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Berlin: Katholischer NS-Gegner wird mit Platzbenennung geehrt

1. Februar 2014 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Nach dem katholischen Lehrer und Berliner Politiker Johannes Fest wird in Berlin-Karlshorst der Platz beim Theater benannt werden - "Auch wenn alle mitmachen - ich nicht!", war der Grundsatz des Vaters des früheren FAZ-Herausgebers Joachim Fest


Berlin (kath.net/peb) Nach dem katholischen Lehrer und Berliner Politiker Johannes Fest (1898 bis 1960) wird am Mittwoch, 5. Februar 2014, der Platz am Theater in Berlin-Karlshorst zur Ehrenfelsstraße hin benannt. Johannes Fest (Foto) war der Vater des bekannten Historikers, Hitler-Biographen und einstigen F.A.Z.-Herausgebers Joachim Fest. Er geriet während der NS-Zeit wegen seiner Überzeugungen in Bedrängnis - und blieb dennoch standhaft und geradlinig. Neben Berliner Politikern, Angehörigen und Weihbischof em. Wolfgang Weider wird auch ein prominenter Schauspieler als Überraschungsgast für eine kurze Lesung erwartet.

"Auch wenn alle mitmachen - ich nicht!", nach diesem Grundsatz lebte und handelte Johannes Fest als gläubiger Katholik, bekennender Preuße, verfassungspatriotischer Demokrat und prinzipientreuer Bildungsbürger. Nach dem Berufsverbot geriet er immer stärker in das Visier der Gestapo, die ihn ab 1940 regelmäßig aufsuchte. Es folgte der Einzug zur Wehrmacht. In Momenten des Zweifels schöpfte er Kraft und Mut aus seinem christlichen Glauben.

Nach dem Krieg wurde Johannes Fest Mitglied der CDU, Bezirksschulrat in Tempelhof, Bezirksverordneter in Neukölln und leistete von 1950 bis 1958 im Abgeordnetenhaus von Berlin Anteil am Wiederaufbau der Stadt. Ihm wurde die Ehre als Stadtältester verliehen, kurz bevor er 1960 starb.

Foto Johannes Fest © Pressestelle Erzbistum Berlin/privat


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Lesermeinungen

 goegy 2. Februar 2014 
 

Es schön, wenn man die Erinnerung an solche stillen Helden aufrecht erhält und es wäre auch begrüssenswert, wenn auf diesen Seiten zuweilen von solchen Menschen gesprochen würde; wenn nicht hier - wo denn sonst?
Wer in Deutschland hat je vom "roten Abbé" Alexander Glasberg gehört, einem zum Katholizismus konvertierten Juden und späteren Priester, der 100en von Verfolgten im Nazi-besetzten Frankreich das Leben rettete, später für ein demokratisches humanitäres Israel kämpfte und schliesslich von diesem, der schlechten Behandlung der Palästinenser wegen, schwer enttäuscht wurde. Seiner wird in Yat Vashem gedacht und er wurde mit der "Légion d'Honneur" ausgezeichnet. In Deutschland aber redet keiner von ihm. Von sich sagte er, es sei schwer Jude zu sein und auch schwer, sich zur heiligen Kirche zu bekennen. Doppelt schwer aber sei es , gleichzeitig Katholik und Jude zu sein.


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 Giovanni Bosco 1. Februar 2014 

Nachahmer gesucht

Ich bin immer wieder neu fasziniert, wie einige (häufig Christen) Rückrad gegen Hitler bewiesen haben. Für mich sehr ergreifend!

Über Tausend waren heute auf der Demo in Stuttgart, gegen den staatlich geplanten Bildungsplan. Sie haben friedlich durch Rufe wie "Schützt unsere Kinder!" ihre Meinung kund getan. Es war eine beklemmende Athmosphäre, weil man den Endruck hatte, als hätte die Polizei die Situation nicht im Griff, denn die friedliche Demonstration wurde heftig von Gegendemonstranten gestört. In dieser Beklemmung wurden immer wieder Gebete und religiöse Lieder laut.

Man kann hoffen, dass dieser Spuk in BW, Deutschland und ganz Europa bald vorbei ist. Es wird immer schwerer in unserer toleranten Gesellschaft seine Meinung zu äußern.
Vielleicht bekommt der Schlossplatz in Stuttgart in 50 Jahren einen anderen Namen?

Heilige Maria Mutter Gottes, Königin und Siegerin der Familien, höre unser flehen!


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 Ulrich Motte 1. Februar 2014 
 

Mehr solcher Vorbilder bitte!

Dafür können wir uns nur demütig bedanken!


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