Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Der Weg des Heiligen, der weiß, dass er ein Sünder ist

3. Februar 2014 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: nicht Gott und sein Volk zum Gegenstand von Verhandlungen machen, Buße tun und sich Gott anvertrauen: die Lehre Davids. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus konzentrierte sich nach dem Bericht von „Radio Vaticana“ in seiner Predigt am Montag der vierten Woche im Jahreskreis im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ auf die erste Lesung aus dem zweiten Buch Samuel (2 Sam 15,13-14.30; 16, 5-13a). Dort wird von der Flucht Davids aufgrund des „großen Verrats“ seines Sohnes Abschalom und deren Folgen berichtet. David sei traurig, da auch das Volk dem Sohn zugewandt und gegen den König gewesen sei. Er fühle sich, als sei sein Sohn gestorben.

„Was aber ist die Reaktion Davids angesichts des Verrats des Sohnes gewesen?“, fragte sich der Papst, der drei Haltungen aufzeigte. Vor allem sei David ein Mann der Regierung, er nehme die Realität so, wie sie sei, und er wisse, dass dieser Krieg sehr hart sein werde, mit vielen Toten. So treffe er die Entscheidung, sein Volk nicht sterben zu lassen. Er hätte in Jerusalem gegen die Kräfte Abschaloms kämpfen können, doch er wähle, dass Jerusalem nicht zerstört werde.

„Das ist die erste Haltung“, so Franziskus: „Um sich zu verteidigen, benützt David weder Gott noch sein Volk, und das bedeutet die Liebe eines Königs zu Gott und seinem Volk. Ein sündiger König — wir kennen die Geschichte —, aber auch ein König mit dieser so großen Liebe: er hing so sehr an seinem Gott und an seinem Volk, und zu seiner Verteidigung benützt er weder Gott noch sein Volk. In den hässlichen Momenten des Lebens geschieht es, dass einer vielleicht in der Verzweiflung versucht, sich so gut wie möglich zu verteidigen und auch Gott und die Leute zu benutzen. Er nicht, die erste Haltung besteht darin: nicht Gott und sein Volk benutzen“. So treffe David die Entscheidung zur Flucht.


Seine zweite Haltung sei die eines Büßers: „David stieg weinend und mit verhülltem Haupte den Ölberg hinauf; er ging barfuß, und alle Leute, die bei ihm waren, verhüllten ihr Haupt und zogen weinend hinauf“ (V. 30). So sei dies in der Tat der Weg eines Büßers: „Vielleicht hatte er in seinem Herzen an die vielen hässlichen Dinge gedacht, an die vielen Sünden, die er begangen hatte“, und denke, dass er nicht unschuldig sei. Er meine auch, dass der Verrat seines Sohnes ungerecht sei, doch er erkenne an, kein Heiliger zu sein. So wähle er die Buße:

„Dieser Aufstieg auf den Berg lässt uns an jenen anderen Aufstieg Jesu denken, auch er traurig, barfuß: mit seinem Kreuz stieg er den Berg hinauf. Diese Bußhaltung… David akzeptiert seine Trauer und weint. Wenn uns in unserem Leben etwas Ähnliches zustößt, versuchen wir immer, uns zu rechtfertigen — das ist ein Instinkt, den wir haben. David rechtfertigt sich nicht, er ist ein Realist, er versucht, die Lade Gottes zu retten, sein Volk, und er tut Buße auf jenem Weg. Er ist ein Großer: ein großer Sünder und ein großer Heiliger. Wie diese beiden Sachen zusammengehen… allein Gott weiß es!“

Auf dem Weg trete eine weitere Gestalt in Erscheinung: Schimi „ein Sohn Geras aus der Sippe des Hauses Saul. Er kam David mit Flüchen entgegen, und warf mit Steinen nach ihm und allen Dienern des Königs David, obwohl das ganze Volk und alle Krieger rechts und links um ihn standen. Schimi schrie und fluchte: Verschwinde, verschwinde, du Mörder, du Niederträchtiger!“ (2 Sam 16,5-7). Einer der Freunde des Königs sage: „Warum flucht dieser tote Hund meinem Herrn, dem König? Ich will hinübergehen und ihm den Kopf abschlagen“. (V. 9). David jedoch lasse ihn einhalten: „Statt Rache für so viele Beleidigungen zu wählen, entscheidet er, sich dem Herrn anzuvertrauen. Mehr noch: „Wenn er flucht und wenn der Herr ihm gesagt hat: Verfluch David!, wer darf dann fragen: Warum tust du das? Lasst ihn fluchen! Sicherlich hat es ihm der Herr geboten. Vielleicht sieht der Herr mein Elend an und erweist mir Gutes für den Fluch, der mich heute trifft“ (V. 10-12).

So bestehe die dritte Haltung Davids im Gottvertrauen. Das Verhalten Davids könne auch uns helfen, so der Papst, „da wir alle im Leben Momente der Finsternis und Prüfung durchmachen“. Angesichts dieser Tatsache seien gerade die drei Haltungen Davids von Bedeutung: nicht Gott und unsere Zugehörigkeit verhandeln; die Buße annehmen und über die Fehler weinen; und schließlich: nicht alleine für Gerechtigkeit sorgen, sondern sich Gott anvertrauen:

„Es ist schön, das zu spüren und diese drei Haltungen zu sehen: ein Mensch, der Gott liebt, liebt sein Volk und macht es nicht zum Gegenstand von Verhandlungen; ein Mensch, der weiß, dass er ein Sünder ist, tut Buße; ein Mensch, der seines Gottes sicher ist, vertraut sich ihm an. David ist heilig und wir verehren ihn als Heiligen. Bitten wir ihn, dass er uns diese Haltungen in den finsteren Augenblicken des Lebens lehre“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz