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Die Sprache des Katechismus – der rechtgläubige ‚Dialekt’ der Kirche

17. September 2013 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Franziskus-Perle des Tages: Die Witwenschaft der Kirche, die in der Geschichte unterwegs ist zum Herrn. Es gibt keinen Weg im Leben, es gibt keine Vergebung, es gibt keine Aussöhnung außerhalb der Mutter Kirche. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Witwenschaft der Kirche, die auf der Suche nach dem Herrn in der Geschichte geht: ausgehend vom Tagesevangelium über die Witwe von Naïn (Lk 7,11-17) betrachtete Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ die Kirche, die wie eine mutige Frau ihre Kinder verteidigt, um sie zur Begegnung mit Jesus zu führen.

Jesus habe die Fähigkeit, mit uns zu leiden, unseren Leiden nahezustehen und sie zu den seinen zu machen. So habe Jesus großes Mitleid mit dieser Witwe, die nun auch ihren einzigen Sohn verloren habe. Jesus „wusste, was es bedeutet, zu jener Zeit eine verwitwete Frau zu sein“. Er habe eine besondere Liebe zu den Witwen gehegt und sich um diese gekümmert. Beim Lesen dieses Abschnittes aus dem Evangelium „denke ich, dass diese Witwe auch ein Bild der Kirche ist, da auch die Kirche in einem gewissen Sinn eine Witwe ist“:

„Ihr Bräutigam ist weggegangen und sie geht durch die Geschichte in der Hoffnung, ihn zu finden, ihm zu begegnen. Und sie wird die endgültige Braut sein. Doch in der Zwischenzeit ist sie – die Kirche – allein! Der sichtbare Herr ist nicht da. Ihr eignet eine gewisse Dimension der Witwenschaft... Und das lässt mich an die Witwenschaft der Kirche denken. Diese mutige Kirche, die ihre Kinder verteidigt, wie jene Witwe, die zum korrupten Richter ging, um sie zu verteidigen, und am Ende gewonnen hat. Unsere Mutter Kirche ist mutig! Sie hat jenen Mut einer Frau, die weiß, dass ihre Kinder ihr gehören und sie diese verteidigen und zur Begegnung mit ihrem Bräutigam führen muss“.


Franziskus rief einige biblische Witwengestalten in Erinnerung und dabei besonders die mutige makkabäische Witwe mit ihren sieben Söhnen, die das Martyrium erleiden, um Gott nicht zu verleugnen (vgl. 2 Makk 7,1-42). Die Bibel sage, dass diese Frau zu ihren Söhnen „in ihrer Muttersprache, im Dialekt“ gesprochen habe. So spreche auch unsere Mutter Kirche zu uns „im Dialekt“, „in jener Sprache der Rechtgläubigkeit, die wir alle verstehen, in jener Sprache des Katechismus, der uns die Kraft gibt, im Kampf gegen das Böse voranzugehen“:

„Diese Dimension der Witwenschaft der Kirche, die durch die Geschichte geht in der Hoffnung, ihrem Bräutigam zu begegnen, ihn zu finden... So ist unsere Mutter Kirche! Sie ist eine Kirche, die, wenn sie treu ist, zu weinen vermag. Wenn die Kirche nicht weint, dann ist etwas nicht in Ordnung. Sie weint wegen ihrer Kinder und betet! Eine Kirche, die vorwärts geht und ihre Kinder aufzieht, gibt ihnen Kraft und begleitet sie bis zum letzten Abschied, um sie in den Händen ihres Bräutigams zu lassen, dem am Ende auch sie begegnen wird. Das ist unsere Mutter Kirche! Ich sehe sie in dieser Witwe, die weint. Und was sagt der Herr zur Kirche? ‚Weine nicht! Ich bin bei dir, ich begleite dich, ich erwarte dich da, beim Hochzeitsfest, beim letzten Hochzeitsfest, jenem Hochzeitsfest des Lammes. Halt ein, dieser dein Sohn, der tot war, lebt jetzt!’“

Darin bestehe der Dialog des Herrn mit der Kirche. Die Kirche verteidige ihre Kinder, „doch wenn sie sieht, dass sie tot sind, weint sie und der Herr sagt zu ihr: ‚Ich bin bei dir und dein Kind ist bei mir’“. So, wie Jesus dem jungen Mann von Naïn geboten habe, von seiner Bahre aufzustehen, befehle er viele Male auch uns, aufzustehen, „wenn wir durch die Sünde tot sind und hingehen, um um Vergebung zu bitten“.

In der Vergebung „gibt uns Jesus wieder unserer Mutter zurück“, so der Papst abschließend: „Unsere Aussöhnung mit dem Herrn endet nicht mit dem Dialog: ‚Ich, du und der Priester, der mir die Vergebung schenkt’“. Sie endet dann, wenn er uns unserer Mutter zurückgibt. Damit endet die Aussöhnung, denn es gibt keinen Weg im Leben, es gibt keine Vergebung, es gibt keine Aussöhnung außerhalb der Mutter Kirche. Und wenn ich diese Witwe sehe, so kommen mir diese Dinge in den Sinn, ein wenig ungeordnet... Aber ich sehe in dieser Witwe das Bild der Witwenschaft der Kirche, die unterwegs ist, um ihren Bräutigam zu suchen. Ich möchte den Herrn um die Gnade zu bitten, immer auf diese ‚Mama’ zu vertrauen, die uns verteidigt, die uns lehrt, die uns aufwachsen und uns den ‚Dialekt’ sprechen lässt“.

