei ganz und gar verschiedene Dinge. Ich begreife nicht, wie ein Kardinal das übersehen kann.
D


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 girsberg74 28. Februar 2014 
 

@ flimnap

In einigen Punkten kann ich Ihnen zustimmen, sogar voll.

Doch I:
„Vielleicht ist es keine gute Idee, wenn ein 81-Jähriger mit dem ‚Umdenken’ beginnt: Das macht man besser in jüngeren Jahren oder lässt es ganz bleiben!“?

Das Problem ist „das Denken“ überhaupt – und das hat bei entsprechender Gesundheit nichts mit dem Alter zu tun. Im konkreten Fall kann die Frage sein, ob der Denkende früher nicht richtig gedacht hat oder ob er schon immer so gedacht hat und nur nicht sich getraut, das offen darzulegen.


Doch II:
„Fällt außer mir noch jemandem unangenehm auf, das fast sämtliche progressiven "Umdenker" in der katholischen Kirche schon im Rentenalter sind?“

Das liegt bei diesen Alten nicht am „Umdenken“. Die haben schon immer so gedacht, nur fällt das jetzt vor allem bei Veranstaltungen auf, weil kaum mehr Junge dabei sind.


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 Born 28. Februar 2014 
 

Nein! @placeat tibi

"...wer gegen meinen Vorschlag ist, hat ja nur Angst vor Veränderung" - so ist's doch gemeint."
Keineswegs. Dann wäre ja jeder Diskurs von vornherein schon unsinnig.
Gemeint ist vielmehr, dass der Grund gegen meinen Vorschlag nicht die Angst vor Veränderung sein sollte, (sondern sachliche Argumente).


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 Kostadinov 28. Februar 2014 

Relevanz

"Wenn ein geschiedener Wiederverheirateter bereut, dass er in erster Ehe versagt hat, wenn er sich nach Kräften mühte, die zweite zivile Ehe aus dem Glauben zu leben, können wir ihm dann das Sakrament der Buße und die Kommunion verweigern?"

Wie viele solche Fälle gibt's denn nun wirklich? Die allermeisten Wiederverheirateten aus meiner Erfahrung sind ja eher lax-katholisch oder papier-katholisch und ärgern sich, weil sie wo nicht mitmachen dürfen, ohne aber genau zu wissen, was beim Kommuniongang "passiert". Diskutieren wir nicht einige wenige Einzelfälle und vergessen völlig, daß man erst mal den Leuten klar machen sollte, was hinter dem ganzen Regelwerk steht? Und wie hier schon gesagt wurde, was ist mit der x-ten zivilen Ehe, die ausm Glauben gelebt wird? Kann es sowas auch geben? Fragen über Fragen...und Kardinal Kasper stellt auch nur Fragen. Hoffentlich haben Franziskus und Müller die nötigen klaren Antworten. Ich akzeptiere jedwede Antwort von ihnen, aber ein Antwort bitte ;-)


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 Vergil 28. Februar 2014 

Wer hat hier Angst ?

«‹Angst hat nichts Christliches.› [Kasper] plädierte dafür, dass die Kirche auf die heutige Realität der kath. Laien eingeht und Sünden vergibt.»

Es ist manipulierend, der gegenteiligen Position nicht nur «Angst», sondern auch Dinge zu unterstellen, die sie gar nicht vertritt, etwa dass sie - wie der Satz nahelegt - gegen die Vergebung der Sünden sei. Auch suggeriert man hier unterschwellig eine Opposition zwischen einem rigorosen Klerus und den sogenannten Laien, die man für seine Ansicht vereinnahmt, als ob alle Laien wie Kasper denken würden.
Angstfreiheit würde man hingegen beweisen, wenn man sich folgenden Satz der Glaubenskongregation aufzusagen getraute: «Wenn die beiden [wiederverheirateten] Partner… zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, verpflichten sie sich, völlig enthaltsam zu leben, d.h. sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind. … In diesem Fall können sie zur Kommunion hinzutreten.» (1994


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 Philipp Neri 28. Februar 2014 

Drängende Fragen

Ich zitiere den Papst:
"Er hatte den Deutschen gebeten, sich auf die drängenden Fragen und weniger auf mögliche Antworten zu konzentrieren."
Es geht also um die drängenden Fragen. Nun, so stelle ich hiermit auch eine drängende Frage.

Nehmen wir einmal an, die Fragen von Kardinal Kasper würden dann zu den erwarteteten Antworten führen.
Wie erkläre ich in diesem Fall demnächst eigentlich folgende Bibelstelle?
"(Johannes 8,1-11)
... Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.

Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.

Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.

Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt?

Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!"
Wei weiß, ob der obige Satz im Vortrag behandelt wurde?


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 Sureno 28. Februar 2014 

Soll jetzt die Lehre des Evangeliums geändert werden?


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 Mr. Incredible 28. Februar 2014 
 

Das mein ich jetzt

wirklich nicht bös': Sieht Kardinal Kasper nicht ein bisschen wie Elton John aus? Ich finde dieses Foto etwas verwirrend bzw. nicht so vorteilhaft :-)


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 theostudent 28. Februar 2014 

@quirinusdecem @albinoI

Jeder muss das mit Gott alleine ausmachen. "Die sagen doch ..." bedeutet noch nichts anderes, als sich hinter "wem oder was" verstecken, um selbst keine Verantwortung tragen zu wollen.
Wenn sich die kommende Familiensynode unter anderem mit dem Punkt der wiederverheirateten Geschiedenen beschäftigt und es hier zu, wie auch immer gearteten, Veränderungen kommen sollte, dann werden die Betroffenen sich dem stellen oder auch nicht.
Das heutige Tagesevangelium zeigt doch klar und unmissverständlich auf, was richtig und was falsch ist. Aufgabe der Kirche ist es dennoch, sich um die gescheiterten Menschen zu kümmern und sie nicht abzuwerten ( wie hier im Forum leider häufig zu erfahren).


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 placeat tibi 28. Februar 2014 
 

Ich kann's nicht mehr hören

Ich weiß nicht, was dieses Gerede soll. vor allem nicht, wem es gilt.
Die Kirche, respektive Christus stellvertreten durch den Priester, vergibt seit jeher jedem reuigen Sünder, wenn er den Vorsatz hat,die Sünde nicht weiterhin zu begehen.
(Auch kenne ich keine Gläubigen, die meinen ein Sakrament sei eine "Prämie für Verdienste", noch geziemte es je, Sünder zu verurteilen!.)
Und dann der Eiertanz: "wer gegen meinen Vorschlag ist, hat ja nur Angst vor Veränderung" - so ist's doch gemeint.
Die einzige Frage hier ist: Ist die zivile Neuheirat Sünde im Sinne Christis Wort-ja oder nein. Warum drückt man sich so worthülsenreich um sie herum, warum zerrt man alles auf den diskursiven Jahrmarkt?
Und warum grenzt man sich gegen ein Kirchenbild ab, das nicht real besteht und daß (kaum) einer hat? Nur um Gegner in der Debatte als kasuistische Moralisten zu verleumden?
Ganz großes Kino, voll der 70er Retro.


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 portiunkula 28. Februar 2014 

Nicht schon wieder vorpreschen

Spontan fällt mir die Mariatroster-Erklärung (Königsteiner-Erklärung)ein, die den Gläubigen sagte, was zu tun ist.
Sind die Aussagen Jesu und seiner Apostel wirklich so unklar und dehnbar, dass man alle Möglichkeiten für richtig halten kann?
"Lasst nicht nach im Beten; seid daher wachsam und dankbar. Betet auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffnet für das Wort und wir das Geheimnis Christi predigen können." (Kol 4,3)


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 girsberg74 28. Februar 2014 
 

Wo beginnt der Ernst?

„Genau dies lobte auch Kardinal Christoph Schönborn in der jüngsten Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung ‚Der Sonntag’: Kasper habe in seinem ‚hervorragenden’ und ‚blendend formulierten’ Referat bewusst ‚keine fertigen Lösungen angeboten’.“

So weit, so gut.

Die fertigen Lösungen werden schnell woanders her kommen, sind teils schon formuliert (siehe Freiburg).



„Die Bibel verstehe die Gebote nicht als Last und Einschränkung der Freiheit, sondern als Wegweisung zu einem erfüllten Leben.“

Auch hier: So weit, so gut.

Die Frage ist nur, wo es richtig ernst wird, wo es um eine richtige Verbindlichkeit geht - anders als bei einer Empfehlung fürs Blumengießen.


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 Suarez 28. Februar 2014 

Sie haben zwar mit Ihrem Hinweis zum medialen Dauermissbrauch recht, Herr Schneider-Flagmeyer

Nur sehe ich derzeit in Rom keine klare Linie, den medialen Spekulationen endlich den Spielraum zu nehmen. Einerseits verweist Kardinal Müller als Präfekt der Glaubenskongregation darauf, dass sich falsche Erwartungen nicht erfüllen werden, weil der katholischen Lehre widersprechend, andererseits scheint Kardinal Kasper freie Bahn zu haben, das Sakrament der Ehe, wenn auch nur subtil versteckt, zu relativieren.

