Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Keine Ermittlungsverfahren gegen Würzburger Seminaristen

17. August 2013 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die strafrechtlichen Konsequenzen aus den rechtsextremen Vorfällen fallen aus, nicht aber die Massnahmen der Seminar- und Bistumsleitungen.


Würzburg (www.kath.net/ KNA)
Die rechtsextremen Vorfälle im Würzburger Priesterseminar haben keine strafrechtlichen Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft sehe keinen Anlass für ein Ermittlungsverfahren, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt in Würzburg, Dietrich Geuder, am Freitag. Bei den drei untersuchten Fällen scheide eine Strafbarkeit aus, da diese sich alle nicht in der Öffentlichkeit abgespielt haben.

Ende Juli hatten das Erzbistum Bamberg und das Bistum Würzburg den mehr als 200 Seiten starken Abschlussbericht einer Untersuchungskommission zu den Vorgängen im Priesterseminar an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. In Würzburg werden Kandidaten aus beiden Bistümern ausgebildet.


Konkret untersucht wurden von der Justiz drei Vorfälle im Seminar. Das Erzählen von KZ-Witzen sei nur dann Volksverhetzung und damit strafbar, wenn dies öffentlich geschehe und nicht in einem Zimmer eines Seminaristen, so Geuder. Auch das Zeigen des Hitlergrußes könne nicht verfolgt werden. Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sei erst dann strafbar, wenn es öffentlich passiere.

Dies gelte auch für die Äußerung eines dritten Priesteramtsanwärters. Dieser hatte im Bierkeller des Seminars gefordert, den Gegendemonstranten zu einer Nazi-Kundgebung am 1. Mai in Würzburg gehöre „eine reingehauen“. Auch für die Aufforderung zu Straftaten sei Öffentlichkeit notwendig, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt.

Ein Sprecher der Diözese Würzburg erklärte, die strafrechtliche Beurteilung sei getrennt von der Frage zu sehen, ob sich jemand für den Priesterberuf eigne. Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann habe bei der Pressekonferenz am 31. Juli betont, dass für die Ausbildung menschliche Reife, theologische Bildung und pastorale Befähigung nötig seien.

Als Konsequenz aus den Vorfällen hatten Hofmann und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick bereits entschieden, dass zwei angehende Priester ihre Ausbildung nicht fortsetzen dürfen. Der Verbleib eines dritten angehenden Priesters aus Bamberg, der sich zu der Gegendemonstration geäußert hatte, im Seminar ist noch offen. Mit ihm hätten bereits Gespräche stattgefunden, sagte ein Sprecher der Erzdiözese auf Anfrage. Es werde auch noch weitere geben. „Eine endgültige Entscheidung wird bis zum Semesterbeginn fallen.“ Dieses beginnt Mitte Oktober.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Priesterseminar

  1. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  2. Papst Leo an Seminaristen: „Das Priesterseminar ist stets ein Zeichen der Hoffnung für die Kirche“
  3. In Frankreich nimmt die Zahl der Interessenten am Priestertum zu
  4. US-Diözese Nashville hat 90.000 Katholiken und 35 Seminaristen
  5. Trotz Terrorgefahr steigt die Zahl der Seminaristen in Burkina Faso
  6. Papst Benedikt XVI. warnte vor ‚homosexuellen Clubs’ in Priesterseminaren
  7. Priesterseminar Chur für alle Theologiestudenten geöffnet
  8. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  9. Erzbischof von Toulouse verbietet Soutane für Seminaristen und Diakone
  10. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz