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'FAS': Tebartz-van Elst wieder öfter im Bistum Limburg

2. Februar 2014 in Deutschland, 77 Lesermeinungen
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Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet unter Berufung auf anonym bleibende „Kirchenkreise“, dass sich der Limburger Bischof inzwischen wieder öfter in seinem Bistum aufhalte. UPDATE: Stellungnahme des Bistums


Limburg (kath.net) Nach Angabe der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) halte sich der Limburger Bischof Franz-Josef Tebartz-van Elst (Foto) inzwischen wieder regelmäßig im Bistum auf. Der Bischof, der vom Papst Franziskus vorübergehend von der Residenzpflicht entbunden worden war, verbringt offenbar jeden Monat mindestens mehrere Tage im Bischöflichen Haus der Diözese Limburg. Die FAS habe diese Informationen aus nicht namentlich genannten „Kirchenkreisen“ erhalten.

Tebartz-van Elst werde in seiner Dienstwohnung von seinem Fahrer bekocht, anscheinend feiert er auch gelegentlich in der Bischofskapelle die Hl. Messe, so berichtete es jedenfalls die FAS.

Die FAS wies darauf hin, dass die Präsenz des Limburger Bischofs „in deutschen Kirchenkreisen kritisch beäugt“ werde, da sich manche sorgten, dass Tebartz-van Elst „Einfluss auf die Amtsgeschäfte“ nehme. Die FAS schrieb wörtlich, jedoch ohne jeden Hinweis auf Quellen: „Tatsächlich erteilt er dem neuen Generalvikar Wolfgang Rösch, der offiziell die Geschäfte führt, im Hintergrund Weisungen.“

Aus der Umgebung des Bischofs sei außerdem zu erfahren, dass er weiter seine volle Wiedereinsetzung in Limburg anstrebe. Darin werde er von den Kurienerzbischöfen Georg Gänswein und Gerhard Ludwig Müller unterstützt, die sich tatsächlich inzwischen vorsichtig positiv für den Limburger Bischof ausgesprochen hatten. Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses, hatte gegenüber der „Mittelbayrischen Zeitung“ schon Mitte Januar geäußert, dass die Untersuchungskommission Tebartz-van Elst entlasten werde, kath.net hat berichtet.


Unterstützung hatte der Limburger Bischof auch vom in Rom lebenden Kardinal Walter Brandmüller erhalten. In einem Artikel in der „Tagespost“ vom vergangenen Freitag lastete Brandmüller die Schwierigkeiten im Bistum Limburg nicht dem aktuellen Bischof an, sondern dessen Vorgänger Bischof Franz Kamphaus. Dieser habe nämlich eine „antirömische Stimmung“ unterstützt, die sich im Bistum ausgebreitet habe. Kamphaus habe beispielsweise die kirchliche Beratung von abtreibungswilligen Schwangeren gegen den Vatikan verteidigt.

Brandmüller hatte in der „Tagespost“ wörtlich geschrieben: „Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass diese Haltung eines Bischofs zerstörerische Folgen für das Verhältnis der Gläubigen des Bistums Limburg zum Lehramt der Kirche haben musste - und zum Nachfolger von Franz Kamphaus.“

Und so lautete Brandmüllers Diagnose zu den Vorgängen in Limburg in der „Tagespost“: „Was sich aber in Limburg ereignet hatte, war im Grunde nichts anderes als die Übertragung des Gesellschaftsmodells, der Herrschaftsform der modernen Demokratie, auf die Kirche. Solche Übertragungsversuche – und das ist im eigentlichen Sinn Verweltlichung – sind in der Geschichte mehrfach unternommen worden und haben jeweils Schaden angerichtet. Die Kirche ist nun einmal weder Monarchie noch Diktatur, auch keine Adelsrepublik oder Ständestaat – sie ist einfach „Kirche“, in dieser Welt zwar, doch nicht von dieser Welt. Sie ist ein Geheimnis des Glaubens und folgt ihrem eigenen, ihr von Jesus Christus eingestifteten Wesensgesetz.“

Inzwischen waren durch einen Artikel des „Focus“ ein weiteres Mal Informationen aus Rom öffentlich geworden, wonach Bischof Tebarz-van Elst von den Ergebnissen der derzeit innerkirchlichen Untersuchungen „weitgehend“ entlastet werden würde. Der „Focus“ hatte sogar von römischen Überlegungen berichtet, dass das Bistum Limburg aufgelöst werden könnte, kath.net hat berichtet.

UPDATE: Stellungnahme des Bistums Limburg:

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hält sich wieder regelmäßig in seinem Bistum auf. Einen entsprechenden Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (FAS) bestätigte Bistumssprecher Stephan Schnelle am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der unter anderem wegen seiner Amtsführung und wegen der Kosten für ein Bauprojekt auf dem Limburger Domberg in der Kritik stehende Bischof sei «aus persönlichen Gründen» hin und wieder kurz in Limburg. Dies sei aber nicht verboten oder ehrenrührig, da er «weder im Exil noch in der Verbannung» lebe, auch wenn ihm der Papst Ende Oktober für unbestimmte Zeit eine Auszeit außerhalb seines Bistums gewährt habe.

Die FAS berichtet weiter, dass Tebartz-van Elst dem neuen Generalvikar Wolfgang Rösch, der die laufende Verwaltung des Bistums während der Abwesenheit des Bischofs leitet, im Hintergrund Weisungen erteile. Dazu sagte Schnelle der KNA, dass Rösch natürlich im Kontakt mit dem Bischof stehe, aber «allein und ausschließlich» dem Vatikan informations- und rechenschaftspflichtig sei.

Foto Bischof Tebartz-van Elst: (c) Bistum Limburg


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