Unterliegt jetzt die Schöpfungsordnung unserer subjektiven Auslegung und soll das der neue Weg der Veränderung in der katholischen Kirche sein?

Ich sehe da nicht eine Vertiefung des Glaubens Realität werden, sondern im Gegenteil, eine massive Verflachung des Glaubens, hin zu einem seltsamen Sakramentsverständnis, das dann nichts Heiliges mehr an sich hätte. Wenn sich in der Kirche der Geist des Dienens in den des willkürlichen Interpretierens wandelt, dann entwertet sich damit auch das pastorale Anliegen mit, da es nur aus einem tieferen Verständnis des Sakramentes lebt.


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 Quirinusdecem 28. Februar 2014 
 

@servus Domini

...war das nicht die Sache mit :" Hole deinen Mann." "Ich habe keinen Mann" " Das ist richtig....und den, den du jetzt hast ist nicht dein Mann.....
Also ist der Mann von jemandem der wiederverheiratet ist nicht ihr Mann und umgekehrt. Und die Frau, so Jesus hat hierüber die Wahrheit gesagt und nichts beschönigt oder etwas vorgetäuscht was nicht ist....


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 flimnap 28. Februar 2014 
 

Wie fischt man am besten Menschen?

Indem man die Wahrheit verkündet oder den Leuten nach dem Maul redet?

Wer glaubt denn wirklich, die Kirchen würden sich wieder füllen, sobald wiederverheiratete Geschiedene offiziell zum Kommunionempfang zugelassen sind?

Junge Leute werden meiner Ansicht nach von solcher Laxheit eher abgestossen, ältere Leute sind der Kirche meist ohnehin bereits entfremdet.

Die Protestanten haben mit dieser Art von "Barmherzigkeit" jedenfalls keine guten Erfahrungen gemacht, soviel steht fest ...

Vielleicht ist es keine gute Idee, wenn ein 81-Jähriger mit dem "Umdenken" beginnt: Das macht man besser in jüngeren Jahren oder lässt es ganz bleiben!

Fällt außer mir noch jemandem unangenehm auf, das fast sämtliche progressiven "Umdenker" in der katholischen Kirche schon im Rentenalter sind?


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 Schimmelreiter 28. Februar 2014 

In welcher Sprache

wurde die Rede eigentlich gehalten? Müssen wir auch noch mit Falschübersetzungen rechnen? Und was soll das Beharren auf "Fragen stellen"? Man kann Fragen auch so stellen, daß sie nur eine bestimmte Antwort zulassen. Wie man es dreht und wendet, wieder einmal soll am deutschen Wesen die katholische Welt genesen.
Und wenn wir sie zur Beichte zulassen - dann ist das Vergebung auf Raten mit einer bestehenden Restschuld, was darauf hinauslaufen wird, daß es nicht vermittelbar ist, daß man zwar zur Beichte geht, aber trotzdem nicht zur Kommunion zugelassen ist und wird einen Restschuldenerlaß wie bei einer Insolvenz fordern. Und das, obwohl derjenige hartnäckig an seiner Sünde festhält. Alle, die sich ehrlich bemühen, werden sich veräppelt vorkommen. Konisch, daß immer die Deutschen den archimedischen Punkt finden, an dem man den Hebel ansetzen muß.


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 Quirinusdecem 28. Februar 2014 
 

@Albinol

..da haben Sie natürlich vollkommen recht. Aber, das Ganze erhält eine andere Qualität: Die Quasi - Tolerierung durch die Kirche. Bislang musste jeder dieses selber Verantworten. Diese Verantwortung wird auf die Kirche abgewälzt. Ein jeder wird dann dereinst und auch jetzt schon sagen können: "Die haben es doch erlaubt!" Niemand sage das dies aber eigentlich nicht so wäre! Durch dieses Wisch Waschi wird das Mißverständnis billigend in Kauf genommen (Siehe für Viele und für Alle). Dein Ja sei ein Ja und dein Nein ein Nein. Alles andere führt zur Schuld....


