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'Wir wollen diesen Bischof nicht'

19. Dezember 2013 in Kommentar, 30 Lesermeinungen
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Das Lügen sei für sie gar nicht so schlimm, schließlich habe „man“ den Bischof da in eine Falle rennen lassen, so erzählen Limburger Bürger. Von Monika Metternich (VATICAN magazin)


Limburg (kath.net/VATICAN magazin) Entzückende, winzige Gässchen. Buntes, wohlsaniertes Mittelalter. Steiles Kopfsteinpflaster. Bezaubernd und beklemmend, bedrückende Enge, die erst ganz oben am Domberg mit dem offenen Blick auf den achthundertjährigen Dom weicht. Den vieldiskutierten „Protzbau“ habe ich in seinem Schatten erst mal glatt übersehen.

Ich spreche Leute an, den „Mann (und die Frau) auf der Straße“. Jeder sagt mir, dass Tebartz-van Elst (Foto) leider einfach nie nach Limburg gepasst habe. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger habe er nie die Nähe zu „de Leut” gesucht, sei nicht ganz normal mit seinen Schäfchen auch mal ein Viertele schlotzen gegangen, habe sich nie im Gasthaus „einfach so“ dazugesetzt, sei nie grüßend auf dem Radel durch die engen Gassen gesaust, habe sich nicht ins Sammeltaxi gequetscht und beim Friseurladen nebenan die Haare schneiden lassen, verbunden mit einem kleinen Schwatz. So war aber Kamphaus, der Überbischof. Was er kirchlich gemacht oder versäumt hat, interessiert „die Leut“ nicht. Sie liebten ihn, weil er ihnen so nah war. Nicht etwa seine Armut war es, die die Limburger an Kamphaus so geschätzt, ja, geliebt haben – am Limburger Domberg ist man überwiegend wohlhabend – sondern seine Menschennähe, die völlige Absenz von arroganten „Herrscherallüren“. Tebartz-van Elst sei typmäßig ganz anders, zurückhaltend und zuweilen ehrenkäsig, was gerade im Gegensatz zu Kamphaus als „hochmütig“ bezeichnet wird. Das ist es, was die Limburger an ihm nicht mögen. „Er kann ja nichts dafür, wie er ist, aber hier passt er nicht hin.“


Das Lügen sei für sie gar nicht so schlimm, schließlich habe „man“ den Bischof da in eine Falle rennen lassen. In die er – genau wie in alle Fallen, von denen man mir bereitwillig berichtet und die noch gar nicht medial erzählt wurden – reingetappt sei. Eigentlich sprechen sie sogar ganz nett von ihm. Sie sind stolz wie Bolle auf das Ensemble am Domberg, das tausende von Touristen in dieses unglaublich verschnarchte Nest lockt. Schließlich ist es kein bisschen protzig, sondern ein architektonisches Meisterwerk, ein Puppenhausensemble, passend zur Altstadt, mit einem Bauhausakzent darin, der ein paar Quadratmeter Licht in die klaustrophobische Niedlichkeit zu bringen vermag. Auf kleinstem Raum. „Aus dem wär en gude Architekt geworn“.

Die Limburger sind nicht dumm – dass die Grundsanierung abrissreifer Häuser teuer ist, wissen die Lehrer, Professoren, Journalisten, Architekten und sonstigen Großbürger, die sich in diesem beschaulich-entzückenden Luxuskleinklein niedergelassen haben, selbst nur zu gut.

„Ja, aber was ist denn dann das Problem?“ fragte ich zunehmend verzweifelt. „Dass wir diesen Bischof nicht haben wollen. Wir wollen einen, der zu uns passt.“ Es ist allen klar, dass sich auf diese Grunddisposition sehr verschiedene Agenden „draufgesattelt“ haben – die einen, weil sie noch ein persönliches Huhn mit dem Bischof zu rupfen haben, die anderen, weil sie eine „andere Kirche” wollen, die Dritten aus synodaler Wichtigkeit. Manches davon befremdet auch den normalen Limburger, sagen sie. Aber alles wird gutgeheißen, was dazu dient, diesen Bischof loszuwerden, der gern woanders anfangen soll, wo er besser hinpasst, weil er an sich „ja en gude Kerl ist“, nur eben bittschön nicht in Limburg, wo man alles gern so hat wie früher.

