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Architekt Frielinghaus: Limburger Zentrum ‚kein Protzbau‘

20. Oktober 2013 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
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‚Fatale‘ Kommunikation rund um das Bauprojekt aus Sicht des Architekten.


Mainz (KNA)
Der Architekt des umstrittenen Diözesanen Zentrums in Limburg, Michael Frielinghaus, weist die Vorwürfe von Geldverschwendung und luxuriöserer Bauweise zurück. Es habe „keine Kostenexplosion“ gegeben und auch der Begriff „Protzbau“ treffe nicht zu, so Frielinghaus am Freitag in der ZDF-Sendung „aspekte“. Zugleich nahm Frielinghaus, der auch Präsident des Bundes deutscher Architekten ist, Bischof Tebartz-van Elst in Schutz. „Wir haben einen klugen Menschen erlebt, der zuhören kann“, erklärte der Architekt. Was über den Bischof nun geschrieben werde, könne er nicht nachvollziehen.


Frielinghaus beklagte allerdings die „fatale“ Kommunikation über Kosten und Baufortschritt. Die Öffentlichkeit hätte darüber „transparenter“ informiert werden müssen. Insofern könne er die Aufregung jetzt auch verstehen. Er hoffe aber, dass durch Aufklärung die Betrachtung wieder „objektiver“ werde.

Gegenüber dem Limburger Dom, einem der bedeutendsten Kirchenbauten Deutschlands, sei nun ein einmaliger Ort entstanden, der keineswegs eine Privatangelegenheit des Bischofs sei, so der Architekt. Von Verschwendung könne nicht die Rede sein, vielmehr sei hier nachhaltig „investiert“ worden, so Frielinghaus. Die Alternative wäre gewesen, gegenüber dem Dom zwei Baudenkmäler verkommen zu lassen und ein Brachgrundstück nicht zu nutzen, erklärte der Architekt. Wer den neuen Gebäudekomplex nun betrete, werde einen „Ort der Einkehr und der Besinnung“ erleben, der mit wenigen Materialien und einer „disziplinierten Formensprache“ auskomme.

Tebartz-van Elst habe sich inhaltlich an der Baugestaltung beteiligt, aber keineswegs mit Sonderwünschen den Architekten bedrängt. So sei dem Bischof etwa wichtig gewesen, dass der Felsen, auf dem der Bau gründe, und die Ruine des alten Wehrturms am Fuße des Gebäudes, für die Öffentlichkeit zugänglich und sichtbar seien. Die Privaträume des Bischofs, die nur einen geringen Teil des Komplexes ausmachten, seien keineswegs unangemessen. So habe das Schlafzimmer ins Untergeschoss verlegt werden müssen, da im Erdgeschoss kein Platz mehr gewesen sei. Überhöhte Kosten, etwa für die Aufhängung eines Adventskranzes, seien ihm nicht bekannt, so Frielinghaus.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


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