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 M.Schn-Fl 28. Februar 2014 
 

Ein Beispiel für das stückweise Zitieren:

Wenn der Kardinal sagt, die Kirche müsse ihre Furcht vor Veränderungen aufgeben, dann bedarf das dringend einer gründlichen Erläuterung.
Dieser Satz kann völlig richtig sein; er kann aber auch granatenverkehrt sein.
Veränderungen müssen immer sein, weil die Kirche auf einem langen Pilgerweg ist und sich die Welt, für die sie da ist, so sehr verändert. Die Frage ist doch: Was für Veränderungen?
An der Lehre? Nein, das ist ausgeschlossen! Da hat Kardinal Müller Recht. Aber was die Frage so dringend macht, das sind die jahrzehntelangen Defizite in der Katechese, der Verkündigung, im Religionsuntericht und im Umgang mit der Sakramentenpastoral. Diese Defizite haben die Kirche eingeholt und selbst die Kirche weitgehend "entchristlicht".
Man hätte eben schon 1958,auf Josef Ratzinger hören sollen, der damals schon vom vorhandenen und sich immer mehr ausbreitendem Heidentum in der Kirche sprach. Er lebt noch und ist geistig sehr aktiv.
Vielleicht hört man ja jetzt auf ihn.


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 servus Domini 28. Februar 2014 
 

@ Quirinusdecem

war da nicht was mit der Sünderin am Jakobsbrunnen????


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 AlbinoL 28. Februar 2014 

Das Problem ist dass Kasper es gut meint

in die Relaität heißt das einfach wie schon heute dass dann jeder zur Kommunion geht.
Interessant ist ja auch dass die Leute vor allem in Deutschsprachigen Ländern zu leiden scheinen wo auf Basis der Vatikanumfrage und meines subjektiven Erfahrungswertes sowieso jeder zur Kommunion und niemand zur Beichte geht.


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 Quirinusdecem 28. Februar 2014 
 

Was wäre wenn..

Ich ändere den Auszug mit Blick auf die sogenannte Lebenswirklichkeit mal ab:

"...Wenn ein geschiedener Wiederverheirateter bereut, dass er in erster Ehe versagt hat, wenn er sich nach Kräften mühte, die VIERTE zivile Ehe aus dem Glauben zu leben, können wir ihm dann das Sakrament der Buße und die Kommunion verweigern?"

Was denn dann?


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 Lämmchen 28. Februar 2014 
 

meine Beobachtung

wenn ich auf mein persönliches Umfeld und auch in der Familie sehe, diejenigen unter den Geschiedenen und zivil neu Verheirateten, die regelmäßig zum Gottesdienst gehen, kommunizieren nicht. Meine Tante ging jahrzehntelang sonntags in den Gottesdienst ohne zu kommunzieren (für sie war das richtig), weil sie einen Geschiedenen geheiratet hatte, während nach meiner Beobachtung diejenigen, die am meisten nach einem "Anrecht auf die Kommunion" schreien eigentlich eher zu den Gelegenheits-Gottesdienstmitfeiernden gehören.

Halte ich schon für interessant.


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 bernhard_k 28. Februar 2014 
 

Jesus Christus wird die Synode leiten ...

... dafür müssen wir beten! Und (nur) dann wird alles gut.


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 M.Schn-Fl 28. Februar 2014 
 

Und wieder beginnt der Spekulationszirkus der verfälschenden Medien

Man sollte diese Spekulationen, die Kardinal Marx zu recht vorausgesehen hatte, beenden und die Rede schnell veröffentlichen.


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 Lämmchen 28. Februar 2014 
 

Pastoral

Kann man Kardinal Kaspers Theorie als Pastoral bezeichnen? Ist wohl eher eine pastorale Theorie oder? Kardinal Kasper war nie in der Pastoral tätig und gehörte auch eher zu den Bischöfen "hinter hohen Mauern", wenn man mal eine Redewendung in einem Kommentar auf Katholisch.de heranziehen will.

Was mich auch irritiert, dass die Veröffentlichung erst durch Papst Franziskus entschieden werden soll. Gestern habe ich im Netz ein Cover eines Buchtitels bei Herder gesehen, der angeblich den Vortrag veröffentlicht zum 10.03.

Was stimmt jetzt?
KNA? Muss man Mitteilungen der KNA mittlerweile 100 % selbst überprüfen, bevor man sie "glaubt"??

Verwirrung und nochmals Verwirrung meinerseits......


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 Auroraborealis 28. Februar 2014 
 

Das heisst so viel wie

Sakramente sollten sowieso nur die bekommen die gefehlt haben und die sie brauchen, das ist auch ein Ansatz. Weil Sünder sind wir alle also brauchen alle die Sakramente und werden sie auch kriegen.


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