Der Grundton ist einfach: „Wir wollen diesen Bischof nicht.“ Und zwar völlig egal, was der Papst, was Gerichte oder Kommissionen dazu sagen oder ob der Bischof fortan in einer Felsenhöhle zu wohnen verspricht, im Büßergewand um den Domberg zieht und sich geißelt. Darum geht‘s einfach nicht. Die Limburger wollen einen wie Kamphaus wieder. Wer ihnen wie oder aufgrund welcher Agenda dabei hilft, das durchzusetzen, ist ihnen völlig egal.

Meine Frage, was denn geschehe, wenn der Papst den Bischof vielleicht doch in Limburg belasse, erntet völliges Unverständnis: „Aber das passiert nicht!“ Nur mal angenommen… „Dann treten hier eben alle aus der Kirche aus.“

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Foto Bischof Tebartz-van Elst (c) Bistum Limburg


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Lesermeinungen

 Romika 30. Dezember 2013 
 

Leute von der Straße

Die leute plappern doch das nach, was ihnen die Medien in einer unglaublichen Kampagne eingetrichtert haben. Was heißt denn "paßt nicht" ? Das darf ja wohl nicht wahr sein. Limburg brauchte einen neuen Aufbruch nach langer offenbarer Schludrigkeit.


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 resistance 20. Dezember 2013 
 

"Wir wollen nicht, dass dieser Bischof über uns ist!"

Es wäre klug von Tebartz-van Elst den Staub Limburgs von seinen Füßen zu schütteln. Je früher, desto besser.


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 Victor 20. Dezember 2013 
 

@Morwen

Wie recht Sie haben! Nur: wer könnte dort hingehen anstelle des Bischofs Tebartz-van-Elst? Und welcher aufrichtige Bischof würde das machen? Es wäre ja wie Leichenfledderei.

Rom wird schwerlich einen neuen Kamphaus ernennen, so einen "volksnahen" August wie sich die Masse vielleicht wünscht.
Andererseits gibts in Hessen seit einigen Tagen so politisch schmieriges Schwarz-Grün, also eine eher kirchengegnerische Regierung, die den Kandidaten Roms aber bestätigen müßte.

Es geht auf jeden Fall um eine nachhaltige Richtungsentscheidung.


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 Trierer 20. Dezember 2013 

@Morwen

Sie haben vergessen die Prügelstrafe für unbotmäßige Diözesanen zu fordern. Im Ernst, wir sollten uns auch im (gerechten) Zorn nicht das Hirn vernebeln lassen.


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 Marienzweig 20. Dezember 2013 

Anforderungen an einen Bischof

Jesus war liebevoll, menschenfreundlich!
War er deswegen Kumpel?
Muss ein Bischof, damit er bei den Leuten beliebt ist, ein Viertele mit ihnen trinken?
Wird Leutseligkeit von ihm erwartet?

Macht das die Qualität eines Bischofs aus?


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 Morwen 20. Dezember 2013 

Ich wünsche den Limburgern von Herzen, dass der erste Satz des nächsten Bischofs von Limburg lautet: Ihr habt einen Bischof gehabt, den ihr nicht mochtet, weil er nicht zu euch passte, jetzt sollt ihr dafür einen Bischof haben, der EUCH nicht mag, weil ihr IHM nicht passt.


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 Suarez 20. Dezember 2013 

OStR Peter Rösch - Generalvikar

Ich beurteile das Auftreten des Generalvikars in den Medien nicht so positiv, wie Sie es tun.

