Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  4. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  5. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  6. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  7. Die Welt heilen
  8. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  11. Ich glaube an … Engel?
  12. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  13. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  14. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  15. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche

Die Kultur der Begegnung. Das Tun des Guten ist keine Glaubensfrage

22. Mai 2013 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Töten im Namen Gottes ist Blasphemie! Wir sind als Kinder nach dem Bild Gottes geschaffen worden. Das Blut Christi hat alle erlöst, nicht nur die Gläubigen. Der Personalausweis der Menschheit. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Gute zu tun ist ein Prinzip, das die Menschheit eint, jenseits aller ideologischen und religiösen Unterschiede. Das Tun des Guten schafft jene Kultur der Begegnung, die die Grundlage des Friedens ist. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sancte Marthae“ am Mittwoch der siebten Woche im Jahreskreis (CI). Am Gottesdienst nahmen einige Angestellte des Governatorato der Stadt des Vatikanstaates teil. Es konzelebrierte der Patriarch von Antiochia der Maroniten, Kardinal Béchara Boutros Raï.

Das Evangelium des Tages (Mk 9,38-40) spreche von den Jüngern Jesu, die einen, der nicht zu ihrer Gruppe gehöre, daran hindern wollten, das Gute zu tun. „Sie beklagen sich“, so der Papst, „denn sie sagen: ‚Wenn er nicht einer von uns ist, kann er nicht das Gute tun. Wenn er nicht zu unserer Partei gehört, kann er nicht das Gute tun’“. Jesus aber korrigiere sie: „Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden“. Die Jünger „waren ein wenig intolerant, verschlossen in der Vorstellung, die Wahrheit zu besitzen, in der Überzeugung, dass alle, die nicht die Wahrheit haben, nicht das Gute tun können“. Dies jedoch sei falsch gewesen und Jesus erweitere den Horizont


Die Wurzel dieser allen eignenden Möglichkeit, das Gute zu tun, „liegt in der Schöpfung“: „Der Herr hat uns nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen, und wir sind Bild des Herrn. Er tut das Gute und wir tragen im Herzen dieses Gebot: Tu das Gute und nicht das Böse! Wir alle. ‚Aber Pater, der ist doch nicht katholisch! So einer kann doch nicht das Gute tun!’. Doch, er kann. Er muss. Er kann nicht, er muss! Denn er trägt in sich dieses Gebot. ‚Aber Pater, der ist kein Christ, er kann das nicht!’ Doch, er kann es. Er muss es. Diese Verschlossenheit dagegen, nicht zu denken, dass wir alle das Gute da draußen tun können, ist eine Mauer, die uns zum Krieg führt, und auch zu dem, was einige in der Geschichte gedacht haben: im Namen Gottes zu töten. Wir dürfen nicht im Namen Gottes töten. Das ist einfach Blasphemie! Zu sagen, dass man im Namen Gottes töten darf, ist Blasphemie!“.

Der Herr dagegen „hat uns nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen und uns dieses Gebot im Innern des Herzens gegeben: Tu das Gute und unterlasse das Böse“. „Der Herr hat uns alle mit dem Blut Christi erlöst, nicht nur die Katholiken. Alle! ‚Pater, und die Atheisten?’ Auch sie. Alle! Und dieses Blut macht uns zu Kindern Gottes erster Klasse! Wir sind als Kinder nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen worden und das Blut Christi hat uns alle erlöst! Und wir alle haben die Pflicht, das Gute zu tun. Und dieses Gebot, das Gute zu tun, so glaube ich, ist eine schöne Straße hin zum Guten. Wenn wir, jeder nach seinem Anteil, den anderen das Gute tun, so begegnen wir einander dort, im Tun des Guten, und schaffen so langsam, ganz langsam jene Kultur der Begegnung: wir brauchen sie so sehr: einander begegnen, indem wir das Gute tun. ‚Aber Pater, ich glaube nicht, ich bin Atheist!’ Doch du tust das Gute: begegnen wir einander dort!“.

Das Gute zu tun „ist keine Glaubensfrage“, so Franziskus: „es ist eine Pflicht, es ist ein Personalausweis, den unser Vater allen gegeben hat, da er uns nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen hat. Und er tut immer das Gute, immer“.

Abschließend betete der Papst: „Heute ist der Festtag der heiligen Rita, Schutzherrin der unmöglichen Fälle. Doch dies scheint unmöglich zu sein: bitten wir sie um diese Gnade, diese Gnade, dass alle, alle Menschen das Gute tun, und begegnen wir einander in dieser Arbeit, die eine schöpferische Arbeit ist, die der Schöpfung des Vaters ähnelt. Eine Arbeit in der Familie, da wir alle Kinder Gottes sind: alle, alle! Und Gott will das Gute, für alle! Die heilige Rita gewähre uns diese Gnade, die fast unmöglich erscheint. Amen“.

Dem Autor auf Twitter folgen!




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 @mathi 23. Mai 2013 
 

@Victor
Ich finde sie sollten nicht alle über einen kamm schären.
und ich gebe Ihnen Recht, die kirche ist gegen die Todesstrafe. Du sollst nicht töten.Franziskus sagt dies explizit in seiner Biographie.

Der Herr dagegen „hat uns nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen und uns dieses Gebot im Innern des Herzens gegeben: Tu das Gute und unterlasse das Böse“. „Der Herr hat uns alle mit dem Blut Christi erlöst, nicht nur die Katholiken. Alle! ‚Pater, und die Atheisten?’ Auch sie. Alle! Und dieses Blut macht uns zu Kindern Gottes erster Klasse!
Ich bin evangelisch und verehre papst Franziskus, durch seine Worte habe ich wieder zum Glauben gefunden.Danke Vater


1

0
 
 Victor 23. Mai 2013 
 

@Wolfgang 63

Schön wäre es insbesonders, wenn "Atheisten" die Todestsrafe etwa gegen die ungeborenen Kinder abschaffen würden. Im Übrigen sind Sie schlecht informiert: kein Papst und Bischof hat sich jemals für die Todesstrafe ausgesprochen. Ganz im Gegenteil: die Päptse sind die ersten Lebensschützer, aber man lacht sie aus- insbesondere von Seiten den Atheisten, also den Menschenverächtern.


0

1
 
 Peregrin T. 23. Mai 2013 
 

Atheisten

Es ist nicht einfach, aus dem genannten Evangeiumstext zu folgern, dass auch die Atheisten, die weder Gott noch Jesus anerkennen, "Kinder Gottes erster Klasse" sind und gerettet werden. Denn dieser Esxorzist, der im Namen Jesu Dämonen austreibt, musss doch ganz gewiss Jesus und seine göttliche Macht anerkennen. Und ist es nicht durchgängige Lehre des ganzen Neuen Testamentes, dass zur Rettung des Menschen der Glaube an Jesus absolut notwendig ist? Dass ein Gottesleugner jedoch auch andern Menschen Gutes tun kann, das kann wohl niemand leugnen!


0

1
 
 placeat tibi 22. Mai 2013 
 

@Mysterium Ineffablile

Nein, nein, ich danke!
Ich habe das untige ein wenig flapsig ironisch überspitzt,in dem Sinn, daß ein Atheist wohl eher nicht an Exorzismen bei "gutes tun" denkt.

Ich würde sehr gern mehr dazu hören und hoffe die Gelegenheit ergibt sich!
Eigentlich liegt es sogar nahe, daß wenn eine Besetzung auftaucht, auf irgendeine Art auch versucht wird,diese auszutreiben.