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Lesermeinungen

 gertrud mc 17. September 2013 
 

Eine wunderschöne Predigt,

so einfach und so tief und wahr! Wie oft fühlen wir uns als Kirche (und als Einzelne in ihr), wie eine Witwe, die durch die Geschichte geht, in der Hoffnung ihrem Bräutigam zu begegnen, ihn zu finden. Überall. Da Er sich überall verbirgt - in der Hostie, im Armen...im eigenen Herzen - und sehnsüchtig darauf wartet, von Seiner Braut gesucht und gefunden zu werden. Welche Freude des Bräutigams, so gesucht zu werden! Welche Freude für die Braut, so geliebt und erwartet zu sein! Wir suchen Ihn unter Tränen, leiden an unserer eigenen und an fremder Schuld, aber immer voll Hoffnung. In Erwartung des endgültigen Ankommens, wo es keine Tränen mehr geben wird und keine Witwen. Wo auch die makkabäische Witwe ihre sieben Söhne wieder zurückerhält!


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 kaiserin 17. September 2013 
 

Danke, caro Papa Francesco!

Ich werde mit dieser kostbaren Perle meine Seele schmücken! Möge Maria, die "Salus Populi Romani" Sie weiterhin leiten und beschützen! Ich bete täglich dafür.


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 Annemonika 17. September 2013 

Diese Betrachtung

hat mich zutiefst bewegt! Dank dem Heiligen Geist, der durch unseren lieben Heiligen Vater so tröstlich zu uns spricht!


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 Kathole 17. September 2013 
 

Zollitsch auf die Frage nach der längst überfälligen Korrektur lokaler Katechismen anhand des KKK

Zollitsch antwortet nur ausweichend!

ZENIT: An die Bischofskonferenzen ergeht in Abschnitt II, 9 der Handreichung der „Note mit pastoralen Hinweisen zum Jahr des Glaubens“ der Wunsch nach einer Überprüfung der verschiedenen katechetischen Hilfsmittel, die in den Teilkirchen in Gebrauch sind, um ihre volle Übereinstimmung mit dem Katechismus der katholischen Kirche zu gewährleisten und notfalls, wenn sie nicht in vollem Einklang mit dem Katechismus stehen oder Lücken aufweisen, mit der Arbeit an neuen Texten zu beginnen, gegebenenfalls nach dem Beispiel und mit der Hilfe anderer Bischofskonferenzen, die diese Arbeit bereits geleistet haben. Wird die Deutsche Bischofskonferenz diesem Wunsch nachkommen und in welcher Art?

Zollitsch: Ja, daran arbeiten wir. Aber auch hier gilt: Wir müssen jetzt nicht in Aktionismus verfallen, sondern sind ja regelmäßig dabei, unsere Schriften zu prüfen und auf dem Laufenden zu halten. Auch in dieser Sache sind wir in gutem Austausch mit Rom.

www.zenit.org/de/articles/erzbischof-dr-robert-zollitsch-zum-jahr-des-glaubens--2


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 Kathole 17. September 2013 
 

Startseite der DBK verweist auf Eigengebräu, nicht auf den KKK - "Sprache der Rechtgläubigkeit"

Der DBK-Vorsitzende und nunmehr Alt-Erzbischof und Apostolischer Administrator von Freiburg, Robert Zollitsch, hatte in einem ZENIT-Interview auf eine Frage nach der Aufnahme des päpstlichen Leseempfehlung für das Jahr des Glaubens geantwortet:
"Wir bieten im Internet, z. B. auf der Homepage der Deutschen Bischofskonferenz, die Texte des Konzils zum Nachlesen und kennenlernen an, ebenso den Katechismus."

Tatsächlich befindet sich unter dem Menüpunkt "Katechismus" der DBK-Startseite aber nicht etwa der "Katechismus der Katholischen Kirche", dessen Inhalte Papst Franziskus als "Sprache der Rechtgläubigkeit" bezeichnet hat, sondern das DBK-Eigengebräu "Katholischer Erwachsenenkatechismus", der auch Elemente eher zweifelhafter Orthodoxie beherbergt.

Auf Seite 370-371 des II. Bandes etwa wird die Rechtfertigung der Königsteiner Erklärung betrieben und behauptet, sie stünde nicht im Widerspruch zu "Humanae Vitae".

www.dbk.de/


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1
 
 Fels 17. September 2013 

Danke!

Vergelt's Gott, Heiliger Vater, für diese Betrachtung!
Vergelt's Gott, liebes kath.net-Team für die Veröffentlichung dieser tröstlichen Papstworte!

Maria, Mutter der Kirche und Königin des Friedens, bitte für uns!


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