An Talkrunden ausgerechnet der Medien teilzunehmen, die den Bischof auf eine Weise herabsetzten, die eindeutig ehrverletzend ist und die klar antikatholische Positionen vertreten, scheint mir nicht geeignet, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Der Generalvikar sucht dem Konflikt mit den im Bistum mächtigen Priester- und Laiengruppen um jeden Preis auszuweichen. Gleichzeitig bemüht er sich nicht, eine Rückkehr des Bischofs als vertretbar und möglich erscheinen zu lassen. So stärkt er die Kräfte im Bistum, die von Anfang an den "Kampf um den Kurs der Kirche" gesucht haben.

Es ist zwar nachvollziehbar, dass der Generalvikar nicht ebenfalls ins Fadenkreuz der stets sprungbereit feindseligen Presse geraten möchte, doch darum muss er sich nicht mit Leuten wie Daniel Deckers an einen Tisch setzen, die eine bis dahin noch nicht gesehene Hetzkampagne gegen den Bischof betrieben haben.


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 OStR Peter Rösch 20. Dezember 2013 
 

@Suarez

"Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" - das gilt für bestimmte Situationen immer noch. Das weiß auch der Generalvikar, das dürfte seinem Auftrag entsprechen, und den erfüllt er wohl recht ordentlich. Man sollte vom Ende der ganzen Affaire her urteilen. Also, nach einer anderen Regel: "Abwarten und Tee trinken!"


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 DamianBLogos 20. Dezember 2013 
 

Austreten? Wunderbar! Nur zu!

Wenn alle aus der Kirche austreten, die ihre Kirchenzugehörigkeit von der Kumpelhaftigkeit des Bischofs abhängig machen, dann wäre das ein großer Gewinn für die Kirche von Limburg. Wenn Ihr saturierten Noch-Kirchensteuerzahler aus der Kirche austretet - wunderbar! Und wenn Ihr eines Tages wirklich nach dem Wort Gottes dürsten solltet und Euch wie Schafe ohne Hirten fühlt, könnt Ihr gerne wiederkommen. Es lebe die Entweltlichung!


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 OStR Peter Rösch 20. Dezember 2013 
 

Sie wollen . . .

. . . halt einfach "gleich" sein. - Eine Zeitmerkwürdigkeit, die jeder Lehrer zur Genüge kennt, und zum Ruin - in dem Fall: des Bildungswesens - geführt hat.


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 M.Schn-Fl 20. Dezember 2013 
 

[email protected]_WW 2

Der Bericht von Monika Metternich ist zwar aufschlußreich für die Stadt Limburg und die Leute um den Domberg.
Aber aus der Diözese hört man auch ganz andere Töne aus allen Gegenden.
Der Bericht der Gräfin Metternich über EIN Stimmungsbild in der Stadt Limburg kennzeichnet die Situation weiten Teilen der Kirche nicht nur in Limburg. Diesen eingeschlafenen bürgerlichen Vereins-Katholizismus gibt es nicht nur in diesem alten Mittelstädtchen sondern auch anderswo.
Aber es gibt auch das Gegenteil in Limburg und anderswo in Deutschland; denn "die Kirche lebt und sie ist jung"
(Benedikt XVI.).
Wir durften das in Saarlouis gerade wieder bei unserem 2. Nightfever erleben.


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 Sternenklar 20. Dezember 2013 

Also sofort zurück, dann wird die Sache bereinigt!

Wenn der überfressende Teil der "Katholiken" die Kirche verlassen hat, dann passt der Bischof sehr gut zu den echten Katholiken. Und alle Probleme sind gelöst.


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 Limburger 20. Dezember 2013 
 

Bedrückende Enge? Verschnarchtes Nest? Also jetzt sag bitte mal niemand was gegen meine Bistumshauptstadt, die definitiv eine der schönsten Städte in Hessen ist (und nicht umsonst auch als Perle an der Lahn bezeichnet wird) ;-)
Ansonsten stimmt es mich doch traurig, dass so vielen Leute wichtiger ist, dass der Bischof vom Typ her wozu auch immer passt, als dass er den Glauben, wie ihn die Kirche lehrt, verkündigt und fördert - auch da, wo er für manche Menschen zunächst(!) unbequem erscheinen mag.


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 M.Schn-Fl 20. Dezember 2013 
 

[email protected]_WW

Das satte Bürgertum am Domberg und rundherum repräsentiert nicht das Bistum Limburg!
Schauen wir in die Metropole Frankfurt. Dort sieht es ganz anders aus. Zum größten Anteil einer katholischen Zukunft dort und anderswo im Bistum gehören die Katholiken aus änderen Ländern Europas, die längst Deutsche sind und in Zukunft immer mehr das kirchliche Bild prägen werden. Fast täglich mailen z.B. mir die deutschen Polen ihr Magazin "sowa-frankfurt" zu. Da hört man ganz andere Töne. Denen liegt nichts an großbürgerlichen schulterklopfenden Domberg-Stammtischparolen sondern mehr an katholischer Verkündigung, die diesen Namen verdient.
Eine Gemeindeleiterin sagte mir gestern, dass das Domkapitel scheinbar abgetaucht sei und alles auf den GV Rösch schaut.
Das Limburger Groß-Spießbürgertum hält offensichtlich die zugegebenermaßen populäre Art Von Kamphaus für das Wesentliche an einem Bischof.
Sie seien an den Satz von Kamphaus erinnert, dass Bischöfe vom HL.Geist, nicht vom Papst ernannt würden.


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 girsberg74 20. Dezember 2013 
 

Die Leute, die im „VATICAN magazin“ zitiert sind, reden halt, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.

Das führt zu der alten Frage. ob man so reden dürfe, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Goethe, – ich meine, er was es –, hat darauf geantwortet, dass man das selbstverständlich dürfe, wenn der Schnabel schön gewachsen sei.

Das führt zu einer größeren Frage, - in diesem Falle einer denkerischen -, wie es sich mit dem verhält, was diesen Schnabel in Bewegung setzt.


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 QuintusNSachs 20. Dezember 2013 
 

Temperaturprobleme

Keine heiße Liebe, kein kalter Hass, nur laues volk. Wenn all die abertausende "Katholiken" endlich weg sind, die Kirchensteuer wie ein Kartenhaus zusammenfällt, wird die Katholische Kirche auch in Deutschland endlich wieder gesund schrumpfen.


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 myschkin 20. Dezember 2013 
 

Wenn das alles ist?

Also, wenn etlichen lieben Leutchen in der Stadt Limburg der Herr Bischof nicht sympathisch ist, ja mein Gott, so etwas passiert eben. Ich kann mich bspw. an eine Konditorin in Limburg erinnern, die ich sogar als unfreundlich zu bezeichnen mir erlaube. Aber damit kann man doch leben. Wer den Bischof nicht leiden kann, sollte doch froh sein, nicht mit ihm Taxi fahren zu müssen. Aber das ist doch alles kein Grund, ihn aus dem Amt gedrängt sehen zu wollen. Wenn die Limburger Bürger nicht mehr gegen den Herrn Bischof vorzubringen haben als das, was man hier lesen konnte, ja, dann soll er bleiben. Provinzielle Engstirnigkeit sollte kein auschlaggebendes Kriterium sein.


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 Stefan Fleischer 20. Dezember 2013 

Irre ich mich?

Oder wünschen sich nicht heute viele Christen, nicht nur in Limburg, nicht einfach einen Bischof à la Kamphaus, sondern einen solchen Gott?

"Leider" aber gibt es nur einen Gott, so dass wir keine (demokratische) Wahlmöglichkeit haben. Den müssen wir nehmen, so wie er ist.


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 Helena_WW 20. Dezember 2013 
 

Bitte auch hier nicht pauschalisieren, diese "netten" Dombergbewohner

sind _nicht_ Repräsentant für alle römisch katholischen Christen im Bistum Limburg. Ebensowenig sind sie Repräsentant für alle, wie diese speziellen frankfurter Klüngelkreise, die sich so gern als Stuhlkreis- und Podiums"christen" medial in den Vordergrund drängen.


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 Rolando 20. Dezember 2013 
 

Nett und Leutseelig

Muß nicht unbedingt Gott wohlgefällig sein, wo ist in Limburg Liebe und Wahrheit.
Was hätten Diejenigen, die den Bischof nicht wollen zu Petrus oder Paulus gesagt, wenn sie zu jener Zeit gelebt hätten?
Der Bischof ist ihnen von Gott zugestellt, um ihn zu lieben, aber nicht um der Beliebigkeit willen.


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 Eva 1941 20. Dezember 2013 
 

Sprichwort

Zu Limburg fand ich ein passendes Sprichwort:
"Das Lob von tausend Narren wiegt nicht den Tadel eines einzigen klugen Mannes auf."


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 Suarez 20. Dezember 2013 

Reiner Klerikalismus im Bistum Limburg Teil II

In Limburg sind die "engagierten" Laiengruppen mittlerweile tonangebend in den Gemeinden. Die Pfarrer haben sich mit dieser Situation bestens arrangiert und so bildet man den Klub der „Exklusiv-Katholiken“, die natürlich uns einfachen Laien, ja selbst "denen in Rom", immer und überall erklären, was ein rechter Katholik zu denken und zu glauben hat. Die Frauengruppe reist dann geschlossen auf Pilgerfahrt, der Pfarrer lässt die Bilder auf die Web-Seite setzen und die kleine Gemeinde der Auserwählten ist höchst zufrieden.

Man hat sich in Limburg allseits eingerichtet. Die Pfarrer gehen ihrem "Job" nach, achten darauf, die engagierten Laiengruppen nicht zu vergrätzen und diese wiederum nutzen den Kirchenraum als Bühne ihres ideologischen Kampfes gegen den Katholizismus. Wehe wenn sich diesem Trupp einer entgegenstellt!

Auf eine gewisse Art ist das der perfekte Klerikalismus und dabei können die progressiven Gruppen auch noch so tun, als sei das alles Ausdruck der reinsten Moral.


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 Victor 20. Dezember 2013 
 

Ihr leef Leut: Jedem das Seine oder wie hättet Ihr`s gern!

Christentum aller Leit(Leute) bzw. aller-light.
"Paßt euch nicht dieser Welt an" warnt eindringlich der hl. Apostel Paulus.
Zu retten ist in Limburg wohl wenig oder gar nix mehr.
Es muß also einen kompletten Neuanfang, eine völlige Neu-Evangelisierung stattfinden- ob mit oder ohne Bischof Tebartz-van-Elst.
Jesus sagt eindeutig zu seinen Jüngern: "wenn man euch in einer Stadt nicht aufnehmen wollt, dann geht weg und schüttelt den Staub von euren Füßen als Zeugnis wider sie..." Das ist sicher auch wörtlich zu verstehen.

Die Zeit der Entscheidung ist da und es gibt keinen schmerzlosen Ausweg aus diesem Glaubensabfall weit über das kleine Bistum Limburg hinaus.


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 Suarez 20. Dezember 2013 

Reiner Klerikalismus im Bistum Limburg

Am Bistum Limburg lässt sich gut erkennen, warum Papst Franziskus so eindringlich vor Klerikalismus warnt. Die Formen dieses Klerikalismus sind vielfältig. So kann auch ein vermeintlich sich volksnah gebender Bischof, wie Kamphaus, über Jahrzehnte klerikale Strukturen aufbauen, die sich dann auch in den Köpfen der Laien fest verwurzeln. Man will in Limburg einen Bischof der bequem ist, der dem Liberalismus zuspricht, en gude Kerl halt, dem man kollegial auf die Schulter klopfen kann, weil er einem nicht ins Gewissen redet.

Und die innerkirchlichen Gruppen wollen auch nicht länger an ihrem Kirchenkampf um Mitbestimmung, Relativismus und allerlei Tingeltangel im Gottesdienst gehindert werden, da interessiert natürlich nicht, was Rom entscheidet, da bleibt man seinem "katholischen" Protestantismus im Bistum treu.

Ja und der neue Generalvikar Rösch gibt nette Talkrunden, wo es wieder mal um die Zukunft des "Skandalbistums" geht und zeigt für alle und alles Verständnis.


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 alphonsus 20. Dezember 2013 

Na dann

Die Leuten wollen offenbar nur einen unkomplizierten Prominenten als Vorsitzenden für ihren "Kirche" genannten Kulturverein. Ich schlage Boris Becker vor als Nachfolger vor ...


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 Eva 1941 20. Dezember 2013 
 

Katholisch?

Es wäre ein Segen für die katholische Kirche, wenn solche Dummschwätzer sie verlassen würden.
In meiner Heimatpfarre hatten wir leider über 20 Jahre einen Paradiesvogel als Pfarrer. Er lief herum wir ein Kasperle, ließ sich von allen duzen, reiste mehr in der Weltgeschichte herum, statt in seiner Gemeinde Seelsorge zu betreiben. Aber: er war außerordentlich beliebt.
Nun ist er weg ... Seine Hinterlassenschaft: Die meisten haben sich ihren Glauben selber zurechtgebastelt, wie es ihnen am bequemsten ist. Das hat er geschafft.
Und: sonntags ist die Kirche fast leer.


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 Kostadinov 20. Dezember 2013 

dann eben tabula rasa...

Bistum auflösen und in ein Nachbarbistum reinintegrieren, dann kann ja irgendein Limburger Stadtdekan Ebblwoi mid de Leud trinken und in Limburg zum Friseur gehen...


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 PBaldauf 20. Dezember 2013 
 

Fallensteller-Leut

Lügen gingen, wie gesteltzt
und stellten Beine, dem van Elst
Man ließ den Mann in Fallen ‘tappe‘
Und nahm’s nicht auf die eigene Kappe

Bei so viel Selbstsucht-Ego-Liebe
Blieb kein Raum für Nächstenliebe:
„En gude Kerl“ – „Wir woll’n ihn nicht!“
Man sieht die Kälte im Gesicht

Mir graut’s an diesem Morgen heut
Vor solchen ‘passt-zu-uns-net-Leut‘

Dem Bischof, Heiliger Geist, steh bei
Dass 'von so Leut' verschont er sei
Gib ihm, was besser ihm entspricht
Solch Niedertracht verdient er nicht

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


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 Adson_von_Melk 20. Dezember 2013 

Ganz schauderbar - und erfrischend ehrlich!

Also kein Masterplan, keine Limburger Weltverschwörung zum Umbau der Kirche (jedenfalls nicht in der Breite), noch nicht einmal blanker Hass (jedenfalls nicht bei vielen.)

Nur (nur?) ein bisschen Kirchturmdenken, ein wenig Kleingeisterei und ganz viel von dem was wir in Wien "gnadenlose Gemütlichkeit" nennen und dort schon so viele umgebracht hat.

Und so richtig lieb scheint TvE seine Schäfchen in den Jahren auch nicht gewonnen zu haben. Wobei es sogar oben steht: Für die persönliche Art kann man nicht viel.

Aber alles das zusammen ergibt "unüberwindliche gegenseitge Abneigung" und führt zur Scheidung.

*seufz*


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 Romika 20. Dezember 2013 
 

Unverschämt

Manche Leute sind einfach nur unverschämt. Kommt einer nicht "volksnah" daher, wird er bekämpft. wo sind wir
denn ? Von dem volksnahen Getue hätten auch nur Anwohner etwas. Wenn ein Bischof seine Pflichten erfüllt, braucht er nicht zu radeln a la Don Camillo und sich nicht in ein Sammeltaxi zwängen, das brauchen wir nicht. Man sieht aber, welche Intoleranz von bestimmten Leuten angebrütet worden ist. Stimmungmache kommt nicht von ungefähr, sondern hat seine Drahtzieher, die sich auch nicht ins sammeltaxi drücken.


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