1

1
 
 Mysterium Ineffabile 22. Mai 2013 

@placeat tibi

Wissen Sie, ich bin gar nicht davon überzeugt, dass das Befreiungsgebet und der Exorzismus nicht im Naturrecht verankert sind. Ein Diskussion darüber würde allerdings diesen Rahmen sprengen. Nur kurz: wenn das Böse privatio boni ist, und wenn man ständig mit dieser privatio zu tun hat, dann... kommt einfach die Frage nach dem Urgrund dieses radikalen Bösen auf und auch danach, wie dieses bekämpft werden kann, da es zur Welt gehört. Und der Satan ist ja der Fürst und Herr der Welt, und er und seine Helfer bedienen sich dieser Welt.. Ich lasse das jetzt lieber. Sonst stifte auch ich Verwirrung. Vielleicht gibt es mal einen Ort, an dem man das ausführen kann.


1

1
 
 placeat tibi 22. Mai 2013 
 

@Wiederkunft

Auch der Atheist tut das aber nicht...
Und auch Konfessionen, die sich auf Christus berufen, haben oft eine ganze Menge "wider uns". (mir sind die wiederum meist eher relativ gleichgültig);-)Und die Fremden bei Markus waren auch nicht von einer anderen Konfession.

Nein, aber im Ernst: ich hab mich noch nie beschwert, wenn jemand etwas Gutes tut, egal, was er ist. Papst Benedikt hat das ja u.a. in der BT Rede 2011 wunderbar dargelegt.
Gut, "Dämonen austreiben" ist dann vielleicht doch nicht im "Naturrecht" verankert ;.)


1

1
 
 Wolfgang63 22. Mai 2013 
 

Atheist

Als Agnostiker finde ich es positiv, dass der Papst Andersdenkenden nicht pauschal abspricht, gut sein zu können. Allerdings klingt mir noch sein Satz "Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel" in den Ohren nach.

Auch gut ist, dass das Töten im Namen der Religion als Blasphemie bezeichnet wird. Dies war schon anders: Der heilige Bernhard von Clairvaux etwa sagte noch Dinge wie "Der Christ rühmt sich, wenn er einen Ungläubigen tötet, weil Christus zu Ehren kommt." Siehe z.B. hier

http://www.kathpedia.com/index.php?title=Liber_ad_milites_templi_de_laude_novae_militiae_(Wortlaut)#III._DAS_NEUE_RITTERTUM

Es wäre schön, wenn die katholische Kirche sich auch noch gegen die Todesstrafe stellen würde. Der Katechismus lässt diese bisher in Abschnitt 2266 noch explizit zu.


2

4
 
 Wiederkunft 22. Mai 2013 
 

Das Gute tun!

@ placeat tibi Das sehe ich genauso- In meinen Namen, sagt Jesus. Wer nicht gegen uns ist......!Ich verstehe darunter alle die sich zu Jesus Christus bekennen nicht nur die ursprüngliche Kirche! Ein Moslem wird kaum im Namen Jesus Dämonen austreiben. Trotzdem ist er von Gott befähigt das Gute zu tun,weil auch er Gottes Abbild ist.Ich denke das meinte damit der Papst, und nur das kann zu Frieden in dieser Welt führen.


2

2
 
 placeat tibi 22. Mai 2013 
 

Mk 9,38-40 "Im Namen Jesu"

Vielleicht ganz brauchbar, eben jenen Markusabschnitt beim Lesen der Exegese vor Augen zu haben:

"38 Johannes sagte zu ihm: Lehrer, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen; und wir wehrten ihm, weil er uns nicht nachfolgt.
39 Jesus aber sprach: Wehrt ihm nicht, denn es ist niemand, der ein Wunder in meinem Namen tun und bald darauf schlecht von mir reden kann.
40 Denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns."

Der genannte Exorzist tut es also explizit in Jesus Namen.


3

1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus-Perle

  1. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  2. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  3. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  4. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  5. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  6. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  7. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  8. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  9. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit
  10. SANTA MARTA








Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  6. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  7. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  8. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  11. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  12. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  13. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  14. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  15. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz