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Die drei Gnaden des guten Sterbens

6. Februar 2014 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus-Perle des Tages: Sünder ja, Verräter nein! Immer in der Mutter Kirche, die reinigt. Das Leben ist ein Kampf, und Satan will seine Beute. Das Erbe des christlichen Zeugnisses. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt am Donnerstag der vierten Woche im Jahreskreis im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ fuhr Papst Franziskus mit seinen Betrachtungen zu den alttestamentlichen Lesungen in der Liturgie fort. Die heutige Lesung aus dem ersten Buch der Könige (1 Kön 2,1-4.10-12) berichtet vom Tod Davids nach einem Leben für sein Volk: „Die Zeit, in der David über Israel König war, betrug vierzig Jahre. In Hebron regierte er sieben und in Jerusalem dreiunddreißig Jahre“ (4,11).

Für Franziskus ergeben sich aus dem Wort der Heiligen Schrift drei Dinge: zum ersten sie Tatsache, dass David inmitten seines Volkes entschlafen sei. Der König lebe bis zum Ende seine Zugehörigkeit zum Volk Gottes. Er sei ein Sünder gewesen und habe sich selbst als solcher bezeichnet, doch nie habe er sich außerhalb des Volkes Gottes gestellt.

„Sünder ja, Verräter nein!“, so der Papst eindringlich: „Und das ist eine Gnade: bis zum Ende im Volk Gottes bleiben. Die Gnade haben, in der Kirche zu sterben, im Volk Gottes. Und das ist der erste Punkt, den ich unterstreichen möchte. Auch für uns: um die Gnade bitten, zuhause zu sterben. Zuhause zu sterben, in der Kirche. Und das ist eine Gnade! Das kann man nicht kaufen! Es ist ein Geschenk Gottes, und wir müssen bitten: ‚Herr, mach mir das Geschenk, zuhause zu sterben, in der Kirche!‘ Sünder ja, wir alle, wir alle sind es! Doch Verräter nein! Verdorbene nein! Immer in der Kirche! Und die Kirche ist so sehr Mutter, dass sie uns auch so will, so viele Male schmutzig, doch die Kirche reinigt uns: sie ist Mutter!“.

Zum Zweiten sterbe David in Ruhe und Frieden, in der Gewissheit, „auf die andere Seite zu seinen Vätern zu gehen“. Dies ist für Franziskus eine zweite Gnade: die Gnade, in der Hoffnung zu sterben, im Bewusstsein, „dass sie uns auf der anderen Seite erwarten; dass auch auf der anderen Seite das Zuhause weitergeht, die Familie, dass wir nicht allein sein werden“. Um diese Gnade müsse gebeten werden, „weil wir in den letzten Augenblicken des Lebens wissen, dass das Leben ein Kampf ist und dass der Geist des Bösen seine Beute will“:

„Die heilige Thérèse vom Kinde Jesus sagte, dass in ihren letzten Zeiten ein Kampf in ihrer Seele stattfand, und wenn sie an die Zukunft dachte, an das, was sie nach dem Tod erwartete, im Himmel, sei es gewesen, als höre sie eine Stimme, die zu ihr sagte: ‚Aber nein, jetzt sei doch nicht töricht, dich erwartet die Finsternis. Dich erwartet nur die Nacht des Nichts’ (vgl. In der Nacht des Glaubens, C 221). So sagt sie. Das ist die Stimme des Teufels, die Stimme Satans, der nicht wollte, dass sie sich Gott anvertraute. In der Hoffnung sterben und sterben, indem man sich Gott anvertraut! Und um diese Gnade bitten. Doch: sich Gott anzuvertrauen — das beginnt jetzt, in den kleinen Dingen des Lebens, auch in den großen Problemen; sich immer dem Herrn anvertrauen, und so nimmt einer die Gewohnheit an, sich dem Herrn anzuvertrauen, und es wächst die Hoffnung. Zuhause sterben, in der Hoffnung sterben“.

Seinen dritten Gedanken widmete der Papst dem Erbe Davids. In Bezug auf ein Erbe gebe es oft viele Skandale, Skandale in den Familien, Skandale, die spalteten. David dagegen hinterlasse als Erbe vierzig Jahre der Regierung und ein gefestigtes, starkes Volk. „Ein Sprichwort sagt“, so Franziskus: „Ein Mann muss in seinem Leben einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen und ein Buch schreiben: das ist das beste Erbe!“

Der Papst forderte auf, sich zu fragen: „Welches Erbe hinterlasse ich jenen, die nach mir kommen? Ein Erbe des Lebens? Habe ich so viel Gutes getan, dass mich die Leute als Vater oder Mutter wollen? Habe ich einen Baum gepflanzt? Habe ich Leben, Weisheit gegeben? Habe ich ein Buch geschrieben?“. David hinterlasse dieses Erbe seinem Sohn, indem er zu ihm sage: „Sei also stark und mannhaft. Erfüll deine Pflicht gegen den Herrn, deinen Gott: Geh auf seinen Wegen, und befolg alle Gebote, Befehle, Satzungen und Anordnungen, die im Gesetz des Mose niedergeschrieben sind“ (1 Kön 2,2-3).

„Das ist das Erbe“, so Franziskus abschließend: „unser Zeugnis als Christen, das wir anderen hinterlassen. Und einige von uns hinterlassen ein großes Erbe: denken wir an die Heiligen, die das Evangelium kraftvoll gelebt haben, die uns als Erbe einen Weg des Lebens und eine Art zu leben hinterlassen.

Das also sind die drei Dinge, die mir beim Lesen dieses Abschnittes über den Tod Davids in den Sinn kommen: um die Gnade bitten, zuhause zu sterben, in der Kirche zu sterben. Um die Gnade bitten, in der Hoffnung und mit Hoffnung zu sterben. Und um die Gnade bitten, ein schönes Erbe zu hinterlassen, ein menschliches Erbe, ein Erbe, das aus dem Zeugnis unseres christlichen Lebens besteht. Der heilige David gewähre uns allen diese drei Gnaden!“.

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Lesermeinungen

 Wiederkunft 7. Februar 2014 
 

Ester

Verräter, denke ich sind die, welche die Kirche verlassen und nicht an Gott glauben.


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 Ester 7. Februar 2014 
 

Ich frage mich ernsthaft

worin der Unterschied zwischen Sündern und Verrätern bzw. Korrupten bzw. Verdorbenen besteht?
Es war mir bislang unklar dass die Sünde wider den Heiligen Geist in der Korruption besteht!
Davon mal abgesehen hat David eine zerstrittene Kinderschar hinterlassen und genau kein gefestigtes Reich, weswegen das Reich auch nach Salomo zerfallen ist.


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 Maurizio 6. Februar 2014 
 

Wunderschöne Gedanken

Worte die uns Kraft geben, gerade in einer Zeit in welcher wir von widerlichen Nachrichten bedrängt werden. Danke hl. Vater!


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