Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  12. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  13. Realitätsverlust im Bistum Chur
  14. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

'Dieser Papst ist ein echter Ratzinger von 1997'

31. Juli 2013 in Chronik, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Aussagen von Franziskus über Homosexualität haben für das übliche Rauschen im Blätterwald gesorgt. Einige haben die Aussagen verstanden und andere “Sexperten” sorgen für bizarre Aussagen. Eine Medienschau


Wien (kath.net)
Die Aussagen von Papst Franziskus über Homosexualität haben in den vergangen Stunden ein Rauschen im Blätterwald gesorgt. Dass der Heilige Vater im Prinzip nur den Inhalt des Katechismus wiedergegeben hat, haben einige verstanden, andere nicht. So schreibt die Welt in einer Analyse folgendes: "Dieser Papst ist ein echter Ratzinger von 1997... Das sind diesmal seine Aussagen zur Homosexualität. 'Wenn jemand Gott mit gutem Willen sucht, urteile ich nicht. Wer bin ich, dass ich urteile?', sagte Franziskus mit Blick auf Schwule. Homosexuelle Neigung sei keine Sünde. 'Wir dürfen diese Menschen nicht ausgrenzen.' Eine Revolution? Leider nein. Es ist schön, dass sich der Papst gegen Diskriminierung ausspricht. Aber seine Aussagen decken sich zu 100 Prozent mit dem aktuellen katholischen Katechismus in der Fassung von 1997, erarbeitet unter dem Vorsitz des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Joseph Ratzinger."

Auch die Linkszeitung “Der Standard” schreibt: "Doch dann das Outing hoch über den Wolken: 'Wenn jemand homosexuell ist und guten Willens nach Gott sucht, wer bin ich, darüber zu urteilen?' Und schon liegt die Welt im Freudentaumel. Grundlos – denn nichts anderes haben die Vorgänger auf dem Stuhl Petri gesagt, und nichts anderes steht im Katechismus der katholischen Kirche: Respekt und Zuneigung für homosexuell veranlagte Menschen, null Toleranz für homosexuelle Handlungen."


In der "Stuttgarter Zeitung" heißt es: "Hätte Franziskus den Katechismus, diese verbindliche Sammlung kirchlicher Lehrsätze, aus dem Spiel gelassen, ließe sich von einer Öffnung sprechen. So aber gibt’s ein Problem: Das Zitat ist ungenau. Damit bleibt vorerst offen, was der Papst wollte – und was die katholische Kirche nun daraus macht. Der Katechismus spricht nirgendwo von einer 'Integration' der Schwulen. Homosexuelle Handlungen verurteilt er als 'Verstoß gegen das natürliche Gesetz'; sie seien 'auf keinen Fall zu billigen'. Homosexuelle Tendenzen wiederum seien 'objektiv ungeordnet'; entsprechenden Personen sei 'mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen'. Und dann: 'Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen.' ...Wird er eines Tages den Katechismus richtig zitieren oder über ihn hinausgehen? Fürs erste gilt folgende Faustregel: Wer als Schwuler in der Kirche keine 'Lobbyarbeit' für seine sexuelle Orientierung betreibt – das nämlich mag Franziskus nicht –, der darf sich sicher fühlen. Das heißt: am besten redet man nicht drüber. Doch damit kehrt die Kirche zurück zur traditionellen Wurzel vieler ihrer Übel. Und das mit einem so netten Papst an der Spitze..."

Besonders begehrter Gesprächspartner bei einigen deutschen Medien ist der aus der katholischen Kirche ausgetretene David Berger. "Es ist unfassbar naiv, wenn jemand in diesem Zusammenhang von einem Dammbruch spricht... Er hat aber auch nichts Revolutionäres gesagt. Dass Schwule nicht diskriminiert werden sollen, steht ja im Katechismus", erklärt David Berger im 'Spiegel', der dann aber auch Papst Franziskus mit Putin vergleichten wollte und dass intellektuell gesehen die Wahl von Franziskus ein Fiasko für die katholische Kirche sei.

David Berger lässt übrigens noch bei N-TV mit bizarre Aussagen aufhorchen. Wenn er Sex haben wollte, hab er sich diesen in Rom einfach genommen. Auf die Frage, ob er selbst Teil eines schwulen Netzwerks im Vatikan gewesen sei, erklärt er: “Ja und Nein.” Und auf die Frage, ob er auch noch katholische Messen besuche: “Soweit das möglich ist, ja. Ich bin traditionell geblieben und kann mit modernen Gottesdiensten wenig anfangen. Ich liebe die klassische, lateinische Liturgie.”

Die Äußerungen von Berger stoßen allerdings durchaus auf Kritik. So schreibt der Publizist Holger Doetsch, selbst bekennend homosexuell, auf Facebook: “Herr Berger, der sich jahrelang von der Katholischen Kirche bezahlen liess, vergleicht den Papst mit Putin. Für mich hat dieser Berger einen erheblichen Dachschaden, was in der deutschen Medienwirklichkeit aber offenbar eine wichtige Voraussetzung dafuer ist, ständig in Talkshows eingeladen zu werden.”

Kurzvideo der Papst-Pressekonferenz auf dem Rückflug vom Weltjugendtag (italienisch/englisch, Rome Reports)



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  2. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  3. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  4. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  5. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  6. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  7. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  8. Pfarre in der Diözese Linz ignoriert Anweisungen aus Rom
  9. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  10. ‚Politischer Gottesdienst’ mit der Homosexuellen Initiative Linz






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  15. Der entschärfte Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz