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Gänswein: Kommission wird Tebartz-van Elst entlasten

19. Jänner 2014 in Aktuelles, 73 Lesermeinungen
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Präfekt des Päpstlichen Hauses: "Ich glaube sehr wohl, dass die Untersuchung Vorwürfe bezüglich Geldverschwendung, Nichtkommunikation und Überspringung von Kontrollorganen zu Gunsten des Bischofs ausräumen wird" - Kardinal Lehmann: "Medienkampagne"


Regensburg (kath.net/KNA) Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein (Foto), erwartet eine Entlastung des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst durch die von der Bischofskonferenz eingesetzte Kommission. «Ich glaube sehr wohl, dass die Untersuchung Vorwürfe bezüglich Geldverschwendung, Nichtkommunikation und Überspringung von Kontrollorganen zu Gunsten des Bischofs ausräumen wird», sagte Gänswein in einem Interview der Online-Ausgabe der «Mittelbayerischen Zeitung» in Regensburg.

Das Ergebnis müsse dann der Bischofskongregation in Rom vorgelegt werden, sagte der Privatsekretär von Benedikt XVI. weiter. «Erst danach und nach reiflicher Überlegung wird der Heilige Vater selbst die Entscheidung fällen.»

Gänswein nahm am Sonntag an den Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag von Georg Ratzinger in Regensburg teil und vertrat dabei den emeritierten Papst. «Für ihn war es tröstlich, dass ich an seiner Stelle gekommen bin. Aber es ist ihm natürlich schon etwas schwer gefallen.» Benedikt XVI. werde nicht mehr nach Regensburg kommen, auch heimlich nicht, so Gänswein. «Nach so vielen Jahren Erfahrung halte ich das für ausgeschlossen.»


Georg Ratzinger war am 15. Januar 90 Jahre alt geworden. An diesem Tag feierte er bei seinem vier Jahre jüngeren Bruder in Rom. Am Sonntag fand in Regensburg ein Pontifikalamt ihm zu Ehren im Dom statt. Dort führten die Domspatzen für den ehemaligen Domkapellmeister eine seiner eigenen Komposition auf, die Messe «L'Anno Santo». Bereits am Samstag hatten sie den ehemaligen Domkapellmeister mit einem Ständchen vor dessen Wohnung überrascht. Georg Ratzinger leitete von 1964 bis 1994 den weltberühmten Chor.

Auch Kardinal Lehmann hat im KNA-Interview zu Tebartz-van Elst Stellung genommen und nach einem Besuch bei Papst Franziskus gemeint, dass die Sache möglichst bald zu einer Klärung kommen sollte, damit die kirchliche Aufbruchsstimmung nicht gefährdet werde. Denn der Vorgang fördere Misstrauen und eine feindselige Grundstimmung gegenüber der Kirche.

"Ich habe ihm gesagt, dass ich den Limburger Bischof für einen sehr klugen, gut ausgebildeten, kommunikativen und höflichen Menschen halte, bei dem ich nie etwas von verschwenderischem Protz erlebt habe», sagte Lehmann mit Blick auf die Papst-Audienz. Allerdings habe eine gewisse Geheimhaltungspolitik den Vorgang belastet, und «eine Medienkampagne hat ihn geschürt.»


90. Geburtstag von Prälat Georg Ratzinger - Mit Kurienerzbischof Georg Gänswein und Bischof Rudolf Voderholzer - Feier in Regensburg


Pontifikalamt im Regensburger Dom anlässlich des 90. Geburtstages von Domkapellmeister em. Georg Ratzinger


(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Erzbischof Gänswein (c) Paul Badde


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Lesermeinungen

 Paddel 24. Jänner 2014 

@ekmek

Sie sprechen den Umgang von Seiten des Bischofs mit den Medien an und werfen ihm diesbezüglich eine mangelnde Fähigkeit vor.
Ich meine ein richtiger Umgang erfordert auch die Einhaltung von bestimmten Umgangsformen. Dazu gehören u.a. Aufrichtigkeit und Fairness. Die Medien waren
1. unaufrichtig (z.B. Badewanne)
2. Unfair und hinterhältig (heimliche Filmaufnahme)
3.beleidigend und diffamierend (Protzbischof, Betrüger, krank, ...)

Unter solchen Voraussetzungen ist ein angemessener Umgang entweder äußerst erschwert oder gar nicht mehr möglich.


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 Paddel 24. Jänner 2014 

@suarez

100 Punkte. Ich unterstreiche jedes Wort in ihrem Posting.
Es ist wohl nicht so sehr die Person an sich und die wohlbekannten, kritisierten Fehler, die ihn ach so unmöglich machen. Es ist wohl mehr seine Ausrichtung, die katholische Lehre, die er vertritt. Bei manchen mag sich das im Unterbewußten abspielen.
Was ist an dem Diözesanen Zentrum unnötig? Ich stand vor dem DZ in Rottenburg, also das ist ein Bau (puh). Sind es die Schwerpunkte, die der Bischof legte, die andere unmöglich fanden (Reliquienraum, Kapelle, ...)? Das Geld kann es nicht sein, die Kosten sind und bleiben nachvollziehbar.

Es ist nicht nur seine Mutter, die leidet. Auch die Kinder seiner Geschwister konnten teilw. nicht mehr zur Schule gehen.


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 Suarez 24. Jänner 2014 

@Adson_von_Melk - Sie sind ja sehr engagiert

Offenbar haben Sie aus Ihrem Gedächtnis verdrängt, was da dem Bischof alles in breitester Öffentlichkeit unterstellt wurde: er sei "entweder ein raffinierter Betrüger oder krank". So titelte die FAZ, verantwortlich dafür war Herr Deckers, wörtlich! Dann wieder geisterte eine Luxusbadewanne durch die Medienlandschaft, die angeblich 20 Tausend Euro gekostet habe, was sich dann als Erfindung ideologischer Herabsetzung erwies. Die über 80 jährige Mutter des Bischofs musste sich bösartigste Beschimpfungen gefallen lassen, so als sei ihr Sohn ein Schwerverbrecher. Die Presse gefiel sich über Wochen in einer Hetzkampagne, in der es keinerlei Achtung mehr vor der Würde des Menschen gab.

Dass da der Bischof noch Bereitschaft zur Versöhnung zeigt, ist nicht, wie Sie es hier wieder herabsetzend darstellen, eine Kleinigkeit, sondern zeugt von menschlicher Größe.

Hetze ist grundsätzlich nichts gutes, schon gar nicht, wenn die Medien losschlagen.

Denken Sie mal darüber nach!


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 Suarez 24. Jänner 2014 

@Paddel - Geduld ist doch ein Wesensmerkmal unseres Glaubens

Oh, nein, lieber Paddel, Lehrer bin ich nicht, doch gehört ja zu unserem Glauben auch die Geduld gegenüber Anfeindung.

Was mich erschreckt, ist die deutliche Gehässigkeit, mit der der Kirchenkampf in Limburg geführt wird. Keine Unterstellung, die man dem Bischof nicht frohegemut angedeihen lässt. Egal, was der Prüfbericht ergibt, der Bischof ist eben ein Protzbischof und hat die Totsünde begangen, die Gremien- und Funktionärskatholiken im Bistum Limburg und darüber hinaus, in ihrer Eitelkeit, alles bestimmen zu wollen, nicht entsprechend hofiert zu haben.

Die Presse, stets in Lauerstellung, wenn es darum geht, die Katholische Kirche herabzusetzen, unterstellte dem Bischof gar Geisteskrankheit, woraufhin sich der Bruder des Bischofs, immerhin Professor für Psychiatrie, zu einer Stellungsnahme veranlasst sah.

Solcher Umgang mit einem Menschen ist eines Christen, ja jedem gesitteten Mensch unabhängig vom Glaube, völlig unwürdig.

Ich mag dazu einfach nicht schweigen.


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 Paddel 23. Jänner 2014 

Geduld

@suarez
Ich bewundere Ihre Geduld. Sind Sie Lehrer?


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 Adson_von_Melk 23. Jänner 2014 

@Suarez: Mit wachsender Befriedigung

verfolge ich Ihren Läuterungsprozess nach den argumentatorischen Lapsi der letzten Tage.

Dass Sie dem Limburger Bischof grundsätzlich SEHR wohlgesonnen sind, merkt man deutlich. Gerade darum sollten Sie die Dinge korrekt darstellen.

"Versöhnung meint doch nicht eine einseitige Vergebung sondern dass beide Seite aufeinander zugehen "

Hip Hip Hurra!

"Man sollte [...] seine Aussagen erst einmal sachlich prüfen und sich fragen, ob man in die Worte des anderen [...] nicht etwas aus einem unausgesprochenen Interesse hineinlegt, was sich bei objektiver Betrachtung des Gesagten, darin gar nicht findet."

Ein dreifach Hoch auf diesen Ihren Satz! Wann zitieren Sie zum nächsten Mal den Generalvikar Rösch?


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 Suarez 23. Jänner 2014 

@ekmek - Schon wieder interpretieren Sie parteiisch

"Ich bin zur Versoehnung mit meinen Kritikern bereit." Geht's noch? Er vergibt gnaedig seinen Kritikern?
@ekmek
---------------


Der Bischof hat nicht gesagt, ich vergebe meinen Kritikern sondern er möchte Versöhnung!

Versöhnung meint doch nicht eine einseitige Vergebung sondern dass beide Seite aufeinander zugehen und sich in christlicher Brüderlichkeit begegnen und eben wieder zu einem christlichen Miteinander finden. Dazu hat der Bischof seine Bereitschaft erklärt - ob die Kritiker ebenfalls zur Versöhnung bereit sind - was sie eindeutig nicht sind, wie man schon an Ihrem Kommentar wieder deutlich feststellen kann - liegt nun mal nicht in der Macht des Bischofs.

Man sollte, werter ekmek, seine Aussagen erst einmal sachlich prüfen und sich fragen, ob man in die Worte des anderen (hier des Bischofs) nicht etwas aus einem unausgesprochenen Interesse hineinlegt, was sich bei objektiver Betrachtung des Gesagten, darin gar nicht findet.


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 ekmek 23. Jänner 2014 
 

@Suarez

Sie haben Recht, eine Luege verlangt das Wissen der Unwahrheit, ob es eine Luege oder "nur" eine falsche eidesstaatliche Versicherung war wissen wir nicht, Ihnen zuliebe werde ich daher in Zukunft auf diese wertende Beschreibung verzichten.

Auch Bischoefe machen Fehler, richtig. Und wie hier auch schonmal gesagt, gefaellt mir die Gnadenlosigkeit mancher Bischofsgegner als Christ auch nicht. Vergebung ist ein wichtiger wert. Aber wie so oft stuerzen viele Leute eher ueber ihren Umgang mit ihren Fehlern als ueber die Fehler selbst. Selbstkritische Worte, echte Entschuldigungen hat man vom Bischof bisher nicht gehoert. "Ich bin zur Versoehnung mit meinen Kritikern bereit." Geht's noch? Er vergibt gnaedig seinen Kritikern?

Ob falsche eidesstaatliche Versicherungen einen auch theologisch disqualifizieren kann ich nicht beurteilen, aber ein Bischof braucht nicht nur theologische Qualifikationen. Als oeffentlicher Vertreter der Kirche gehoert auch der Umgang mit den Medien zu den Aufgaben.


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 Suarez 23. Jänner 2014 

@ekmek - Dass Sie dem Limburger Bischof grundsätzlich nicht wohlgesonnen sind, merkt man deutlich

Doch darum sollten Sie die Dinge korrekt darstellen. Eine Lüge setzt Vorsatz voraus. Der Limburger Bischof hat aber gestützt auf seine Erinnerung die EV abgegeben. Das war, wie Sie richtigerweise anmerken, nicht eben überlegt gehandelt. Darum ist der Bischof kein Lügner. Man kann einen Hergang anders in Erinnerung haben als er in einem bestimmten Detail war, das ist auch nichts ungewöhbnliches, das zeigt uns schon die Alltagserfahrung.Ich nehme einmal an, die EV beruht auf juristischem Rat, der alles andere als gut war.

Aber was hat das mit der Befähigung Tebartz-van Elst als Bischof zu tun? Auch Bischöfe machen Fehler, sie sind Menschen wie Sie und ich. Seine theologische Kompetenz ist doch von diesem Vorgang überhaupt nicht berührt, es sei denn, man will es so hinkonstruieren, weil man aus einem bestimmten, nicht ausgesprochenen Interesse argumentiert. Auch Papst Franziskus sieht das wohl so, sonst hätte er den Limburger Bischof wegen der EV längst aus seinem Amt entfernt.


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 Suarez 23. Jänner 2014 

@chefkoch - Einseitige Interpretation hat im Limburger Kirchenkampf Hochkonjunktur

Dass der Limburger Bischof vor Gericht gelogen hat, steht keinesfalls fest, wie Sie es hier so munter unterstellen, denn sonst hätte das Gericht keine Einstellung(!) des Verfahrens gegen Geldauflage verfügt. Die Geldauflage rechtfertigt sich daraus, dass der Limburger Bischof im letzten Teil seiner EV auf Grundlage seiner Erinnerung eine nochmalige Nachfrage des Spiegel-Redakteurs wegen dem Flug in der 1. Klasse bestritten hat. Das war grob fahrlässig und der Limburger Bischof hätte hier nicht auf Grundlage seiner Erinnerung(!) eine EV abgeben dürfen. Das Gericht sah aber seine Schuld (kein Vorsatz/ keine Lüge) aus den genannten Gründen als so gering an, dass es eine Verurteilung, die bei einer bewussten Lüge unumgänglich gewesen wäre, für nicht notwendig erachtet hat und das Verfahren einstellte.

Der Limburger Bischof hat einen groben Fehler gemacht, wurde vom Rechtsbeistand falsch beraten, doch ihm darum eine Lüge zu unterstellen ist mehr als unfair!


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 Alpenglühen 22. Jänner 2014 

@locura+compostelana

Ich erlaube mir, für die Pro-Bischof-Poster zu sprechen: Wir können durchaus lesen! Und darum wissen wir auch, daß sich der von Ihnen zitierte Absatz auf das Verhalten von Bf. Kempf und Bf. Kamphaus bezieht. Nachzulesen in Art. 43396 u. 44212. Ich finde es deshalb unverfroren, suggerieren zu wollen, daß mit diesem Absatz Bf. TvE gemeint wäre. Wie hätte man sich im Bistum Limburg denn „seit Jahrzehnten“ über Bf. TvE beschweren wollen? Er wurde 01/2004 zum Bf. geweiht u. ist erst seit 01/2008 dort Bf.?
Egal, wie vermeintl. klug Sie schreiben – ich lasse mir auf jeden Fall von Ihnen nicht untersagen, mir meine Meinung zu bilden und diese auch zu äußern.


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 Paddel 22. Jänner 2014 

Aufgeräumt

@ Giovanni Bosco
Volle Zustimmung.
Limburg wird außerdem von Rom aus sauber geprüft werden, nicht nur die Causa Tebartz-van Elst.
Wer weiß, Limburg wird noch die reinste und strahlendste Diözese. Nur ein Traum?


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 Giovanni Bosco 22. Jänner 2014 

@Suarez

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar was die Einschätzung in Limburg betrifft!

----------
"Die Kirchenkämpfer sollten sich aber nicht zu früh freuen, denn in der Tat könnte man das Bistum für unbestimmte Zeit kommisarisch unter Aufsicht Roms leiten und so dem Kirchenkampf eine klare Absage erteilen oder man setzt einen glaubenstreuen, an Katholitzität orientierten Bischof ein und gibt TvE eine neue Aufgabe."
----------

Ich glaube allerdings nicht, dass TvE eine andere Aufgabe übernehmen sollte, denn
1. geht dort die Hexenjagd ähnlich wie in Limburg weiter. Er ist in der Zwischenzeit ja öffentlich gebranntmarkt.
2. deuten das die TvE-Gegner, als stillschweigende Bestätigung von Rom. Ein weiteres Schlachtopfer wäre dann nur eine Frage der Zeit.

Deshalb glaube ich, dass Bischof TvE vorerst nur im Stillen für seine Diözese beten kann!
(Alles andere löst neuen Medienrummel aus)

Das Gebet schadet im "Richtungskampf" (Joh. z. Eltz) der kath. Kirch, der von Limburg aus geht, sicher nicht.


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 Victor 22. Jänner 2014 
 

Papst Franziskus wird den Wölfen nicht nachgeben

Das hat er ja schon zur Genüge in Argentinien bewiesen. Er kennt solche faschistoiden Angriffe gegen Geistliche und die Lehren der Kirche ja soz. aus erster Hand.

Es ist dem Teufel einerlei WIE sie sich kloppen, Hauptsache sie kloppen sich.

Die Feinde innerhalb und außerhalb der Kirche wissen ja nicht, wem sie auf den Leim gehen, wenn sie einen guten Bischof heruntermachen in einer Weise, die haarscharf an ungute Zeiten erinnern läßt.

Es wäre absurd, würde der Papst dem bösen Treiben nicht ein Ende setzen soweit es für ihn möglich ist.
Sollte der Papst m.Er. zu der Überzeugung gelangen, daß Bischof van Elst einer erneuten wahrscheinlichen Hexenjagd nicht mehr ausgesetzt werden soll und darf, dann bekommt Limburg einen guten Bischof im Sinne von Bischof TvE.


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 Suarez 22. Jänner 2014 

@Paddel - Der Kirchenkampf und seine Folgen

Der Kirchenkampf bekannter innerkrichlicher Gruppen hat tiefe Spuren hinterlassen, insbesondere auch bei dem Bischof, der in einer Weise öffentlich herabgesetzt wurde, die man schon als einmalig bezeichnen muss. Ob die seelischen Verletzung im Falle einer Rückkehr des Bischofs nicht gleich wieder aufbrechen, zumal man erwarten muss, dass die stets sprungbereit feindselige Presse mit den Herrn Deckers und Toepfer an der Spitze sofort zum "brutalstmöglichen" Gegenschlag ausholen wird, ist in der Tat eine sehr berechtigte Frage, die aber auch der Generalvikar ansprechen könnte, wenn er denn wollte.

Der Papst wird sicher auch diesen Aspekt in seine Entscheidung einbeziehen. Die Kirchenkämpfer sollten sich aber nicht zu früh freuen, denn in der Tat könnte man das Bistum für unbestimmte Zeit kommisarisch unter Aufsicht Roms leiten und so dem Kirchenkampf eine klare Absage erteilen oder man setzt einen glaubenstreuen, an Katholitzität orientierten Bischof ein und gibt TvE eine neue Aufgabe.


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 locura+compostelana 22. Jänner 2014 
 

Vorsicht auch bei Meinungsäusserungen von Monsignori wie Gänswein

Ich würde folgenden Abschnitt nicht überlesen oder unterschätzen!

"(...) Zu den sehr ausführlichen Kenntnissen des Vatikans über die Limburger Verhältnisse gehören auch die zahllosen ERNSTZUNEHMENDEN UND WOHLBEGRÜNDETEN BESCHWERDEN VON GLÄUBIGEN über die Missstände in Limburg, die seit Jahrzehnten nach Rom gingen,(...)"

Padre Bergoglio hat schon immer enorm nach Schaf geduftet. Diese Eigenschaft der Nähe und Sorge (und v.a. seine eisernen Entscheide/Lösungen zugunsten der Herde) für das Wohl der Schäfchen will er auch als Papst Franziskus nicht verlieren. Das Gottesvolk (wahrscheinlich auch in Limburg) will und braucht eindeutig Hirten und keine Funktionäre oder Staatskleriker. Man nehme sich also mit Analysen, Mutmassungen, voreiligem Schultergeklopfe, unangebrachten Freudensprüngen und persönlicher Meinungsdarstellung zu Fragen/Sachen, die ausschliesslich in den Zuständigkeitsbereich des Kirchenamtes fallen, in Acht.


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 Paddel 21. Jänner 2014 

Schwer Verletzt

Ein Jesuit der Kinder missbraucht bekommt von der Kirche 4000 € aufgebrummt und beim Staat kommt er davon, weil die Sache verjährt ist (sic!). Ein Schwerverletzter Bischof, der halbtot am Boden liegt bekommt 20 000 € aufgebrummt, weil er in seinem Zustand eine Falschaussage gemacht hat, oder noch besser "wegen einem Haar in der Suppe". Weiß hier in diesem Forum jemand wirklich was da passiert ist? Viele diskutieren darüber ob eine Rückkehr sinnvoll wäre oder nicht. Denkt jemand im ernst Bischof Tebartz-van Elst ist so schnell wieder erholt, dass er diese Zustände aushalten würde??? GV Rösch sagt das so natürlich nicht.


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 Antigone 21. Jänner 2014 
 

Lieber Suarez,

von mir aus kann sich der Generalvikar auch mit dem Spiegel zusammensetzen. Warum nicht? Es kann nicht schaden, wenn auch "Andersdenkende" erfahren, dass es die Katholische Kirche noch gibt, und dass sie Argumente hat. Vorausgesetzt, man ist souverän genug, das auch rüberzubringen.
Ich kann Sie sehr gut verstehen, dass es Ihnen um den Weg der Kirche geht. Ich selbst habe das Glück, einer kleinen (Teil)-Gemeinde anzugehören, in der die Heilige Messe noch würdig gefeiert wird, und nicht mehr Reigentänzen um den Altar ausgeliefert zu sein, unter denen ich auch sehr gelitten habe.
Ich glaube aber, dass die Causa Tebartz-van-Elst strikt von den kritikwürdigen Tendenzen in der deutschen Kirche getrennt werden muss. Der Bischof hat durch seine Amtsführung der negativen Kritik - offensichtlich!?! - Vorschub geleistet. Aber in Wirklichkeit sind das zwei Paar Schuhe.
Ich verstehe Sie, wie ich schon sagte, recht gut, und ich wünsche Ihnen Zuversicht!


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 chefkoch 21. Jänner 2014 
 

@Suarez

"Wenn sich aber herausstellt, dass der Prüfbericht den Bischof komplett entlastet"

Halten wir doch nochmal fest was wir wissen. Moeglicherweise sind die Signale von eingeweihten momentan so zu verstehen das der Bischof entlastet wird bezueglich des Vorwurs einer persoenlichen Schuld an den Kostensteigerungen beim Bau auf Grund persoenlicher Prunksucht.
Wovon er nicht entlastet werden kann, ist seine eingestandene Luege vor Gericht, sein problematischer Umgang mit Gremien/Beratung, und seine Ungeschlicklichkeit im Umgang mit der Oeffentlichkeit und fehlendem Fingerspitzengefuehl bei der Wahl der Sitzplaetze im Flugzeug.

"Offenheit gegenüber der stets sprungbereit feindseligen Presse?"

Ja, genau diese Offenheit sollte man haben, wenn man eine Fuehrungsposition in der Kirche einnimmt. Abschottung, welche Bischof Elst probiert hat, ist keine akzeptable Vorgehensweise.


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 Suarez 21. Jänner 2014 

Liebe Antigone, es geht hier auch darum, was wir unter Kirche verstehen

Der Versuch, diese Kampagne von der Frage abzulösen, ob hier nicht über den Bischof ein ganz neues Kirchenverständnis etabliert werden soll, ist doch nicht einfach so wegzuwischen, wie es auch der Generalvikar versucht.

Was heißt in diesem Zusammenhang eigentlich "ausgleichend" wirken? Für mich sieht der Ausgleich so aus, dass die innerkrichlichen Gruppen, die sich von Katholizität emanzipiert haben, sich weiter Spielraum erkämpfen. Dem versuche ich hier im kleinen Rahmen - mir stet nicht die Medienmacht der FAZ zur Hand wie Deckers & Co. - etwas entgegenzusetzen. Wenn Sie so wollen, ist das für mich eine Form meinen Glauben zu bekennen, auch gegen Widerstände und Anfeindungen.

Auf einer derart abstrakten Reflexionsebene, wie Sie sie einnehmen, kann sich der GV auch mit der Spiegel-Redaktion zusammensetzen. Nur frage ich mich, was damit bezweckt werden soll. Offenheit gegenüber der stets sprungbereit feindseligen Presse? Glauben Sie ernsthaft, die berichten dann kirchenfreundlicher?


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 Marienzweig 21. Jänner 2014 

geht das - neutral sein?

Neutral zu sein geht wahrscheinlich nur in den Bereichen, die uns innerlich nicht berühren.
Wenn z.B. zwei Nachbarn miteinander im Streit liegen und ich beide mag oder aber sie fast nicht kenne.
Ich kann vielleicht versuchen, Verständnis für die einzelnen Parteien aufzubringen und nicht zu verurteilen. Aber wirklich neutral zu sein oder zu bleiben, ist meinem Gefühl nach kaum möglich, vor allem dann, wenn es um einen ganz sensiblen, das Innerste berührenden Bereich geht.
Und ich denke, Glaube -und Kirche- gehört zu diesem Bereich, der uns tief innen berührt.
Da nehme ich unwillkürlich einen Standort ein.
Man muss den Limburger Bischof nicht kennen, um sagen zu können, dass mit ihm ein übles Spiel gespielt wurde.
Ich habe es geradezu als Treibjagd empfunden.
Dass auch Bischof Tebartz Fehler gemacht hat, ist bekannt und er hat sich ja selbst auch dazu bekannt.
Wer so in die Mühlen der Medien gerät, eine innerkirchliche Clique gegen sich hat, verdient Mitgefühl.


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 Antigone 21. Jänner 2014 
 

Parolen...

"Wir haben uns alle lieb" ist gar nicht mal so sehr ne "Parole", außer, man benutzt es, um Probleme unter den Teppich zu kehren. Im vorliegenden Fall hat man drei Möglichkeiten: 1. man ist parteiisch und zieht in den Kampf, 2. man findet beide Seiten negativ (dazu neige ich, aber im Sinne Jesu ist es nicht), 3. man sieht auf beiden Seiten das Positive und versucht zu vermitteln. Das ist allem Anschein nach die Intention des Generalvikars Rösch. Lobenswert!


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 Antigone 21. Jänner 2014 
 

Fortsetzung

... Limburg? Wenn ich wahrnehme, wie verletzt Sie und andere sind, legt er mit seinen Worten über die vielfältigen Verletzungen, die er nicht an einer Partei festmacht, den Finger auf die Wunde.
Und die Interviews richten sich ja nun nicht an den Papst, sollten auch nicht als Empfehlungen (wie Sie meinen: Drohungen) an diesen gelesen werden. Der Papst und seine Mitarbeiter werden ihre Entscheidung ohne Heranziehung der FAZ treffen. Darauf können und sollten wir warten.


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 Randolf 21. Jänner 2014 
 

Neutral ?

Neutral kann nur sein, wer alles hinnimmt, ob Recht oder Unrecht, selbst dieses offensichtliche Mobbing. Wer nicht gegen die Feinde des Bischofs ist, akzeptiert ihr Tun. Mit "Wir-haben-uns-alle-lieb"-Parolen ist es hier nicht getan.


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 Suarez 21. Jänner 2014 

@Adson_von_Melk - Partei in diesem Konflikt 2

Wenn ich mich also in dieser Schlammschlacht gegen einen Bischof immer wieder zu Wort melde, so tue ich es allein aus meinem Glauben heraus, nicht um einen Kirchenkampf noch zu befördern, der dem Bistum durch kleine aber sehr einflussreiche Kirchengruppen aufgezwungen wird.
Es geht mir um die Bewahrung der Katholizität und ich nehme sehr wohl wahr, was die Priester-Gruppe des "Hofheimer Kreises" so von sich gibt und wie unvereinbar dies mit katholischem Glauben ist. Insofern bin ich gezwungen, meinen Glauben gegen seine Relativierung in einer von diesen Gruppen angestrebten Kirchenwirklichkeit zu verteidigen. Dies tue ich durch Worte, d.h. Argumente, nicht durch Hetze, wie es die den Kirchenkampf befeuernden innerkirchlichen Gruppen tun. Ich fühle auch einen tiefen Schmerz ob des Zustandes unseres Bistums und sehe nur Zwietracht und böse Taten. Der Bischof wurde Opfer einer Ideologie, die in unserem Bistum besten Nährboden gefunden hat und nun wie Unkraut Katholizität überwuchert.


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 Suarez 21. Jänner 2014 

@Adson_von_Melk - Partei in diesem Konflikt 1

Ja sicher bin ich Partei in diesem Konflikt, immerhin musste ich erleben, wie in einer Hl.Messe, quasi als liturgische Ergänzung, ein Protestschreiben einer Laieingruppe verlesen wurde, deren Glaubensauffassung ich nicht teile und die ich mir auch nicht aufzwingen lasse, schon weil sie mit Katholizität unvereinbar ist.

Es geht also, werter Adson_von Melk, in diesem Konflikt um grundlegende Glaubensfragen und da kann ich wohl kaum "unparteiisch" bleiben, denn dann wäre mein katholischer Glaube lediglich lau.

Ich kenne den Bischof nicht, habe noch nie mit ihm gesprochen und bin daher unbefangen. Gleichwohl weiß ich um seine kirchlichen Positionen und ich weiß um diejenigen, die diese Positionen nicht mögen und ihm deshalb das Prädikat "Protzbischof" angehängt haben. Haben Sie vergessen, was da an Schlagzeilen zu lesen war? Der Bischof sei ein Betrüger, ja geisteskrank und diese Aussagen wurden aus innerkirchlichen Kreisen lanciert.

Und da soll ich neutral beiseite stehen?


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 Suarez 21. Jänner 2014 

@Antigone - Sie können die Aussagen des Generalvikars nicht einfach relativieren

Wenn der Generalvikar davon spricht, dass eine Rückkehr des Bischofs von vielen als Provokation empfunden würde, dann muss er diese Aussage dezidiert begründen und nicht einfach in den Raum stellen, dann bleibt sie nämlich nur eine vom Interesse geleitete Behauptung.

Ich stelle als Limburger Katholik der Aussage des GV entgegen, dass die mediale Befindlichkeit bestimmter Laien- und Priestergruppen keinen Ausschlag darüber geben dürfen, ob ein Bischof sein Amt bekleiden darf.

Sollte die Kommission den Bischof entlasten, wie es in Rom angenommen wird, dann stellt sich doch die Frage, auf welcher Grundlage eine Rückkehr eine Provokation darstellen sollte. Hier bleibt der GV Rösch jede Erklärung schuldig. Das ist tendenziös und - ich sage es deutlich - unredlich! Hier wird nur weiter Stimmung gemacht.

Die Aussage von GV Rösch, das Verlesen des Protestschreibens in der Hl. Messe nebst Unterschriftenaktion sei deeskalierend gemeint, ist wirklich nur grotesk und eine Zumutung.


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 Suarez 21. Jänner 2014 

@Adson_von_Melk - Rezeption und Wirklichkeit

Jeder Text, respektive Aussage, unterliegt einer Rezeption, also Deutung. Wenn der Generalvikar pauschal davon spricht, dass eine Rückkehr des Bischofs als Provokation empfunden würde, will er damit doch an Rom ein bestimmtes "Signal" senden. Zudem drückt sich in dem Gesagten aus, dass der Papst, will er nicht provozieren, nur so entscheiden kann, dass eine Rückkehr des Bischofs ausgeschlossen ist.

Wenn sich aber herausstellt, dass der Prüfbericht den Bischof komplett entlastet, warum wäre dann eine Rückkehr eine Provokation?

Dann bliebe doch nichts mehr von den wütenden Anwürfen des Protzes gegenüber dem Bischof? Die ganze Medienkampagne fußte doch auf dem Vorwurf der Verschwendungssucht und innerkirchlich auf der Unterstellung, eigenmächtigen Handelns.

Apropos Fairness: Der Generalvikar setzt sich permanent ausgerechnet mit den Journalisten an einen Tisch, die den Bischof in übelster Weise medial herabgesetzt haben ("Bischof entweder ein Betrüger oder krank"). Nicht vergessen!


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 Randolf 21. Jänner 2014 
 

Ergebnisse

Ich glaube auch, dass diese Ergebnisse sich herausstellen werden. Die Ergebnisse dürfen aber nicht auf dem Papier verstauben, sondern brauchen Konsequenzen in dieser und jener Richtung. In Limburg wurden keine "Fehler" gemacht, sondern eine üble Kampagne gegen den Bischof inszeniert. Das ist ein gewaltiger Unterschied.


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 Adson_von_Melk 20. Jänner 2014 

@Suarez: Da Sie den Generalvikar

noch dazu nicht, wie ich angenommen hatte, wörtlich zitierten, sondern ihn eher interpretieren (siehe @Antigones Einspruch) gilt meine Bitte um mehr Fairness noch wesentlich dringender!

Es gilt immer noch das, was jemand wirklich gesagt hat und womit er sich in der Zeitung zitieren lässt, nicht was Sie heraushören oder hineinlegen.

Apropos Wortmeldungen, damit nimmt es derzeit ja gar kein Ende:

http://religion.orf.at/stories/2626370/

Sehen wir es positiv: Die Sache bewegt sich und ist hoffentlich bald ausgestanden.

Wenn diese römischen Gespräche bereits auf Signalen aus der Prüfungskommission beruhen (WENN), könnte es auf die gesichtswahrende Lösung hinauslaufen, dass TvE von den groben Vorwürfen entlastet anderswo neu anfangen darf.

(Aber Erzbischof von Köln wird er sicher nicht: Wahlrecht des Domkapitels, schon vergessen? Diese Fieberfantasien wären dann bitte einzustellen.)


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 willibald reichert 20. Jänner 2014 
 

carl eugen

Die Parole muß lauten:Weniger reden und
dafür me h r beten! Leider hat der GV
Rösch diese Unterstützung in der Causa
des Limburger Bischofs nicht ins Spiel
gebracht und dadurch die Vertrauens-
würdigkeit seiner Aussagen relativiert.
Von einem Priester in dieser Funktion
hätte ich mir mehr erwartet!


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 Egon47 20. Jänner 2014 
 

Chris7776 u.a.

Sinngemäß hat Kardinal Meißner in seiner ersten Predigt zu seiner Amtseinführung gesagt: Ihr habt mich nicht gewollt, und ich habe nicht hierher (nach Köln) kommen wollen; aber der Heilige Vater hat gesagt, du gehst jetzt da hin! Und Kardinal Meißner ist dem Willen des heiligen Vaters gefolgt und hat für uns alle erkennbar einen hervorragenden Dienst geleistet und das Wort Gottes verkündet, - sei es gelegen oder ungelegen! Und er ist nicht mit Freude empfangen worden, ähnlich Limburg schlug ihm sogar blanker Hass entgegen.

Wenn die Berichte der Kommission Bischof TvE entlasten, ist er der rechtmäßige Bischof von Limburg und wird/muss ohne Angst voll im Vertrauen auf den Herrn das Wort Gottes verkünden, sei es gelegen oder ungelegen!
Und wer ihn daran hindert, ist der noch katholisch?


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 carl eugen 20. Jänner 2014 

Ich persönlich bin der Meinung,...

...dass Zurückhaltung die richtige Einstellung gegenüber der "Causa Limburg" ist. Wie vielleicht einige gemerkt haben halte ich mich in Sachen Limburg immer etwas zurück. Ich bin der Meinung, zuerst müssen die Fakten auf den Tisch und dann sieht man weiter, wie man der Situation gerecht wird. Mit Bischof TvE ist ein übles Spiel gespielt worden. Der Bischof wurde massiv in seiner Menschenwürde verletzt, besonders von Seiten mancher Medien (ja, ich denke dabei an Sie, "lieber" Herr Deckers!). Schämen sollten sich da einige Medienvertreter. Was Erzbischof Gänswein angeht, so steht es ihm selbstverständlich frei, offen und ehrlich seine Meinung zu vertreten, und das hat er getan. Ich sehe daran nichts "Verwerfliches"! Ich vertraue voll und ganz unserem Heiligen Vater. Er ist absolut unparteiisch, und lässt sich vor keinen Karren spannen, besonders nicht vor den der Medien. TvE ist in den besten Händen. Haben wir Vertrauen und beten wir für TvE und den Heiligen Vater!


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 Antigone 20. Jänner 2014 
 

@Suarez - Einspruch!

Der Generalvikar hat nicht gesagt "Wir werden uns gegen eine Rückkehr des Bischofs stellen, wenn der Papst sich so entscheiden sollte."!!
Er hat auch nicht gesagt, es wäre eine "nicht hinnehmbare Provokation" sondern "viele würden es als Provokation empfinden". Das wird wohl zutreffen, wie immer wir es bewerten wollen.
Belehrung des Papstes? Aber bitte, wo denn? Das ist (unzulässige) Interpretation.
Auch grundsätzlich verschiedene Auffassungen von Kirche im Bistum nimmt der Generalvikar wahr. Zitat: "Ich nehme alle Katholiken im Bistum ernst... Alle sind wir ein Teil der Kirche."


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 Adson_von_Melk 20. Jänner 2014 

@Suarez: Zwei Zitate

Zitat Suarez 1 (unten an @Antigone)

Tatsächlich tut er das nicht, sondern droht damit, dass eine Rückkehr eine nicht hinnehmbare Provokation sei, die ernste Konsequenzen in den Gemeinden hätte.

Zitat Suarez 2 (im anderen Thred drüben)

Je mehr der Papst sich dem Willen der "Reformgruppen" um den Hofheimer Kreis sowie "Wir sind Kirche" und den Funktionären des ZK gegenüber gelassen zeigt, desto wütender werden die Reaktionen.

---

Wer droht jetzt und wer skizziert eine seiner Meinung nach wahrscheinliche Zukunftsentwicklung im Falle dass TvE zuürck- oder nicht zurückkehrt?

@Suarez, Sie sind (was ihr gutes Recht ist) in diesem Konflikt Partei, Sie sind es so entschlossen wie nur wenige, und Sie haben in diesem Forum die Mehrheit auf Ihrer Seite.

Ich ersuche Sie aber um mehr Fairness gegenüber dem Generalvikar, der versucht, eine der schwierigsten Aufgaben zu lösen, die die Kirche in Deutschland derezit zu vergeben hat. Und der dabei keine schlechte Figur macht.


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 Aegidius 20. Jänner 2014 
 

Suarez, Sie sehen das alles sehr klar. Und wenn etwas daran sein sollte, daß ein Neuanfang im Bistum mit TvE - ohne dessen Schuld und Willen - nach menschlichem Ermessen pastoral unmöglich ist, dann muß meiner Meinung nach tatsächlich ein neuer Bischof gleicher Ausrichtung her und TvE eine gleichwertige Verwendung bspw. in Passau zugeteilt werden. Aber eins ist dann sicher: die Hetzer, die Presse und die verlogenen Verschwörer im Klerus dürfen nicht Recht behalten - aus ebenso pastoralen Gründen. Es bleibt nach meiner Einschätzung nichts anders, als TvE eine triumphale Rückkehr zu verschaffen, ggf an der Seite des Hl. Vaters selbst, das Domkapitel aufzulösen (womöglich unter MIthilfe eines Koadjutors) und neu zu besetzen, mit einigen Schlüsselstellen wie dem Frankfurter Stadtdekanat, dem Domdekanat und dem Ordinariat ähnlich zu verfahren und nach erfolgter Neuausrichtung dann den Bischofswechsel zu vollziehen. Eine Auflösung des Bistums darf als Alternative nicht tabu sein.


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 Marienzweig 20. Jänner 2014 

@Benedicta77

Auch wenn @bücherwurm schon das Nötige gesagt hat, ich antworte Ihnen dennoch.
Nein, ich wohne nicht im Bistum Limburg, sondern im Erzbistum Freiburg.
Doch Frust macht nicht vor Bistumsgrenzen halt!


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 Siri 20. Jänner 2014 
 

@ppaulus

Selbstverständlich gilt die Siebenundsiebzigmalregel auch bei Wiederverheiratet Geschiedenen. Sie können jederzeit in ihre Ehe zurückkehren und ihnen ist zu vergeben.


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 Suarez 20. Jänner 2014 

Interpretation und Wirklichkeit

@ppaules
Ich wüsste nicht, was das Sakrament der Ehe mit gestiegenen Baukosten zu tun hat. Mir scheint, Sie wollen hier Dinge vermengen, die so nicht zu vermengen sind.

@Antigone
Integer wäre, wenn der GV gesagt hätte: Wir werden uns nicht gegen eine Rückkehr des Bischofs stellen, wenn der Papst sich so entscheiden sollte. Auch einen anderen Entscheid des Papstes werden wir in Demut annehmen. Tatsächlich tut er das nicht, sondern droht damit, dass eine Rückkehr eine nicht hinnehmbare Provokation sei, die ernste Konsequenzen in den Gemeinden hätte. Insofern nimmt der Generalvikar exakt die Position ein, die der Frankfurter Stadtdekan kurz nach der Entscheidung des Papstes, den Bischof nicht zu entlassen, sondern ihn erst einmal aus der Schusslinie zu nehmen, auch geäußert hatte; er will den Papst belehren, wie er zu entscheiden habe.

Der Generalvikar verweigert sich zudem der Realität im Bistum, was die grundsätzlich verschiedenen Auffassungen von Kirche anbetrifft.


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 ppaules 20. Jänner 2014 
 

Die Worte Jesu gelten für jeden?! Gemäss Kirchenlehre und -praxis, leider nein

Um nur ein einziges Bsp. zu nennen: bei den wiederverheirateten Geschiedenen gilt die siebenundsiebzig Mal Regel nach Mt 18 auch nicht. Weshalb dann sollen diese Worte Jesu ausgerechnet und quasi "ausnahmesweise" nun bei einem höchst tadeligen Hirten zur Anwendung kommen? Das wäre ja an Unglaubwürdigkeit und Heuchelei kaum zu toppen, so leid es tut!


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 Antigone 20. Jänner 2014 
 

Prüfbericht und andere Kriterien

Lieber Suarez,
danke für die Anregung, über das hier dokumentierte Interview in der FAS auch den heutigen Artikel in der FAZ zu lesen. Nirgends wird gesagt, dass der Prüfbericht nicht entscheidend, sondern dass er nicht a l l e i n entscheidend ist. Dieser Gedanke ist nachvollziehbar. Auch ich lese heraus, dass Generalvikar Rösch eine Rückkehr des Bischofs für problematisch hält. Ich glaube, das deckt sich mit der Meinung der meisten A u ß e n s t e h e n d e n, die sich mit dem Thema beschäftigen. Wie immer man zu Mehrheiten stehen mag. Den GV negativ zu interpretieren halte ich für ungerechtfertigt. Seine Einschätzung "Ich glaube, dass es durchaus auch eine Kampagne gegen den Bischof als Person gab, aber nicht die ganze Kritik war eine Kampagne." ist absolut integer. Ich sehe das, nach allem, was ich gesehen und gelesen habe, auch so. Und ich bin fern von allem, was mit Begriffen wie WiKi, ZDK, "Gremienkatholiken" u.ä. zu tun haben könnte.


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 Schimmelreiter 20. Jänner 2014 

Anderes Bistum

Wäre es nach dieser Hetzjagd denn in einem anderen Bistum leichter für TvE? Die ganze Angelegenheit blieb ja nicht auf Limburg beschränkt, das ging doch in der ganzen Republik und darüber hinaus durch die Presse.
Ein anderes Bistum könnte ihn als "Schwarzen Peter" betrachten, selbst wenn es anders strukturiert ist als Limburg.
Ich plädiere dafür, daß die internen Probleme intern gelöst werden.
Und wenn man mal liest, warum so viele die Rückkehr ablehnen, dann ist die RKK in D wirklich auf dem Niveau eines Karnickelzüchtervereins angekommen.


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 Suarez 20. Jänner 2014 

@Chris7776 - Die Worte Jesu gelten für jeden

Also nicht nur für Gremienkatholiken und Klerus, sondern auch für uns "gewöhnliche", nicht exklusive Laien.

Diener der Freude sein, darin drückt sich die tiefe Wahrheit christlichen Glaubens aus. Menschen sind fehlbar, das gilt auch für Katholiken, ob Bischof oder einfacher Gläubige, das gehört nicht erst seit dem Streit mit den Donatisten zur festen Lehre der Kirche.

Als Diener der Freude sollte man auf den Heiligen Geist vertrauen, auf sein Wirken in der Kirche, auch wenn manchmal Nebel den Blick versperren.

Einen Bischof in einem gnadenlos geführten Kirchenkampf aus dem Amt mobben zu wollen, ihn zu treiben wie einen Ausgestoßenen, ihn zu Boden stoßen und immer weiter auf ihn einschlagen, wo, werter Chris7776, ist das christlich?

Mt 18,21 Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?
Mt 18,22 Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.


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 Chris7776 20. Jänner 2014 
 

Dieser Leitsatz gilt aber AUCH für unsere Bischöfe

"Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein." (Mk 9,35)

Viele Bischöfe vergessen aber genau das. Was wiederum dann von den aktiven Laien angesprochen wird.

Aber möchte ich auch noch etwas klarstellen. Auch ich lehne den bildartigen Sprachgebrauch gegenüber Bischof Tebartz-van Elst (Protzbischof usw.)kategorisch ab. Jedoch auch Bischöfe, Kardinäle, und auch der Papst sind Menschen mit positiven und negativen Seiten. Dies muß man ansprechen dürfen. Auch hart in der Sache. Auch mit Forderungen nach personellen Konsequenzen.


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 Victor 20. Jänner 2014 
 

Der Papst wirds richtig machen

An Bischof Tebartz van Elst scheint sich ein gutes Stück weit der Weg der Kirche in D und darüberhinaus zu entscheiden. Die "Fronten" sind ziemlich deutlich zu erkennen. Es stellt sich für mich die Frage, ob Bischof Tebartz van Elst gewissermaßen den Streit in der Kirche mit seiner Person soz. identifizieren will und auch kann, weil das doch über die Kräfte von jedem gehen würde.
Oder anders gesagt: sollen sich an seiner Person die Geister scheiden? Ich meine, daß Papst Franziskus ihm das nicht zumuten möchte. Das könnte wohl kein Mensch aushalten und durchstehen. Ich vermute nun, daß Papst Franziskus einen neuen, aber ähnlich gesinnten Bischof für das Bistum Limburg ernennen wird.
Ich bin überzeugt, daß Papst Franziskus, ob so oder anders oder wie auch immer, einen guten Weg weisen wird.


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 Chris7776 20. Jänner 2014 
 

@Egon47

Ich bin seit MONATEN quer durch unser Bistum in Messen. In kleinen Orten und auch in den Städten. Nein ich bin kein Priester oder Kirchenbediensteter.
In ca. 90 % aller Gespräche wird eine Rückkehr abgelehnt. Dann noch ein wenig Stochastik dazu und ich habe ein Ergebnis. Auch Priester die ich kenne stehen einer Wiederkehr kritisch gegenüber. Bitte beachten Sie auch den anderen Teil meiner Einlassung. Hier weise ich auf den Wunsch eines Neustarts hin. Ich schließe hier ausdrücklich einen Neustart für Bischof Tebartz-van Elst in einem neuen Bistum (Passau, Erfurt eventuell)ein. Das Verhältnis ist in Limburg zu beschädigt.


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 Suarez 20. Jänner 2014 

Liebe Frau Marienzweig, die Situation in den Gemeinden in unserem Land ist teils sehr betrüblich

Grundsätzlich habe ich großen Respekt und Achtung vor Menschen, die sich in der Kirche engagieren, sofern man es als Dienst versteht. Leider lässt sich aber deutlich bemerken, dass viele meinen, aus dem Engagement erwachse ihnen ein Mitspracherecht sowohl bei der Liturgie als auch der katholischen Lehre. Da wird dann das Verständnis von Kirche auf einen Vereinsstatus reduziert, mit Vorständen, die dann in kleinen Gremien festlegen, wie der Verein nach außen und innen auszugestalten sei. Gott ist da höchsten noch als Störfaktor präsent, wenn man ihn auch immer und überall im Munde derer hört, die seinen Willen ideologisch jederzeit zu interpretieren wissen. Glaube wird dann schnell zur leeren Worthülse ohne Tiefe, wie ihr Beispiel der Osternacht eindrücklich demonstriert.

"Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein." (Mk 9,35)

Hörten doch so mancher eifrige PGR auf diese Worte Jesu!


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 bücherwurm 20. Jänner 2014 

Benedikta77: Die Vorgänge in Limburg werden bundesweit diskutiert ;)

Wir spüren ja auch bundesweit die Folgen davon.


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 Benedicta77 20. Jänner 2014 
 

@Marienzweig: Gehören Sie zum Bistum Limburg?


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 Marienzweig 20. Jänner 2014 

@Suarez, Ihren Eindruck kann ich bestätigen.

Sie befürchten:
"...den "Erneueren" ..., denn letztendlich geht es ihnen nur darum, Katholizität so weit auszuhöhlen, bis sie ..."

Ich sschrieb Ihnen neulich, dass ich im PGR bin, einem Mini-Team von 5 Personen, incl. Pfarrer.

In unserem kleinen Ort leben etwa zur Hälfte auch Protestanten.
Ein guter Umgang mit ihnen ist uns und auch mir wichtig und versteht sich von selbst.
Wir können vieles gemeinsam tun und das geschieht auch.
Doch Sie glauben nicht, zu welchen Verzichten der PGR ohne Not bereit ist, um diesen guten Umgang zu gewährleisten.
Die Osternacht könne man doch in der am Ort befindlichen evangelischen Kirche feiern, genauso auch den Pfingstmontag.
Das sind nur zwei Beispiele von vielen.
Dagegen zu argumentieren, zermürbt.

Ich kann nicht klagen; mir wird mit Anerkennung begegnet, doch bin ich sicher, im Ordner "konservativ" abgeheftet zu sein.
Den Eindruck, als einzige im Gremium -zusammen mit unserem Pfarrer- katholisch zu sein, werde ich leider nicht los.


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 myschkin 20. Jänner 2014 
 

Kein Praejudiz

Bei den Äußerungen Gänsweins und Lehmanns darf man ein Zusammenspiel vermuten. Es geht hierbei nicht darum, der Entscheidung des Papstes vorzugreifen. Tatsächlich aber wird deutlich, dass eine Lösung des Konflikts in Limburg angestrebt wird, die auf alle Fälle gesichtswahrend für Bischof Tebartz-van Elst ist. Und das ist auch gut so.


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 Paddel 20. Jänner 2014 

Der Mensch denkt und Gott lenkt.


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 Suarez 20. Jänner 2014 

Der Aufbruch hin zur EKD

Kardinal Lehmann meint wohl eine Annäherung an die Positionen der EKD, insbesondere was Ehe und Familie anbetrifft, wenn er von einem Aufbruch spricht. Vermeintliche Aufbrüche können auch in den Untergang führen und in der Geschichte des Christentums ist so mancher Aufbruch im Schisma und Häresie geendet. Wo Glaube seine Kontinuität verliert, wird er zu einer leeren Hülle, die sich der Zeitgeist schnappt und ideologisch verwertet. So machen es die Grünen, die Kirche zu einem Instrument ihrer Politik umformen wollen. Dass mit solchem Aufbruch aber die Wahrheit des Glaubens in sein Gegenteil verkehrt wird, ist den "Erneueren" gleichgültig, denn letztendlich geht es ihnen nur darum, Katholizität so weit auszuhöhlen, bis sie wie ein Kaugummi in jede Richtung gedehnt werden kann. Papst Franziskus wird solche "Aufbrüche" verhüten!


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 Randolf 20. Jänner 2014 
 

Spaltung ?

Was heißt Spaltung ? Die Gegenkräfte, die sich mit der Herrschaft der Bischofsgegner nicht abfinden, sind zu unterstützen, wo und wie es nur geht. Diese üble Kampagne (nicht nur der Medien) kann nicht erfolgreich im Sinne ihrer Macher verbleiben.


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 Benedicta77 20. Jänner 2014 
 

Warten wir es ab, beten wir um eine gute Lösung

für alle Beteiligten. Nur eines nicht vergessen: Bei Gott ist nichts unmöglich. Denken wir nicht nur menschlich, sondern christlich.


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 Suarez 20. Jänner 2014 

@Bern2 / @matthieu / @Antigone - Jüngste Aussagen des Generalvikars Rösch in der FAZ

In einem heute veröfentlichen Interview in der FAZ baut der Generalvikar deutlich erkennbar für den von ihm offenbar befürchteten Fall vor, dass die Kommission den Bischof entlasten könnte. Das Ergebnis des Prüfberichtes der Kommission sei für eine Entscheidung über die Rückkehr nicht entscheidend.

Der in Limburg eröffnete Kampf um den Kurs in der Kirche soll also weitergeführt werden, egal was der Prüfbericht ergibt. Man muss nicht einmal zwischen den Zeilen lesen, um zu erkennen, dass die Kirchenkämpfer im Bistum Limburg längst intern beschlossen haben, eine Rückkehr des Bischofs um jeden Preis zu verhindern.

Wenn Sie also darauf verweisen, man solle den Bischof doch nicht vorab entlasten wollen, dann träfe das auf den umgekehrten Fall noch viel mehr zu. Die Vorverurteilung des Bischofs soll selbst im Fall einer Entlastung in ein endgültiges Urteil umgemünzt werden.

So sieht mittlerweile die gelebte Nächstenliebe in unserem Bistum aus!


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 Egon47 20. Jänner 2014 
 

Chris7776

...und ich frage Sie ebenso in aller Deutlichkeit:
woher nehmen Sie die Gewissheit der von Ihnen so absolut vorgetragenen Behauptung, dass die Mehrheit aller Lager die Rückkehr des Bischofs nicht wünscht?Auf welcher belastbaren Quelle fußt Ihre Behauptung?


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 Schimmelreiter 20. Jänner 2014 

@ Mr. Incredible

Wird sich eine Spaltung vermeiden lassen? Haben wir die nicht schon längst? Wenn TvE nicht zurückkommt, obwohl gegen ihn nichts vorliegt (mal angenommen...) dann sind seine Anhänger sauer, dass PF sich den Aufständischen beugt und die triumphieren, weil sie mit ihrem Kinder-in-der-Quengelgasse-Auftritt erfolgreich waren. Wenn er zurückkommt, werden seine Gegner mit ihrem Aufstand weitermachen. Je nachdem, wer neuer Bf. würde, wiederholte sich das Trauerspiel. Entweder Limburg geht auf dem Synodalen Weg geradewegs in den Abgrund oder ein Hirte wie TvE wird, egal wie, aus dem Amt gejagt.
Die Gordische-Knoten-Lösung wäre die Auflösung Limburgs, hätte aber den Beigeschmack, die Probleme mehr mit Gewalt als mit Verstand zu lösen. Vielleicht sollte man unter den nötigen Voraussetzungen TvE zurückkommen lassen und ihm eine Art päpstlichen Mediator an die Seite stellen, der ihm solange unter die Arme greift, bis das renitente Volk sich daran gewöhnt hat, dass Rom die Entscheidungen trifft.


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 Mr. Incredible 20. Jänner 2014 
 

Wurscht

wer welche Verantwortung trägt. Einfach gesagt: Die Schafe suchen sich ihren Hirten nicht selbst aus (kommt mir jetzt nicht mit "nur Schafe suchen sich...").
Soweit ich auch die Stimmungen verstehen kann: Das öffentliche Theater ist nicht mehr katholisch. Das ist allerdings ein echtes Problem. Für alle, die sich in der Diözese so extrem echauffieren: Überlegt euch gut, was ihr wollt. Ihr werdet die Konsequenzen tragen. Auch die einer Spaltung.


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 Apollinaris 20. Jänner 2014 
 

Bedeutung

Es nützt nichts über Rückkehr zu spekulierenn, zumal ich mir unverändert nicht vorstellen kann, wie diese Rückkehr aussehehen soll.


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 Schimmelreiter 20. Jänner 2014 

Aufbruch?

Welche Aufbruchsstimmung ist das? Vielleicht die beständige Fehlinterpretation der Aussagen von Papst Franziskus, z.B. bezgl. Homosxualität oder Abtreibung? So langsam sickert durch, dass auch Franziskus katholisch ist und bleibt und es wäre schade, wenn die Folgen dieser Erkenntnis, wie so viel anderes, TvE angelastet würde (s. Weltbild). Mir scheint, hier gibt es ein Kommunikationsproblem.
Nebenbei ist es, salopp gesagt, egal, was die "Mehrheit" möchte - wer Bischof wird, ist oder bleibt, entscheidet der Papst. Meisner wollte man anfangs auch nicht haben und er hat sich gut geschlagen. Ich teile diese Ex-und-hopp-Ehescheidungsmentalität nicht: Weg mit dir, such dir eine(n) andere(n), dir vergebe ich nicht und mit dir will ich nichts mehr zu tun haben!


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 Medugorje :-) 20. Jänner 2014 

Super :)

Gottes Segen


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 Chris7776 20. Jänner 2014 
 

Und ich sage es noch eimal in aller Deutlichkeit

Die große Mehrheit möchte einen Neuanfang ohne Bischof Tebartz-van Elst. Diese Meinung zieht sich quer durch die Bandbreite. Sprich von liberal eingestellten Gläubigen bis weit hinein ins konservative Lager.

Es wäre weise, wenn man auch dem Bischof einen Neustart in einem anderen Bistum nahelegen würde. Das Verhältnis in Limburg ist nach wie vor vergiftet. Daran wird auch die Unterschriftenaktion für den BIschof nichts mehr ändern.


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 thomasunglaublich 19. Jänner 2014 
 

Kein Ausrutscher

Erzbischof Gänswein ist ein Medienprofi. Dem ist das nicht rausgerutscht.
Er hätte leicht sagen können: warten wir den Bericht ab. Das hätte jeder akzeptiert. Nein, da steckt Absicht dahinter.
Und wenn sogar Kardinal Lehmann, dem TvE theologisch ein Dorn im Auge ist, anfängt Kreide zu fressen, habe die beiden Insider-Informationen.
Die Sache wird spannend.


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 Dominik Pallenberg 19. Jänner 2014 

Eine vorweggenommene Entlastung durch den Präfekten des Päpstlichen Hauses, eine lobende Charakterisierung durch den ehemaligen Vorsitzenden der DBK...

Welchen Sinn hat das? Sollen damit die Gegner des Limburger Bischofs auf dessen Rückkehr in sein Amt vorbereitet werden? Ist diese Rückkehr der Preis –oder der Lohn? – dafür, daß er rnicht Erzbischof von Köln und somit – voerst? – nicht Kardinal wird?

In der Politik sieht so ein Kompromiß aus, bei dem sich beide Seiten als Sieger fühlen können.


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 chorbisch 19. Jänner 2014 
 

@ Paddel

Ich kann nur hoffen, daß Erzbischof Gänswein seine Aussage NICHT als "Hinweis" an die Kommission meint, zu welchem Ergebnis sie zu kommen hat.
Das wäre eine Verhöhnung aller Katholiken im Bistum Limburg, sowohl der Anhänger, wie der Gegner des Bischofs.
Denn dann hätte man sich die "Beurlaubung" des Bischofs sparen können, sondern hätte klar erklären müssen: Die Vorwürfe sind für Rom ohne jede Bedeutung, Bischof Franz-Peter genießt das volle Vertrauen des Hl. Vaters und wird daher direkt von Rom nach Limburg zurückkehren.
Und wie sollte eine Überprüfung des Ergebnisses aussehen, ohne die Untersuchung ein zweites Mal durchzuführen?
Dann hätte man das auch gleich in Rom machen sollen.
Wie hier schon geschrieben wurde, solange die Kommission arbeitet, sollte alle zu dem Thema schweigen, auch ein Präfekt des Päpstlichen Hauses.


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 Antigone 19. Jänner 2014 
 

Interviews

Ich mag eigentlich Erzbischof Gänswein, aber ich finde, er wagt sich hier ganz schön weit vor. Vielleicht kann ja kein Prominenter Interviewanfragen entgehen (beim GV Rösch regt man sich gern darüber auf), aber da sollte man dann auch gewappnet sein und diskret bleiben, finde ich.


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 Klaffer 19. Jänner 2014 
 

Aufbruchsstimmung und Romtreue

@matthieu
So leicht ist die Umstellung nicht, wie Sie das so einfach hinschreiben: Wer Romtreue forderte, meinte in der Vergangenheit meist in erster Linie Festhalten an alten Traditionen und Überlieferungen.
Der neue Papst fordert aber die innere Beweglichkeit und missionarische Kreativität des Pfarrers und der Gemeinde und er verlangt, das bequeme pastorale Kriterium des „Es wurde immer so gemacht“ aufzugeben. Er verlangt, bis an die Grenzen der Gesellschaft zu gehen. Dass ein Pfarrer und eine Gemeinde lange brauchen, sich so stark zu ändern, ist nicht verwunderlich. Wenn sie es schaffen, dann kann wirklich eine Aufbruchsstimmugn entstehen, meine ich.


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 matthieu 19. Jänner 2014 
 

Unverständnis @Bern/@Barbara

@Bern2 Das sehe ich ähnlich: Es ist unnötig, jetzt der Kommission vorzugreifen, auch wenn Erzbischof Gänswein nicht zum Schweigen verpflichtet ist.
@Barbara: Aufbruchstimmung wird wohl auf Papst Franziskus gemüntzt sein (sonst gibt es sie nur lokal, nur dort wo ein Pfarrer den Glauben und die Liturgie romtreu weitergibt)


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 Paddel 19. Jänner 2014 

Vertrauen

Vielleicht täusche ich mich, aber mir scheint das Vertrauen zwischen Rom und Deutschland in diesem Fall etwas beschädigt.
Das war ein klares Signal vom Präfekt des Päpstlichen Hauses Erzbischof Georg Gänswein an die Kommission. Mich freut es jedenfalls, dass die Ergebnisse der Kommission auch noch in Rom ganz genau überprüft werden.


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 Bern2 19. Jänner 2014 
 

gegen Vor-Entlastungen

So sehr ich auch gegen die Vorverurteilungen durch die Medien bin, so sehr bin ich auch gegen diese Vor-Entlastung. Und komme sie auch von einem Star-Konservativen wie Erzbischof Gänswein. Wenn Generalvikar Rösch immer anmahnt, doch das Ergebnis der Kommision abzuwarten, dann möge das bitteschön nicht nur für die Gegner, sondern auch für die Unterstützter Tebartz-van Elsts gelten.

Zu Bischof Lehmann sage ich jetzt nicht so viel, nur dass er in der Vergangenheit gern die Rolle des "Ausgleichers" oder des "Verständnisvollen" gespielt hat. Keine Ahnung, ob seine Zurückhaltung ihm aus dem Herzen kommt, oder vielleicht der gesamtkirchlichen Situation und dem Stand der Ermittlungen geschuldet ist.


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 *Barbara* 19. Jänner 2014 
 

Lehmann

Es ist schön, dass selbst Bischof Lehmann erkennt, dass der Limburger Bischof durch eine Medienkampagne fertiggemacht werden sollte. Habe ich mich in dem Artikel verlesen? Er spricht von einer Aufbruchstimmung in der Kirche. Ich denke, dass eher das Gegenteil der Fall ist.


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 gloria olivae 19. Jänner 2014 

Eine wohltuende Abendnachricht! Gott füge es.


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